UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.

A_TREE1.bmp Produktionsplanung und -steuerung → Produktion → Checkliste für Periodenabschlüsse 
FAQ

 Übersicht

Als Periodenabschluss werden folgende Abschlüsse verstanden:
Diese dienen zur Definition von Checklisten, die alle Tätigkeiten, die im Zuge eines Periodenabschlusses durchzuführen sind, beinhalten.
Die Tätigkeiten können entweder Funktionen sein, die die Daten bearbeiten oder Aufrufe von Masken, um auf bestimmte Bereiche zu filtern und die Daten manuell zu ändern.

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Hinweis 
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Die Checklistvorlagen können nach Ihren individuellen Bedürfnissen eingestellt werden.

Eine Anleitung dazu finden Sie unter Anlage einer Checklistvorlage für Abschlussarbeiten.

Je nach Art und Umfang der eingesetzten Software-Module (PPS Material, PPS Arbeitsplan) müssen einzelne Checklistenpunkte auf jeden Fall oder gar nicht ausgeführt werden. Für Rückfragen steht Ihnen der PPS Support zur Verfügung.

 Zeitpunkt für die Ausführung des Periodenabschlusses

Meistens ist bei Kunden der Monatsabschluss als Periodenabschluss in Verwendung, der vor der Überleitung der Daten in die FIBU und KORE stattfindet. Dies schließt aber die Verwendung von anderen Abschlüssen (z. B. Jahresabschluss) nicht aus, da dafür andere Checklistvorlagen konfiguriert werden können.

Der Standardablauf sieht vor, dass immer nur der letzte Monatsabschluss eines Geschäftsjahres den Status "Fertig" erhält. Es empfiehlt sich, das Datum dieses letzten fertigen Monatsabschlusses als den Startpunkt für die Lageraufrollung und Ausführung der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" zu definieren (Definition im NTCS Stapel).

Unter dem aktuellen Geschäftsjahr wird die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" in der Regel über den Stapel: Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen durchgeführt. Als Startpunkt für die Funktion wird üblicherweise der letzte Monatsabschluss mit dem Status "Fertig" eingestellt.

Zum Geschäftsjahresabschluss sollte die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" zusammen mit anderen Funktionen des Monatsabschlusses vor der Inventur durchgeführt werden. Davor muss sichergestellt werden, dass alle notwendigen Materialien und Zeitstempelungen korrekt durchgeführt und alle Eingangsrechnungen von verwendeten Materialien mit der ER-Kontrolle eventuell neu bewertet worden sind.

Die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" ist außerdem immer in Zusammenhang mit dem Lagermonatsabschluss und der Lageraufrollung zu sehen. Der Startpunkt der beiden Aufrollungen (Lageraufrollung und "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen") sollte immer der gleiche Zeitpunkt sein. Die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" sollte außerdem im Idealfall nach einem Lagermonatsabschluss NICHT mehr durchgeführt werden.

Gibt es dennoch einen Lagermonatsabschluss für einen Zeitbereich, in dem die Produktwerte aufgerollt werden sollten, werden die Korrekturen mit dem erstmöglichen Buchungsdatum geschrieben.
 
Achtung! 
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Die Empfehlung seitens BMD lautet, alle Produktionslose einer abgeschlossenen Periode fertigzumelden und keine Buchungen mehr dafür zu tätigen. Auch Produktionslose, die in Arbeit sind, sollten fertig gemeldet und neue Produktionslose mit den Restmengen neu angelegt werden (bzw. die Nachproduktion dafür angestoßen werden).

Wird diese Empfehlung nicht eingehalten und steht der Parameter "Produktbuchungen im abgeschlossenen Monat" auf "Automatisch korrigieren", verhält sich das Programm wie folgt:
Wenn ZUG2-Buchungen aus der Produktion in eine Periode fallen, für die es bereits einen Lagermonatsabschluss gibt, aber das Fertigstellungsdatum des Produktionsloses nach dem Lagermonatsabschluss liegt, werden im Falle von Korrekturen für ZUG2-Buchungen ab sofort keine Korrekturbuchungen mehr in die abgeschlossene Periode gebucht. Die Korrekturbuchung wird mit jenem Buchungsdatum ausgeführt, das direkt nach der abgeschlossenen Periode liegt.

Dieses Verhalten kann dazu führen, dass der Wert eines Lagerkontos sich ändert, obwohl die Mengen gleich bleiben. Weitere mögliche Folge: Restlagerwerte auf Lagerkonten von Chargen- und Seriennummern-geführten Artikeln, die nicht mehr lagernd sind.

Möglicher Ablauf in zeitlicher Reihenfolge:

BuchungsdatumAusführungsdatum Funktion in BMD 
25.12. 25.12. ZUG2-Zugangsbuchung Produktion 
31.12. 31.12. Lagermonatsabschluss für Dezember wird in WWS gesetzt, keine Buchungen mehr für Dezember erlaubt.
05.01. 
05.01. 
Produktionslos wird fertiggemeldet, erhält dieses Fertigstellungsdatum.
10.02. 
10.02. 
Monatsabschluss für Jänner wird durchgeführt inkl. der Funktion "Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen".
01.01. 
10.02. 
Korrekturbuchung der ZUG2-Zugangsbuchung Produktion mit korrigiertem Wert 

Dieses Verhalten ist an sich korrekt, damit die Werte der zugebuchten Produkte im abgeschlossenem Bereich nicht verloren gehen.

 Funktionen des Periodenabschlusses

 Funktionen für die Leistungszeiten von Mitarbeitern und Arbeitsplätzen

Folgende Reihenfolge muss bei der Abarbeitung der Funktionen zum Bearbeiten der APZ-Aufzeichnungen eingehalten werden, wenn die Funktionen einzeln ausgeführt werden.
 
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 Korrekturen von BDE-Stempelungen

Die Funktion "BDE-Stempelungen korrigieren" ist dann notwendig, wenn (Nicht-)Leistungszeiten für Arbeitsplätze nachträglich erfasst oder geändert worden sind. Die Ausführung der Funktion kann über einen PPS Periodenabschluss oder über einen Stapel gestartet werden.

Es werden dabei folgende einzelne Funktionen ausgeführt:
Diese Funktion kann also auch statt der vier angeführten Funktionen ausgeführt werden. Empfohlen wird die Ausführung über einen Stapel, weil es die Funktion der Nichtleistungszeiten-Korrektur von BDE-Stempelungen im Periodenabschluss nicht gibt.

 Verfügbare Arbeitsplatzkapazitäten von Planwerten bestimmen

Mit dieser Funktion können für den Zeitraum, für den der Periodenabschluss durchgeführt wird, die verfügbaren Arbeitsplatz-Kapazitäten aufgerollt werden. Basis hierfür sind die Kapazitätsmodelle, die den einzelnen Arbeitsplätzen zugeordnet worden sind.
 
Wenn im Rahmen der Verplanung die verfügbaren Kapazitäten vorausberechnet worden sind, werden nachträglich Änderungen in den Kapazitätsmodell-Stammdaten nicht berücksichtigt. Es müssen die verfügbaren Kapazitäten zuerst gelöscht und dann über diese Funktion neu berechnet werden.

 Verfügbare Arbeitsplatzkapazitäten fixieren

Mit dieser Funktion werden alle erzeugten verfügbaren Kapazitäten (Verfügbare Arbeitsplatzkapazitäten) für den ausgewählten Zeitraum fixiert. Das heißt, sie können nicht mehr manuell bearbeitet werden.

 APZ-Aufzeichnung - IDB-Überführen

Mit dieser Funktion werden alle im abzuschließenden Zeitraum erstellten Betriebsmeldungen als Arbeitsplatzaufzeichnungen (APZ-Aufzeichnungen) übernommen. Diese Arbeitsplatzaufzeichnungen werden bei Betriebsmeldungen, die den Grundtyp Störung aufweisen, als Störung gekennzeichnet.
 
Die Übernahme von IDB (Interrupt, Delay, Breakdown) dient zur Bereinigung der für die Produktionsaufträge angelaufenen Zeiten um nicht-produktive Zeiten. 




 APZ-Aufzeichnungen - Nichtleistungszeiten-Korrektur

Die Korrektur von Nichtleistungszeiten prüft alle Aufzeichnungen eines Arbeitsplatzes (APZ-Aufzeichnungen) hinsichtlich der Start- und Ende-Zeiten. Gibt es hier zeitliche Überschneidungen zu Zeitaufzeichnungen, deren Typ ungleich "Leistung" ist, wird die Dauer aller unproduktiven Zeitaufzeichnungen (Pause, Planstop, Störung) herausgerechnet.
 
Zusätzlich kann per Parameter aktiviert werden, dass für Zeitaufzeichnungen, die außerhalb der Soll-Arbeitszeit (Grundlage sind die Kapazitätsdaten des Arbeitsplatzes unter Verfügbare Arbeitsplatzkapazitäten) liegen, die Leistungsdauer auf die Soll-Arbeitszeit hin angepasst wird.

 APZ-Aufzeichnung - Leistungstag-Korrektur

Dem Parameter "Leistungsdatumswechsel" entsprechend kann eingestellt werden, dass Arbeitsplatzaufzeichnungen bis zu einer bestimmten Uhrzeit für den vorangegangenen Leistungstag gelten sollen.

 APZ-Aufzeichnung - Überleitung in KORE

Alle Arbeitsplatzaufzeichnungen, die mit der Funktion APZ-Aufzeichnungen: Buchungen fixieren fixiert worden sind (Änderungskennzeichen 2), können mit dieser Funktion in die Kostenrechnung als Buchungen übergeleitet werden. Relevant sind die auf den jeweiligen Arbeitsplatz-Stammdaten hinterlegten Kostenrechnungskonten. Dabei wird beispielsweise die am APZ hinterlegte Kostenstelle nicht auf die APZ-Aufzeichnung selbst geschrieben, sondern nur bei erfolgreicher Überleitung auf den KORE-Buchungsdatensatz.

Für eine erfolgreiche Überleitung in die KORE ist es notwendig, die Einheit "s" - Sekunden in den Einheiten-Stammdaten anzulegen bzw. dort eine vorhandene Mengen-Nr der Kostenrechnung auf der Einheit "s" zu hinterlegen.

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UebergeordnetesD.bmp Details finden Sie in der Hilfe zum Thema APZ-Aufzeichnung: Überleitung in KORE

 Überleiten von Mitarbeiteraufzeichnungen aus der Leistungserfassung

Diese Funktion erlaubt es, die in der Leistungserfassung manuell auf einzelnen Kostenstellen gebuchten Mitarbeiteraufzeichnungen nachträglich auf Arbeitsgänge zu übertragen. Basis für diese Aufteilung sind die Arbeitsplatzaufzeichnungen der einzelnen Arbeitsgänge.
 
Zuordnungskriterien sind:
  • Die Kostenstelle der Mitarbeiteraufzeichnung muss der des Arbeitsplatzes entsprechen.

  • Das Leistungsdatum der Mitarbeiteraufzeichnung muss gleich dem Leistungsdatum der Arbeitsplatzaufzeichnung sein.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Arbeitsgänge - Mitarbeiterzeiten aus LEA.

 Funktionen zur Vorbereitung betreffend der Neubewertung von Produkten

Um die Datenbasis für die nachgehende Aufrollungen am Lager zu haben, sollten vorab folgenden Funktionen/Programmaufrufe gestartet und kontrolliert werden.

 Ausstehende Materialrückmeldungen

Zu Periodenende sollten auch all jene Materialien, die in die ausstehende Materialrückmeldungen gebucht wurden, angesehen und tatsächlich vom Lager abgebucht werden, um die Produkte korrekt zu bewerten.

 Fehlende Produktionsrückmeldungen

Um Produkte korrekt zu bewerten, müssen alle notwendigen Materialien dafür gebucht worden sein. Um dies zu überprüfen, wird der Report der fehlenden Produktionsrückmeldungen aufgerufen. Abhängig davon, ob nur Materialien oder auch Zeiten überprüft werden sollen, wird der jeweilige Report ausgewählt.

Entspricht der Report nicht Ihren Wünschen, gibt es auch eine Standardauswertung zu fehlenden Produktionsrückmeldungen, die nach Ihren Vorstellungen angepasst werden kann.

 Produktionslose

Zur Kontrolle, ob alle betroffenen Produktionslose den Status "Fertig" oder "Storno" haben, sollten alle offenen Produktionslose darauf kontrolliert werden. Teil- bzw. Unterproduktionen sollten dabei beispielsweise fertiggemeldet werden, damit diese bei der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" letztendlich berücksichtigt werden.

 Lagerkontrolle

Um negative Einstandspreise von Abgangsbuchungen zu verhindern, wird auch die WWS-Funktion der Lagerkontrolle oftmals aus dem PPS Periodenabschluss aufgerufen.

 Vorabprüfungen von Aufrollungen

Um etwaige Fehler schon vor den Aufrollungen zu bemerken, kann im Vorhinein das Fenster Vorabprüfungen von Aufrollungen aufgerufen werden.

 Funktionen zur Neubewertung von Produkten

Für die korrekte Bewertung von hergestellten Produkten am Lager sind verschiedene Aufrollungen notwendig. Ein Vergleich der verschiedenen Aufrollungen in der PPS finden Sie unter Übersicht PPS Einstandspreis-Aufrollungen.

Für die Neubewertung ist eigentlich nur noch die Funktion Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen notwendig. Da bei vergangenen Installationen diese Funktion noch nicht verfügbar gewesen sein kann, werden trotzdem alle möglichen Aufrollungen hier erwähnt.  

 Lageraufrollung

Diese Funktion steht in direktem Zusammenhang mit der nächstfolgenden Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen". Um eventuelle Änderungen bei den Einstandspreisen der Materialien zu berücksichtigen, müssen die Abgänge mittels Lageraufrollung und darauf folgende Lagerjournaldatensätze neu bewertet werden. 

Hinweis zur Bewertung der eingesetzten Materialien 
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Die Bewertung der verwendeten Rohmaterialien erfolgt zum Zeitpunkt der Materialrückmeldung.

Beim Abbuchen des Materials wird der durchschnittliche Einstandspreis vom Lager ermittelt. Ändert sich nach Abbuchen des Materials der Einstandspreis (aufgrund von ER-Kontrollen, zusätzlichen Zu- und Abgängen mit anderen Einstandspreisen am Lager ...), erfolgt die Neubewertung der gebuchten Materialien mit der Lageraufrollung.

Handelt es sich um nicht-lagergeführte Artikel, wird der Einstandspreis lt. Artikelstamm als Ist-Einstandspreis verwendet. Dafür gibt es keine Aufrollung.

 Produkteinstandspreise für offene Produktionslose (Langläufer) aufrollen

Mit dieser Funktion werden Produkte von Produktionslosen bewertet, die nicht fertig oder storniert sind, trotzdem aber Produktzubuchungen aufweisen.
Diese Funktion ist dann interessant, wenn Produktionslose über mehrere Perioden hinweg offen und die Einstandspreise vom Artikelstamm zu ungenau sind, um die Realität der Einstandspreise am Lager abzudecken.

Die Berechnung erfolgt durch die erwarteten Kosten. Die erhaltenen Gesamtkosten werden auf die erwarteten Produkte (erfasste Produkte + offene Produktzugangsdispos) aufgeteilt und damit die derzeit erfassten Produkte bewertet, d. h. gesamt erwartete Kosten / Los-Menge * Los-Menge (erfasst).

 Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen

Diese Funktion bewertet die erstellten Produkte (am Lager zu erkennen am Buchungskennzeichen "ZUG2") neu anhand der angefallenen Ist-Material- bzw. Ist-Herstelleinzelkosten. Umgangssprachlich wird die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" auch Produkt-Einstandspreis-Aufrollung bzw. Produkt-EP-Aufrollung genannt. Dies hat zum Teil auch historische Gründe, weil die Funktion vorher auch so hieß.

Die Neubewertung wird durchgeführt, wenn das PPS Einstandspreis-Kennzeichen bzw. die Bewertungsmethode NICHT auf "4 - Einstandspreis lt. Artikelstamm" eingestellt ist. Ausgenommen davon sind Zugänge aus Fremdproduktionen, diese werden durch eine Lageraufrollung neu bewertet. Auch wenn Produktionszugänge durch den Parameter "Einstandspreis: Berechnung bei WWS-Produktionszugängen" auf Ausprägung "1 - Bewertung nach Lieferschein WWS-Produktionszugang" stehen, werden diese bei Ausführung der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" nicht berücksichtigt, sondern durch eine Lageraufrollung oder durch Nacherfassungen am Lieferschein selbst neu bewertet.

UebergeordnetesD.bmp Details finden Sie in der Hilfe zum Thema Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen.
 
Hinweis zur Anzahl der Ausführungen der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" 
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Je nach Anzahl der Stücklisten- bzw. Halbfabrikatsebenen, die im Laufe der abzuschließenden Periode am Lager bewegt worden sind, muss entsprechend oft die Kombination Lager- und Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen erfolgen.

Die Anzahl der Stücklisten-Ebenen ist ein guter Anhaltspunkt dafür. Pro Produktebene sollte jeweils einmal die Funktion Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen ausgeführt werden.

Der Grund dafür ist folgender:

Durchlauf 1 von Lageraufrollung und "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen":
Der Zugang des Halbfabrikats wird neu bewertet.

Durchlauf 2 von Lageraufrollung und "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen":
Da sich der Wert des Halbfabrikats geändert hat, muss auch das Produkt, welche das Halbfabrikat aus Stufe 1 verwendet, neu bewertet werden. Dies erfolgt über einen erneuten Durchlauf der Funktionen Lageraufrollung und "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen".

Durchlauf 3 bewertet die nächste Ebene ... usw.

Vor und nach Ausführen der Funktion Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen sollte eine Lageraufrollung über den gleichen Zeitraum erfolgen.

Um die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" nicht separat pro Ebene anstoßen zu müssen, kann auch mit der Funktion Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen gearbeitet werden, die die notwendige Anzahl an Aufrollungen so lange durchführt, bis keine Änderungen mehr notwendig sind.

 Kombiniert Lager- und Produktionseinstandspreise aufrollen

Die Funktion Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen führt die notwendige Anzahl an Lageraufrollungen, Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen und Produkteinstandspreise lt. Artikel aufrollen automatisiert durch. Dabei muss nicht für jede Ebene separat eine Aufrollung erfolgen. Die Funktion durchläuft die benötigte Anzahl automatisch.

Auch eine Langläuferaufrollung kann im Zuge dieser Funktion ausgeführt werden.

UebergeordnetesD.bmp Details finden Sie in der Hilfe zum Thema Lager- und Produktionseinstandspreise kombiniert aufrollen. 

 Produkteinstandspreise lt. Artikel aufrollen

Diese Funktion bewertet alle Produktionszugänge (am Lager zu erkennen am Buchungskennzeichen "ZUG2") neu nach gepflegtem Artikeleinstandspreis. 

Die Neubewertung wird dann durchgeführt, wenn das PPS Einstandspreis-Kennzeichen bzw. die Bewertungsmethode auf "4 - Einstandspreis lt. Artikelstamm" eingestellt ist. Ausgenommen davon sind Zugänge aus Fremdproduktionen, diese werden durch eine Lageraufrollung neu bewertet.

Die Ausführung der Funktion "Produkteinstandspreise lt. Artikel aufrollen" macht z. B. dann Sinn, wenn zum Zeitpunkt der Produktanlage noch kein Artikeleinstandspreis gepflegt war, später aber nachgepflegt wurde.

UebergeordnetesD.bmp Details finden Sie in der Hilfe zum Thema Produkteinstandspreise lt. Artikel aufrollen.

 Weitere Funktionen

 Wareneinsatzermittlung

Um die Überleitung von Lagerbewegungen in die FIBU und KORE anzustoßen, wird oftmals auch der Funktionsaufruf der Wareneinsatzermittlung mit in die Punkte des PPS Periodenabschlusses genommen.

 Status Entsorgung ausbuchen

Mit dieser Funktion können alle Lagerstände mit dem Qualitätsstatus "Entsorgung" vom Lager abgebucht werden. Wird der Parameter "Q-Status Entsorgung bewirkt" also auf "Wechsel auf Entsorgungslager" gestellt, werden die dadurch ausgelösten Buchungen nicht bei Ausführung dieser Funktion berücksichtigt.

Das Lagerbuchungskennzeichen, das hier verwendet werden soll, kann im eigenen Parameter "Lagerbuchungskennzeichen für Entsorgungsausbuchung" hinterlegt werden.
 

 Inventurbewertung von Ware in Produktion

Der Report Inventurbewertung von Ware in Produktion kann ebenfalls im Zuge des Periodenabschlusses aufgerufen werden, um Ware in Produktion und deren Bewertung am Lager, auswerten zu können.
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