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 Überblick 


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Die obige Grafik zeigt zusammenfassend die Zusammenhänge und Veränderungen im Bereich des Einstandspreises (EP). Bei Anlage einer Bestellung bei einem Lieferanten wird der Einkaufspreis aus den Preistabellen ermittelt und auf der Bestellposition gespeichert. Beim Wareneingang wird dann mit diesem Preis auf das Lager zugebucht. Durch die Eingangsrechnungskontrolle (ER-Kontrolle) kann sich später der Einstandspreis verändern, was in weiterer Folge zu Korrekturbuchungen am Lager führt.
 
Im Bereich Verkauf wird der Einstandspreis zu Kalkulationszwecken aus den Stammdaten ermittelt, dadurch kann am Auftrag ein DB-Soll (Deckungsbeitrag-Soll) dargestellt werden. Bei Erstellung des Lieferscheins wird die Ware am Lager abgebucht. Wertmäßig erfolgt der Abgang mit dem Durchschnittspreis lt. Lager.
 
Der Durchschnittspreis am Lager ist laufenden Veränderungen unterworfen, z. B. durch laufende Preisveränderungen beim Zukauf oder durch zusätzliche Versandkosten, die erst später in der ER-Kontrolle bekannt sind. So können auch Abgänge zeitlich vor solchen Korrekturbuchungen aus der ER-Kontrolle erfolgen. Dadurch wird der Abgang jedoch wertmäßig nicht korrekt bewertet. Dies wird dann meistens einmal pro Monat durch eine Lageraufrollung korrigiert. Die Zu- und Abgänge bzw. die Durchschnittspreise am Lager werden dabei chronologisch neu durchgerechnet.
 
Nach dem Druck der Rechnung kann am Auftrag dann eine Gegenüberstellung von DB-Soll und DB-Ist erfolgen.
 
Hinweis 
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Grundsätzlich ist zwischen Stammdaten und Bewegungsdaten zu unterscheiden.  
  • Im Hinblick auf die Preise im Einkaufsbereich sind bei den Stammdaten die Einkaufs- und Einstandspreise lt. Preistabellen relevant.

  • Die Bewegungsdaten umfassen den Bereich Einkauf mit Bestellung und Wareneingang, den Bereich Verkauf mit Auftragserfassung, Lieferschein, Rechnung und Verkaufsstatistik, sowie den Bereich Lager.
Die nachfolgende Beschreibung der Einstandspreis orientiert sich an dieser systematischen Einteilung.
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 Stammdaten 

 Einkaufspreise 

 Allgemeines 

Der Einkaufspreis ist der Nettopreis der Ware lt. Preisliste des Lieferanten, d. h. der Einkaufspreis ist der Preis zu dem beim Lieferanten bestellt wird.
 
In der NTCS können je Lieferant für jeden Artikel individuelle Einkaufspreise gepflegt werden. Zusätzlich gibt es eine Standard-Tabelle für Einkaufspreise. Diese Preise dienen (bei der Preisermittlung bei einer Bestellung) als Rückfallebene, wenn kein Preis für einen Artikel in einer lieferantenspezifischen Preistabelle gespeichert ist.
 

 Preistabellen Einkaufspreise 

Je Lieferant kann eine eigene Einkaufspreistabelle geführt werden, diese Preistabelle enthält die lieferantenspezifischen Preise.
 
In der Preistabelle "Einkaufspreise (Standard-Tabelle)" werden die lieferantenunabhängig gültigen Einkaufspreise gespeichert. Bei der Bestellerfassung wird zuerst immer nach lieferantenspezifischen Preisen gesucht, mangels eines solchen wird dann der Preis lt. der Standardtabelle Einkaufspreise ermittelt.
 
Eine Anpassung/Änderung der Einkaufspreise eines Artikels ist direkt in den Preistabellen möglich. Aus Vereinfachungsgründen kann der Standard-Einkaufspreis bzw. der Einkaufspreis für den Hauptlieferanten auch direkt beim Artikel im Artikelstamm erfasst oder geändert werden. Im Hintergrund wird dann automatisch der Einkaufspreis in der entsprechenden Preistabelle angepasst.
 
Hinweis 
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Wird eine neue Preistabelle zu einem Lieferanten manuell angelegt, ist diese über das Preismanagement dem Lieferanten zuzuweisen.

 Rabatttabelle EK-Rabatte/Aufschläge 

Zusätzlich zu Einkaufspreisen können einkaufsseitig auch Rabatte/Aufschläge gepflegt werden. 
 
Je Lieferant kann eine eigene Rabatttabelle für EK Rabatte/Aufschläge geführt werden, diese Tabelle enthält die lieferantenspezifischen Rabatte/Aufschläge.

In der Rabatttabelle "EK-Rabatte/Aufschläge (Standard-Tabelle)" werden die lieferantenunabhängig gültigen Rabatte/Aufschläge gespeichert. Bei der Bestellerfassung wird zuerst immer nach lieferantenspezifischen Rabatten/Aufschlägen gesucht, mangels eines solchen wird dann der Rabatt/Aufschlag lt. der Standardtabelle EK Rabatte/Aufschläge ermittelt.

Eine Anpassung/Änderung der Einkaufsrabatte eines Artikels erfolgt meist direkt in den Rabatttabellen. Des Weiteren ist eine Erfassung der Rabatte über die Preiskalkulation beim Artikel möglich.
 
Hinweis 
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Wird eine neue Rabatttabelle zu einem Lieferanten manuell angelegt, ist diese über das Preismanagement dem Lieferanten zuzuweisen.

 Artikel 

Im Artikelstamm gibt es folgende relevante Felder:
 
LieferantHauptlieferant des Artikels, für den automatisch ein Eintrag im Lieferantenartikelstamm mit der Kennzeichnung "Hauptlieferant" erfolgt.
EK-PreiseinheitEinheit, auf die sich der Einkaufspreis bezieht. Ist das Feld leer, gilt die Grundeinheit des Artikels als Einkaufspreiseinheit.
EK-PreisEinkaufspreis exkl. USt. Ist das Feld Lieferant befüllt, wird der eingegebene Einkaufspreis in der lieferantenspezifischen Preistabelle gespeichert.
 
Über die F8-Funktion beim Feld EK-Preis kann die Preiskalkulation aufgerufen werden. Hier können lieferantenspezifische Preise/Rabatte/Aufschläge erfasst und in die Preistabellen zurückgeschrieben werden.
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 Einstandspreise 

 Allgemeines 

Beim Einstandspreis handelt es sich um den durchschnittlichen Bezugspreis einer Ware. Der Einstandspreis errechnet sich aus dem Einkaufspreis abzüglich Rabatte und zuzüglich etwaiger Aufschläge, zusätzlich sind anteilige Transportkosten und andere Bezugsspesen darin berücksichtigt.

Der Einstandspreis kann daher wertmäßig größer oder kleiner als der Einkaufspreis sein. In der Praxis ist der Einstandspreis meist etwas höher als der Einkaufspreis. Oft wird in der Praxis aus Vereinfachungsgründen der Einstandspreis in gleicher Höhe wie der Einkaufspreis angenommen.

Im Gegensatz zu den Einkaufspreisen gibt es nur einen Einstandspreis je Artikel, d. h. es gibt keine lieferantenspezifischen Einstandspreise.
 
Hinweis 
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Bei nicht lagergeführten Artikeln handelt es sich beim Einstandspreis lt. Artikelstamm um den Einstandspreis, der für die DB-Berechnung der Verkaufsstatistik herangezogen wird.

Bei lagergeführten Artikeln dient der Einstandspreis lt. Artikelstamm vor allem zu Kalkulationszwecken am Auftrag zum Zeitpunkt der Erfassung der Auftragsposition (Planeinstandspreis bzw. Plan-DB). Für die Verkaufsstatistik (Einstandswert, Deckungsbeitrag) ist bei lagergeführten Artikeln dann der tatsächliche Einstandspreis lt. Lagerabgang (Durchschnittspreis am Lager zum Zeitpunkt des Abganges der Ware) ausschlaggebend.

 Preistabelle Einstandspreise 

In der Preistabelle "Einstandspreise (Standard-Tabelle)" werden die Einstandspreise der Artikel gespeichert. Eine Anpassung/Änderung des Einstandspreises eines Artikels ist in der Preistabelle möglich. Aus Vereinfachungsgründen kann der Einstandspreis auch direkt beim Artikel im Artikelstamm erfasst oder geändert werden. Im Hintergrund wird dann automatisch der Einstandspreis in der Preistabelle angepasst.
 

 Artikel 

Am Artikelstamm gibt es folgende relevante Felder:
 
EinstandspreisDer Einstandspreis ergibt sich aus dem durchschnittlichen Einkaufspreis abzüglich Rabatte und zuzüglich Beschaffungskosten. 
 
Über die F8-Funktion beim Feld Einstandspreis kann die Preiskalkulation aufgerufen werden. In der Preiskalkulation kann der Einstandspreis anhand von Einkaufspreis, Rabatten und Aufschlägen berechnet werden.
 
Hinweis
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Ein Einstandspreis ist nicht lieferantenspezifisch, sondern gilt unabhängig vom Lieferanten für den Artikel. Es gibt daher keinen lieferantenspezifischen Einstandspreis in der NTCS.

Über folgenden Parameter kann gesteuert werden, ob nach Eingabe des Einkaufspreises bei der Artikelneuanlage oder -bearbeitung automatisch der Einstandspreis berechnet und das Feld "Einstandspreis" am Artikelstamm befüllt werden soll:

Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Preismanagement

Definition, ob bei Artikelneuanlage/-bearbeitung der Einstandspreis bei Eingabe Einkaufspreis automatisch berechnet werden soll.

0 - Nein: Der Einstandspreis wird nicht berechnet, das Feld bleibt leer.

1 - Mit Kalkulationsinfo/Abfrage: Bei Eingabe des Einkaufspreises öffnet sich die Kalkulationsinfo, wo entschieden werden kann, ob der aut. errechnete Einstandspreis auf den Artikel übernommen werden soll.

2 - Ja: Der Einstandspreis errechnet sich automatisch anhand des eingegebenen Einkaufspreis unter Berücksichtigung definierter Rabatte und Aufschläge.

Hinweis: Kalkulationsinfo = Anzeige des Einkaufspreis bzw. definierter Rabatte und Aufschläge mit Info des aktuell errechneten Einstandspreises.

 Preismanagement 

Im Preismanagement ist ersichtlich, wie die Preis- und Rabatttabellen im System zugeordnet sind. Preistabellen können Projekten, Filialen, Lieferanten etc. bzw. als Standard zugeordnet werden. Die Zuordnung der Preistabellen hat Auswirkung auf die Preisfindung.
 

 Zugriffsreihenfolge für Preisfindung 

Im Preismanagement in der Menüleiste unter dem Punkt "Extras" wird die Zugriffsreihenfolge für die Preisfindung eingestellt. Über die Zugriffsreihenfolge für die Preisfindung werden die Kriterien für die Preisfindung festgelegt.
 

 Zugriffsreihenfolge Einkaufspreise 

Die Zugriffsreihenfolge Einkaufspreise regelt die Preisfindung bei der Erfassung einer Bestellposition.
 
Standardmäßig gilt bei den Einkaufspreisen folgende Zugriffsreihenfolge:
  1. Projekte
  2. Filialen
  3. Lieferanten
  4. Standard-Tabelle
Die Preisfindung funktioniert in diesem Falle folgendermaßen:
Bei der Erfassung des Artikels auf der Bestellposition wird geprüft, ob zum Projekt, welches am Bestellkopf eingetragen ist, eine Preistabelle zugeordnet ist. Ist dies der Fall, wird geprüft, ob in dieser Preistabelle ein gültiger Preis für den erfassten Artikel vorhanden ist. Wird ein gültiger Preis gefunden, dann wird dieser Preis übernommen. Andernfalls wird analog für Filiale und Lieferant verfahren. Wird weder zum Projekt, zur Filiale noch zum Lieferanten ein gültiger Preis gefunden, dann erfolgt zuletzt die Suche in der als Standard zugewiesenen Preistabelle Einkaufspreise.
 
Die Zugriffsreihenfolge kann über Drag&Drop verändert werden. Weiters kann über das Kontextmenü (rechte Maustaste) eine Ebene für die Suche auch gänzlich deaktiviert werden.
 

 Zugriffsreihenfolge EK Rabatte/Aufschläge 

Die Zugriffsreihenfolge EK Rabatte/Aufschläge regelt die Findung der Rabatte/Aufschläge bei der Erfassung einer Bestellposition. Die Ausführungen zur Zugriffsreihenfolge Einkaufspreise gelten analog für die Zugriffsreihenfolge EK Rabatte/Aufschläge.
 

 Zugriffsreihenfolge Einstandspreise 

Die Zugriffsreihenfolge Einstandspreise regelt die Einstandspreisfindung, z. B. bei der Erfassung einer Auftragsposition. Die Ausführungen zur Zugriffsreihenfolge Einkaufspreise gelten analog für die Zugriffsreihenfolge Einstandspreise.
 
Standardmäßig gilt bei den Einstandspreisen folgende Zugriffsreihenfolge:
  1. Filialen
  2. Standard-Tabelle
 Zusätzlich kann über das Kontextmenü (rechte Maustaste) noch folgende Ebene aktiviert werden:
  • Lager
Bei der Preisfindung Einstandspreis über das Lager wird der aktuelle Lagerdurchschnittslagerpreis ermittelt.
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 Fremdwährung 

Nachfolgend werden die Besonderheiten in Bezug auf Preise in Fremdwährung behandelt.
 

 Währung der eigenen Firma 

Die Währung der Preise in der NTCS ist grundsätzlich jene Währung, die bei der eigenen Firma im Firmenstamm (Paket CRM und DMS → Stammdaten → Firmen → Firmen) hinterlegt ist.
 
Währung Grundwährung der eigenen Firma
 
Hinweis 
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Ist bei der eigenen Firma keine Währung hinterlegt, ist die Grundwährung der Firma Euro (EUR).

 Lieferant mit Fremdwährung 

Beim Lieferanten im Lieferantenstamm kann die gewünschte Währung hinterlegt werden.
  

 Einkaufspreise in Fremdwährung 

Wird der Lieferant im Artikelstamm im Feld Lieferant eingetragen, dann gilt die Währung des Lieferanten für den am Artikel erfassten Einkaufspreis. Die Währung des Einkaufspreises wird neben dem Feld EK-Preis angezeigt. Die automatische Anlage der lieferantenspezifischen Einkaufspreistabelle erfolgt in der Währung des Lieferanten.
 
Bei der Preistabelle ist jene Währung, auf die sich die für die Preistabelle erfassten Preise beziehen, im Feld Währung ersichtlich.
 

 Einstandspreis immer in Grundwährung der eigenen Firma 

Der Einstandspreis ist immer in der Grundwährung der eigenen Firma. Für den Einstandspreis ist keine abweichende Währung möglich.
 
Hinweis 
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Ist die automatische Berechnung Einstandspreis aktiviert, dann wird bei der automatischen Berechnung des Einstandspreises eine etwaige von der Grundwährung der eigenen Firma abweichende Währung des Einkaufspreises berücksichtigt. Es erfolgt eine Umrechnung lt. Kurs der Kurstabelle.

 Kurstabelle 

Die Erfassung der Umrechnungskurse Fremdwährung auf die Grundwährung (Basiswährung) der Firma erfolgt in Kurstabellen.
 
In der eigenen Firma bzw. der aktuellen Finanzbuchhaltung ist die Kurstabelle zu hinterlegen, welche für die Umrechnungen herangezogen werden soll. Für jede zu verwendende Währung ist in der Kurstabelle ein Eintrag mit den Umrechnungsfaktoren auf die Basiswährung der eigenen Firma zu hinterlegen.
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 Einkauf 

 Bestellerfassung 

Bei der Erfassung einer Bestellposition werden der Einkaufspreis sowie einkaufsseitige Rabatte/Aufschläge lt. Zugriffsreihenfolge für Preisfindung aus den entsprechenden Preis- und Rabatttabellen ermittelt.
 
Auf der Bestellposition können der ermittelte Preis bzw. Rabatte/Aufschläge manuell abgeändert werden.
 
Hinweis 
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Das Feld EK-PreisInfoKz auf der Bestellposition gibt Auskunft darüber, ob der Preis der Bestellposition manuell erfasst oder aus einer Preistabelle automatisch ermittelt wurde.
 
Wird auf das Feld EK-Preisinfo-Text auf der Bestellposition doppelgeklickt, wird eine Chronologie über die Preisermittlungen/-änderungen der Bestellposition angezeigt.

 Warenannahme 

Grundsätzlich erfolgt der Zugang der Waren bei der Warenannahme mit dem Einkaufswert abzüglich Rabatte (zuzüglich Aufschläge) lt. Bestellposition.
 
Ist der Einkaufspreis erst bei der Warenannahme (und nicht bereits bei der Bestellung) bekannt bzw. soll bei der Warenannahme ein von der Bestellung abweichender Einkaufspreis für die Zubuchung verwendet werden, kann dieser Einkaufspreis auf der Warenannahmeposition im Feld EK-Preis erfasst werden.  
 
Bei Verspeicherung der Warenannahme erfolgt die Zubuchung aufs Lager. Im Lagerjournal sind anschließend der Wert und die Menge des Zugangs ersichtlich. Der Zugang beeinflusst den aktuellen Durchschnittspreis des Artikels (bzw. des Lagerkontos des Artikels).
 

 ER-Kontrolle 

In der Eingangsrechnungskontrolle wird durch die Wareneingangs-Zuordung (WE-Zuordnung) der Wareneingang (Warenannahme) der Eingangsrechnung zugeordnet. In der Wareneingangs-Kontrolle (WE-Kontrolle) wird der Wert des Wareneingangs dem Betrag der Eingangsrechnung gegenübergestellt. Etwaige Differenzen durch Spesen, Transportkosten oder zur Bestellung abweichende Preise werden hier manuell bzw. durch eine automatische Differenzaufteilung ausgeglichen.
 
Durch die Aufteilung der Differenzen auf die Wareneingangsposition werden bei Verbuchung der Eingangsrechnung Korrekturbuchungen ins Lager geschrieben. Diese Korrekturbuchungen korrigieren den Lagerwert der Artikel.
 
Da der Wert des Wareneingangs korrigiert wird, erfolgen Korrekturbuchungen aus der ER-Kontrolle mit Datum des Wareneingangs.
 
Hinweis 
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Zwischen Erhalt der Waren (Wareneingang) und Erhalt der Eingangsrechnung (ER-Kontrolle) liegt eine gewisse kürzere oder längere Zeitspanne. Zum Zeitpunkt der ER-Kontrolle bzw. der WE-Zuordnung/Kontrolle kann die erhaltene Ware bereits wieder verkauft worden sein, d. h. der Abgang der Ware ist bereits wieder erfolgt.
 
Durch die Korrekturbuchungen aus der ER-Kontrolle wird nachträglich der Wert des Wareneingangs verändert, d. h., das Buchungsdatum der Korrekturbuchung entspricht dem (Buchungs-)Datum des Wareneingangs. Ist eine Korrekturbuchung zum Zeitpunkt des Wareneingangs nicht mehr möglich, weil der betreffende Monat durch einen Lagermonatsabschluss bereits gesperrt wurde, wird die Buchung mit dem ersten Tag des nächsten noch nicht abgeschlossenen Monats gebucht.
 
Damit sich dieser veränderte Durchschnittspreis auf bereits erfolgte Abgänge auswirkt, d. h. damit diese zum korrekten (neuen) Durchschnittspreis bewertet werden, ist eine Lageraufrollung durchzuführen.

 Geänderte Preise als Einkaufspreis und/oder Einstandspreis in die Preistabellen (Stammdaten) übernehmen

Die ER-Kontrolle kann so eingestellt werden, dass bei Änderung von Preisen in der ER-Kontrolle (WE-Kontrolle) diese in die Preistabellen (Stammdaten) zurückgeschrieben werden. Folgende Parameter müssen dafür eingestellt werden:
 
Paket Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → WWS ER-Kontrolle → Preisspeicherung
 
Definition, ob beim Ausstieg aus der WE-Kontrolle der Einkaufspreis gespeichert werden soll, sofern dieser von der Preistabelle abweicht.

0 - Nein

1 - Ja:
Der Einkaufspreis wird mit dem Tagesdatum (Ab-Datum) in die Lieferantenpreistabelle zurückgespeichert. Gibt es zu dem Lieferanten noch keinen lieferantenbezogenen Einkaufspreis, so wird eine neue Tabelle angelegt.

2 - Abfrage: Es erscheint eine Abfrage, ob der Einkaufspreis als neuer Einkaufspreis zurückgespeichert werden soll.
Definition, ob der Einstandspreis gespeichert werden soll, sofern dieser von der Preistabelle abweicht.

0 - Nein

1 - Ja - Preisänderungen ohne Abfrage:
Der Einstandspreis wird ohne Abfrage mit dem Tagesdatum (Ab-Datum) in die Einstandspreistabelle zurückgespeichert.

2 - Ja - Preisänderungen mit Abfrage: Es erscheint eine Abfrage, ob der Einstandspreis als neuer Einstandspreis in die Einstandspreistabelle zurückgespeichert werden soll.

3 - Ja - Immer bei Vorkontierung: Der Einstandspreis wird ohne Abfrage mit dem Tagesdatum (Ab-Datum) in die Einstandsreistabelle zurückgespeichert.
Definition, mit welchem "Preis per" der Einstandspreis als neuer Einstandspreis in die Standard-Einstandspreistabelle zurückgespeichert werden soll.

0 - Preis per vom Einkaufspreis: Der Einstandspreis wird mit dem "Preis per EK" (MCA_WAP_PREISPER_EK) lt. Wareneingang zurückgespeichert.

1 - Vorgabe Preis per des Artikels: Der Einstandspreis wird mit dem "Vorgabe Preis per" (MCA_ARL_VORGABEPREISPER) lt. Artikelstamm zurückgespeichert.

2 - Aktueller Preis per in der Preistabelle: Der Einstandspreis wird mit den aktuellen "Preis per" (MCA_PTP_PREISPER) lt. Einstandspreistabellenposition zurückgespeichert.

Hinweis: Nur in Kombination mit dem Parameter "Speichern Einstandspreis Preis per" mit den Ausprägungen 1, 2 und 3 verwendbar.
Definition, ob der Einkaufspreis als Staffel gespeichert werden soll.

0 - Nein: Der Einkaufspreis wird als Preis ohne Staffel mit dem Tagesdatum (Ab-Datum) in die Lieferantenpreistabelle zurückgespeichert. Gibt es zu dem Lieferanten noch keinen lieferantenbezogenen Einkaufspreis, so wird eine neue Tabelle angelegt.

1 - Ja: Bestehende Preiskondition inklusive Staffel wird ermittelt und als neue Kondition gespeichert, wobei der neue Preis in die nächst kleinere Staffel übernommen wird. Wird keine Staffel gefunden, wird der Einkaufspreis als Preis ohne Staffel zurückgeschrieben.

Hinweis: Nur in Kombination mit dem Parameter "Speichern Einkaufspreis" mit der Ausprägung 1 und 2 verwendbar.
Definition, in welcher Einheit der Einkaufspreis zurückgespeichert werden soll.

0 - Mengeneinheit: Der Einkaufspreis wird in der Mengeneinheit (MCA_WAP_EINHEITKBEZ) lt. Bestellposition zurückgespeichert.

1 - Einkaufspreiseinheit der Bestellung: Der Einkaufspreis wird in der Einkaufspreiseinheit (MCA_BDP_EINHEITKBEZ) lt. Bestellposition zurückgespeichert

Hinweis: Nur in Kombination mit dem Parameter "Speichern Einkaufspreis" mit der Ausprägung 1 und 2 verwendbar.
Definition, mit welchem Gültig-ab-Datum der Einkaufspreis zurückgespeichert wird.

0 - Tagesdatum (Standard)
1 - Erfassungsdatum der Bestellung

Hinweis: Gibt es keine Bestellung, so gilt das Tagesdatum.
Definition, ob das Gültig-bis-Datum automatisch ermittelt werden soll, wenn zwischen zwei bestehenden Preisen ein zusätzlicher Preis eingefügt wird und die Preishistorie aktiv ist.

0 - Nein (Standard): Der Preis wird nicht automatisch eingefügt, sondern es erscheint ein Fenster zur Korrektur der Überschneidungen. In diesem Fenster kann manuell ausgewählt werden, ob die Preisspeicherung akzeptiert wird (Schaltfläche "Ok") oder ob der Preis nicht in die Preistabelle übernommen werden soll (Schaltfläche "Abbrechen"). 

1 - Ja: Der neue Einkaufspreis wird automatisch eingefügt. Als Ab-Datum wird entweder das Tagesdatum oder das Erfassungsdatum der Bestellung je nach Parametereinstellung des Parameters "Gültig-ab-Datum für Einkaufspreisspeicherung" verwendet. Als Bis-Datum wird das Bis-Datum des Preises verwendet, der durch die Preisspeicherung verändert wird.

Beispiel:
In der Preistabelle sind folgende Preise mit Gültigkeitszeiträumen vorhanden:

Von 1.1. bis 31.3. - 10 EUR
Ab 1.4. - 15 EUR

Wird nun der neue Preis (12 EUR) mit Ab-Datum 1.2. zurückgespeichert, wird dieser mit Gültigkeitsdatum 1.2. bis 31.3. gespeichert. Die Einträge sehen nach der Preisspeicherung so aus:

Von 1.1. bis 31.1. - 10 EUR
Von 1.2. bis 31.3. - 12 EUR
Ab 1.4. - 15 EUR
 

 Fremdwährung 

 Bestellung in Fremdwährung 

Die Währung des Lieferanten (aus dem Lieferantenstamm) wird bei Anlage einer Bestellung auf den Bestellkopf übernommen. Die gewünschte Währung für die Bestellung kann am Bestellkopf abgeändert werden.
 
Die Einkaufspreise/-werte einer Bestellung beziehen sich immer auf die Währung lt. Bestellkopf.
 

 Warenannahmepositionen in Fremdwährung 

Die Währung der Lagerwerte ist immer die Grundwährung der eigenen Firma.
 
Zum Zeitpunkt der Verspeicherung der Warenannahme wird daher der Einkaufswert in Fremdwährung für die Ermittlung des Einstandswertes lt. Kurstabelle in die Grundwährung der eigenen Firma umgerechnet. Die Lagerzubuchung erfolgt mit dem Einstandswert in Grundwährung der Firma.
 
Auf der Warenannahmeposition gibt es dazu folgende relevante Felder:
 
EinkaufswertEinkaufswert in Währung der Wareneingangsposition
WährungWährung der Wareneingangsposition
E-WertEinstandswert in Grundwährung der eigenen Firma
Währungskursangewendeter Umrechnungskurs
 

 ER in Fremdwährung 

Damit eine Eingangsrechung in Fremdwährung erfasst werden kann, sind folgende Einstellungen im Bereich Finanzbuchhaltung notwendig:
  • In der aktuellen Fibu müssen die Fremdwährungskonten aktiviert werden. Weiters ist die Kurstabellennummer zu hinterlegen.

  • Beim Fibu-Konto des Lieferanten ist das Mehr-Währungs-Kennz. entsprechend einzustellen. Auch die gewünschte Währung für die Fakturierung kann beim Lieferantenkonto hinterlegt werden.

 Verkauf 

 Auftragserfassung 

Nach Eingabe der Artikelnummer bei der Erfassung der Auftragsposition wird der Einstandspreis lt. "Zugriffsreihenfolge Einstandspreise" ermittelt und in das Feld "Einstandspreis der Auftragsposition" als Vorschlagswert übernommen. Der Einstandspreis kann auf der Auftragsposition auch manuell abgeändert werden.

Ob ein Einstandspreis bei Änderungen im Auftrag automatisch neu ermittelt wird, hängt von der Einstellung des folgenden Parameters ab:

Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Preis-/Rabatt-/Aufschlagsermittlung → Bearbeiten Position: Einstandspreis neu ermitteln

Definition, ob beim Bearbeiten einer Auftrags-/Angebotsposition bei der Änderung von Menge, Charge, Seriennummer, Farbe, Größe, Lager oder Lagerplatz der Einstandspreis neu ermittelt werden soll.

0 - Nein (Standard): Es erfolgt keine Neuermittlung beim Bearbeiten der Position.

1 - Ja: Es erfolgt automatisch eine Neuermittlung.

2 - Abfrage: Es erfolgt eine Neuermittlung, aber mit Abfrage, ob der Preis übernommen werden soll.
 
Bei nicht lagergeführten Artikeln handelt es sich mangels eines vorhandenen Lagerwerts beim Einstandspreis lt. Auftragsposition auch um den Wert, der nach abgeschlosssener Fakturierung in der Verkaufsstatistik aufscheint.
 
Bei lagergeführten Artikeln dient der Wert zur Kalkulation, d. h., es handelt sich um den Soll-Einstandspreis und somit kann der Soll-DB am Auftrag errechnet werden. Der tatsächliche Einstandspreis ist bei lagergeführten Artikeln erst bei Lagerabgang mit dem Lieferschein bekannt (Durchschnittspreis lt. Lager zum Zeitpunkt des Abgangs der Ware), dieser scheint dann in der Verkaufsstatistik auf.
 
Bei dem am Auftrag im Summenbereich (Register Positionen) angezeigten Einstandswert bzw. DB-Wert handelt es sich um die Sollwerte.
 
Folgende Felder der Auftragspositionserfassung sind im Hinblick auf den Einstandspreis relevant:
 
E-PreisEinstandspreis
Einstandspreis in GrundEhEinstandspreis in Grundeinheit des Artikels
E-WertEinstandswert = Einstandspreis * Menge
EP-PreisinfoKzDas Einstandspreis-Preisinfokennzeichen zeigt an, ob der Einstandspreis manuell erfasst oder von der Preistabelle automatisch ermittelt wurde.
EP fixiert
Wird EP fixiert gesetzt, dann zählt auch bei lagergeführten Artikeln für die Verkaufsstatistik der Einstandspreis lt. Auftrag(sposition) und nicht der EP lt. Lagerabgangsbuchung.
Bei nicht lagergeführten Artikeln wird automatisch EP fixiert gesetzt.
DB-WertWert Deckungsbeitrag (rab. Verkaufswert abzüglich Einstandswert)
DB-ProzentProzent Deckungsbeitrag
 
 
Folgende Felder können in den Aufträgen auf Auftragsebene (Kopfdaten) in Hinblick auf den Einstandspreis eingeblendet werden:
 
E-WertSumme der Einstandswerte (E-Preis * Menge) aller Auftragspositionen
DBWertSummer aller Deckungsbeiträge aller Auftragspositionen
DBProzDeckungsbeitrag in Prozent über den gesamten Auftrag 
 
Hinweis 
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Die Felder für die Gegenüberstellung von Soll- und Istwerten können auf der Auftragsposition über eine Datenverknüpfung eingeblendet werden. Die Felder werden bei der Verbuchung der Rechnung befüllt. Auf der Auftragsposition selbst wird kein Preis oder Wert bei der Rechnungsverbuchung verändert.

 Lieferschein 

Auf der Lieferscheinposition gibt es folgende relevante Felder:
 
EinstandspreisEinstandspreis, der auf der Auftragspos. ermittelt bzw. eingegeben wurde (EP Soll).
E-WertEinstandswert (Einstandspreis * Menge)
Lag-PreisLagerpreis; Istwert der abgebuchten Ware lt. Lagerabgang; bei nicht lagergeführten Artikeln wird in dieses Feld der EP Soll übernommen.
Lag-E-WertLagereinstandswert (Lagerpreis * Menge)
  
Am Lieferscheinkopf gibt es folgende relevante Felder:
 
E-WertSumme der Einstandswerte (EP Soll) der Lieferscheinpositionen 

 Rechnung 

Auf der Rechnungsposition gibt es folgende relevante Felder:
 
EPEinstandspreis. Der Einstandspreis, der von der Lieferscheinposition übernommen wurde.
E-WertEinstandswert (EP * Menge)
Lag-PreisLagerpreis: Der Lagerpreis, der von der Lieferscheinposition übernommen wurde.
Lag-E-WertLagereinstandswert (Lag-Preis * Menge)
Einst-Wert StatWert, der in der Statistik angezeigt wird.
EP fixiertWird von der Auftragsposition übernommen. Ist EP fixiert gesetzt, dann wird der E-Wert (Soll-Einstandswert lt. Auftrag) in das Feld Einst-Wert Stat übernommen. Ist EP fixiert nicht gesetzt, dann wir der Lag-E-Wert in das Feld Einst-Wert Stat (Ist-Einstandswert) übernommen.
DBWertSoll-DB lt. Auftrag
DBProzSoll-DB lt. Auftrag in Prozent
 
Am Rechnungskopf gibt es folgende relevante Felder:
 
E-Wert Summe der Einstandswerte (EP Soll) der Rechnungspositionen

Folgende Felder der Rechnungsposition werden erst bei Verbuchung der Rechnung automatisch befüllt:

Sollwerte:

Einst. Wert SollEinstandswert Soll
DB-Wert SollDeckungsbeitrags-Wert von Auftragspositionen
DB-Prozent Soll Deckungsbeitrag in Prozent von Auftragspositionen
Eff-Auf-% Solleffektiver Aufschlag in Prozent Soll

Istwerte:

E-Wert IstEinstandswert Ist
DB-Wert IstDeckungsbeitrags-Wert von Rechnungspositionen
DB Prozent IstDeckungsbeitrag in Prozent von Rechnungspositionen
Eff-Auf-% Isteffektiver Aufschlag in Prozent Ist

Statistikwerte:

Einst-Wert StatEinstandswert, der in der Statistik aufscheint
DB Wert StatDB Wert, der in der Statistik aufscheint
DB% Stat.DB Prozent, der in der Statistik aufscheint
Eff-Auf-% Stat.effektiver Aufschlag in Prozent, der in der Statistik aufscheint

Hinweis 
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Durch die Rechnungsverbuchung werden auch auf der Auftragsposition die Ist- und Sollfelder für Einstandspreis, DB und Aufschlag befüllt (siehe Auftragserfassung).

 Auswertungen 

Mit der Verspeicherung der Rechnung werden die Werte in die Auswertungen mit Auswertungstyp "Statistik" übernommen. Die Einstandswerte sind in den Auswertungen als Spalten im Spaltendesigner verfügbar.

Informationen zum Auswertungsdesigner finden Sie hier.

Hinweis 
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Durch eine Lageraufrollung können sich die Einstandswerte bereits verkaufter Artikel nachträglich ändern. Damit die Werte auch in der Statistik aktualisiert werden, ist eine Statistiknachermittlung durchzuführen. Diese kann in der Statistikwerteliste durchgeführt werden.

 Lager 

Am Lager scheinen nur lagergeführte Artikel auf. Die Bewegungen für nicht lagergeführte Artikel sind am Lager nicht ersichtlich.
 
Die Bewertung der Waren am Lager erfolgt ausschließlich nach dem Durchschnittspreisverfahren. Nach jedem Zugang wird ein neuer Durchschnittspreis berechnet. Ein Abgang erfolgt dann mit diesem Durchschnittspreis.
 
Sonderfall: Ist bei einer Abgangsbuchung der Lagerstand von einem Artikel 0 (Null), dann wird die Abgangsbuchung mit dem Einstandspreis lt. Einstandspreistabelle gebucht, da zu diesem Zeitpunkt (noch) kein Lagerdurchschnittspreis vorhanden ist. Die Standard-EP des Artikels lt. Preistabelle dient daher in diesem Fall als Rückfallebene.
 
Hinweis 
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Das Lagereinstandspreisermittlungskennzeichen beim Artikel (Rückfallebene Warengruppe, Parameter) gibt vor, von welcher Lagerebene der Lagerdurchschnittspreis ermittelt werden soll. Ist dieses Kennzeichen beispielsweise auf Artikelebene eingestellt, wird der Durchschnittspreis über den gesamten Artikel berechnet, unabhängig davon, ob verschiedene Lagerorte betroffen sind. Lautet die Einstellung auf Lagerkonto, dann wird für jedes Lagerkonto (z. B. je Lagerplatz bzw. je Charge bei chargengeführten Artikeln) ein eigener Durchschnittspreis berechnet.

Hinweis 
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Die Einkaufspreise lt. Preistabellen haben insoweit Einfluss auf den Durchschnittspreis am Lager, als der Einkaufspreis bei der Bestellerfassung vorgeschlagen und beim Warenzugang normalerweise unverändert für die Zugangsbuchung verwendet wird. Der Durchschnittspreis am Lager kann sich jedoch durch nachträgliche Aufteilung von Transportkosten (ER-Kontrolle: Fracht-/Spesenrechnung) ändern bzw. auch, dass sich der tatsächlich durch den Lieferanten verrechnete Preis vom Preis lt. Preistabelle unterscheidet, führt in der ER-Kontrolle dann zu einer Korrekturbuchung. Durch die Lageraufrollung verändert sich dadurch der Durchschnittspreis der Ware am Lager.

Hinweis
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Die Währung der Lagerwerte ist immer die Grundwährung der eigenen Firma.

 Inventur 

Unter Inventur wird das tatsächliche Zählen der auf Lager befindlichen Artikel verstanden. Eine Inventur kann mengen- und wertmäßig erfolgen. Wird eine Inventur nur mengenmäßig erfasst, können die dazugehörigen Preise über eine Inventurpreisfindung ermittelt werden.
 
Bei der Verarbeitung (Abschluss) der Inventur werden die erfassten Mengen und erfassten/ermittelten Werte mit den Sollwerten lt. Lager zum Inventurdatum verglichen. Bei der Verbuchung der Inventur werden für die mengen- und wertmäßigen Differenzen Korrekturbuchungen im Lager erzeugt.
 
Bei der Inventur gibt es einige Parameter, die im Speziellen den Einstandspreis betreffen:

Paket Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Lagerverwaltung → Inventur
 
Definition, wie die Inventurpreisfindung erfolgen soll.

0 - nach Lager Einstandspreis Erm.Kz: Ermittlung erfolgt lt. Lagereinstandspreisermittlungskennzeichen vom Artikelstamm

1 - Artikel (Lagerdurchschnittspreis): Es wird der Lagerdurchschnittspreis über den ganzen Artikel ermittelt.

3 - Artikel / Artikel ID: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel, Farbe und Größe ermittelt.

4 - Artikel / Artikel ID / Lager: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel, Farbe, Größe und Lager ermittelt.

5 - Artikel / Artikel ID / Lager / Lagerplatz: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel, Farbe, Größe, Lager und Lagerplatz ermittelt.

6 - Artikel / Artikel ID / Lager / Lagerplatz / Charge: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel, Farbe, Größe, Lager, Lagerplatz und Charge ermittelt.

7 - Artikel / Artikel ID / Charge: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel, Farbe, Größe und Charge ermittelt.

8 - Artikel / Charge: Es wird der Lagerdurchschnittspreis je Artikel und Charge ermittelt.

20 - Einstandspreis laut Preisfindung: Es wird der Einstandspreis lt. Zugriffsreihenfolge (Preismanagement) ermittelt.

Hinweis: Bei den Ausprägungen 1-20 wird das Lagereinstandspreisermittlungskennzeichen vom Artikelstamm ignoriert.
Bei einer Firmengruppe mit zentraler Stammdatenverwaltung hat dieser Parameter nur dann eine Auswirkung, wenn dieser allgemein oder für die Hauptfirma gesetzt wird.
Definition, ob im Zuge der Inventurverarbeitung der Inventurpreis lt. Inventurposition als neuer Einstandspreis in der Standard-Einstandspreistabelle übernommen werden soll.
Definition, ob im Zuge der Inventurverarbeitung der Inventurpreis lt. Inventurposition als neuer Einstandspreis in die Standard-Einstandspreistabelle oder filialbezogene Einstandspreistabelle übernommen werden soll.

0 - Nein: Einstandspreis wird auf der Standard-Einstandspreistabelle gespeichert.

1 - Ja: Einstandspreis wird auf der filialbezogenen Einstandspreistabelle gespeichert.

Hinweis: Bei Ausprägung "1 - Ja" ist es wesentlich, die Filiale am Inventurkopf einzugeben. Ist dies nicht der Fall, erfolgt keine Einstandspreisspeicherung.
Definition, ob nach dem Ausführen der Funktion "Inventur ins Lager buchen" eine automatische Lageraufrollung erfolgen soll.

0 - Abfrage (Standard): Es erfolgt eine Abfrage, ob die Lageraufrollung durchgeführt werden soll.

1 - Ja: Die Lageraufrollung wird automatisch nach dem "Inventur ins Lager buchen" gestartet. Achtung: Dies kann je nach Datenmenge länger dauern.

2 - Nein: Die Lageraufrollung wird nicht automatisch gestartet. Diese kann manuell über die Funktion "Lageraufrollung" gestartet werden. Die Funktion ist zu finden im Fenster "Lagerinfo" im Fenstermenü → Funktionen.

Hinweise
Für die Lageraufrollung kann ein Stapel definiert werden.

Die Ausprägungen "0 - Abfrage" und "1 - Ja" haben keine Auswirkung auf Inventuren mit den folgenden Inventurarten:
  • Mengenkorrektur
  • Mengenkorrektur Artikel
  • Mengenkorrektur Lagerkonto
  • Mengenkorrektur Lagerplatz
Hinweis: Bei einer Firmengruppe mit zentraler Stammdatenverwaltung hat dieser Parameter nur dann eine Auswirkung, wenn dieser allgemein oder für die Hauptfirma gesetzt wird.

 Lageraufrollung 

Am Lager durchgeführte Buchungen werden oft mit einem Buchungsdatum, welches in der Vergangenheit liegt, durchgeführt, z. B. weil durch die ER-Kontrolle der Wert des Zugangs der Ware korrigiert wird.
 
Durch solche Buchungen verändert sich nachträglich der Durchschnittspreis am Lager. Alle bereits erfolgten Abgänge müssen nun mit den aktualisierten Durchschnittspreisen bewertet werden. Bei der Lageraufrollung werden alle Lagerbewegungen chronologisch neu durchgerechnet. Da dies rechenintensiv ist, wird die Lageraufrollung automatisiert in der Nacht (Stapel) oder manuell (meist 1 x monatlich) angestoßen.

Hinweis 
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Durch die Lageraufrollung werden neben den Abgangsbuchungen auch manuell durchgeführte mengenmäßige Korrekturbuchungen sowie Korrekturbuchungen aus einer Inventur angepasst.
 
Inventuren stellen tatsächlich gezählte Werte dar, und bei Änderung der Lagersollwerte durch eine Lageraufrollung müssen daher die Korrekturbuchungen (Differenz zwischen Soll- und Istwerten) angepasst werden, sodass der Lagerstand zum Zeitpunkt der Inventur wieder den Inventur-Istwerten entspricht.

Hinweis 
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Vergangene Monate sollten durch einen Lagermonatsabschluss gesperrt werden. So kann sichergestellt werden, dass zukünftig keine Buchungen mit einem Buchungsdatum im abgelaufenen Monat erstellt werden, die dann wiederum den Durchschnittspreis (durch eine erneute Lageraufrollung) beeinflussen würden.
Hinweis 
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Damit die durch eine Lageraufrollung veränderten Einstandspreise und Deckungsbeiträge in der Statistik aktualisiert werden, ist eine Statistiknachermittlung durchzuführen.

 Durchschnittspreise Lager als Einstandspreise in die Preistabelle übernehmen

Die Lageraufrollung kann so eingestellt werden, dass nach der Durchführung der Lageraufrollung die aktuellen Durchschnittspreise vom Lager als aktuelle Einstandspreise des Artikels in die Preistabelle Einstandspreise übernommen werden. Dafür muss folgender Parameter aktiviert werden:

Paket Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Lagerverwaltung → Allgemein
 
Definition, ob die Übernahme des Durchschnittspreises als Einstandspreis nach der Lageraufrollung bzw. dem Lagermonatsabschluss erfolgen soll.

Hinweis: Bei einer Firmengruppe mit zentraler Stammdatenverwaltung hat dieser Parameter nur dann eine Auswirkung, wenn dieser allgemein oder für die Hauptfirma gesetzt wird.
 
Hinweis 
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Die Übernahme der Durchschnittspreise als aktuelle Einstandspreise kann auch unabhängig von der Lageraufrollung manuell gestartet werden:
 
Paket Warenwirtschaft → Lager → Lagerinfo → Menüleiste Extras → Übernahme D-Preis als E-Preis

Die Funktion kann auch über die Stapelfunktion D-Preis dieses Monats als E-Preis übernehmen gestartet werden.

 Lagermonatsabschluss 

Durch die Durchführung eines Lagermonatsabschlusses wird der Monat für Zu- und Abgänge sowie nachträgliche Korrekturen (etwas durch die ER-Kontrolle) gesperrt.
Es wird dadurch verhindert, dass zukünftig mit einem Buchungsdatum, welches in einen gesperrten Monat fällt, noch Buchungen erzeugt werden.
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 Wareneinsatz(ermittlung) 

Als Wareneinsatz wird der Einstandswert bzw. die Summe der Einstandswerte der verkauften Artikel bezeichnet. In der Praxis wird der Wareneinsatzwert auf unterschiedliche Art und Weise ermittelt bzw. berechnet.
 

 Variante A 

Der Einkauf der Ware wird sofort als Aufwand (d. h. Wareneinsatz) verbucht.

Einmal im Betrachtungszeitraum (meist 1 x pro Jahr) wird eine Inventur durchgeführt. Durch die Inventur wird die Veränderung des Lagerstandes zum Vorjahr ersichtlich. Der Wareneinsatz wird dann um diesen Wert korrigiert, da der tatsächliche Wareneinsatz um eine Zunahme des Lagerwertes gemindert und um eine Abnahme des Lagerwertes erhöht wird.
 

 Variante B 

Der Einkauf der Ware wird auf ein Einkaufskonto (Vorratskonto) gebucht.

In regelmäßigen Abständen (meist monatlich) wird der Wareneinsatz für die verkauften Artikel ermittelt. Der Wareneinsatz wird dann vom Vorratskonto auf das Wareneinsatzkonto umgebucht. Nach Einbuchung des Wareneinsatzes in der Finanzbuchhaltung ist am Vorratskonto der wertmäßige Vorrat sowie am Wareneinsatzkonto der wertmäßige Verbrauch ersichtlich.

Durch eine Inventur ergibt sich in diesem Fall eine etwaige Differenz zwischen Soll- und Istbestand. Die Differenz ist auf Schwund (Diebstahl etc.) bzw. nicht erfasste Zu- und Abgänge am Lager zurückzuführen.
 

 Ermittlung des Wareinsatzes in BMD NTCS

Bei der Wareneinsatzermittlung in NTCS wird der Wert der eingesetzten (verkauften) Artikel ermittelt und die Buchung für die Umbuchung des Wareneinsatzes vom Vorratskonto auf das Aufwandskonto erzeugt. Eine Wareneinsatzermittlung ist daher nur bei der Variante B sinnvoll.
 
Als Ermittlungsbasis für die Ermittlung des Wareneinsatzes können Lieferscheine oder Rechnungen bzw. die Abgänge aus dem Lagerjournal herangezogen werden. Die Wahl der passenden Ermittlungsbasis ist von verschiedensten Kriterien abhängig.
 
Wird der Wareneinsatz aufgrund der Abgänge lt. Lagerjournal ermittelt, dann sind für die Berechnung des Wareneinsatzes die Einstandswerte der Lagerabgangsbuchungen relevant. Der Einstandswert der Lagerabgangsbuchungen entspricht dem Durchschnittspreis zum Zeitpunkt der Abgangsbuchung.
 
Soll der Wareneinsatz (auch) für nicht lagergeführte Artikel ermittelt werden, dann wird als Ermittlungsbasis Lieferschein oder Rechnung herangezogen. In diesem Fall wird der Wareneinsatz aufgrund des Einstandswertes auf der Lieferschein- bzw. Rechnungsposition ermittelt. Bei nicht lagergeführten Artikeln wird der Einstandswert aufgrund des Einstandspreises ermittelt, welcher auf der Auftragsposition manuell erfasst oder vom Artikelstamm automatisch auf die Auftragsposition übernommen wurde.
 
Hinweis 
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Vor Durchführung einer Wareneinsatzermittlung bei lagergeführten Artikeln empfiehlt es sich, eine Lageraufrollung durchzuführen.

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