Für Buchhaltungen ohne Offene-Posten-Verwaltung besteht die Möglichkeit, Eingangsrechnungen und Ausgangsrechnungen im Vorerfassung Buchungen zu erfassen und anschließend der Zahlung in der Bankauszugsverbuchung zuzuordnen.
Vorteil dieser Variante ist, dass die Kontierung und das Rechnungsdokument automatisch aus der Vorerfassung auf die Zahlung in der Bankauszgusverbuchung übernommen werden.
Die Erfassung der Rechnungen erfolgt nicht im Buchungsprogramm, sondern im Vorerfassung Buchungen. Die dort erfassten Rechnungen werden nicht in die FIBU verbucht, sondern erst bei der Zahlung in der Bankauszugsverbuchung verarbeitet und somit erfolgt die eigentliche Buchung des Aufwands erst bei der Zahlung.
Diese Einstellung wird dann verwendet, wenn Sie die Rechnungen im Vorerfassung Buchungen auf Personenkonten erfassen möchten, jedoch in der Buchhaltung direkt der Aufwand oder Erlös bei der Zahlung gebucht werden soll.
Am FIBU-Stamm hinterlegen Sie mit der Einstellung" Vorerfass-Belege für Bankauszugsverbuchung" welche Belege (Kunden/Lieferanten bzw. Ausgangsrechnungen/Eingangsrechnungen) Sie aus der Vorerfassung in der Bankauszugsverbuchung zuordnen wollen.
FIBU → Stammdaten → Firmen- und FIBU-Stammdaten
Beachten Sie dabei, dass diese Einstellung nur dann verwendet werden darf, wenn Sie in Ihrer Buchhaltung ohne Offene-Posten-Verwaltung arbeiten!
| In diesem Feld kann definiert werden, ob Belege auf Kunden und/oder Lieferanten aus der Vorerfassung automatisch in der Bankauszugsverbuchung ermittelt und der Zahlung zugeordnet werden. Eventuell vorhandene Kontierungen werden ebenfalls in die Bankauszugsverbuchung übernommen.
Diese Einstellung darf nur bei einer Buchhaltung ohne Offene-Posten-Verwaltung vorgenommen werden! |
Hinweis | Sobald dieses Kennzeichen gesetzt ist, können im Vorerfassung Buchungen keine Bankbuchungen mehr erfasst werden. Es wird ein entsprechender Hinweis unterhalb der Einstiegsfelder angezeigt. Kassenbuchungen können weiterhin erfasst werden, jedoch ohne Auszifferung.
|
Damit Sie Buchungen vorerfassen können, müssen zuerst die jeweiligen Bücher angelegt werden.
Die Neuanlage eines Buches erfolgt im Feld "Buch". Steigen Sie dazu mit F4 in die Suchmaske ein und legen Sie unter Bücher → Neu oder mit F5 ein neues Buch an.
In der folgenden Maske können Sie die dazugehörigen Daten erfassen:

Standardfelder Buch Bezeichnung | Legen Sie hier eine Bezeichnung für das Buch fest. Diese Bezeichnung muss eindeutig innerhalb einer Firma/FIBU sein und kann nicht doppelt vergeben werden. |
Buchungssymbol | Hier muss das Buchungssymbol festgelegt werden, mit dem die Buchungen erfasst bzw. verbucht werden sollen. |
Konto | Bei den Vorerfassungstypen Bank- u. Kassenbuch muss das Bank- bzw. Kassenkonto hinterlegt werden. Bei der Eingabe der Kontonummer wird geprüft, ob dieses Konto bereits bei einem anderen Buch hinterlegt ist und ob es sich um ein Bestandskonto handelt. Ansonsten erscheint eine Hinweismeldung. Wird die eingegebene Kontonummer geändert, wird geprüft, ob bereits Buchungen vorhanden sind, ansonsten erscheint ebenfalls eine Hinweismeldung. |
Stamm-KST | Hier kann eine Kostenstelle, auf der die Buchungen automatisch verbucht werden, hinterlegt werden. Die Eingabe der Stammkostenstelle ist nur möglich, wenn auch eine KORE hinterlegt ist. Ist am Konto eine fixe Kostenstelle hinterlegt, wird diese Stammkostenstelle auf dem Buch übersteuert. |
Sperre bis Periode (BMD Com) | Hier kann für BMD Com - BaKaWa eine Sperre bis zu einer bestimmten Periode für dieses Buch hinterlegt werden. Diese Sperre kann für einzelne oder alle Bücher - später auch über die Funktion Sperre bis Periode verändert werden. |
Hinweis | Ein Bankbuch ist in diesem Fall nicht nötig, da die Zahlungen in weiterer Folge über die Bankauszugsverbuchung durchgeführt werden. Wird bei der Buchanlage der Vorerfasstyp "Bankbuch" ausgewählt, erscheint folgender Hinweis: "Für diese FIBU ist die Einstellung "Vorerfass-Belege für Banksauszugsverbuchung" aktiviert. In diesem Fall können in der Vorerfassung/im Bakawa keine Bankbücher verwendet werden."
|
Sobald alle Stammdaten und Bücher vorhanden sind, können im Vorerfassung Buchungen, Buchungen erfasst werden.
Über die Belegablage Databox ist es möglich, die Erfassung von Buchungen in der Vorerfassung durch das Hochladen von Dokumenten in Kombination mit der OCR-Erkennung zu automatisieren. Informationen zu den technischen Voraussetzungen für die OCR-Erkennung finden Sie unter
Automatische OCR-Erkennung.
Damit automatisch Rechnungen in der Vorerfassung angelegt werden, müssen folgende Parameter eingestellt werden:
FIBU → Stammdaten → FIBU Parameter → Allgemein → Belegablage Databox
Die Dokumente können über folgende BMD Produkte hochgeladen werden, damit sie in der Belegablage Databox landen:
Sobald die Einstellungen getätigt worden sind, können Dokumente hochgeladen werden. Im Zuge des Hochladens wird automatisch ein Datensatz im jeweiligen Vorerfassbuch angelegt. Die Periode wird automatisch aus dem erkannten Belegdatum übernommen. Die Buchung wird allerdings maximal 12 Monate zurückverschoben. Ist die ermittelte Periode gesperrt, wird die Buchung in die nächste freie Periode verschoben. Falls kein Belegdatum erkannt worden ist, landet die Buchung in der aktuellen Periode. Ist die Periodenabfrage über den Parameter
Periode und Beschreibung aktiviert, wird die Buchung immer in der ausgewählten Periode angelegt.
Wenn die OCR-Erkennung aktiviert ist, ist die Buchung zur Bearbeitung gesperrt und daher mit einem Schloss versehen, bis die OCR-Erkennung fertig durchgelaufen ist. Die erkannten OCR-Daten (z. B. Rechnungsnummer, Belegdatum, Betrag, IBAN etc.) werden automatisch auf die Buchung übernommen. Auf der Vorerfassungsbuchung ist in den Spalten "Seiten" und "Dateiname" die Seitenanzahl und der Dateiname des zugeordneten Databox-Dokuments ersichtlich. Bei einer Splittbuchung ist die Seitenzahl nur in der Splitthauptzeile angegeben.
Weiters ist am Datensatz in der NTCS Belegablage Databox ein Häkchen bei "Ist zugeordnet" gesetzt. Das bedeutet, dass das Dokument einer Buchungszeile zugeordnet ist. Um zu eruieren, auf welcher Buchung das Dokument zugeordnet ist, kann die Funktion "Zuordnung ermitteln" mit der rechten Maustaste ausgewählt werden.
Finmatics ist ein Drittanbieter, der Belege verarbeitet und mit Informationen aus der BMD NTCS kontiert. Anhand von Trainingsdaten aus der BMD NTCS wird die Finmatics-KI für zukünftige Belege trainiert und verbessert.
Zum Hochladen der Belege können die NTCS Belegablage Databox, die BMD Com, das BMD Web, my BMD Com oder die App BMD Go verwendet werden. Belege können durch den Steuerberater, Mandanten sowie auch von Wirtschaftskunden hochgeladen werden.
Die für die Kontierung erforderlichen Informationen wie Stammdaten, Buchungen, Kostendaten etc. werden bei der Ersteinrichtung aus der NTCS zu Finmatics übertragen. Die verarbeiteten Buchungen von Finmatics können dann im "Vorerfassung Buchungen" kontrolliert und gegebenenfalls geändert werden, bevor diese verbucht werden. Änderungen werden beim Verbuchen zu Finmatics synchronisiert.
Einen umfassenden Überblick und detaillierte Informationen zu Finmatics finden Sie in der Onlinehilfe
Finmatics.
Achtung! | Werden die Belege über Finmatics verarbeitet und es gibt noch keine Personen in der jeweiligen Firma, dann müssen zuvor ein Dummy-Kunde und ein Dummy-Lieferant mit der niedrigsten Nummer (z. B. 200000 bzw. 300000) angelegt werden.
|
Hinweis | Eine Verbuchung der Eingangsrechnungs- bzw. Ausgangsrechnungsbücher ist nicht möglich, da die Kontierungen in weiterer Folge in die Bankauszugsverbuchung geladen werden. Die Funktion "Verbuchen" ist daher inaktiv. Kassenbuchungen können wie gewohnt verbucht werden.
|
Wenn Sie am FIBU Stamm die Einstellung für die Übernahme aus dem Vorerfassung Buchungen getroffen haben, benötigen Sie in der Bankauszugsverbuchung keine weiteren Einstellungen dazu. Beim Einlesen werden die Belege aus dem Vorerfassung Buchungen überprüft und - wenn möglich - automatisch auf die entsprechenden Erfolgskonten zugeordnet. Dokumente aus dem Vorerfassung Buchungen werden dabei ebenfalls auf die zugeordneten Zahlungen übernommen.
Wird die Buchung aus der Vorerfassung einer Zahlung in der Bankauszugsverbuchung zugeordnet, wird folgendes geprüft:
Die Überprüfung wird auch dann durchgeführt, wenn keine Kontierungen in der Vorerfassung vorhanden sind. In solchen Fällen wird trotzdem versucht, die Zahlung anhand von Volltextsuche bzw. bestehenden Regeln auf ein Konto zuzuordnen.
Das Einlesen der Telebankingdateien erfolgt wie gewohnt in der Bankauszugsverbuchung. Am Bankauszugskreis oder in den Parametern sind keine zusätzlichen Einstellungen notwendig.
Beim Prüfen der Regeln bzw. bei der Volltextsuche werden die Belege nicht in der FIBU gesucht, sondern auf die Vorerfassung zugegriffen. Dabei werden die Belege des aktuellen Wirtschaftsjahres überprüft und versucht, die Zahlungen den jeweiligen Belegen zuzuordnen. Danach wird auch im Vorjahr nach offenen Belegen in der Vorerfassung Buchungen gesucht und diese ggf. zugeordnet. Die Prüfung des Vorjahres ist notwendig, weil die Zahlungen teilweise wesentlich später erfolgen und sonst die Vorjahresbelege nicht zugeordnet werden würden.
Um die Belege in der Vorerfassung richtig zu ermitteln, empfehlen wir das Arbeiten mit der
Volltextsuche. Dabei werden die Belegnummern aus dem Verwendungszweck mit denen aus der Vorerfassung verglichen.
FIBU → Stammdaten → FIBU Parameter → Bankauszugsverbuchung → Automatische Zuordnung
Um fehlerhafte Zuordnungen zu vermeiden, geben Sie die Beleglänge unbedingt richtig an!
Hinweis | Über die Volltextsuche werden auch Mehrfachzahlungen und Skontoabzüge erkannt! Eine detaillierte Beschreibung zur Volltextsuche finden Sie in der Dokumentation zur Bankauszugsverbuchung unter Volltextsuche.
|
Die Volltextsuche wird automatisch beim Einlesen der Telebankingdatei durchgeführt. Bei der Volltextsuche werden die Belegnummern (mit der im Parameter hinterlegten Stellenanzahl) aus dem Verwendungszweck der Zahlung ausgelesen und mit den Belegnummern in der Vorerfassung verglichen. Wenn eine Rechnungsnummer in der Vorerfassung gefunden wird, dann wird das entsprechende Erfolgskonto als Kontierung in die Bankauszugsverbuchung übernommen.
Wenn eine Zahlung anhand der Vorerfassung kontiert wurde, dann wird dies in der Zahlungsinformation angeführt. Als zusätzliche Info wird das ursprüngliche Personenkonto ebenfalls angegeben.
Beispiel | Verwendungszweck der Zahlung in der Bankauszugsverbuchung:
Da im Parameter für die Beleglänge "8 Stellen" erfasst wurden, wird die Prüfung mit der Nummer 20261001 durchgeführt.
In der Vorerfassung wurde folgende Rechnung erfasst:
Da die Belegnummer übereinstimmt, wird die Rechnung zugeordnet und das Erlöskonto 4000 als Kontierung in die Bankauszugsverbuchung übernommen.
|
Hinweis | Ist in der Vorerfassung kein Sachkonto angegeben, dann wird die Buchung ebenfalls zugeordnet - jedoch in der Bankauszugsverbuchung auf das "Technische Gegenkonto" kontiert und als "unvollständig" gekennzeichnet.
Um die Bankauszugsverbuchung in die Fibu verbuchen zu können, müssen solche Zahlungen manuell korrigiert bzw. auf das richtige Konto kontiert werden.
|
Wenn mittels Volltextsuche kein Konto ermittelt worden ist, dann wird versucht, die Zahlung anhand des angegebenen Betrages zuzuordnen. Verglichen wird dabei der "Zlg-Betrag" aus der Bankauszugsverbuchung mit dem "Betrag" aus dem Vorerfassung Buchungen. Eine zusätzliche Parametereinstellung ist dafür nicht notwendig.
Gibt es allerdings zwei (oder mehr) Belege mit dem gleichen Betrag in der Vorerfassung, dann kann keine automatische Zuordnung erfolgen.
Grundsätzlich empfehlen wir die Zuordnung der Rechnungen über die Volltextsuche. Die Anlage von Regeln ist für diese Rechnungen nicht notwendig. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass zuerst immer versucht wird, die Zahlungen anhand der Volltextsuchen zuzuordnen. Nur wenn damit keine Zuordnung möglich ist, werden die Regeln herangezogen.
Gibt es Regeln in der Bankauszugsverbuchung, dann werden diese für die Prüfung herangezogen. In solchen Fällen erfolgt die Zuordnung in mehreren Schritten:
- Zuerst wird die Zahlung anhand der Regel auf das hinterlegte Personenkonto zugeordnet.
- Danach wird geprüft, ob zu dem ermittelten Personenkonto eine Vorerfassung vorhanden ist.
- Gibt es eine Vorerfassung für dieses Konto, wird über die Volltextsuche oder nach Betragsgleichheit versucht, um die Rechnung zu ermitteln.
Beispiel | In der Bankauszugsverbuchung existiert eine Regel nach Bankverbindung für das Konto 200007:
In der Datei gibt es eine Zahlung mit dieser Bankverbindung. Daher wird im Hintergrund auf das Konto 200007 zugeordnet. Danach wird in der Vorerfassung geprüft, ob eine Ausgangsrechnung zum Konto 200007 vorhanden ist.
Da der Zahlbetrag in der Bankauszugsverbuchung mit dem erfassten Rechnungsbetrag übereinstimmt, wird die Rechnung zugeordnet und das Erlöskonto für die Kontierung übernommen.
|
Hinweis | Um den Buchungstext der zugeordneten Belege auf die Zahlungen in der Bankauszugsverbuchung zu übernehmen, steht Ihnen die Textvariable "$RechnungsText$" zur Verfügung. Hinterlegen Sie die Variable in der Bankauszugsverbuchung → FIBU-bezogene Einstellungen für Bankauszugsverbuchung → Verbuchung im Parameter Variabler Buchungstext für Sachkontobuchungen.
|
Können die Rechnungen und Zahlungen nicht automatisch zugeordnet werden, dann haben Sie die Möglichkeit, eine manuelle Zuordnung vorzunehmen. Dazu steht Ihnen unter "Funktionen" bzw. mittels rechter Maustaste der Punkt "Vorerfassung Buchungen" zur Verfügung.
Wenn Sie eine Rechnung manuell zuordnen möchten, dann stellen Sie sich auf die entsprechende Zahlung und starten Sie die Funktion "Vorerfassung Buchungen". Danach öffnet sich ein Fenster, in dem Ihnen alle noch nicht zugeordneten Rechnungen aus dem aktuellen Jahr und aus dem Vorjahr angezeigt werden. Als Information können die Spalten "FIBU-Nr" und "Firma" eingeblendet werden.
Wählen Sie die gewünschte Rechnung durch Doppelklick in der Spalte "Auswahl" aus und übernehmen Sie diese auf die Zahlung.
Wie bei der automatischen Zuordnung wird das Erfolgskonto auf die Zahlungsbuchung übernommen.
Hinweis | Ist in der Vorerfassung kein Sachkonto angegeben, dann kann die Buchung ebenfalls zugeordnet werden. Die betroffene Zahlung wird als unvollständig gekennzeichnet und auf das "Technische Gegenkonto" kontiert.
Um die Bankauszugsverbuchung in die Fibu verbuchen zu können, müssen solche Zahlungen manuell korrigiert bzw. auf das richtige Konto kontiert werden.
|
Bei der manuellen Zuordnung von Belegen aus der "Vorerfassung Buchungen" wird geprüft, ob der ausgewählte Betrag lt. Beleg(en) mit dem Zahlbetrag in der Bankauszugsverbuchung übereinstimmt. Wenn nicht, erscheint die Meldung: "Zahlungsbetrag stimmt nicht mit dem Betrag aus der "Vorerfassung Buchungen" überein! Sollen die Belege in der "Vorerfassung Buchungen" als vollständig bezahlt gekennzeichnet werden?"
Auswahl "Vollständig bezahlt"
Beispiel | In der Bank ist eine Zahlung von über 200 € enthalten:
Dazu wurde im Vorerfassung Buchungen eine Ausgangsrechnung von 202€ erfasst:
Wird nun der Beleg manuell zu der Zahlung zugeordnet, wird geprüft, ob der Beleg vollständig bezahlt worden ist. Da dies nicht der Fall ist, erfolgt diese Meldung: "Zahlungsbetrag stimmt nicht mit dem Betrag aus der "Vorerfassung Buchungen" überein! Sollen die Belege in der "Vorerfassung Buchungen" als vollständig bezahlt gekennzeichnet werden?"
Bei der Auswahl "Vollständig bezahlt" wird die Buchung in der Vorerfassung als vollständig bezahlt (= Farbcode "blau") gekennzeichnet. In der Bankauszugsverbuchung wird automatisch eine Zahlungsaufteilung erzeugt. Da der Zahlungsbetrag aber nicht mit dem Betrag der Rechnung(en) in der Vorerfassung übereinstimmt, wird die Zahlungaufteilung als unvollständig gekennzeichnet.
Der offene Restbetrag muss in der Bankauszugsverbuchung nun manuell auf ein Konto zugewiesen werden. Anschließend wird die Zahlungsaufteilung als korrekt angezeigt:
|
Auswahl "Rest bleibt offen"Wird die Option "Rest bleibt offen" gewählt, dann werden die Belege im "Vorerfassung Buchungen" als unvollständig gekennzeichnet (= Farbcode rot/grün).
Die Teilbeträge werden in die Spalte "Zlg-Betrag (BAV)" auf der vorerfassten Buchung übernommen.
In der Bankauszugsverbuchung wird die Zahlungsaufteilung als korrekt gekennzeichnet, weil der Zahlungsbetrag vollständig zugeordnet worden ist.
Solange eine Rechnung im Vorerfassung Buchungen nicht als vollständig bezahlt gekennzeichnet wird, scheint diese bei der manuellen Zuordnung immer wieder in der Zuordnungsliste auf.
Restbetrag aliquotieren
Wenn Sie mehrere Rechnungen manuell zu einer Zahlung zuordnen, dann kann es vorkommen, dass der Zahlbetrag niedriger ist als der Gesamtbetrag aller ausgewählten Belege. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Rechnungen mit Skontoabzug bezahlt wurden. Für diese Fälle ist es notwendig zu hinterlegen, wie die Beträge in der Bankauszugsverbuchung aufgeteilt werden sollen. Dazu steht Ihnen in der Bankauszugsverbuchung unter Extras
→ Einstellungen für Bankauszugsverbuchung
→ "Allgemein" der Parameter
Restbetrag aliquotieren zur Verfügung.
Bei der Standardeinstellung "0 - Nein" werden die ausgewählten Beträge vollständig in der Bankauszugsverbuchung zugeordnet. Der offene Restbetrag muss manuell auf ein eigenes Konto zugewiesen werden.
Sehr häufig kommt es vor, dass mehrere Rechnungen gemeinsam bezahlt werden. Sind die Rechnungsnummern beispielsweise im Verwendungszweck angegeben, dann können auch solche Zahlungen kontiert werden. In diesen Fällen werden alle Rechnungen aus der Vorerfassung zugeordnet und automatisch eine Zahlungsaufteilung in der Bankauszugsverbuchung erzeugt.
Beispiel | Im Vorerfassung gibt es folgende Ausgangsrechnungen:
Die Rechnungsnummern sind alle im Verwendungszweck vorhanden:
Anhand der Rechnungsnummer können alle Rechnungen der Zahlung zugeordnet werden:
|
Achtung! | Aufteilungszeilen, die aufgrund von Zuordnungen aus der Vorerfassung erzeugt worden sind, dürfen nicht manuell gelöscht werden. Wenn Sie die Löschfunktion dennoch starten, erhalten Sie folgenden Hinweis: "Zu dieser Zahlung wurden Buchungen aus der Vorerfassung zugeordnet. Um die Aufteilungen zu löschen, führen Sie bitte die Funktion "Zuordnung auflösen" aus."
Zusätzliche, manuell erfasste Aufteilungszeilen können wie gewohnt gelöscht werden.
|
Wenn eine Zahlung zu einer falschen Rechnung aus dem Vorerfassung Buchungen zugeordnet wurde, dann können Sie diese Zuordnung mittels rechter Maustaste bzw. über Funktion → "Zuordnung auflösen" trennen.
Durch Starten der Funktion wird die Zuordnung aufgelöst und der Status/Farbcode des Datensatzes im Vorerfassung Buchungen wird wieder zurückgesetzt.
Wenn die Zuordnung der Rechnungen zur Zahlung aufgelöst wird, dann wird auch die Dokumentenzuordnung verworfen. Wenn dem Datensatz ein Dokument aus der Vorerfassung zugeordnet ist, dann erscheint nach Aufruf der Funktion folgende Meldung: "Wenn die Zuordnung der Rechnungen zur Zahlung aufgelöst wird, wird auch die Dokumentenzuordnung verworfen."
Mit der Option "Dokumentenzuordnung verwerfen" können Sie entscheiden, ob das Dokument der Zahlung zugeordnet bleibt, oder ob diese Zuordnung ebenfalls verworfen wird.
Wurden in der Vorerfassung Dokumente zu den entsprechenden Buchungen erfasst, dann werden diese Dokumente auch in die Bankauszugsverbuchung übernommen. Sie erkennen ein solches Dokument am Symbol

in der Spalte "Dokumententyp Zahlung". Wenn Sie den Mauszeiger über das Symbol bewegen, wird der Text "Dokument aus Vorerfassung Buchungen" angezeigt.
Die Übernahme des Dokuments funktioniert auch dann, wenn aufgrund der Einstellungen in der Bankauszugsverbuchung auch ein Kontoauszugsdokument zu den Zahlungen zugeordnet wurde. Beide Dokumente können durch Anklicken des Dokumentensymbols geöffnet werden.
Hinweis | Werden Dokumente aus der Vorerfassung übernommen, dann kann die Beschreibung des Dokuments auch in der Bankauszugsverbuchung angezeigt werden. Blenden Sie sich dazu das Feld "Beschreibung" in der Bankauszugsverbuchung ein.
Damit können Sie beispielsweise nachlesen, was beim Hochladen des Dokuments als Beschreibung angegeben wurde.
|
Die vorerfassten Rechnungen (Eingangsrechnungen/Ausgangsrechnungen) werden nicht in die FIBU verbucht. Um ein irrtümliches Verbuchen zu vermeiden, steht die Funktion "Verbuchen" nicht zur Verfügung, sondern ist inaktiv.
Jene Rechnungen, die bereits in die Bankauszugsverbuchung übernommen wurden, werden automatisch als "Verbucht" (= Farbcode "blau") gekennzeichnet und werden daher bei den nächsten Auszifferungen auch nicht mehr berücksichtigt.
Rechnungen, die noch nicht bezahlt wurden, bleiben in der Vorerfassung mit dem Kennzeichen "Erfasst" gespeichert.
Hinweis | Wenn Sie den Bankauszugskreis schließen oder die Zahlungen mit "Schließen/Zahlungen löschen" aus dem Bankauszugskreis löschen, dann wird der Status/Farb-Code der Rechnungen in der Vorerfassung wieder zurückgesetzt. |
Hinweis | Das Kassabuch kann wie gewohnt verbucht werden.
|
Die weitere Verarbeitung der Bankauszugsverbuchung erfolgt wie gewohnt. Um die Verbuchung der Zahlungen in die FIBU zu starten, müssen alle Zahlungen kontiert werden. Jene Zahlungen die zusätzlich in der Datei angegeben sind (wie z. B. Zinsen etc.) können Sie manuell oder mittels Regeln kontieren.
Danach kann die Verbuchung gestartet werden. Im Journal sind nach der Verbuchung die Sachkontenbuchungen inklusive Rechnungsdokumente aus der Bankauszugsverbuchung ersichtlich.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Bankauszugsverbuchung mit Vorerfassungsbelegen und dem Fibu-Dokumentenpool?