Gutschrift vs. Stornorechnung
Hier ist zu unterscheiden: Wenn dem Kunden die Rechnung noch nicht übermittelt worden ist, kann diese storniert und der Auftrag geändert werden. Hat der Kunde die Rechnung bereits erhalten und ist diese zu korrigieren, wird eine Gutschrift ausgestellt. Diese wird dann in der Buchhaltung mit der bereits ausgestellten Rechnung abgeglichen.
Muss nach dem Originalausdruck eine Änderung an der Rechnung durchgeführt werden, ist die Rechnung zu stornieren. Das Storno wird über den
Rechnungsdruck gestartet (Bereich Warenwirtschaft
→ Verkauf
→ Aufträge
→ Ausdruck
→ Einzelrechnung oder Bereich Warenwirtschaft
→ Verkauf
→ Rechnungen
→ Rechnungen
→ Ausdruck
→ Rechnung).
Hinweis
| Ändern sich nur die Kundenstammdaten (z. B. die Adressdaten), muss die Rechnung nicht storniert werden. Ändern Sie in diesem Fall die entsprechenden Daten und nehmen Sie einen Kontrollausdruck (Nachdruck) der Rechnung vor. |
Für das Storno einer Rechnung wird der Ausdruck der Rechnung erneut aufgerufen.
Im Druckdialog muss dabei die Druckart "Storno-Ausdruck" ausgewählt werden.
Bei der Frage "Welche Rechnung soll gedruckt werden (bei Kontrollausdruck bzw. Storno)?" wird die Rechnungsnummer der letzten ausgestellten Rechnung vorgeschlagen. Falls diese Nummer nicht die Rechnungsnummer ist, die storniert werden soll, kann diese mittels der F4-Funktion oder manueller Eingabe auf jene Rechnungsnummer geändert werden, die tatsächlich storniert werden soll.
Wird der Druckdialog mit "Ok" bestätigt, öffnet sich das Fenster "Begründung für Storno":
Hier kann eine Begründung eingegeben werden. Diese Begründung ist als Notiz auf der Rechnung verfügbar.
Hinweis | Werden mehrere Rechnungen gleichzeitig über den Ausdruck "Rechnungen" storniert, kann der erfasste Begründungstext für alle Rechnungen übernommen werden. Dazu wird der Begründungstext für die erste Rechnung erfasst und im Anschluss kommt die Abfrage, ob dieser für alle Rechnungen übernommen werden soll.
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Nachfolgender Parameter kann für die Rechnungsnummernvergabe der Storno-Rechnungen eingestellt werden:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungsdruck
| Definition, wie die Vergabe der Stornorechnungsnummer erfolgen soll.
0 - eigene Rechnungs-Nr. lt. Nummernkreis (Standard)
1 - gleiche Nummer wie Original, wenn Stornodatum = Rechnungsdatum
Hinweis: Die Ausprägung "1 - gleiche Nummer wie Original, wenn Stornodatum = Rechnungsdatum" ist nur für Firmen mit Unternehmenssitz außerhalb von Ungarn möglich. Die Hinterlegung des Firmensitzes ist hier ersichtlich: CRM → Stammdaten → Firmen → Firmen → Feld "Land" (FIR_FIRMA_LANDNR)
Ist hier Ungarn (16) hinterlegt, hat die Ausprägung 1 keine Auswirkung und für die Rechnungsnummer der Stornorechnung wird eine eigene Rechnungsnummer laut Nummernkreis vergeben. |
Die Storno-Rechnung wird mit einer neuen fortlaufenden Rechnungsnummer oder mit der gleichen Nummer wie die Original-Rechnung gedruckt, wenn das Storno-Datum gleich dem Rechnungsdatum ist. Wie sich die Ermittlung der Rechnungsnummer bei Storno-Rechnungen verhält, ist von folgendem Parameter abhängig.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungen
| Definition, wie die Vergabe der Stornorechnungsnummer erfolgen soll.
0 - eigene Rechnungs-Nr. lt. Nummernkreis (Standard)
1 - gleiche Nummer wie Original, wenn Stornodatum = Rechnungsdatum
Hinweis: Die Ausprägung "1 - gleiche Nummer wie Original, wenn Stornodatum = Rechnungsdatum" ist nur für Firmen mit Unternehmenssitz außerhalb von Ungarn möglich. Die Hinterlegung des Firmensitzes ist hier ersichtlich: CRM → Stammdaten → Firmen → Firmen → Feld "Land" (FIR_FIRMA_LANDNR)
Ist hier Ungarn (16) hinterlegt, hat die Ausprägung 1 keine Auswirkung und für die Rechnungsnummer der Stornorechnung wird eine eigene Rechnungsnummer laut Nummernkreis vergeben. |
Die Storno-Rechnung wird mit den Minus-Positionen erstellt. Die Original-Rechnung wird durch die Storno-Rechnung wieder aufgehoben und das Rechnungs-Kennzeichen (Rng-Kz) wieder zurückgestellt. Weiters werden die ursprünglichen
Rechnungsvorschläge erneut generiert. Das Stornieren oder Löschen eines Rechnungsstornos ist nicht möglich.
Hinweis
| Nur verbuchte Rechnungen können storniert werden. Möchten Sie eine noch nicht verbuchte Rechnung stornieren, kommt die Meldung: "Storno nicht möglich, da Rechnung noch nicht verbucht ist!"
In diesem Fall muss die Rechnung zuerst verbucht werden und erst dann kann die Storno-Rechnung erstellt werden. |
Hinweis | Abhängig von der Lagerführung und der Erfassungsart des Auftrags erfolgt bei einem Rechnungsstorno für lagergeführte Artikel die Lagerrückbuchung mit dem Lagerbuchungskennzeichen "ABG1" und mit der entsprechenden Minusmenge. Ein interner Lieferschein wird bei Verwendung der Erfassungsart FAK ("Faktura mit internem Lieferschein") erstellt. |
Mit dem Storno der Rechnung wird der Rechnungsvorschlag der fakturierten Positionen wieder hergestellt und in die Statistiken wird das Storno der Verkaufsmengen und -werte sowie des Einstandswerts übernommen.
Hinweis | Nach dem Storno der Rechnung ist das Bearbeiten des Auftrags wieder möglich. |
Mit folgendem Parameter können Sie steuern, ob der bzw. die verrechneten Aufträge nach dem Storno fertiggemeldet werden sollen:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungsdruck
| Definition, ob bei der Stornorechnung der zugrundeliegende Auftrag "fertiggemeldet" werden soll. |
Im Druckdialog muss dabei die Druckart "Storno-Ausdruck" ausgewählt werden.
Bei der Frage "Welcher Lieferschein soll gedruckt werden (bei Kontrollausdruck bzw. Storno)?" wird die Lieferscheinnummer des letzten ausgestellten Lieferscheins vorgeschlagen. Falls diese Nummer nicht die Lieferscheinnummer ist, die storniert werden soll, kann diese mittels der F4-Funktion oder manueller Eingabe auf jene Lieferscheinnummer geändert werden, die tatsächlich storniert werden soll.
Sobald der Druckdialog mit "Ok" bestätigt wird, wird der Storno-Lieferschein mit einer neuen fortlaufenden Lieferscheinnummer gedruckt. Dabei werden lagergeführte Artikel auf das Lager zurückgebucht (ebenfalls mit dem
Lagerbuchungskennzeichen "ABG1", aber mit der entsprechenden Minusmenge).
Nachfolgende Parameter können für den Storno-Druck von Lieferscheinen aktiviert werden:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Lieferscheine:
| Im Normalfall wird beim Storno eines Lieferscheins ein entsprechender Liefervorschlag angelegt und dieser kann bearbeitet bzw. korrigiert werden. Mit dieser Abfrage kann der Benutzer bekannt geben, ob dieser Ablauf gewünscht ist, oder ob kein Liefervorschlag erstellt werden soll, weil z. B. neu manuell kommissioniert wird! |
| Definition, ob beim Stornolieferschein der zugrundeliegende Auftrag "fertiggemeldet" werden soll. |
Für die Erstellung einer Gutschrift gibt es mehrere Varianten:
Bei der Variante "Gutschrift aus Rechnung" wird anschließend das Erfassungskennzeichen abgefragt.
Bei der manuellen Erfassung einer Gutschrift muss das gewünschte Erfassungskennzeichen bei der Neuanlage eines Auftrags ausgewählt werden.
Bei den Erfassungskennzeichen wird zwischen Wertgutschrift/Korrekturrechnung, (Mengen-)Gutschrift und Dienstleistungsgutschrift unterschieden.
Die Wertgutschrift ist mit der
Erfassungsart "Wertgutschrift/Korrekturrechnung" (KOR) zu erstellen. Die Mengen werden automatisch mit negativen Vorzeichen (Minus) gespeichert. Die Wertgutschrift vermindert ausschließlich den Verkaufswert (die Ware bleibt beim Kunden). Der Druck der Gutschrift erfolgt wie bei der Rechnung. In der Statistik wird ausschließlich der Umsatz verringert (Menge und Einstandswert bleiben gleich).
Eine Gutschrift mit der
Erfassungsart "Gutschrift" (GUT) ist dann zu wählen, wenn die gelieferte Ware zurückkommt oder zu viel geliefert und verrechnet worden ist. Der Druck der Gutschrift erfolgt wie bei der Rechnung. In der Statistik werden die Verkaufsmenge, der Umsatz und der Einstandswert korrigiert.
Eine Dienstleistungsgutschrift ist mit der
Erfassungsart "Dienstleistungsgutschrift" (DGU) auszustellen. Mit dem Druck der Gutschrift werden keinerlei Lagerbuchungen durchgeführt. Allerdings werden die Mengen und die Werte in der Statistik korrigiert.
Der Druck der Gutschrift erfolgt wie bei der Rechnung. Mit dem Originalausdruck der Gutschrift (z. B. im Fenster "Aufträge" oder in der Auftragserfassung → Fenstermenü → Rechnung) wird eine neue Rechnungsnummer für die Gutschrift vergeben.
Beim Ausdruck der Gutschrift kann über folgenden Parameter festgelegt werden, wie das Feld "Ausdrucksbezeichnung" am Report bei Gutschriften bzw. Rechnungen mit negativem Wert befüllt werden soll.
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungsdruck
| Definition, ob die Ausdrucksbezeichnung Gutschrift lt. Feldeinstellung bei negativen Rechnungen verwendet werden soll. 0 - Für alle Rechnungen mit negativem Wert: Es wird immer die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Gutschrift verwendet. (Standard)
1 - Abhängig von der Erfassungsart: Nur bei den Erfassungsarten GUT, KOR und GHO wird die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Gutschrift verwendet. Bei negativen Rechnungen wird die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Rechnung verwendet.
2 - Nur bei negativem Wert: Die Ausdrucksbezeichnung wird immer aufgrund des Vorzeichens des Rechnungsbetrages ermittelt. Bei negativem Betrag wird die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Gutschrift verwendet; bei positivem Betrag die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Rechnung.
Beispiel zur Unterscheidung der Ausprägungen 0 und 2: Eine KOR (Korrekturrechnung) wird mit 2 Positionen erstellt und es ergibt sich insgesamt ein positiver Betrag:
Auf Position 1 wird der Artikel mit dem falschen Preis und negativer Menge erfasst (z. B. Artikel A mit Menge -1 und Preis 10 EUR). Als Position 2 wird der gleiche Artikel mit dem nun korrekten Preis erstellt (z. B. Artikel A mit Menge +1 und Preis 12 EUR).
Wird nun die Rechnung mit Ausprägung "0 - Für alle Rechnungen mit negativem Wert" gedruckt, steht bei der Ausdrucksbezeichnung diese lt. Feldeinstellung Gutschrift, obwohl die Rechnung einen positiven Betrag von 2 EUR hat.
Wird die Rechnung mit Ausprägung "2 - Nur bei negativem Wert" gedruckt, wird die Ausdrucksbezeichnung lt. Feldeinstellung Rechnung verwendet. Hinweis Dies betrifft das Reportfeld "Ausdruck-Bezeichnung" (MCU_RNG_DRUCKBEZ). Das Reportfeld ist unter den Rechnungskopfdaten zu finden. Ist in der Feldeinstellung Gutschrift kein Wert hinterlegt, so wird auf die Feldeinstellung Rechnung zurückgefallen.
Bei Firmen mit Firmensitz in Ungarn wird fix Wert 1, also "Abhängig von der Erfassungsart" verwendet.
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Die Erstellung einer Gutschrift zu einer Schlussrechnung ist nicht möglich. Der Standardreport (Gutschrift) ist für diesen Anwendungsfall nicht ausgelegt.
Beim Ausführen der Funktion "Gutschrift erstellen" zu einer Schlussrechnung kommt der Hinweis: "Gutschrift erstellen nicht möglich! Bei Verwendung eines Rechnungsschemas kann keine Gutschrift erstellt werden."
Allgemein
Storno einer Rechnung
Storno eines Lieferscheins
Gutschrift zu einer Rechnung