Der Rechnungsempfänger ist jene Person, für die eine Rechnung ausgestellt wird und auf deren Debitorenkonto die Honorarnote verbucht wird. Der Rechnungsempfänger muss also nicht zwingend der Kunde sein, für den die Leistung erfasst wird. Wenn Leistungen eines Kunden A in Honorarnoten abgerechnet werden, die an den Rechnungsempfänger B auszustellen sind, ist wie folgt vorzugehen: Der Rechnungsempfänger B ist zuerst als eigener Kunde B anzulegen und dann als Rechnungsempfänger im Feld
Rechnungsempfänger (LEA) im Kundenstamm des Kunden A einzutragen. Achtung: Der Rechnungsempfänger darf, wenn dieser dem Kunden der Leistung entspricht, nicht eigens im Kundenstamm des Kunden zugewiesen werden.
Der Rechnungsempfänger wird auch "Stille Zugehörigkeit" oder "zentraler Rechnungsempfänger" genannt.
Wenn die Honorarnote nur an eine andere Rechnungsadresse geschickt werden soll, aber der Kunde als Rechnungsempfänger (Debitor) erhalten bleiben soll, dann kann auch auf die Arbeitsweise mit hinterlegtem Rechnungsempfänger verzichtet werden und beim Kunden eine spezielle Rechnungsadresse geführt werden. Diese ist im Feld
Weitere Adressen mit der Rechnungsart "Rechnungsadresse" als
Weitere Adresse anzulegen.
Es gibt für größere, komplexere Organisationen weitere
Alternativen, die sich auf die Arbeitsweise mit Projekt beziehen.
Der Rechnungsempfänger wird durch die Erfassung von Leistungen auf den Kunden vom Programm vollautomatisch auf der Leistung gespeichert. Es ist nicht möglich, direkt bei der Leistungserfassung den Rechnungsempfänger einzugeben bzw. die Ermittlung zu beeinflussen. Ist bei einem Kunden KEIN extra Rechnungsempfänger in den Stammdaten hinterlegt, so wird der Kunde selbst als Rechnungsempfänger in den Leistungen geführt. Somit ist in allen LEA Auswertungen, Feldauswahlen und in der Fakturierung der Rechnungsempfänger immer vorhanden!
Bei der
Autorisierung wird die Verrechnungsfirma aufgrund der Firmenzugehörigkeit des Rechnungsempfängers (und nicht aufgrund des bebuchten Kunden) ermittelt. Damit wird jene Abläufe in der Fakturierung, die sich auf die Verrechnungsfirma beziehen (Absenderadresse, Nummernkreis, Fibu-Verbuchung) auch vom Rechnungsempfänger beeinflusst.
Sonderfall: Die Verrechnungsfirma kommt nur dann vom Projekt, wenn die Kunden unter der Hauptfirma erfasst werden.
Die Erstellung einer Honorarnote erfolgt im Fenster
Honorarnoten aufbereiten immer auf Basis des Rechnungsempfängers. Das heißt, in einer Honorarnote werden alle Leistungen eines Rechnungsempfängers aufbereitet, egal auf welche(n) Kunden konkret die Leistungen erfasst wurde(n).
Allerdings können Kunden gekennzeichnet werden, deren Leistungen zwar für den Rechnungsempfänger aufbereitet werden sollen, aber beim Aufbereiten der Leistungen auf eine eigene Honorarnote ausgestellt an den Rechnungsempfänger gelangen sollen. Ein Anwendungsfall ist zum Beispiel, wenn ein Masseverwalter getrennte Honorarnoten erhalten soll. Diese Option kann je Kunde in den
Kundeneinstellungen im Feld
Eigene Rechnung getroffen werden.
Im Fenster
Honorarnoten ist der Kunde der Leistung für die Fakturierung nicht mehr vorrangig interessant. Nur mehr die Betrachtungsweise nach Rechnungsempfänger ist sinnvoll, daher wird Ihnen das Einstiegsfeld "Rechnungsempfänger" zur Verfügung gestellt.
Möchten Sie sich informieren, auf welchen Kunden Leistungen einer Honorarnote erfasst worden sind, nutzen Sie die
Rechnungsbearbeitung oder eine entsprechend designte Auswertung im Bereich
Showprogramm.
Beim Verwenden der
LEA Auswertungen (und deren
Smart-Interfaces) muss darauf geachtet werden, dass bei der Filterung nach dem Feld "Kunde" der bei der Leistungserfassung eingegebene Kunde ausgewertet wird. Das heißt, der Rechnungsempfänger muss ebenfalls in die Feldauswahl geholt werden und es muss in jedem Fall vom Anwender unterschieden werden, ob nach "Kunde" oder nach "Rechnungsempfänger" ausgewertet werden soll.
Im Fall der
Gegenverrechnung wird der Rechnungsempfänger folgendermaßen behandelt:
Externe Leistung:
Originalkunde = vom Anwender eingegebener Kunde
Kunde = vom Anwender eingegebener Kunde
Rechnungsempfänger = Rechnungsempfänger
Interne Leistung:
Originalkunde = vom Anwender eingegebener Kunde
Kunde = Interner Kunde lt. Gegenverrechnungsregel
Rechnungsempfänger = Interner Kunde lt. Gegenverrechnungsregel
Alle Importprogramme setzen in den Rechnungsempfänger automatisch den Kunden, wenn der Rechnungsempfänger nicht speziell in der Importschnittstelle übergeben wird.
Bei lückenloser Verwendung von Projekten kann der Kunde, der die Honorarnote erhalten soll, als Auftraggeber des Projekts eingetragen werden und der Kunde, für den man arbeitet, als Auftragsgegenstand.
Bei Verwendung von Sammelprojekten (und Einstellung der Abrechnung nach Sammelprojekten in den LEA Parametern) wird der Rechnungsempfänger vom Sammelprojekt verwendet.