Die Wiederholfaktura kann eingesetzt werden, wenn Aufträge oder Rechnungen wiederkehrend sind. In der NTCS Warenwirtschaft werden zwei Arten der Wiederholfaktura unterschieden:
WHF → Wiederholfaktura
Aus einem Auftrag können mehrere Rechnungen gestellt werden. Je nach Abrechnungsmodell können Rechnungsvorschläge erzeugt werden, die ab einem gewissen Zeitpunkt verrechnet werden können.
WHK → Wiederholfaktura (mit Kopie)
Bei dieser Variante werden nicht nur Rechnungsvorschläge erzeugt, sondern ein neuer Auftrag. Zu diesem Auftrag können weitere Positionen erfasst werden, bevor die Rechnung gedruckt wird.
Für die Wiederholfaktura gibt es zwei Erfassungsarten:
WHF → Wiederholfaktura
WHK → Wiederholfaktura (mit Kopie)
Diese werden beim Import der
Standards angelegt.
Das Abrechnungsmodell gibt an, wie oft eine Rechnung ausgestellt werden muss. Zur Anlage eines Abrechnungsmodells sind eine Bezeichnung, das gewünschte Intervall und die Art der Leistungsabrechnung einzugeben.
Folgende Felder stehen Ihnen hier zur Verfügung:
Beim Feld "Leistungsverrechnung" kann zwischen "Im Vorhinein", "Im Nachhinein" und "Aktuell" gewählt werden. Dies wirkt sich auf den möglichen Zeitpunkt der Rechnungserstellung aus. Je nach Art der Leistungsverrechnung wird das "Verrechenbar-ab-Datum" auf den Rechnungsvorschlägen gesetzt. Und dieses "Verrechenbar-ab-Datum" gibt an, ab wann die Rechnung tatsächlich gedruckt werden kann.
Im Vorhinein (Verrechnung vor dem Leistungszeitraum) | "Verrechenbar-ab-Datum" wird je nach Intervall vor dem Beginn des aktuellen Leistungszeitraums gesetzt ("Leistungszeitraum-von-Datum"). Hinweis | Es kann max. ein Intervall vor dem Leistungszeitraum ermittelt werden. |
Beispiel | Leistungszeitraum ist August (1. bis 31. August). Das "Verrechenbar-ab-Datum" ist der 1. Juli. Wird beim Ermitteln der Wiederholfaktura der 1. Juli eingegeben, wird ein Rechnungsvorschlag erstellt, der ab 1. Juli verrechnet werden kann. Wird der 30. Juni oder ein früheres Datum eingegeben, kann kein Rechnungsvorschlag ermittelt werden. |
|
Aktuell (Verrechnung innerhalb des Leistungszeitraums) | "Verrechenbar-ab-Datum" ist gleich dem "Leistungszeitraum-von-Datum" des aktuellen Leistungszeitraums. Beispiel
| Leistungszeitraum ist August (1. bis 31. August). Das "Verrechenbar-ab-Datum" ist der 1. August. Der Rechnungsvorschlag wird erstellt, sobald der 1. August (oder später) beim "Bis Verrechnungsdatum" eingegeben wird. Wird der 31. Juli oder ein früheres Datum eingegeben, wird kein Rechnungsvorschlag erstellt. |
|
Im Nachhinein (Verrechnung nach Leistungszeitraum) | "Verrechenbar-ab-Datum" wird je nach Intervall nach dem Ende des aktuellen Leistungszeitraums gesetzt ("Leistungszeitraum-bis-Datum"). Beispiel
| Leistungszeitraum ist August (1. bis 31. August). Das "Verrechenbar-ab-Datum" ist der 1. September. Der Rechnungsvorschlag wird erstellt, sobald der 1. September oder später beim "Bis Verrechnungsdatum" eingegeben wird. Wird der 31. August oder ein früheres Datum eingegeben, wird kein Rechnungsvorschlag erstellt. |
|
Das Intervall kann mit F8 beim Feld Intervall-ID angelegt werden.
Im Intervallmanager kann ein Intervall täglich, wöchentlich, monatlich, pro Quartal, halbjährlich oder jährlich gesetzt werden:
Beim Serienmuster "Täglich" kann eingestellt werden, am wievielten Tag bzw. Arbeitstag ein Rechnungsvorschlag ermittelt werden soll. Wird mit der Einstellung "Arbeitstag" gearbeitet, werden nur die Wochentage von Montag bis Freitag bzw. alle im CRM als frei gekennzeichneten Tage (z. B.
Feiertage) berücksichtigt.
Wird das Serienmuster "Wöchentlich" ausgewählt, kann eingestellt werden, in welchem Wochenrhythmus (wöchentlich, zweiwöchentlich etc.) und an welchen Wochentagen die Rechnungsvorschläge ermittelt werden sollen. Wird die Option "Jede x. Woche ab dem Stichtag" ausgewählt, wird wöchentlich mit dem Wochentag des Stichtages ermittelt. Der Stichtag ergibt sich über das Feld "Leistungszeitraum-von-Datum" des Auftragskopfs.
Bei "Monatlich" kann eingestellt werden, an welchem Tag und in welchem Monatsintervall (monatlich, 2-monatlich etc.) die Rechnungsvorschläge ermittelt werden sollen. Wird "Jedes x. Monat ab dem Stichtag" ausgewählt, wird lt. "Leistungszeitraum-von-Datum" ermittelt.
Beispiel |
Das "Leistungszeitraum-von-Datum" am Auftragskopf ist der 15.1. und es wurde "monatlich, jeden Stichtag" eingestellt, dann werden die Rechnungsvorschläge immer zum 15. jedes Monats erstellt. |
Beim Serienmuster "Quartal" kann eingestellt werden, welche Quartale ermittelt werden sollen und an welchem Tag das "Verrechenbar ab-Datum" auf den Rechnungsvorschlägen gesetzt werden soll.
Beispiel |
In jedem Quartal (1. bis 4. Quartal) soll immer am ersten Tag im ersten Monat verrechnet werden. Die Rechnungsvorschläge können am 1. Jänner, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober verrechnet werden. |
Bei "Halbjährlich" kann eingestellt werden, welches Halbjahr und an welchem Tag im Halbjahr das "Verrechenbar-ab-Datum" auf den Rechnungsvorschlägen gesetzt werden soll.
Beim Serienmuster "Jährlich" kann eingestellt werden, ob jährlich, alle zwei Jahre etc. verrechnet wird. Weiters kann ausgewählt werden, an welchem Tag das "Verrechenbar-ab-Datum" auf den Rechnungsvorschlägen gesetzt werden soll. Wird mit der Variante "Jedes x. Jahr ab dem Stichtag" gearbeitet, wird das "Leistungszeitraum-von-Datum" vom Auftragskopf als Stichtag übernommen.
Beispiel |
Das "Leistungszeitraum-von-Datum" am Auftragskopf ist der 15.1. und es wurde "jährlich, jeden Stichtag" eingestellt, dann werden die Rechnungsvorschläge immer zum 15. Jänner jedes Jahres erstellt. |
Folgende Parameter sind für die Wiederholfaktura relevant:
Bereich Warenwirtschaft → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Definition, ob das Ändern vom "Verrechnet bis Leistungszeitraum" nach Verrechnung möglich sein soll.
Hinweis Bei Verwendung von Leistungszeiträumen, z. B. bei Wiederholfakturen, wird der "verrechnet bis Leistungszeitraum" am Auftragskopf als read-only zurückgeschrieben. Soll es jedoch möglich sein, diesen Eintrag nachträglich zu ändern, kann dies aktiviert werden. Die Änderung ist bei aktivem Parameter über das Fenstermenü → Funktionen möglich.
|
Beispiel |
Mit einem Kunden wird vereinbart, dass ein Leistungszeitraum (z. B. ein Monat) einer WHF nicht verrechnet wird. Bis Juni 20.. wurde verrechnet. Der Juli 20.. soll kostenlos sein und der nächste zu verrechnende Zeitraum ist August. Nach der Verrechnung vom Juni wird das "Verrechnet-bis-Datum" auf 31.07.20.. gesetzt. Damit kann erst wieder der August ermittelt und verrechnet werden. |
Bereich Warenwirtschaft → WWS Parameter → Auftragserfassung → Wiederholfaktura
| Definition, welches Erfassungskennzeichen für das Erstellen des Kopieauftrag aus Wiederholfaktura mit Kopie herangezogen werden soll. |
| Definition, ob nach Erstellung der WHK-Kopie bei Ablauf des "Leistungszeitraum bis" der Original-WHK-Auftrag automatisch fertiggemeldet werden soll. |
| Definition, ob beim Erstellen der WHK-Kopie die Felder "Leistungsdatum Von", "Leistungsdatum Bis" und "Verrechenbar Ab" auf die Rechnungsvorschläge des Kopie-Auftrags übernommen werden sollen.
Achtung Bei einer WHK-Kopie mit Erfassungsart "AUF" kann der Leistungszeitraum nicht übernommen werden. Bei Erfassungsart "FAK" funktioniert es nur, wenn ohne Kommissionierung gearbeitet wird und die Liefervorschläge im Zuge der Kopie sofort angelegt werden. Das Verrechenbar-Ab-Datum wird in jedem Fall auf die Auftragsposition und den Rechnungsvorschlag übernommen. |
Bereich Warenwirtschaft → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungsdruck
| Definition, welches Datum beim Originalausdruck der Rechnung als "Valutadatum" gelten soll.
0 - Rechnungsdatum bzw. man. Eingabe: Das Valutadatum ist gleich dem Rechnungsdatum oder kann im Ausdrucksdialog manuell eingegeben werden. 1 - Letzter Tag des Leistungszeitraums: Das Valutadatum ist gleich dem "Leistungszeitraum bis".
2 - Letzter Arbeitstag vor dem Ende des Leistungszeitraums: Arbeitstag lt. Werktagprüfung
3 - Letzter Tag des Vormonats, wenn das Rechnungsdatum in der ersten Woche des aktuellen Monats liegt
Hinweise
Um die Eingabe im Druckdialog zu aktivieren ist, muss der folgende Parameter aktiviert werden.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → Ausdrucke → Rechnungen → Eingabe Valutadatum
Die manuelle Eingabe beim Ausdruck zieht nur, wenn der Parameter "Valutadatum (der Rechnung)" auf "0 - Rechnungsdatum oder man. Eingabe" steht oder wenn eine Rückfallebene erforderlich ist. Wenn z. B. der letzte Tag des Leistungszeitraums als Valutadatum verwendet wird, aber z. B. am Auftrag kein Leistungszeitraum eingegeben worden ist, wird das Valutadatum nach der untenstehenden Reihenfolge ermittelt und auch nur dann zieht die manuelle Eingabe des Valutadatums beim Rechnungsdruck.
Steht der Parameter "Valutadatum (der Rechnung)" auf "0 - Rechnungsdatum oder man. Eingabe" oder muss eine Rückfallebene verwendet werden, wird das Valutadatum der Rechnung nach folgender Reihenfolge ermittelt:
1. Manuelle Eingabe des Valutadatums beim Rechnungsdruck 2. Auftragserfassung: Feld "Valutadatum" 3. Auftragserfassung: Feld "Tage Valutadatum" 4. Projekt: Felder "Tage Valutadatum", "Tage Valutadatum (Anzahlungsrechnung)", "Tage Valutadatum (Teilrechnung)" und "Tage Valutadatum 'Schlussrechnung'" 5. Rechnungsschema: Felder "Tage Valutadatum (Anzahlungsrechnung)", "Tage Valutadatum (Teilrechnung)" und "Tage Valutadatum 'Schlussrechnung'" 6. Erfassungskennzeichen: Feld "Tage Valutadatum"
|
| Dieser Parameter ist nur nach Rücksprache mit dem WWS Support abweichend vom Standard zu setzen!
Definition, ob beim Ausdruck einer Wiederholfakturenrechnung für die Auftragsposition eine Neuermittlung der Verkaufskonditionen mit dem Datum lt. Einstellung des Parameters "Datum für Preisermittlung bei Wiederholfakturen" erfolgen soll. Preis/Rabatt/Aufschlag wird als eine gesamte Verkaufskondition betrachtet.
0 - Nein (Standard) 1 - Ja, ausgenommen manuelle Preise: Nur automatisch ermittelte Preise, Rabatte und Aufschläge werden neu ermittelt. Achtung: Sobald auf einer Position ein Preis/Rabatt/Aufschlag manuell eingegeben worden ist, bleibt die gesamte Verkaufskondition bestehen. 2 - Ja, alle Preise (auch manuelle Preise): Alle Preise, egal ob automatisch ermittelt oder manuell eingegeben, werden neu ermittelt.
Hinweise Verkaufspreis, Rabatt und Aufschlag werden als gesamte Verkaufskondition betrachtet.
Mit dem Rechnungsdruck werden neue Preise, Rabatte und Aufschläge sowohl auf die Rechnungspositionen als auch auf die Auftragspositionen übernommen.
Bei der Ausprägung "1 - Ja, ausgenommen manuelle Preise" ist zu beachten, dass die gesamte Verkaufskondition bestehen bleibt, sobald Preis oder Rabatt oder Aufschlag manuell eingegeben worden ist. Daher müssen vor der Umstellung des Parameters auf diese Ausprägung die bestehenden Daten dahingehend kontrolliert werden, ob es z. B. manuell eingegebene Rabatte gibt. Im folgenden Beispiel soll dies veranschaulicht werden.
Beispiel Auf einer Position wurde der Preis automatisch aus der Preistabelle ermittelt und der Rabatt manuell eingegeben. Wird nun der Parameter auf die Ausprägung "1 - Ja, ausgenommen manuelle Preise" gestellt und ein neuer Preis ist in der Preistabelle vorhanden, wird die nächste Rechnung trotzdem mit dem "alten" Preis verrechnet, da diese Position als manuell geändert angesehen wird und daher nicht neu ermittelt wird.
Auf der Auftragsposition dienen die folgenden Felder als Kontrollmöglichkeit, ob ein Teil der Verkaufskondition manuell geändert worden ist: - PreisInfoKz
- RabattInfoKz
- AufschlagsInfoKz
Eine manuelle Änderung der Gratismenge wird nicht als "manuelle" Änderung berücksichtigt.
Bei der Ausprägung "2 - Ja, alle Preise (auch manuelle Preise)" ist zu beachten, dass manuelle Änderungen damit nicht berücksichtigt werden.
Beispiel Auf einer Position wurde der Preis automatisch aus der Preistabelle ermittelt und der Rabatt manuell eingegeben. Wird nun der Parameter auf die Ausprägung "2 - Ja, alle Preise (auch manuelle Preise)" gestellt und ein neuer Preis ist der in der Preistabelle vorhanden, wird die nächste Rechnung mit dem neuen Preis, aber ohne den Rabatt verrechnet, wenn es keinen Eintrag in der Rabatttabelle gibt.
|
| Definition, welches Datum bei der Preisneuermittlung der Rechnungserstellung von Wiederholfakturen herangezogen wird. Dieser Parameter hat nur Auswirkung, wenn der Parameter "Positionspreise bei Wiederholfakturen neu ermitteln" aktiv ist.
0 - Rechnungsdatum (Standard) 1 - Leistungszeitraum Von
Beispiel zu Ausprägung "1 - Leistungszeitraum Von" Diese Ausprägung bietet sich an, wenn Wiederholfakturen im Vorhinein verrechnet werden.
In der Preistabelle ist ein neuer Preis/Rabatt/Aufschlag ab 01.04. gespeichert.
Abgerechnet wird der nächste Leistungszeitraum (z. B. 01.04. bis 30.06.) bereits am 01.03.
Beim Rechnungsdruck wird der "Leistungszeitraum Von" der Rechnung geprüft und die Verkaufskondition gültig ab 01.04. ermittelt und gedruckt.
Hinweis Der Parameter wirkt sich nicht aus, wenn mehrere Rechnungsvorschläge mit unterschiedlichen Leistungszeiträumen in einer Rechnung abgerechnet werden. |
| Definition, ob und welches Abrechnungsmodell bei der Funktion "Ermitteln Wiederholfakturen" vorgeschlagen werden soll. |
| Definition, ob und welches Erfassungskennzeichen bei der Funktion "Ermitteln Wiederholfaktura" vorgeschlagen werden soll. |
Bereich Warenwirtschaft → WWS Parameter → Warenwirtschaft allgemein → Allgemein
| Definition, welche Wochentage als Werktag gelten. |
Dieser Parameter ist in Abhängigkeit vom Parameter für die Valutadatum-Ermittlung relevant. Hier kann auch Samstag als Arbeitstag definiert werden. Das Valutadatum würde bei Parametereinstellung "letzter Arbeitstag vor dem Ende des Leistungszeitraums" auch auf einen Samstag gesetzt werden.
In der
Auftragserfassung wird das
Abrechnungsmodell vom
Erfassungskennzeichen ermittelt. Das Abrechnungsmodell kann aber auch erst am
Auftragskopf eingegeben werden. Wichtig ist die Eingabe des Leistungszeitraums (Felder "Leistungszeitraum-von-Datum" und "Leistungszeitraum-bis-Datum"). Dies ist der Zeitraum, in dem die Wiederholfaktura regelmäßig (je nach Abrechnungsmodell) verrechnet werden soll. Wird nur das Feld "Leistungszeitraum-von-Datum" befüllt und das Feld "Leistungszeitraum-bis-Datum" bleibt leer, bleibt diese Wiederholfaktura so lange offen, bis ein "Leistungszeitraum-bis-Datum" eingetragen oder die WHF manuell fertiggemeldet wird.
Zu einem Auftrag mit Erfassungsart "Wiederholfaktura" gibt es zunächst noch keine Rechnungsvorschläge. Diese werden erst generiert, wenn sie ermittelt werden, d. h., eine Rechnung kann erst erstellt werden, wenn die Rechnungsvorschläge zu einem Auftrag ermittelt worden sind.
Nach Anlage der Wiederholfakturen kann je nach
Abrechnungsmodell regelmäßig eine Rechnung erstellt werden.
Dazu können in den Rechnungsvorschlägen (Bereich Warenwirtschaft
→ Verkauf
→ Rechnungen
→ Verrechnungsliste/Rechnungsvorschläge) mit der Funktion "Ermitteln Wiederholfakturen" die Rechnungsvorschläge ermittelt werden.
Bei der Ermittlung können das gewünschte Erfassungskennzeichen und das Abrechnungsmodell eingegeben werden. Das Feld "Bis Verrechungsdatum" wirkt sich auf das "Verrechenbar ab-Datum" am Rechnungsvorschlag aus. Es werden alle Rechnungsvorschläge ermittelt, deren "Verrechenbar ab-Datum" in den Zeitraum fallen.
Mit der Funktion "Ermitteln Wiederholfakturen" werden die Rechnungsvorschläge für die nächste Abrechnung erzeugt. Bei der Ermittlung wird geprüft, ob der Rechnungsempfänger aktiv ist. Ist diese Person auf "Inaktiv" gesetzt, ist keine Ermittlung der dazugehörigen Wiederholfakturen möglich!
Die Ermittlung der Wiederholfakturen kann auch über den Rechnungsdruck gestartet werden. Im Druckdialog gibt es unter Zusatzeingaben den Punkt "Ermitteln Wiederholfakturen". Mit der Funktion F8 öffnet sich das Fenster zur Ermittlung der Wiederholfakturen.
Hinweis
| Wird bei einer bestehenden Wiederholfaktura nach dem Storno der Rechnung beispielsweise die Menge geändert, so müssen die bestehenden Rechnungsvorschläge gelöscht und noch einmal ermittelt werden, damit die geänderte Menge verrechnet werden kann. |
Beim Druck der Rechnung muss darauf geachtet werden, dass das Rechnungsdatum größer bzw. gleich dem "Verrechenbar-ab-Datum" ist.
Dieses Datum findet sich auf dem Rechnungsvorschlag.
Beispiel |
Das "Verrechenbar-ab-Datum" am Rechnungsvorschlag ist der 01.07.20.. Die Rechnung kann daher erst ab dem 01.07.20.. verrechnet werden. Möchte man die Rechnung bereits am 30.06.20.. ausstellen, muss beim Druck bereits das Rechnungsdatum 01.07.20.. eingegeben werden.
|
Zu einer bestehenden Wiederholfaktura können Positionen hinzugefügt, fertiggemeldet und auch Mengen geändert werden.
Dabei ist zu beachten, dass dies keine Auswirkung auf vorher ermittelte
Rechnungsvorschläge hat. Wenn Rechnungsvorschläge vorhanden sind, müssen diese gelöscht und die Ermittlung muss nochmals gestartet werden, bevor die Rechnung erstellt wird.
Bei dieser Art der Wiederholfaktura wird eine Kopie des Auftrags erzeugt, damit weitere Positionen bei einer Rechnung mitverrechnet werden können. Das Erfassungskennzeichen für die Kopie wird aus der Hinterlegung in den Parametern ermittelt, kann aber auch bei der Erstellung der Kopie ausgewählt werden.
Die Logik für die Ermittlung der Rechnungsvorschläge unterscheidet sich nicht von der Ermittlung einer WHF.
Nach Ermittlung der Wiederholfaktura muss die Funktion "Kopie Auftrag aus (aktueller) Wiederholfaktura mit Kopie!" ausgeführt werden. Nun kommt die Abfrage, welches Erfassungskennzeichen für die Kopie verwendet werden soll
→ Vorschlagswert lt. Parametereinstellung.
Dadurch wird ein neuer Auftrag angelegt. Zu diesem Auftrag können weitere Auftragspositionen erfasst und wie gewohnt verrechnet werden.
Sollen einzelne Leistungszeiträume lt. Intervall nur teilweise verrechnet werden, kann dies über Einstellungsmöglichkeiten auf den Abrechnungsmodellen erfolgen.
Anwendungsbeispiele für eine teilweise Verrechnung von Zeiträumen:
- Am Beginn/Ende des Leistungszeitraums soll ein bestimmter Zeitraum (Monat, Quartal ...) nur teilweise verrechnet werden.
- Der erste Monat einer quartalsweisen Abrechnung soll nur zur Hälfte verrechnet werden, wenn der Vertrag nach dem 15. des Monats abgeschlossen worden ist.
- Der Leistungszeitraum beginnt am 15. des Monats. Im ersten Monat soll aliquot verrechnet werden. Ab dem folgenden Monat soll dann vom 1. bis zum Monatsletzten verrechnet werden.
Folgende Felder stehen Ihnen dabei zur Verfügung:
| Verrechnungs-Zeiteinheit | Gibt an, auf welche Zeiteinheit sich der Preis der zugrundeliegenden Auftragsposition bezieht. Dabei sind folgende Ausprägungen möglich: - Intervall (Standard): Der Preis der Auftragsposition bezieht sich auf die Dauer des gesamten Intervalls.
- Monat: Der Preis der Auftragsposition bezieht sich immer auf einen Monat (= Verkaufspreis pro Monat). Die Menge muss in dem Fall entsprechend an die Dauer des Intervalls und die Erstellung der Rechnungsvorschläge (siehe Feld "Aufteilung Rechnungsvorschläge") angepasst werden. Bei dieser Ausprägung kann im Feld "Zeiteinheit" auch nur "Monat" gewählt werden, wenn die Berechnungsbasis "lt. Anzahl Anteile" ist.
Beispiel | Abrechnung für ein Quartal - Verrechnungs-Zeiteinheit ist "Monat": Die Menge der Auftragsposition wird mit 3 multipliziert bzw. lt. "Aufteilung Rechnungsvorschläge" gesplittet. |
|
| Abrechnungsart | Gibt an, ob die Dauer des Intervalls lt. Leistungszeitraum oder Kalender berechnet wird. Dabei sind folgende Ausprägungen möglich: - Intervall lt. Leistungszeitraum (Standard): Der Leistungszeitraum beginnt am "Leistungszeitraum-Von" des Auftragskopfes und dauert die jeweilige Dauer des Intervalls.
- Intervall lt. Kalender: Bei dieser Einstellung beginnt ein Monat/Quartal etc. immer lt. Kalender. Bei dieser Ausprägung ist das Feld "Aufteilung Rechnungsvorschläge" auf "Je Verrechnungs-Zeiteinheit" oder "Unvollständige Verrechnungs-Zeiteinheiten" als eigener Rechnungsvorschlag" zu stellen!
Beispiel | Für Intervall lt. Leistungszeitraum: Leistungszeitraum Von = 17.01; Intervall quartalsweise Verrechnung Leistungszeitraum auf dem Rechnungsvorschlag = 17.01 - 16.04
Leistungszeitraum Von = 01.02; Intervall quartalsweise Verrechnung Leistungszeitraum auf dem Rechnungsvorschlag = 01.02 - 30.04
|
Beispiel | Für Intervall lt. Kalender: Leistungszeitraum Von = 17.01; Intervall quartalsweise Verrechnung Leistungszeitraum auf dem Rechnungsvorschlag = 17.01 - 31.03
Leistungszeitraum Von = 01.02; Intervall quartalsweise Verrechnung Leistungszeitraum auf dem Rechnungsvorschlag = 01.02 - 31.03 |
|
| Aufteilung unvollständiger Intervalle | Mit diesem Kennzeichen kann definiert werden, nach welcher Logik die Anlage der Rechnungsvorschläge und somit der Rechnungspositionen erfolgen soll. Folgende Ausprägungen sind möglich:- Nein: Es wird für den Zeitraum lt. Intervall immer ein Rechnungsvorschlag erzeugt. Es folgt aber KEINE Splittung am Beginn bzw. Ende des Intervalls. Die Menge wird an die Verrechnungs-Zeiteinheit angepasst.
- Ja, je Verrechnungs-Zeiteinheit: Es wird ein Rechnungsvorschlag je "Verrechnungs-Zeiteinheit" ermittelt.
- Ja, je Intervall: Dabei wird ein Rechnungsvorschlag je Intervallzeitraum angelegt. Erfolgt eine Splittung durch unvollständige Verrechnungs-Zeiteinheiten, so wird die Menge des Rechnungsvorschlags entsprechend an den verrechneten Leistungszeitraum angepasst.
Hinweis | Diese Feld ist nur bearbeitbar, wenn das Feld "Abrechnungsart" auf "Intervall lt. Kalender" eingestellt ist! |
|
| Berechnungsbasis | Gibt an, auf welcher Basis die Splittung der Rechnungsvorschläge erfolgen soll. Folgende Ausprägungen sind möglich: - Lt. Anzahl Tage: Wird diese Option gewählt, ist keine zusätzliche Eingabe notwendig. Die Menge wird anhand der Tage (in der unvollständigen Zeiteinheit) berechnet.
- Lt. Anzahl Anteile: Die Menge wird anhand der definierten "Anzahl Anteile" berechnet. Wenn ein Zeitraum am Anfang und Ende gesplittet wird, muss aber trotzdem mindestens ein Anteil verrechnet werden.
Hinweis | Dieses Feld ist nur bearbeitbar, wenn das Feld "Abrechnungsart" auf "Intervall lt. Kalender" eingestellt ist und das Feld "Aufteilung Rechnungsvorschläge" ungleich "Nein" ist! |
|
| Zeiteinheit | Gibt an, auf Basis welcher Zeiteinheit die Splittung der Rechnungsvorschläge erfolgen soll. Aus folgenden Optionen kann gewählt werden:
Hinweise | Das Feld "Zeiteinheit" ist nur bearbeitbar, wenn das Feld "Verrechnungs-Zeiteinheit" auf "Intervall" steht!
Die gewählte Zeiteinheit darf nicht größer als die Verrechnungs-Zeiteinheit sein. |
|
| Anzahl Anteile | Gibt an, auf wie viele Teile die angegebene Zeiteinheit gesplittet werden soll. Anteile bedeutet hier, dass die Anteile zur Berechnung der Menge verwendet werden. Es wird trotzdem immer nur ein Rechnungsvorschlag mit angepasster Menge angelegt.
Beispiele | Bei Eingabe "2" wird auf zwei Teile mit je 50% Menge aufgeteilt. Bei Eingabe "3" wird auf drei Teile mit je 33,33% Menge aufgeteilt. |
Hinweis | Dieses Feld ist nur bearbeitbar, wenn das Feld "Berechnungsbasis" auf "Lt. Anzahl Anteile" steht. |
|
| Aufteilungszeitpunkte | Definiert, zu welchem Zeitpunkt (oder Zeitpunkten) innerhalb der Zeiteinheit die Teilung stattfindet.
Beispiele | Beispiel Monat: Ab dem 16. des Monats soll nur mehr der halbe Anteil verrechnet werden. In der WHF-Zeitaufteilung (über die F8-Funktion) ist beim Feld "Tag" der Wert "16" zu hinterlegen (beim Feld "Anzahl Anteile" ist davor auf "2" einzustellen).
Beispiel Quartal: Ab dem 1. Tag des zweiten Monats werden nur mehr 2/3 und ab dem 1. Tag des dritten Monats wird nur mehr 1/3 verrechnet (das Feld "Anzahl Anteile" muss vor der Anlage der WHF-Zeitaufteilung auf "3" stehen.
|
Hinweis | Diese Feld ist nur bearbeitbar, wenn das Feld "Berechnungsbasis" auf "Lt. Anzahl Anteile" steht und Aufteilungszeitpunkte können mit F8 nur erstellt werden, wenn im Feld "Anzahl Anteile" die entsprechende Anzahl hinterlegt ist. |
|
Bei Wiederholfakturen kann eine Erlösabgrenzung Sinn machen, wenn eine Rechnung einer Wiederholfaktura mehrere Monate beinhaltet und der Erlös in die tatsächliche Periode gebucht werden soll (z. B. jährliche Wiederholfakturen).
Auch bei monatlichen Wiederholfakturen macht eine Erlösabgrenzung Sinn, wenn die Wiederholfaktura im Vorhinein oder im Nachhinein verrechnet wird, damit der Erlös in die korrekte Periode gelangt, in der die Leistung tatsächlich stattgefunden hat.