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 Überblick

 Was ist die Gegenverrechnung?

Mit dem Begriff der Gegenverrechnung ist gemeint, neben der Rechnung der Verrechnungsfirma an den Kunden auch eine (echte) Rechnung von der leistungserbringenden Firma an die Verrechnungsfirma zu erstellen.
 
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Die Gegenverrechnungsfunktionen der NTCS LEA ermöglichen somit eine gleichzeitige Verrechnung von Leistungen nach außen (zum Kunden aus Sicht der einen Firma) und derselben Leistungen nach innen (zur anderen Firma), wenn der Mitarbeiter, der die Leistung erbringt, nicht zu derjenigen Firma gehört, welche die Leistung an den Kunden verkauft.

Beispiel 
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Firma A verkauft Leistungen für ein Projekt P an den Kunden K und leiht dafür unter anderem einen Mitarbeiter der befreundeten Firma B aus. Es ist notwendig, die Verrechnung der Firma A an den Kunden K einerseits und die Verrechnung der Firma B an die Firma A anderseits abzuwickeln. Ebenso die Vereinbarung besonderer Stundensätze, besonderer Buchungsregeln in den eigenen Fibus usw.

Die leistungserbringende Firma ist somit die Dienstverhältnisfirma des Mitarbeiters, der die Leistung erbringt.

Die leistungsverrechnende Firma ermittelt sich in absteigender Priorität folgendermaßen:
  • Firma des Projekts
  • Firma des Leistungsumfangs
  • Firma des Kunden
Die "internen" Rechnungen sind vollständige Rechnungen, werden also als Honorarnote erstellt/aufbereitet, als Rechnung gedruckt, archiviert und in die FIBU verbucht.

Hinweis    Beratungsgespräch vereinbaren
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Um diese Gegenverrechnung abzubilden, können Sie sich mithilfe dieser Dokumentation in das Thema Gegenverrechnung einlesen. Um die Gegenverrechnung tatsächlich einzusetzen, ist jedenfalls ein Beratungsgespräch mit einem BMD Consulter empfohlen!

Kontakt Wie Sie schnell und einfach mit uns in Kontakt treten können, erfahren Sie auf der Seite Kontakt zu BMD.
 

 Gegenverrechnung versus Leistungstausch

Im Gegensatz dazu besteht der Leistungstausch nur aus Regeln für eine FIKTIVE Gegenverrechnung zwischen Geschäftsführungen (GF) und/oder Abteilungsleitungen (AL). Dabei entsteht keine eigene Rechnung. Es ist jedoch möglich, nach dem Leistungstauschsatz auszuwerten bzw. eine CSV-Datei zu erzeugen, mit der in der KORE Umbuchungen zwischen der leistungsverrechnenden GF/AL und der leistungserbringenden GF/AL durchgeführt werden können.
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 Funktionsvoraussetzungen

Davon abgesehen, dass sämtliche involvierte eigene Firmen korrekte LEA-relevante Einstellungen für die Fakturierung aufweisen müssen, sind folgende Punkte zu beachten:

 Gegenverrechnung aktivieren

Der LEA Parameter Gegenverrechnung zur Aktivierung der Gegenverrechnung muss gesetzt werden.

 Gegenverrechnungsregeln anlegen

Für jede Kombination von Firmen, für die eine Gegenverrechnung gewünscht ist, müssen im Fenster Gegenverrechnung Gegenverrechnungsregeln definiert werden. Wenn die Gegenverrechnung aktiviert ist und keine Gegenverrechnungsregel für eine Kombination von Mitarbeiterfirma und Verrechnungsfirma existiert, wird auch keine Gegenverrechnung ausgelöst (siehe Kapitel Gegenverrechnungsregeln).

 Sammelkunden anlegen

Damit die Gegenverrechnung transparent in der LEA und in der FIBU abgewickelt werden kann, ist es empfehlenswert, in jeder (leistungserbringenden) eigenen Firma eine Kundennummer zu führen, die der leistungsempfangenden Firma entspricht. Diese Kundennummern werden in den Gegenverrechnungsregeln als Sammelkunde eingetragen.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Sammelkunden:
  • Eine Verknüpfung über das Feld "Entspricht Firma" darf nicht gemacht werden.

  • Wenn AL/GF für die Gegenverrechnung nicht von einem evtl. Gegenverrechnungsprojekt ermittelt werden sollen, müssen diese auf dem Sammelkunden hinterlegt werden.

  • Bei sehr vielen internen Sammelkunden kann in Erwägung gezogen werden, für diese einen eigenen Nummernkreis zu führen.

 Fakturatypen und Einstellungen zur Erlösverbuchung definieren

Falls buchhalterisch gewünscht, können die Erlöse an die internen Sammelkunden auf eigene Erlöskonten verbucht werden. Folgende Vorgangsweise wird dafür empfohlen:

Für jedes - für die interne Verrechnung benötigte - Erlöskonto muss eine eigene Kontentabelle plus ein eigener Fakturatyp existieren. Dieser Fakturatyp wird beim jeweiligen Sammelkunden eingetragen. Damit werden alle internen Rechnungen immer automatisch richtig kontiert.

In den Kontentabellen können die erforderlichen Kontentabellen angelegt werden.

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In den Fakturatypen kann je Sammelkunde ein Fakturatyp erfasst werden. Auf diesem Fakturatyp wird die betreffende Kontentabelle hinterlegt.

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Letztlich erfolgt unter der Funktion Fakturatypen je Kunde die Zuordnung zum Sammelkunden.

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 Sammelmitarbeiter anlegen

Ebenfalls müssen Sammelmitarbeiter unter der jeweiligen leistungsempfangenden Firma geführt werden, die ebenfalls auf den betreffenden Gegenverrechnungsregeln hinterlegt werden.

 Datenaustausch über XML einstellen

Falls die Gegenverrechnung zwischen Firmen an unterschiedlichen Datenbankstandorten stattfindet, muss ein Datenaustausch über XML durchgeführt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn ein spezieller Programmmodus in der NTCS eingestellt ist (siehe Kapitel Datenaustausch zwischen Standorten). 
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 Umsetzung der Gegenverrechnung

 Technische Funktion der Gegenverrechnung

Damit die Gegenverrechnung funktioniert, werden bei der Autorisierung (im Zuge des Tagesabschlusses) aus EINER erfassten Leistung zwei Leistungen gemacht - eine für die Verrechnung an den Kunden und eine für die interne Verrechnung an den/die internen Sammelkunden. Dabei werden die Gegenverrechnungsregeln angewendet, die auch steuern, zu welchen Stundensätzen die interne Leistung bewertet werden soll.

Die interne Leistung ist in den Programmen der Leistungserfassung nicht sichtbar, sondern existiert nur im Hintergrund in der Datenbank mit dem Kennzeichen "1" im Feld "Tauschart".

Das Honorar der internen Leistung wird gleichzeitig als Selbstkosten auf den externen "Zwilling" übernommen. Somit erhält auch die nach außen verrechnende Firma einen aussagekräftigen DB1.

Über die Aufbereitung von Honorarnoten anhand der Kundennummer des jeweiligen Sammelkunden können die internen Leistungen fakturiert werden.

 Gegenverrechnungsbeziehungen analysieren

Es muss festgestellt werden, zwischen welchen eigenen Firmen Gegenverrechnungsbeziehungen bestehen.

Folgende Varianten sind denkbar:
  • nur in eine Richtung (von A nach B oder von B nach A): 1 Regel notwendig
  • in beide Richtungen: 2 Regeln je Beziehung notwendig
Mit folgender Beziehungsmatrix könnten die Verrechnungsbeziehungen transparent gemacht werden:

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Nach der Analyse stellen Sie sicher, dass folgende Voraussetzungen gegeben sind, da Sammelkunde und Sammelmitarbeiter in der Folge auf den jeweiligen Gegenverrechnungsregeln zu hinterlegen sind:
  1. Sammelkunde
    Je leistungsempfangender Firma ist ein Sammelkunde unter der leistungserbringenden Firma zu führen, der die Stammdaten der Empfängerfirma besitzt.

  2. Sammelmitarbeiter
    Die Sammelmitarbeiter sind jeweils unter der leistungsempfangenden Firma zu führen. Jede Leistungsempfängerfirma hat nur einen Sammelmitarbeiter, auf dem alle Leistungen aller leistungserbringenden Firmen landen.

 Identifizierte Gegenverrechnungsregeln anlegen

Die Gegenverrechnungsregeln werden im Fenster Gegenverrechnung erfasst.

Für jede Richtung (Leistungsempfang und/oder Leistungserbringung) einer Gegenverrechnungsbeziehung muss eine Regel erstellt werden.
 
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Erklärung der Felder:
Firma Leistungserbringer
Firma, welche die Leistung für die andere interne Firma erbringt und dieser verrechnet
Firma Leistungsempfänger
Firma, welche die Leistung empfängt und dem externen Kunden verrechnet
Gültig ab
Datum, ab dem die Regel gültig ist (Regeln müssen historisch geführt werden)
Interner Kunde
Sammelkunde je leistungsempfangender Firma (geführt unter leistungserbringender Firma)
Interner Mitarbeiter
Sammelmitarbeiter (geführt unter leistungsempfangender Firma)
Standardverrechnung
Sollen die Stundensätze aus den LEA Honorarfaktoren ermittelt werden?
 
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ProjektHier können Gegenverrechnungsprojekte hinterlegt werden, wenn es z. B. beabsichtigt ist, über den AL/GF des Gegenverrechnungsprojektes zu steuern, unter welchem AL/GF die internen Honorare fakturiert bzw. ausgewertet werden sollen. Eine Empfehlung kann hier jedoch nicht gegeben werden. Vielmehr ist die passende Lösung im Zuge eines Beratungsgespräches zu ermitteln.
 

 Stundensätze für Gegenverrechnung anlegen

Zu welchen Stundensätzen werden der internen Firma die internen Leistungen in Rechnung gestellt?

Auf der Gegenverrechnungsregel kann im Feld Standardverrechnung eine der folgenden Arten der Stundensätze hinterlegt werden:
  • Verrechnung zu Selbstkosten: Bewertung mit dem Selbstkostensatz aus den herkömmlichen Stundensätzen

  • Verrechnung zu Herstellkosten: Bewertung mit dem Herstellkostensatz aus den herkömmlichen Stundensätzen

  • Verrechnung zu Auswertungskosten1: Bewertung mit dem Auswertungssatz 1 aus den herkömmlichen Stundensätzen

  • Verrechnung zu Auswertungskosten2: Bewertung mit dem Auswertungssatz 2 aus den herkömmlichen Stundensätzen

  • Verrechnung zu Honorarkosten: Bewertung mit dem Verrechnungssatz lt. Rückfallebenen (Projekt, Kunde, Kundenkonzern, Firma) aus den herkömmlichen Stundensätzen
Zu einer bereits erfassten Gegenverrechnungsregel können zudem spezielle Stundensätze für die jeweilige Gegenverrechnungsbeziehung hinterlegt werden. Diese übersteuern an dieser Stelle die herkömmlichen Stundensätze.

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Stundensätze können hier generell bzw. je Mitarbeiter hinterlegt werden.

Diese Stundensätze werden historisch geführt - d. h., falls sich der Stundensatz einmal ändern sollte, muss eine identische Gegenverrechnungsregel mit einem neuen "Gültig ab"-Datum erfasst werden. Die Stundensätze der Vorgänger-Regel (rechte Seite) müssen mit einem Gültig bis-Datum befüllt werden. Bei der neuen Gegenverrechnungsregel werden wieder alle benötigten Stundensätze mit einem - mit der Gegenverrechnungsregel übereinstimmenden - Gültig ab-Datum erfasst:

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Da diese Möglichkeit bisher in der Praxis kaum nachgefragt wurde, erfolgte bisher noch keine Angleichung an die gewohnte historische Führung von Stundensätzen.
 
Hinweis
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Sollten sich Stundensätze im Nachhinein ändern oder erst nach der Autorisierung von betroffenen Leistungen erfasst werden, so können diese mit dem Hilfsprogramm Stundensätze/Artikelpreise korrigieren erneut ermittelt werden. Dabei werden alle Gegenverrechnungsregeln und Stundensätze für Gegenverrechnung berücksichtigt und die betroffenen Leistungen entsprechend aktualisiert.

Zu beachten ist, dass die internen Leistungen um den Selbstkostensatz und die externen Leistungen um den Verrechnungssatz zu aktualisieren sind. Es müssen demnach immer beide Sätze aktualisiert werden, wenn eine Gegenverrechnung vorliegt.

Sollte die externe Leistung bereits an den Endkunden verrechnet worden sein, so ist der Selbstkostensatz im Modus "Alle Leistungen" zu aktualisieren.
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 Berührungspunkte der Gegenverrechnung

 Autorisierung

Leistungen, deren Verrechnungsfirma ungleich der Firmenzugehörigkeit des Mitarbeiters ist, werden, wenn eine Gegenverrechnungsregel für die Kombination beider Firmen hinterlegt ist, bei der Funktion "Autorisieren" als Leistungstausch behandelt. Das bedeutet, dass sie in eine sogenannte "interne Leistung" und in eine "externe Leistung" aufgeteilt werden: Dabei wird ein "interner Zwilling" der erfassten Leistung erzeugt und mit den Stundensätzen lt. Gegenverrechnungsregel bewertet.

 Eigenschaften der "internen Leistung" (Lei_Int)

Diese Leistung dient zur Verrechnung zwischen der leistungserbringenden Firma und der beauftragten, leistungsempfangenden Firma. Interne Leistungen werden wie jede andere normale Leistung an einen Kunden verrechnet, der in diesem Fall der interne Kunde ist, welcher der leistungsempfangenden Firma entspricht:

Lei_Int.LEI_ORG_MIT_FIRMENNR = Lei_Ext.LEI_MIT_FIRMENNR (= "interner" Mitarbeiter)
Lei_Int.LEI_ORG_MITARBEITERID = Lei_Ext.LEI_MIT_MITARBEITERID (= "interner" Mitarbeiter)
Lei_Int.LEI_ORG_PER_FIRMENNR = Lei_Ext.LEI_PER_FIRMENNR (= "echter" Kunde)
Lei_Int.LEI_ORG_PERSONENID = Lei_Ext.LEI_PER_PERSONENID (= "echter" Kunde)
Lei_Int.LEI_ORG_PRO_FIRMENNR = Lei_Ext.LEI_PRO_FIRMENNR (= "echtes" Projekt)
Lei_Int.LEI_ORG_PROJEKTNR = Lei_Ext.LEI_PRO_PROJEKTNR (= "echtes" Projekt)
Lei_Int.LEI_ORG_PROJEKTTYP = Lei_Ext.LEI_PRO_PROJEKTTYP (= "echtes" Projekt)
Lei_Int.LEI_MIT_FIRMENNR = echter Mitarbeiter
Lei_Int.LEI_MITARBEITERID = echter Mitarbeiter
Lei_Int.LEI_PER_FIRMENNR = Ltk.LTK_KLI_FIRMENNR (= "interner" Kunde)
Lei_Int.LEI_PERSONENID = Ltk.LTK_KLID (= "interner" Kunde)
Lei_Int.LEI_PRO_FIRMENNR = Ltk.LTK_PRO_FIRMENNR (= "internes" Projekt)
Lei_Int.LEI_PROJEKTNR = Ltk.LTK_PROJEKTNR (= "internes" Projekt)
Lei_Int.LEI_PROJEKTTYP = Ltk.LTK_PROJEKTTYP (= "internes" Projekt)
Lei_Int.LEI_TAUSCH_LEISTUNGLFDNR = Lei_Ext.LEI_LEISTUNGLFDNR
Lei_Int.LEI_TAUSCHART = 1
Lei_Int.LEI_ISTEXPORTIERT = 0

 Eigenschaften der "externen Leistung" (Lei_Ext)

Diese Leistung dient zur Verrechnung der beauftragten Firma an den Kunden:

Lei_Ext.LEI_ORG_MIT_FIRMENNR = Lei_Int.LEI_MIT_FIRMENNR ("echter" Mitarbeiter)
Lei_Ext.LEI_ORG_MITARBEITERID = Lei_Int.LEI_MIT_MITARBEITERID (= "echter" Mitarbeiter)
Lei_Ext.LEI_ORG_PER_FIRMENNR = Lei_Int.LEI_PER_FIRMENNR (= "interner" Kunde)
Lei_Ext.LEI_ORG_PERSONENID = Lei_Int.LEI_PER_PERSONENID (= "interner" Kunde)
Lei_Ext.LEI_ORG_PRO_FIRMENNR = Lei_Int.LEI_PRO_FIRMENNR (= "internes" Projekt)
Lei_Ext.LEI_ORG_PROJEKTNR = Lei_Int.LEI_PRO_PROJEKTNR (= "internes" Projekt)
Lei_Ext.LEI_ORG_PROJEKTTYP = Lei_Int.LEI_PRO_PROJEKTTYP (= "internes" Projekt)
Lei_Ext.LEI_MIT_FIRMENNR = Ltk.LTK_MIT_FIRMENNR (= "interner" Mitarbeiter)
Lei_Ext.LEI_MITARBEITERID = Ltk.LTK_MITARBEITERID (= "interner" Mitarbeiter)
Lei_Ext.LEI_PER_FIRMENNR = echter Kunde
Lei_Ext.LEI_PERSONENID = echter Kunde
Lei_Ext.LEI_PRO_FIRMENNR = echtes Projekt
Lei_Ext.LEI_PROJEKTNR = echtes Projekt
Lei_Ext.LEI_PROJEKTTYP = echtes Projekt
Lei_Ext.LEI_TAUSCH_LEISTUNGLFDNR = Lei_Int.LEI_LEISTUNGLFDNR
Lei_Ext.LEI_TAUSCHART = 2
Lei_Ext.LEI_ISTEXPORTIERT = 0 oder 1

 Ausnahme Kostenart "Zeilenverrechnung"

Leistungen, die auf Artikel mit der hinterlegten Kostenart "Zeilenverrechnung" erfasst sind, werden weder dupliziert noch mit weiteren Eigenschaften bezüglich Gegenverrechnung versehen. Eine derartige Zeilenverrechnungsleistung existiert nur als "externe Leistung", daher darf kein Leistungstausch in Form einer Gegenverrechnung angestoßen werden.

 Fakturierung

Mit den internen Leistungen wird eine eigene Honorarnote zur Verrechnung an eine andere interne Firma aufbereitet. Empfehlenswert ist es, die internen Leistungen monatlich abzurechnen.
 
Das Honorar der internen Rechnung entspricht gleichzeitig den Selbstkosten der externen Rechnung.
 

 Auswertungen

In den Stammdaten einer Auswertung (im LEA Auswertungsdesigner) muss entschieden werden, ob man die externen Leistungen oder die internen Leistungen auswerten möchte.

Dazu ist im Bereich der Leistungsartfelder mithilfe folgender Felder einzustellen, ob die jeweilige Auswertung interne oder externe Leistungen auswerten soll.

Auswertung externer Leistungen
Leistungen, die extern - also zur Verrechnung der beauftragten Firma an den Kunden - dienen, werden mit diesen Einstellungen berücksichtigt. Sie werden ausgewertet, indem alle Felder bis auf Interne Leistungen fremder Standorte und Interne Leistungen des eigenen Standorts aktiviert sind:

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In herkömmlichen Auswertungen, in denen Sie die kundenseitig relevanten Leistungen statistisch betrachten wollen, werden Sie diese Einstellungen für die Auswertung setzen.

Auswertung interner Leistungen
Leistungen, die intern - also zur Verrechnung zwischen der leistungserbringenden Firma und der leistungsempfangenden Firma - dienen, werden mit diesen Einstellungen berücksichtigt. Sie werden ausgewertet, indem nur die Felder Interne Leistungen fremder Standorte und Interne Leistungen des eigenen Standorts aktiviert sind:

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Folgende Auswertungstypen und Auswertungen sind zur statistischen Betrachtung von internen Leistungen sinnvoll:
  • Leistungsstatistiken zur Analyse, welche Leistungen in welchem Umfang pro Monat entstehen

  • Honorarvorschläge für das Erstellen von Leistungsnachweisen, aber rein zur Analyse der internen Honorarvorschläge
 
Hinweis
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Die Häkchen, die sich auf fremde Standorte (= Datenbankstandorte) beziehen, sind aber nur relevant, falls interne Leistungen zwischen verschiedenen Datenbanken transferiert und verrechnet werden. Das Programm lässt das Aktivieren dieser Felder zu, auch wenn Sie nicht in diesem speziellen Programmmodus arbeiten. Beachten Sie dazu unbedingt auch das folgende Kapitel Datenaustausch zwischen Standorten.

 Berechtigungen

Zu klären ist auch, welche Mitarbeiter die internen Leistungen an die anderen Kanzleifirmen fakturieren werden.

In diesem Zusammenhang tut sich unter Umständen das Thema Datenbesitzervorschlagswerte auf, mit dem geregelt wird, welche Honorarnoten für welche fakturierenden Mitarbeiter sichtbar sind. Diese leiten sich entweder vom AL auf vorhandenen Projekten oder auf dem betreffenden Sammelkunden ab.
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 Datenaustausch zwischen Standorten

Dieses Kapitel ist nur relevant, wenn Sie die Gegenverrechnung zwischen Firmen an unterschiedlichen Datenbankorten abbilden möchten. Die dafür notwendigen Programmfunktionalitäten stehen aber nur im Programm zur Verfügung, wenn ein spezieller Programmmodus in der NTCS eingestellt ist. Damit soll sichergestellt werden, dass Import/Export-Funktionen, Batchaufrufe sowie Stapelparameter und Berechtigungen diesbezüglich nur aufgerufen werden können, wenn auch sämtliche andere notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb dieser Schnittstelle gegeben sind.

Begründung: Die Verwendung dieser Funktionen ist für normale Anwender und Administratoren nicht geeignet und setzt BMD Know-how, Datenbank-Know-how und allgemeines Administrator-Know-how voraus. Vor allem das Konzept, welche Daten zwischen Datenbanken ausgetauscht werden sollen, welche Motivation und welche Alternativen es gibt, sollte unbedingt mit einem zertifizierten BMD Consultant besprochen werden. Daher kann der spezielle Programmmodus ebenfalls nur von einem zertifizierten BMD Consultant im Rahmen eines Termins aktiviert werden.

Kontakt Wie Sie schnell und einfach mit uns in Kontakt treten können, erfahren Sie auf der Seite Kontakt zu BMD.

 Motiv für den Datenaustausch

Ein Datenaustausch zwischen Standorten über XML-Dateien ist nur nötig, falls die Gegenverrechnung zwischen Firmen an unterschiedlichen Datenbankstandorten stattfindet.

Mit dem Datenaustausch werden die externen Leistungen, die zur Verrechnung an den Kunden benötigt werden, für Datenbanken an anderen Standorten exportiert.

Der Export erfolgt in das Exportverzeichnis, das im TOOLS Parameter "Verzeichnis für Export" hinterlegt ist. Der Import erfolgt aus dem Importverzeichnis, das im TOOLS Parameter "Verzeichnis für Import" hinterlegt ist. Beide TOOLS Parameter finden Sie unter Werkzeuge → Tools → Einstellungen → TOOLS Parameter → BMD System → Allgemeine Einstellungen → Import / Export.

Export und Import können händisch oder vollautomatisch über Batchaufruf erfolgen. Der Export kann auch über den Stapel "Leistungen exportieren (Gegenverrechnung)" abgewickelt werden.

Mit dem Export wird eine XML-Datei erstellt, die in einer Zipdatei gespeichert wird. Diese weist folgende Namenskonvention auf:
"ZLE_LEIST_" + 17stelligerTimestamp + "_" + 9stellige Firmennummer + + "_" + 4stelliger Datenbankstandort (z. B. ZLE_LEIST_20220510151032121_000000010_0002.zip)

 Manueller Datenaustausch

Manuell kann der Datenaustausch über Leistungserfassung → Weitere Funktionen → Leistungen importieren/exportieren ausgeführt werden. Das Fenster steht nur in einem speziellen Programmmodus zur Verfügung.

Über den Reiter "XML-Export" wird der Export abgewickelt:

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In diesem Fall werden alle Leistungstausch-Leistungen, die noch nicht exportiert worden sind und von Firmen eines anderen Standorts verrechnet werden müssen, exportiert. Es können jedoch auch die angeführten manuellen Einschränkungen getroffen werden.

Über den Reiter "XML-Import" wird der Import abgewickelt:

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 Vollautomatischer Import (Batchaufruf)

Mittels des folgenden Batchaufrufs kann der Import automatisch angestoßen werden:

<Programmpfad>\BMDExec.exe /PRODUCT=BMDNTCS /FUNC=MCS_EXTERN_IMPORT_LEISTUNG <Pfad- und Dateiname der Zipdatei>

Die Funktion "MCS_EXTERN_IMPORT_LEISTUNG" kann jedoch nur vom Programm aufgerufen werden, wenn ein spezieller Programmmodus eingestellt ist.

Folgende Berechtigung ist für die damit angestoßene Funktion "Automatik-Import Leistungen" relevant: Funktion 31034, "MCS_EXTERN_IMPORT_LEISTUNG". Auch für die Sichtbarkeit der Berechtigung gilt, dass dieser spezielle Programmmodus eingestellt ist.

 Vollautomatischer Export (Batchaufruf)

Mittels des folgenden Batchaufrufs kann der Export automatisch angestoßen werden:

<Programmpfad>\BMDExec.exe /PRODUCT=BMDNTCS /FUNC=MCS_EXTERN_EXPORT_LEISTUNG

Die Funktion "MCS_EXTERN_EXPORT_LEISTUNG" kann jedoch nur vom Programm aufgerufen werden, wenn ein spezieller Programmmodus eingestellt ist.

Folgende Berechtigung ist für die damit angestoßene Funktion "Leistungen exportieren (Gegenverrechnung)" relevant: Funktion 30907, "MCS_EXTERN_EXPORT_LEISTUNG". Auch für die Sichtbarkeit der Berechtigung gilt, dass dieser spezielle Programmmodus eingestellt ist.

Wenn keine Parameter angegeben werden, so werden alle standortfremden Leistungen (die Leistungen, die Firmen gehören, deren Datenbankstandort nicht die eigene Datenbank ist) exportiert.

Folgende Parameter sind auch hier - wie beim manuellen Export über die Felder - möglich:

/STP_COMPANYNO … Firma (Firmennummer)
/STP_FROM_DATE … Beginndatum (Von Datum) 
/STP_TO_DATE … Endedatum (Bis Datum)

/STP_EXP_INFO=1 ... Leistungsexport standortfremder Filialen

Beispiel 
Beispiel.png
<Programmpfad>\BMDExec.exe /PRODUCT=BMDNTCS /FUNC=MCS_EXTERN_EXPORT_LEISTUNG
/STP_COMPANYNO=1 /STP_FROM_DATE=01.01.2022 /STP_TO_DATE=31.12.2022
 

 Vollautomatischer Export (Stapel)

Alternativ zu den oben angeführten Exportvarianten kann auch ein Stapel eingesetzt werden. Stapelparameter können jedoch nur definiert werden, wenn ein spezieller Programmmodus eingestellt ist.

Stapel
stapel.bmp
Detaillierte Informationen zur Verwendung dieser Funktion in einem Stapel finden Sie unter Stapel "Leistungen exportieren (Gegenverrechnung)".


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