UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zur UVA Deutschland finden Sie unter Umsatzsteuervoranmeldung DE.
 
Inhalt

 Zusammenfassende Meldung für Deutschland

 Allgemeines

Die Zusammenfassende Meldung ist eine Aufstellung aller innergemeinschaftlichen Lieferungen und Verbringungen, Dreiecksgeschäften und sonstigen Leistungen in einem Unternehmen in der Europäischen Union.
 
Die ZM ist bis zum 25. Tag nach Ablauf jedes Meldezeitraums dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf elektronischem Weg zu übermitteln.
 
Der Einstieg erfolgt im Paket FIBU unter UStVA/Meldungen → ZM.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Bei Buchungen mit Filiale Österreich oder Deutschland kann ebenfalls eine ZM ausgedruckt werden.

 Authentifizierte Übermittlung der deutschen ZM

Ab dem 01.01.2013 ist in Deutschland die Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung und der Zusammenfassenden Meldung nur mit einem authentifizierten Zertifikat möglich.
 
Das Zertifikat kann über folgende Links beantragt werden:
Beantragen Sie das Zertifikat "ELSTER-Basiszertifikat als Datei für Ihren Computer". Nur dieses kann in der BMD Software verwendet werden.
 
Grundvoraussetzung für diesen Zertifizierungsantrag ist jedoch eine deutsche Steuernummer.
 
Hinweis für österreichische Steuerberater 
Hinweis.png
Ab 01.09.2013 können österreichische Steuerberater beim Finanzamt 4069 Neubrandenburg - RAB ELSTER-Zertifikate für die Übermittlung von deutschen Steuererklärungen anfordern.
 
Hinterlegung des Zertifikats
 
Das Zertifikat wird in Form einer Datei und einem dazugehörigen PIN zur Verfügung gestellt. Diese Datei muss in Ihrem System gespeichert und anschließend im BMD-Programm hinterlegt werden.
 
Den Speicherpfad für die Hinterlegung des Zertifikates finden Sie unter CRM → Stammdaten → Einstellungen → Allgemeine CRM Parameter → CRM → Zugangsdaten → "Zertifikat für ELSTER" und "PIN für ELSTER". Die Hinterlegungen können unter "Allgemeine Einstellungen", "Firmenbezogene Einstellungen" oder unter "Eigene Einstellungen" getroffen werden.

Hinterlegen Sie für den Mandanten ein firmenbezogenes Zertifikat, so wird die ELSTER-Datei automatisch als Selbsteinreicher definiert.
Das Zertifikat kann aber auch auf der Steuerberaterfirma hinterlegt werden. Voraussetzung dafür ist die Hinterlegeung am CRM Kundenstamm auf dem Feld "Entspricht Firma".
 

 Voraussetzungen 

 Hinterlegung am Erlöskonto

Beachten Sie, dass die Erfassung der Buchung für den korrekten Ausweis in der UVA bzw. in der ZM mit dem richtigen Steuercode erfolgen muss.
 
Steuercode 7
Steuercode 77
Umsätze sonstige Leistungen EU (ZM-pflichtig)
Steuercode 6
Umsätze Dreiecksgeschäfte
 
Wir empfehlen Ihnen, den Steuercode direkt auf dem Erlöskonto zu hinterlegen und zu fixieren.
Dafür stehen Ihnen am Kontenstamm die Felder "USt-Steuercode" und "USt-Steuercode fix" zur Verfügung:
 
Die Umsatzsteuercodes werden standardmäßig ausgeliefert. Mit F4 kann der zum Konto gehörende Steuercode ausgewählt werden.
Je nachdem, welches Land hinterlegt ist, werden die jeweiligen Steuercodes in der Suchroutine vorgeschlagen.  
 
Sind Sie verpflichtet, auch in einem oder mehreren anderen Ländern als dem Firmensitzland eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben, sind auch die Steuercodes der jeweiligen FIBU-Filiale relevant. Ist in diesem Fall am Konto ein anderes Land hinterlegt, werden die Steuercodes dieses Landes angezeigt.
 
In der NTCS FIBU besteht grundsätzlich die Möglichkeit, auf ein Konto mit verschiedenen Steuercodes zu buchen. Die Standardeinstellung für manche Konten ist allerdings, dass nur ein Steuercode pro Konto erlaubt ist. 

Nähere Informationen zu den Steuercodes entnehmen Sie bitte dem Punkt Steuercodes.
 
Wie sich die Steuerung der Konten über den Steuercode, den Prozentsatz und deren Fixierungen verhält, entnehmen Sie bitte der Dokumentation Buchen.

Wenn der Steuercode fixiert wird, kann auf dem Konto nur mit der im Feld "Steuercode" angegebenen Steuerart gebucht werden.


 Hinterlegung am Personenkonto

Wird auf einen der o. a. Steuercodes gebucht, muss bei der Buchung auch eine UID-Nummer eingegeben werden. Sie können die UID-Nummer direkt im Kundenstamm im Reiter "Allgemein" hinterlegen.
 
Ist die UID-Nummer auf dem Kundenkonto hinterlegt, wird Sie automatisch in die Buchung übernommen. Fehlt die UID-Nummer am Kundenstamm, wird sie direkt beim Buchen abgefragt.
 

 Besonderheit beim Buchen mit Filialen

Die Grundlagen können Sie dem Thema Buchen mit Filiale entnehmen.

Wenn nur eine deutsche UID-Nummer besteht, ohne Sitz in Deutschland, darf auch keine Adresse bei der Filiale hinterlegt werden.
Für die Buchungen empfiehlt es sich, weiterhin den österreichischen Kontenrahmen zu verwenden, da die abweichenden Kontenklassen in Deutschland zu Verwirrung führen können (z. B. Einkauf in Klasse 3 statt in Klasse 5).

Für die deutschen Buchungen sollten extra Konten verwendet werden, bei denen am Stamm direkt die Filiale hinterlegt wird. 

 ZM-Erfassung

 
Achtung! 
Achtung.png
ZM-Werte können nicht manuell erfasst werden. Dies erfolgt ausschließlich über eine Buchung.

 Buchen von Ausgangsrechnungen

Alle Ausgangsrechnungen, bei denen am Kunden die UID-Nummer hinterlegt ist und die mit einem ZM-pflichtigen Steuercode gebucht werden, werden automatisch für die ZM erfasst.
Fehlt am Kunden die UID-Nummer, wird sie direkt in der Buchung abgefragt.
 
1166889499000207540_3.png
 

 Buchen von Kassen-/Bankbelegen

Bei Kassen- bzw. Bankbuchungen, die mit einem ZM-pflichtigen Steuercode gebucht werden, wird die UID-Nummer ebenfalls direkt beim Buchen abgefragt.
 

 Buchungen auf ein diverses Kundenkonto

Wird eine ig. Lieferung auf einem diversen Kundenkonto gebucht (bei dem im Kundenstamm keine UID-Nummer hinterlegt ist), bekommen Sie beim Bestätigen der "Auswahl-Taste" folgenden Hinweis:
 
1166889499000207540_5.png
 
Beim Bestätigen der Meldung mit "OK" wird in der Buchungszeile das Feld "Adresse" eingeblendet - erfassen Sie in diesem Feld bitte die Adresse des Kunden.
 
Beim weiteren Bestätigen der "Auswahl-Taste" werden Sie nach der UID-Nummer des Kunden gefragt:
 
1166889499000207540_6.png
 
Beim Bestätigen der Meldung mit "OK" wird in der Buchungszeile das Feld "UID-Nummer" eingeblendet - erfassen Sie in diesem Feld bitte die UID-Nummer des Kunden.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Sollte beim Buchen der Ausgangsrechnung die UID-Nummer des Kunden noch nicht bekannt sein, kann im Feld "UID-Nummer" das Länderkürzel des jeweiligen Mitgliedstaates erfasst werden (z. B. DE für Deutschland). Beim Bestätigen der UID-Nummer kommt folgender Hinweis:
 
1166889499000207540_7.png
 
Beim Bestätigen der Meldung mit "OK" wird das Länderkürzel in der Buchung gespeichert und in der ZM als fehlerhafte UID-Nummer ausgewiesen. Beim Ändern der falschen UID-Nummer in der ZM auf die korrekte UID-Nummer wird diese automatisch auf die Buchung zurückgeschrieben.
 

 ZM-Erfassung bei EA-Rechner

Bei EA-Rechner-Buchhaltungen mit OP-Verwaltung erfolgt die Erfassung automatisch. Bei allen Buchungen mit Steuercode 7 und 77 wird die ZM-Erfassung entweder aufgrund der am Kundenstamm hinterlegten UID-Nummer oder aufgrund einer manuell erfassten UID-Nummer direkt in der Buchung durchgeführt.
 
Bei EA-Rechner-Buchhaltungen, die nicht mit offenen Posten auf getrennten Kundenkonten geführt werden, gibt es drei alternative Lösungsansätze:
  1. Sie arbeiten über ein Kunden-Dummy-Konto, über das die ARs erfasst werden, und Sie erfassen pro Buchung die UID-Nummer manuell.
  2. Sie buchen nur Bank und Kasse und erfassen die UID-Nummer manuell pro Buchung.
  3. Die ZM-Erfassung kann direkt über FinanzOnline/ELSTER durchgeführt werden.

 ZM-Erfassung mit OP-Verwaltung Kunden

Wird die Buchhaltung mit offenen Posten im Bereich der Kunden gebucht, so muss mit der E/A-Rechner-Automatik gearbeitet werden. Die Erfassung erfolgt beim Buchen der ARs automatisch, entweder mit der UID-Nummer vom Kundenkonto oder mit der UID-Nummer, die in der Buchung direkt erfasst wird.
 
Diese Variante ist zweifellos die komfortablere. Sie haben damit nicht nur die ZM-Erfassung automatisiert, sondern auch die offenen Posten auf den einzelnen Konten und können somit OP-Listen ausdrucken, Mahnungen drucken, den Kundenzahlungsverkehr oder die Bankauszugsverbuchung nutzen. Außerdem haben Sie hier den Vorteil einer Onlineprüfung der UID-Nummer in der Stufe 2 bei Anlage und die Möglichkeit einer periodisch wiederkehrenden Prüfung der Stufe 1 oder 2.
 
Bei sonstigen Leistungen EU kann die ZM-Erfassung über die Eingabe des Leistungsdatums in den Monat der Leistung verschoben werden.
 
Die genaue Anleitung, welche Einstellungen für die EA-Rechner-Automatik notwendig sind, sowie Informationen über das Buchen von AR und Zahlungen mit EA-Rechner-Automatik finden Sie unter dem Thema Buchen → Buchen → E/A-Rechner mit offenen Posten.             
 
Hinweis 
Hinweis.png
Sollte die Buchhaltung nach Ist-Versteuerung zu versteuern sein, finden Sie die Anleitung, welche Einstellungen für die Ist-Steuerautomatik notwendig sind, sowie Informationen über das Buchen von ARs und Zahlungen mit Ist-Steuer-Automatik unter dem Thema Buchen → Buchen → Ist-Besteuerung.

 ZM-Erfassung über Kunden-Dummy-Konto

Wenn Sie nicht auf einzelne Kundenkonten buchen möchten, dann haben Sie die Möglichkeit, die EA-Rechner-Automatik trotzdem zu nutzen - in vereinfachter Form.
 
Grundsätzlich gilt auch hier die Anleitung für die Einstellungen der E/A-Rechner mit offenen Posten-Automatik.
 
Sie benötigen unbedingt folgende Einstellungen:
  • Kennzeichen EA-Rechner-Automatik im FIBU-Stamm
  • Mind. 1 E/A-Verrechnungskonto
  • Mind. 1 Kundenkonto (Dummy-Konto)
Der Unterschied besteht nur darin, dass Sie nur 1 Kundenkonto benötigen, auf welches alle Rechnungen gebucht werden, die für die ZM relevant sind. Bei der Buchung selbst wird dann die UID-Nummer zur Buchung direkt in der Buchungszeile eingegeben.

 1183476367000707210_3.png
 
Diese Buchung wird dann automatisch in die ZM übernommen und gleichzeitig in der UVA ausgewiesen.

 1183476367000707210_5.png
 
Der Ausweis in der GuV erfolgt allerdings erst im Zuge der Zahlungsbuchung auf Grund der EA-Rechner-Automatik.

 1183476367000707210_4.png
 
Mit dieser Variante können Sie das Einbuchen der Rechnungen auf jene Rechnungen einschränken, die in die ZM gehören. Die restlichen Rechnungen können Sie weiterhin direkt in der Bank buchen.
 
Bei sonstigen Leistungen EU kann die ZM-Erfassung über die Eingabe des Leistungsdatums in den Monat der Leistung verschoben werden.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Es muss gewährleistet sein, dass nicht irrtümlich die Zahlung der innergemeinschaftlichen Lieferung nochmals auf das Erlöskonto gebucht wird, statt die OP-Abstattung am Kunden-Dummy-Konto durchzuführen.

 ZM-Erfassung bei Bank/Kassen-Buchung 

Grundsätzlich wäre es auch möglich, die ZM-Erfassung bei der Bank- oder Kassenabbuchung durchzuführen. Sobald auf ein Konto mit dem Steuercode 7 oder 77 gebucht wird, erfolgt die Abfrage der UID-Nummer automatisch. Problematisch  ist in diesem Fall allerdings der Zeitpunkt der Erfassung. Die ZM-Erfassung muss zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. zum Zeitpunkt der Leistung erfolgen, wobei die Verschiebung bei Leistungen über das Leistungsdatum möglich wäre. Die innergemeinschaftliche Lieferung könnte nur über die UVA-Periode verschoben werden, allerdings wäre dann auch der Ausweis in der UVA zu diesem Zeitpunkt.
 

 ZM-Erfassung bei Teil-/Schlussrechnungsautomatik

Mittels einer Parametereinstellung unter UVA/Meldungen → ZM → Extras kann entschieden werden, ob die Anzahlungen, die Teilrechnungen oder nur die Schlussrechnung in der ZM gemeldet werden sollen.

Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

0 = Anzahlungen in MeldungIn der ZM wird die Anzahlung ausgewiesen.
1 = Teilrechnungen in Meldung
In der ZM wird die Teilrechnung ausgewiesen. Wurde die Rechnung bereits bezahlt, wird auch der Skonto in der ZM ausgewiesen. Erfolgt die Zahlung der Teilrechnung erst im nächsten Monat, wird der Skonto im nächsten Monat in der ZM ausgewiesen. Deckungs- bzw. Haftrücklässe werden in der ZM nicht berücksichtigt.
2 = Nur Schlussrechnung in MeldungIn der ZM wird nur die Schlussrechnung ausgewiesen. Wurde die Rechnung bereits bezahlt, wird auch der Skonto in der ZM ausgewiesen. Erfolgt die Zahlung der Teilrechnung erst im nächsten Monat, wird der Skonto im nächsten Monat in der ZM ausgewiesen. Deckungs- bzw. Haftrücklässe werden in der ZM nicht berücksichtigt.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Werden die Anzahlungen in der ZM ausgewiesen, dann wird anstelle des Anzahlungskontos (z. B. 299999) das dazugehörige Kundenkonto angedruckt.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Anzahlungen nicht in UVA/ZM
Unter → FIBU Parameter → Länderspezifische Einstellungen → Österreich → "Anzahlung nicht in UVA/ZM" können Anzahlungen mittels Steuercode definiert werden, welche nicht auf der UVA/ZM ausgewiesen werden sollen.

Anzahlungen von hier hinterlegten Steuercodes werden nicht in die UVA/ZM übernommen. Die Einstellung greift nur für Buchungen mit dem entsprechenden Steuercode und Steuerprozentsatz 0 bzw. für Buchungen mit steuerneutralen Steuercodes (z. B. Steuercode 9 igE m. Vst-Abzug).

Achtung
Ist der ZM-Parameter "Meldungen Teilrechnungen" auf 1 - Teilrechnung in Meldung eingestellt, dann wird durch die Hinterlegung des Steuercodes 7 der Ausweis in der UVA unterbunden, in der ZM erfolgt der Ausweis weiterhin zum Zeitpunkt der Teilrechnung.
Ist der Parameter auf 0 - Anzahlung in Meldung eingestellt, dann wird durch die Hinterlegung des Steuercodes 7 sowohl der Ausweis in der UVA als auch in der ZM unterbunden.

Auswirkung: Der Ausweis in der UVA/ZM erfolgt zum Zeitpunkt der Schlussrechnung.
Wir empfehlen, diese Einstellung vorab mit Ihrem Steuerberater abzuklären!
 

 ZM-Buchungen auf Konten mit UID ohne Bezug auf igL

Sind Buchungen mit Steuercode ohne ZM-Kennzeichen auf Kunden mit ausländischer UID-Nummer vorhanden, können diese in der ZM unter einer eigenen Combobox angesehen werden.

Beispiel: Kunde Österreich mit UID, jedoch Buchung ohne ZM-Kennzeichen

Unter UVA/Meldungen → ZM wird die ZM-Übersicht geöffnet. Über eine Combobox können Sie auswählen, ob die Anzeige nach "UID-Nummer" oder nach "Buchungen" erfolgen soll. Über eine zweite Combobox haben Sie die Wahl, ob "Alle", "Fehlerhafte UID-Nr." oder "UID-Nr. ohne ZM-pflichtige SC" angezeigt werden sollen.

1280766090000007660.png

Die Auswahlmöglichkeit "UID-Nr. ohne ZM-pflichtige SC" ist nur aktiv, wenn am Firmenstamm eine gültige UID-Nummer hinterlegt ist, und beim Einstieg in die ZM die Überprüfung der UID Nummer Stufe 1 oder Stufe 2 gemacht wird.

1280766090000007660_3.png

Sind die o. a. Voraussetzungen erfüllt, kann mittels Combobox "UID-Nummern" oder "Buchungen" und UID-Nr. ohne ZM-pflichtige SC" auf die Kunden mit ausländischer UID umgeschaltet werden. Je nach Comboboxeinstellung kann die Anzeige eingegrenzt werden nach "UID-Nummern" oder "Buchungen".

Ansicht "UID-Nummer" und "UID-Nr. ohne ZM-pflichtige SC":

1280766090000007660_1.png

Ansicht "Buchungen" und "UID-Nr. ohne ZM-pflichtige SC":

1280766090000007660_2.png

 Erstellung ZM

 Einstieg

Der Einstieg erfolgt im Paket FIBU unter UVA → Extras → Zusammenfassende Meldung oder über den eigenen Menüpunkt UVA/Meldungen.
 
Hier kann für den jeweiligen Monat die ELSTER erstellt oder ein ZM-Journal ausgedruckt werden.
 
Folgende Informationen müssen beim Einstieg festgelegt werden:
 
FirmaFirma, für welche die ZM gestartet werden soll.
FIBU
Buchhaltung der ausgewählten Firma 
Land
Das Land wird aus dem im Firmenstamm oder der Filiale hinterlegtem Land ermittelt und vorgeschlagen. 
Filiale
Falls mit Filialen gebucht wird, kann hier auf die Filiale eingegrenzt werden. 
Währung
Als Vorschlag wird hier die Währung des am Firmenstamm eingetragenen Landes angezeigt. Bei Ausdruck nach Filiale kann zwischen der Währung des Filiallandes und der Grundwährung gewählt werden. 
Von Periode/Bis Periode
Hier kann die Von/Bis Periode, für welchen Zeitraum die ZM erstellt werden soll, eingegeben werden. In Deutschland ist der Zeitraum der ZM nicht gleich dem Zeitraum der UVA, z. B. kann die UVA pro Quartal und die ZM jedoch monatlich abgegeben werden.

Hinweis 
Hinweis.png
Die ZM kann für eine deutsche Firma auch für das gesamte Jahr erstellt werden!
 
Hinweis 
Hinweis.png
Bei quartalsweiser Abgabe der ZM wird automatisch geprüft, ob die Bagatellgrenze von € 50.000,- im laufenden Kalendervierteljahr oder in einem der vier vorangegangenen Kalendervierteljahre  überschritten wurde. Die sonstigen Leistungen werden nicht mitgerechnet.

Wurde die Grenze überschritten, wird beim Einstieg in die ZM folgender Hinweis ausgegeben:

1292330975000009130.png

Die Zusammenfassende Meldung muss ab Überschreiten der Bagatellgrenze monatlich abgegeben werden. Dies ist auch rückwirkend für alle Monate im betreffenden Quartal notwendig. Das heißt, bei Überschreiten der Grenze im Quartal 1 muss die ZM nachträglich für die Monate Januar, Februar und März gesondert abgegeben werden.

Für die monatliche Abgabe der Zusammenfassenden Meldung muss der ZM-Abgabezeitraum im Fibustamm angepasst werden. Dazu ändern Sie das Feld ZM-Abgabezeitraum auf monatlich.

1292330975000009130_0.png

Danach erstellen Sie die Zusammenfassenden Meldungen für die erforderlichen Monate.


Bilanzbuchungen
Auswahl, ob Bilanzbuchungen mitgerechnet werden sollen oder nicht.
Prüfung UID-Nummer
Auswahl zwischen
  • Keine Prüfung
  • EU-Service (Stufe 1)
  • Bundeszentralamt/EU-Service (Stufe2)
 

 Prüfung UID-Nummer

1166891013000207540.png

 
Je nach Einstellung im Feld "Prüfung UID-Nummer", wird nach dem Drücken des Buttons "Ok" automatisch die UID-Nummern-Prüfung durchgeführt.

Hinweis 
Hinweis.png
Hinweis "Prüfung UID-Nummer": Hier kann gewählt werden, ob "keine Prüfung", EU-Service (Stufe 1) oder Bundeszentralamt/EU-Service (Stufe 2) durchgeführt werden soll.


- Keine Prüfung: Es erfolgt keine Prüfung der UID-Nummern. Bei Erstellung der XML-Datei für die ZM wird darauf hingewiesen, dass die Prüfung der UID-Nummern nicht durchgeführt wurde und nochmals abgefragt, ob eine Prüfung gemacht werden soll:

1104669940000002520_5.png


- EU-Service (Stufe 1): Die Prüfung der UID-Nummern erfolgt mittels EU-Service der Stufe 1. Die Prüfung der UID-Nummern wird unter  Stammdaten →  Konten → Prüfung UID-Nummer Stufe 2-Verfahren protokolliert.

- Bundeszentralamt/EU-Service (Stufe 2): Die Prüfung der UID-Nummern erfolgt über das Bundeszentralamt. Es können nur ausländische UID-Nummern geprüft werden. Die UID-Nummer des Antragsstellers muss eine deutsche UID-Nummer sein!  Die Prüfung der UID-Nummern wird unter Stammdaten →  Konten → Prüfung UID-Nummer Stufe 2-Verfahren protokolliert.

Zusätzlich wird das Prüfprotokoll für die "Prüfung UID-Nummer Stufe 2-Verfahren" am Bildschirm mit den geprüften UID-Nummern des ausgewählten Zeitraumes geöffnet.

Achtung!
Achtung.png
Wird die XML-Datei für die Zusammenfassende Meldung aus dem Punkt "UVA" erstellt, werden die UID-Nummern automatisch nach "EU-Service (Stufe 1)" geprüft.

Wenn Sie mit "OK" bestätigen, wird automatisch laut Auswahl die UID-Nummern-Prüfung (keine Prüfung, Stufe 1 oder Stufe 2) durchgeführt. Anschließend wird die ZM-Übersicht geöffnet.

Über eine Combobox können Sie auswählen, ob die Anzeige nach "UID-Nummern" oder "Buchungen" erfolgen soll. Über eine zweite Combobox haben Sie die Wahl, ob "Alle" oder nur "Fehlerhafte UID-Nr." angezeigt werden sollen.


Hinweis 
Hinweis.png
In der Kontenverwaltung haben Sie die Möglichkeit, alle UID-Nummern der Kunden über die Funktion Prüfung UID-Nummer Stufe 2-Verfahren  zu prüfen.


Protokoll der Prüfung - Spalte "Info":
 
1166891013000207540_0.png

Die Werte für die Parameter "Name", "Ort", "PLZ" und "Straße" können sein:
  • A = stimmt überein
  • B = stimmt nicht überein
  • C = nicht angefragt
  • D = vom EU-Mitgliedsstaat nicht mitgeteilt

In der Spalte "Geprüft mit" wird die Abfrage mit "Bundeszentralamt" gekennzeichnet.
Es werden die Felder "Name" und "Ort" geprüft. Dies sind die Pflichtfelder des Service.
  • Stufe-2 Gültig: Beide Felder sind A.
  • Stufe-2 Nicht gültig: Beide Felder sind B.
  • Stufe-2 Unbekannt: Eines der beiden Felder ist A und das andere B oder eines der beiden Felder ist D.

 Plausibilitätsprüfung ELSTER

Vor der Erstellung der XML-Datei wird eine Plausibilitätsprüfung aktiviert.
Sollten in Feldern keine oder nicht plausible Werte eingetragen sein kommen Fehler bzw. Hinweise wie z. B.:

1166891013000207540_17.png

1166891013000207540_20.png

1166891013000207540_22.png

Mit Fehlern kann die XML-Datei nicht erstellt werden. Werden die Hinweise ignoriert, kommt folgende Meldung und die XML-Datei kann erstellt werden:

1166891013000207540_23.png

 Erstellung ELSTER

Der direkte Weg zur Erstellung der ELSTER führt über den Button  1166891013000207540_7.png.

Beim Erstellen der ELSTER erfolgt folgende Abfrage:

1166891013000207540_8.png 

XML zur Einreichung erstellen 

1166891013000207540_15.png

Wenn Sie die Buchungskreise abschließen und die ELSTER erzeugen, können die Buchungen nicht mehr bearbeitet werden. Korrekturen sind jedoch über einen neuen Buchungskreis möglich.
XML für Testzwecke erstellenWird die ELSTER nur für Testzwecke erstellt, bleibt das Journal offen und es kann in dieser Periode noch gebucht werden. 

Die Erstellung der ELSTER erfolgt direkt in das in den CRM Parametern hinterlegte XML-Verzeichnis. Nach Erstellung erhalten Sie folgende Bilschirmmeldung:

1166891013000207540_13.png

Die ELSTER wurde erfolgreich erstellt. Mit der Schaltfläche  "Zurück zur Erfassung"  können weitere Dateien erstellt werden.  Mit "Liste öffnen"  gelangen Sie in die E-Government-Paketliste.

 Berichtigung der ZM

Wenn die ELSTER berichtigt werden soll, genügt es, die Datei nach den Korrekturen neu zu erstellen und nochmals zu übermitteln.
Sobald die ELSTER ein zweites Mal eingereicht wird, wird die erste Meldung verworfen. Daher muss bei der Berichtigung die gesamte ZM nochmals gemeldet werden.

Eine dritte Einreichung wird nicht mehr gewertet. Sollte nach zweimaligem Einreichen noch eine Korrektur notwendig sein, muss diese manuell gemeldet werden.
Nullmeldungen müssen nicht abgegeben werden.

 Ungültige UID-Nummer in ZM

Manchmal kommt es vor, dass die UID-Nummer zum Zeitpunkt der Rechnung gültig war, zum Zeitpunkt der Erstellung der XML-Datei für die ZM jedoch die Gültigkeit verloren hat. Eine Meldung mit der ursprünglichen UID-Nummer ist möglich:
 
Sind Buchungen mit ungültiger oder falscher UID-Nummer gemacht worden, wird dies mit einem Hinweis nach der UID-Nummernprüfung angezeigt:
 
1330256387000002920.png
 
Sie können die XML-Datei trotzdem erzeugen. Die ungültigen oder falschen UID-Nummern werden trotzdem in die XML-Datei geschrieben.
 

 Anzeige und Widerruf nach § 18a Abs. 1 UStG

Soll die ZM trotz Bagatellgrenze von EUR 50.000,-- monatlich abgegeben werden, ist im Fibustamm die ZM auf monatlich (Feld ZM-Abgabezeitraum) einzustellen.
Weiters muss eine Anzeige beim Finanzamt erfolgen. Diese Option ist mindestens 12 Monate verpflichtend.
Soll die ZM wieder auf Quartal umgestellt werden, muss dies mit der Option Widerruf an das Finanzamt gemeldet werden. 
 
1310940884000101930_0.png

Hinweis 
Hinweis.png
Das Feld "Anzeige" kann nur bei monatlicher Abgabe ausgewählt werden. Ist am FIBU-Stamm ein anderer ZM-Abgabezeitraum hinterlegt, ist dieses Feld inaktiv.

 Ausdruck ZM-Journal

In der BMD-Menüleiste unter "Ausdruck" können Sie das ZM-Journal drucken. Der Ausdruck auf Originalformular wird nicht unterstützt. 
 

 Funktionen 

Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen in der ZM-Übersicht zur Verfügung.
 
Zusammenfassende Meldung:
A_EDIT.bmp Bearbeiten
Mit F6 oder über die Funktion "Bearbeiten" können Sie falsche oder unvollständige UID-Nummern ändern. Geänderte UID-Nummern werden automatisch auf die Buchung zurückgeschrieben.
A_MORE.bmp Neu
Über diese Funktion können Sie die ZM für eine andere Firma/FIBU bzw. für einen anderen Monat starten.

Achtung!
Achtung.png
In der ZM können nur fehlerhafte UID-Nummern korrigiert werden. Die Erfassung erfolgt ausschließlich über eine Buchung.


Funktionen:
Aufruf Bildschirm Kontoblatt
A_KONTO.bmp Gegenkontoblatt
Aufruf Bildschirm Gegenkontoblatt
Aufruf Bildschirm Journal
A_CHECKED_MASKED.bmp UID-Nummern prüfen
Falls die UID-Nummern-Prüfung beim Einstieg in die ZM deaktiviert wurde, können Sie die Prüfung mit dieser Funktion manuell starten.

Extras:
Es kann die ELSTER erstellt werden, welche über ELSTER importiert oder upgeloadet wird.
Aufruf E-Government-Detail
Aufruf Databox
Aufruf FinanzOnline

1097582601000001570.png