Die Geldflussrechnung stellt die Veränderung der liquiden Mittel eines Unternehmens dar und zeigt die Ursache dieser Veränderung durch systematische Darstellung der Zahlungsströme.
Sie ist eine wesentliche Grundlage für diverse Kennzahlen (z. B. operativer Cashflow, Cashflow in % der Betriebsleistung) und Bilanzberichte (z. B. betriebswirtschaftliche Darstellung, Diagramme).
Für die Geldflussrechnung stehen folgende Auswertungsschemen zur Verfügung:
- Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36 (Gliederungsschema 329)
- Geldflussrechnung gemäß IAS 7 (Gliederungsschema 309)
- Geldflussrechnung gemäß ÖVFA (Gliederungsschema 319)
- Geldflussrechnung (ohne Zugänge aus Anbu) (Gliederungsschema 369)
Es gibt auch noch vereinfachte Cashflow-Auswertungen, die vor allem für Einnahme-Ausgaben-Rechner geeignet sind:
- Cashflow (Gliederungsschema 308)
- Cashflow (EAR) (Gliederungsschema 339)
In dieser Dokumentation wird auf die Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36 (Gliederungsschema 329) Bezug genommen.
Die Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Gliederungsschema 329) ist in einigen Projektvorlagen (100, 120, 121 und 45) als eigene Tätigkeit unter dem Punkt "Auswertungen" abrufbar.

In der
Auswertungsübersicht kann das gewünschte Auswertungsschema zur Geldflussrechnung ebenso aufbereitet und angesehen werden. Als Funktion kann die Auswertungsübersicht über den Menüpunkt unter Bilanzierung und Steuererklärungen
→ Bilanz und Berichte
→ Auswertungsübersicht aufgerufen werden.
In den Projektvorlagen kann die Auswertungsübersicht als eigene Tätigkeit unter "Auswertungen" abgerufen werden.
Sie können das gewünschte Auswertungsschema für die Geldflussrechnung in der Auswertungsübersicht hinzufügen, indem Sie die Auswertung mit F5 oder der Funktion Plus "+" wählen.

Danach wählen Sie im linken Bereich das gewünschte Gliederungsschema, z. B. Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36 (Gliederungsschema 329), am besten unter Verwendung des kompakten Filters links unten. Bestätigen Sie die Auswahl anschließend mit "Übernehmen".
Standardmäßig wird die Geldflussrechnung mit den Einstellungen "Anzahl der Vorjahre: 1 Vorjahr", "Jahressalden" und "Ganzes Vorjahr" aufbereitet, die über gleichnamige Felder im Fenster "Auswertung aufbereiten" zu finden sind. Bestätigen Sie die definierten Einstellungen mit "Ok".

Im linken Bereich des Fensters ist die erfasste Auswertungsart zu sehen, im rechten Bereich unter dem Reiter "Auswertung" die Auswertung selbst.

Möchten Sie die Geldflussrechnung drucken, wählen Sie nach dem Aufrufen der Auswertung in der Menüleiste "Drucken".
Als Einstellungen stehen hier zur Auswahl:
- Konten drucken
- Kontonummern drucken
- Kontensortierung
- Tiefste Gliederungsebene
- Anzahl der Vorjahre
- Prozente
- Veränderungsspalte
- Veränderung in Prozent
- Lfd. Jahr in Tausend
- Vorjahr(e) in Tausend
- Davon-Positionen drucken
- Fremdreferenzkonten
- Summen neben Überschrift
- Sprache
Soll die Geldflussrechnung in einer Fremdsprache (z. B. Englisch) gedruckt werden, muss auch die
Auswertung in Fremdsprache aufbereitet sein.
Möchten Sie die Geldflussrechnung exportieren, wählen Sie nach dem Aufrufen der Auswertung direkt in der Auswertung mit der rechten Maustaste Extras → Exportieren.
Voraussetzung für eine fehlerfreie Geldflussrechnung sind folgende Punkte:
Dies sind die Grundlagen für eine fehlerfreie Geldflussrechnung, da die Auswertung auf der Bilanz und dem Anlagenspiegel aufbaut und von dort zum Teil ihre Daten bezieht. Nur wenn diese Datenbasis korrekt ist, kann die Geldflussrechnung korrekt und fehlerfrei sein.
Das Auswertungsschema "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Gliederungsschema 329) bezieht seine Werte aus unterschiedlichen Datenquellen. Folgende Quellen werden verwendet:
- Kontensalden
- Veränderung von Kontensalden
- Bilanzposten (durch Verwendung von Verweistexten)
- Anlagenzugänge
- EB-Saldo (für Zahlungsmittel am Beginn der Periode)
Da sehr häufig die Fehler der Geldflussrechnung mit den unterschiedlichen Datenquelle in Zusammenhang stehen, ist das Verständnis über diese von Bedeutung.
Die Nutzung von Kontensalden als Datenquelle für eine Auswertung (Überschrift) ist den meisten Anwender/innen von der Auswertung "Bilanz nach UGB" (Schema 301) geläufig.
Zu erkennen ist die Datenquelle "Kontensalden" direkt im Gliederungsschema. Wählen Sie dazu in der Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Schema 329) "Gliedern".
Die Gliederung des Schemas 329 wird geöffnet.
Erkennungsmerkmale für die Datenquelle "Kontensalden" bei einer Überschrift sind:
Sind bei einer Überschrift im linken Bereich des Fensters gelbe
Kontengruppen zugeordnet und die Einstellungen in den Gliederungstexten wie eben genannt, dann bezieht diese Überschrift ihre Werte aus den Kontensalden der zugeordneten Konten.
Beispiele für Überschriften im Schema 329, die Kontensalden als Datenquelle verwenden:
- Erlöse aus Anlagenabgang
- Abgänge zu Buchwerten lt. Anlagenspiegel
- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Nutzung der Veränderung der Kontensalden (Veränderung zur Vorperiode) als Datenquelle für eine Auswertung (Überschrift) ist den meisten Anwender/innen nicht so geläufig. Veränderungswerte zum Vorjahr werden vor allem in der Geldflussrechnung benötigt.
Zu erkennen ist die Datenquelle "Veränderung von Kontensalden" direkt im Gliederungsschema. Wählen Sie dazu in der Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Schema 329) "Gliedern".
Die Gliederung des Schemas 329 wird geöffnet.
Erkennungsmerkmale für die Datenquelle "Veränderung der Kontensalden" bei einer Überschrift sind:
- zugeordnete gelbe Kontogruppen
- Gliederungstext: Feld Veränderung ist "Ja".
Sind bei einer Überschrift im linken Bereich des Fensters gelbe
Kontengruppen zugeordnet und die Einstellung ist im Feld Veränderung auf "Ja", dann bezieht diese Überschrift ihre Werte aus den Kontensalden der zugeordneten Konten.
Beispiele für Überschriften im Schema 329, welche die Veränderung der Kontensalden als Datenquelle verwenden:
- Vorräte (Zunahme/Abnahme)
- Forderungen (Zunahme/Abnahme)
- Rückstellungen (Zunahme/Abnahme)
- Verbindlichkeiten (Zunahme/Abnahme)
Die Nutzung von Auswertungsüberschriften als Datenquelle für eine Auswertung (Überschrift) ist den meisten Anwender/innen nicht so geläufig.
Zu erkennen ist die Datenquelle "Auswertungsüberschrift" direkt im Gliederungsschema. Wählen Sie dazu in der Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Schema 329) "Gliedern".
Die Gliederung des Schemas 329 wird geöffnet.
Erkennungsmerkmale für die Datenquelle "Auswertungsüberschrift" bei einer Überschrift sind:
Sind bei der Überschrift keine Kontogruppen vorhanden und gibt es in den Feldern "Verweis-Textnummer" und "Verweis-GliederungsschemaNr." Einträge, dann bezieht die Überschrift ihre Daten aus der Auswertungsüberschrift des (Verweis-)Gliederungsschemas.
Besteht ein Eintrag im Feld "Verweis-Textnummer" und das Feld "Verweis-GliederungsschemaNr." ist leer, dann bezieht die Überschrift ihre Daten aus der Auswertungüberschrift desselben Gliederungsschemas.
Beispiele für Überschriften im Schema 329, die Auswertungsüberschriften als Datenquelle verwenden:
- Ergebnis vor Steuern
- Erlös aus Anlagenverkauf
- Erlös aus dem Verkauf von Finanzanlagen
- Kontrolle: - liquide Mittel lt. Bilanz
Die Nutzung von Anlagenzugängen (Summe der Anlagenzugänge aus der Zugangsspalte des Anlagenspiegels) als Datenquelle für eine Auswertung (Überschrift) ist den meisten Anwender/innen nicht so geläufig.
Zu erkennen ist die Datenquelle "Anlagenzugänge" direkt im Gliederungsschema. Wählen Sie dazu in der Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Schema 329) "Gliedern".
Die Gliederung des Schemas 329 wird geöffnet.
Erkennungsmerkmale für die Datenquelle "Anlagenzugänge" bei einer Überschrift sind:
- zugeordnete gelbe Kontogruppen
- Gliederungstext: Feld Betragsquelle ist "Anlagenzugänge".
Sind bei einer Überschrift im linken Bereich des Fensters gelbe
Kontengruppen zugeordnet und die Einstellung im Feld "Betragsquelle" ist "Anlagenzugänge", dann bezieht diese Überschrift ihre Werte für die zugeordneten Konten aus der Zugangsspalte des Anlagenspiegels.
Beispiele für Überschriften im Schema 329, die Anlagenzugänge als Datenquelle verwenden:
- Zugänge lt Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen)
- Zugänge lt Anlagenspiegel (Finanzanlagen)
Die Nutzung des EB-Saldos als Datenquelle für eine Auswertung (Überschrift) ist den meisten Anwender/innen nicht so geläufig.
Zu erkennen ist die Datenquelle "EB-Saldo" direkt im Gliederungsschema. Wählen Sie dazu in der Auswertung "Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36" (Schema 329) "Gliedern".
Die Gliederung des Schemas 329 wird geöffnet.
Erkennungsmerkmale für die Datenquelle "EB-Saldo" bei einer Überschrift sind:
- zugeordnete gelbe Kontogruppen
- Gliederungstext: Feld Betragsquelle ist "EB-Saldo".
Sind bei einer Überschrift im linken Bereich des Fensters gelbe
Kontengruppen zugeordnet und die Einstellung im Feld "Betragsquelle" ist "EB-Saldo", dann bezieht diese Überschrift ihre Werte aus den EB-Salden der zugeordneten Konten.
Beispiel für eine Überschrift im Schema 329, die den EB-Saldo als Datenquelle verwendet:
- Zahlungsmittel am Beginn der Periode
Am Ende der Auswertung ist eine Kontrolle vorgesehen, um die Richtigkeit der Geldflussrechnung sicherzustellen. Folgende Auswertungspositionen bilden diese Kontrolle ab:
- Zahlungsmittel am Ende der Periode:
Zeigt den in der Geldflussrechnung errechneten Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode
- Kontrolle - liquide Mittel lt. Bilanz:
Zeigt den tatsächlichen Stand der liquiden Mittel lt. Bilanz (Kassen-/Bankstand)
- Differenz:
Zeigt die Differenz zwischen (1.) dem errechneten Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode und (2.) dem tatsächlichen Stand der liquiden Mittel lt. Bilanz (Kassen-/Bankstand)
Ist (1.) der errechneten Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode gleich dem (2.) tatsächlichen Stand der liquiden Mittel lt. Bilanz, dann ist (3.) die Differenzzeile null und die Geldflussrechnung in Summe richtig.
Hinweis | Diese Kontrolle kann im Auswertungsshowprogramm (Auswertungsübersicht) deaktiviert werden.
Wählen Sie dazu Ansicht → Nicht gedruckte Überschriften anzeigen.
Die letzte Position der Geldflussrechnung ist dann der errechnete Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode.
|
GWGs werden oft direkt
als Aufwand (Abschreibungen) gebucht. Damit die Geldflussrechnung richtig ermittelt werden kann, werden die Zugänge der GWGs aber auch im Anlagenspiegel benötigt! Diese GWGs können dann manuell in Summe in der Anlagenbuchhaltung nacherfasst werden.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
- Abschreibungsbeträge sind im Ergebnis vor Steuern enthalten.
Auszug aus der Bilanz:

- Abschreibungsbeträge sind zahlungsunwirksame Posten und werden in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis) hinzugerechnet.
Auszug aus der Geldflussrechnung:

- Anlagenzugänge werden als zahlungswirksame Posten in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) abgezogen (Auszahlungen -).
Auszug aus Geldflussrechnung:

Das Programm verwendet hier die in den Anlagensummen (Anlagenspiegel) ausgewiesenen Zugänge. Daher müssen GWGs in den Anlagensummen (Anlagenspiegel) entsprechend vorhanden sein!
Auszug aus Anlagensummen:

In Bau befindliche Wirtschaftsgüter müssen in der Anlagenbuchhaltung richtig behandelt werden, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
- In Bau befindliche Wirtschaftsgüter müssen mit der entsprechenden Funktion Aktivierung (Inbetriebnahme) aktiviert werden, sodass die Darstellung der Anlage in Bau im Anlagenspiegel richtig ist. Durch Verwendung dieser Funktion wird
- am Aktivierungskonto ein Umbuchungszugang dargestellt
- am Konto "Anlage in Bau" ein Umbuchungsabgang dargestellt.

- In Bau befindliche Wirtschaftsgüter dürfen nicht auch noch als Zugang am Aktivierungskonto erfasst werden, da diese sonst doppelt erfasst sein würden (führt zu Differenzen in der Geldflussrechnung). Die Aktivierung (Inbetriebnahme) der in Bau befindlichen Wirtschaftsgüter ist mit der entsprechenden Funktion durchzuführen, sodass ein Umbuchungs-Zugang am Aktivierungskonto (im Anlagenspiegel) dargestellt wird.
Die Rückzahlung einer Ausleihung muss in der Anlagenbuchhaltung richtig behandelt werden, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
- Die Rückzahlung einer Ausleihung ist erfolgsneutral und zahlungswirksam.
- Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung darf die Rückzahlung der Ausleihung in der Anlagenbuchhaltung nicht als Abgang behandelt werden. Ein Abgang hätte Effekte auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Rückzahlung der Ausleihung ist aber erfolgsneutral.
- Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung muss die Rückzahlung der Ausleihung in der Anlagenbuchhaltung als Minderung (AHK-Minderung) erfasst werden.
AHK-Minderung erzeugen in "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung"

Ansicht "Berechnete Werte"

- Die in der Anlagenbuchhaltung als Minderung (AHK-Minderung) erfasste Rückzahlung der Ausleihung wird als zahlungswirksamer Posten ...
- in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) bei Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen hinzugerechnet (Einzahlungen +).
- in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit) bei Einzahlungen/Auszahlungen für Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten abgezogen (Einzahlungen -).
Auszug aus der Geldflussrechnung

Achtung! | Damit die Ausleihung nach einer vollständigen Rückzahlung als Gesamtabgang aus der Anlagenbuchhaltung erfolgsneutral ausscheiden kann, muss der Erinnerungswert des Anlagegutes null sein.
|
Hinweis | Anlagenspiegel mit Einstellung Anschaffungswertminderung im Zugang ausweisen → nein  Anlagenspiegel mit Einstellung Anschaffungswertminderung im Zugang ausweisen → ja
|
Der Verkauf von Anlagevermögen muss richtig erfasst werden, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Wird Anlagevermögen verkauft, sind Erlöse und Buchwert der abgegangenen Anlagegüter getrennt auf eigenen Konten zu verbuchen. Diese Konten müssen separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
- Erlöse werden als zahlungswirksame Posten in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) hinzugerechnet (Einzahlungen +).
Auszug aus der Geldflussrechnung:

Das Programm verwendet dafür Auswertungsüberschriften als Datenquelle (Verweis-Textnummer).

Die Gewinnausschüttung muss richtig erfasst werden, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Wird eine Gewinnausschüttung getätigt, reduziert diese den Gewinnvortrag. Die Gewinnausschüttung und der Gewinnvortrag sind getrennt auf eigenen Konten zu verbuchen. Diese Konten müssen separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
Die Gewinnausschüttung ist zahlungswirksam.
Der Gewinnvortrag ist zahlungsunwirksam.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung darf keine saldierte Darstellung von Gewinnausschüttung und Gewinnvortrag erfolgen.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung müssen die Konten für Gewinnausschüttung und Gewinnvortrag separat in der richtigen
Kontogruppe gegliedert werden.
Auszug aus der Kontenzuordnung in Basisgliederung (Gliederungsschema 300):
Separate Gliederung von Gewinnvortrag und Gewinnausschüttung bei Bilanzgewinn/-verlust in Klasse 9:

Die Konten 9385 Gewinnausschüttung und 9370 Jahresgewinn werden im Rahmen der Jahresübernahme im Folgejahr aufgrund der entsprechenden Konteneinstellung im Feld
EB-Buchkontonummer auf das Konto 9380 Gewinnvortrag aus Vorjahren übertragen. Dadurch erfolgt die "Kürzung" des Gewinnvortrags um die Gewinnausschüttung.

Auszug aus der Bilanz:

Auszug aus der Geldflussrechnung:

Auszug aus der Bilanz nach Jahresübernahme:

Die Privatentnahme oder Privateinlage muss richtig erfasst werden, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Wird eine Privatentnahme/-einlage getätigt, reduziert dies das Kapital. Die Privatentnahme/-einlage und das Kapital sind getrennt auf eigenen Konten zu verbuchen. Diese Konten müssen separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
Die Privatentnahme oder Privateinlage ist zahlungswirksam.
Das Kapital ist zahlungsunwirksam.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung darf keine saldierte Darstellung von Privatentnahme/-einlage und Kapital erfolgen.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung müssen die Konten für Privatentnahme/-einlage und Kapital separat in der richtigen
Kontogruppe gegliedert werden.
Auszug aus der Kontenzuordnung in Basisgliederung (Gliederungsschema 300):
Separate Gliederung von Privatentnahme bzw. Privateinlage sowie Kapital bei Einzelunternehmen in Klasse 9:

Die Konten für Privatentnahmen und Einlagen sowie Konto 9350 Jahresgewinn/-verlust werden im Rahmen der Jahresübernahme im Folgejahr aufgrund der entsprechenden Konteneinstellung im Feld
EB-Buchkontonummer auf das Konto 9000 Kapital übertragen. Dadurch erfolgt die "Kürzung bzw. Erhöhung" des Kapitals um die Privatentnahme/-einlage Gewinnausschüttung.

Auszug aus der Bilanz:

Auszug aus der Geldflussrechnung:

Auszug aus der Bilanz nach Jahresübernahme:

Bei der Gliederung und Bebuchung der Eigenkapitalkonten des Komplementärgesellschafters ist besondere Sorgfalt geboten, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Diese Konten müssen je Gesellschafter separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
Das Festkapital ist zahlungswirksam.
Das Kapital zu Beginn des Geschäftsjahres ist zahlungsunwirksam.
Der Gewinn-/Verlustanteil (Komplementär) ist zahlungsunwirksam.
Die Entnahmen/Einlagen sind zahlungswirksam.
Die Sacheinlage ist zahlungswirksam.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung müssen die jeweiligen
Konten des Komplementärkapitals separat bebucht und in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Insbesondere Entnahmen/-einlagen (wie
Privatentnahmen/-einlagen bei Einzelunternehmen) sowie Gewinn-/Verlustanteile sind auf einem
separaten Konto zu führen.
Auszug aus Basisgliederung (Gliederungsschema 300):
Separate Gliederung des Komplementärkapitals bei KG in Klasse 9:

Hinweis | Im Folgejahr werden in der Regel Gewinn-/Verlustanteil, Entnahmen/-einlagen und Sacheinlagen auf das Kapital zu Beginn des Geschäftsjahres per Umbuchung oder EB-Übertrag übertragen.
|
Hinweis | Der Standardkontenrahmen bietet keine Konten im Bereich des Komplementärkapitals an. Bei Bedarf müssen Sie das benötigte Sachkonto anlegen und entsprechend (je Gesellschafter) gliedern. Die Gliederung des individuellen Kontos erfolgt am einfachsten im Gliederungsschema 300. Dort sind in der Klasse 9 (unter Eigenkapital) die Kontogruppen nach Rechtsform sehr übersichtlich dargestellt.
|
Beispiel | Komplementär: Entnahme 45.000,00
Auszug aus der Bilanz:
Auszug aus der Geldflussrechnung: |
Bei der Gliederung und Bebuchung der Eigenkapitalkonten des Kommanditgesellschafters ist besondere Sorgfalt geboten, damit es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Diese Konten müssen je Gesellschafter separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
Die Gewinnanteile des Kommanditisten sind zahlungsunwirksam.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind zahlungswirksam.
Die Entnahmen/Einlagen des Kommanditisten sind zahlungswirksam.
Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung müssen die jeweiligen
Konten des Kommanditkapitals separat bebucht und in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Insbesondere Entnahmen/-einlagen (wie
Privatentnahmen/-einlagen bei Einzelunternehmen), Gewinnanteile, Verlustanteile sind auf einem
separaten Konto zu führen.
Auszug aus Basisgliederung (Gliederungsschema 300):
Separate Gliederung des Kommanditkapitals bei KG in Klasse 9:

Hinweis | Für Kommanditisten existieren Spezialvorschriften zur Bilanzierung (Ausweis von Gewinnanteilen als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern). Bei der Bilanzierung von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist die Unterscheidung nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Vorgängen zu beachten.
Dementsprechend gibt es auch in der Kontengliederung bei Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern die Unterscheidung nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Vorgängen.
|
Hinweis | Der Standardkontenrahmen bietet keine Konten im Bereich des Kommanditkapitals an. Bei Bedarf müssen Sie das benötigte Sachkonto anlegen und entsprechend (je Gesellschafter) gliedern. Die Gliederung des individuellen Kontos erfolgt am einfachsten im Gliederungsschema 300. Dort sind in der Klasse 9 (unter Eigenkapital) die Kontogruppen nach Rechtsform sehr übersichtlich dargestellt.
|
Beispiel | Kommanditist: Auszahlung Gewinnanteil 200.000,00
Auszug aus der Bilanz:
Auszug aus der Geldflussrechnung: |
Bei Investitionszuschüssen ist die richtige Kontenzuordnung ausschlaggebend dafür, dass es in der Geldflussrechnung zu keinen Differenzen kommt. Sind Investitionszuschüsse vorhanden, werden diese über die Laufzeit der Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. Die Konten für Investitionszuschüsse sowie für Auflösung Investitionszuschüsse müssen separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden. Andernfalls kann es zu Differenzen in der Geldflussrechnung kommen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
- Zuschüsse sind bei Erhalt zahlungswirksam.
- Erlöse aus der Auflösung von Investitionszuschüssen sind zahlungsunwirksam.
- Für den richtigen Ausweis in der Geldflussrechnung müssen die Konten für Investitionszuschüsse und Auflösung Investitionszuschüsse separat in der richtigen Kontogruppe gegliedert werden
Auszug aus der Kontenzuordnung in Basisgliederung (Gliederungsschema 300):
Separate Gliederung von Auflösung Investitionszuschüsse bei "übrige betriebliche Erträge" in Klasse 4:

Separate Gliederung von Investitionszuschüssen bei "Investitionszuschüsse" in Klasse 9:

- Die Erlöse aus Auflösung Investitionszuschüsse sind im Ergebnis vor Steuern enthalten
Auszug aus der Bilanz:

- Erlöse aus Auflösung Investitionszuschüsse werden in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis) herausgerechnet (-).
Auszug aus der Geldflussrechnung:

- Investitionszuschüsse werden als zahlungswirksame Posten in der Geldflussrechnung (Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) hinzugerechnet (Einzahlung +) oder, falls aufgrund einer Investitionszuschusskürzung die Kürzung überwiegt, abgezogen (Auszahlungen -).
Auszug aus der Geldflussrechnung:

Das Programm verwendet hier unterschiedliche Datenquellen:
- Gliederungstext Investitionszuschüsse: (Summe)
- Gliederungstext Investitionszuschüsse: Veränderung des Kontosaldos der dort zugeordneten Konten

- Gliederungstext Auflösung von Investitionszuschüssen: Spiegelung der Auswertungsüberschrift (Verweis-Textnummer)

Beispiel | Das oben dargestellte Beispiel wird hier nochmals kurz zusammengefasst und erläutert: Der Stand der Investitionszuschüsse beträgt zum Bilanzstichtag des Vorjahres (EB) € 420,00. In der Berichtsperiode wurde ein Investitionszuschuss in Höhe von € 5.000,00 zahlungswirksam vereinnahmt (Einzahlung) und hat den Zahlungsmittel um diesen Betrag erhöht. Die Auflösung der Investitionszuschüsse (Verbrauch) der Berichtsperiode betrug insgesamt € 600,00. Der Stand der Investitionszuschüsse beträgt zum Bilanzstichtag € 4.820,00. Die Veränderung der Investitionszuschüsse beträgt zum Bilanzstichtag € 4.400,00 (Stand 31.12. € 4.820,00 abzüglich Stand 1.1. € 420,00).
Auszug Kontoblatt Konto 9550 Investitionszuschüsse: |
Ein falscher Stand der Zahlungsmittel am Beginn der Periode kann in der Geldflussrechnung zu Differenzen führen.
Folgende Aspekte sind zu beachten:
Nachfolgend finden Sie allgemeine und spezielle Tipps, die die Fehlersuche erleichtern können:
Allgemeine Tipps
- Auswertung Bilanz nach UGB (Schema 301) mit Konten und Veränderungsspalte ausdrucken
- Anlagenspiegel mit Konten ausdrucken
- Auswertung Geldflussrechnung (z. B. Schema 329) mit Konten ausdrucken
Eine Abstimmung zwischen diesen Bereichen fällt mit einem Ausdruck oft leichter.
Spezielle Tipps
- Bilanz nach UGB (Schema 301) und Auswertung Geldflussrechnung (z. B. Schema 329) sind möglicherweise nicht neu aufbereitet. Das Ergebnis vor Steuern, die Veränderung der Aktiva und Passiva werden dann nicht richtig ermittelt.
- Bilanz nach UGB (Schema 301) ist nicht als Jahresauswertung, sondern als Zwischenauswertung (von/bis Periode) aufbereitet, die Geldflussrechnung aber schon.
- Es sind nicht alle Anlagenzugänge in der Anlagenbuchhaltung erfasst (GWG, Finanzanlagen).
- Die Abschreibung in der Anlagenbuchhaltung ist nicht neu berechnet und verbucht worden.
- Die Konten der Abschreibung sind nicht richtig gegliedert.