Damit eine Steuererklärung erstellt werden kann, müssen Kundenstammdaten erfasst sein.
Es ist nicht notwendig, eine Firma, eine Finanzbuchhaltung und ein Projekt anzulegen, wenn nicht tatsächlich gebucht worden ist. Falls eine Buchhaltung existiert, wäre jedoch die Hinterlegung zu empfehlen, da dann die aufbereiteten Bilanzkennzahlen (K1, E1b, E1a, E6a, K2a) und die Daten der Umsatzsteuererklärung automatisch in die Steuererklärung übernommen werden können.
Die Kundenstammdaten sind im Paket CRM → Stammdaten → Personen → Kunden mit rechter Maustaste "Neu" oder dem Symbol "Plus" anzulegen.
Folgende Felder sind besonders für die Steuererklärungen relevant:
Branche | Auswahl der Branchenkennzahl von Statistik Austria |
| Weitere Adressen | E1 = Privatadresse / U1=Betriebsadresse |
| Finanzamt | Pflichtfeld für die Übermittlung der XML-Datei |
| Steuernummer | Pflichtfeld für die Übermittlung der XML-Datei |
| Betriebsgründung | Beeinflusst den Vorschlag der Mindestkörperschaftsteuer |
| Größenklasse | Pflichtfeld für die Übermittlung der XML-Datei |
| Rechtsform | Pflichtfeld für die Übermittlung der XML-Datei |
| Ehegatte/Partner | Verknüpfung zu Kunde, Gesellschafter oder Angehörigen möglich |
| Regelbesteuerung ab | In diesem Jahr ist ein Antrag gestellt worden. |
| Regelbesteuerung bis | In diesem Jahr läuft der Antrag aus. |
| Beruf | Das Berufsfeld wird automatisch in die L1 übernommen. |
Der Steuer-Navigator kann aus dem Startmenü unter Bilanzierung und Steuern → Steuererklärungen → Steuer-Navigator gestartet werden.
Im Steuer-Navigator finden Sie alle Funktionen, die zur Erstellung und Übermittlung der Steuererklärung notwendig sind.
Hinweis | Mit der Funktion "Navigator anpassen" können einzelne Punkte im Steuer-Navigator ausgeblendet werden. Dazu wählen Sie im weißen Bereich des Steuer-Navigators mit rechter Maustaste die Funktion "Navigator anpassen". Entfernen Sie die entsprechenden Häkchen bei den Punkten, die Sie nicht mehr angezeigt haben möchten:
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Die Steuererklärung kann für den Kunden, Gesellschafter oder Angehörigen erstellt werden. Im Kopf des Steuer-Navigators wählen Sie zunächst die Person aus und geben dann das Jahr ein, für welches die Steuererklärung erstellt werden soll.
Unsere Empfehlung ist, die Erklärung grundsätzlich nur am Kunden zu erstellen. Die Abholung der Daten aus der Databox, eine anschließende Archivierung der Bescheide und die Leistungserfassung erfolgen immer am Kunden.
Aus dem Punkt "Stammdaten" können diverse Stammdaten aufgerufen und bearbeitet werden. Sie haben hier beispielsweise die Möglichkeit, zum Kunden-, Firmen-, Fibu- bzw. Angehörigenstamm zu verzweigen. Die Stammdaten werden immer für das Jahr aufgerufen, für welches Sie die Steuererklärung erstellen.
In den
Steuerstammdaten können Sie die entsprechenden Absetzbeträge auswählen und die Firma/Fibu hinterlegen, auf die Sie zugreifen möchten.
Wird die
Quotenverwaltung verwendet, kann hier direkt in die Quote verzweigt werden.
Im Punkt "Steuererklärungen" kann die Funktion "Erklärungen zuordnen" aufgerufen werden.
Bei Aufruf "Steuererklärungen" steht Ihnen eine Liste der zugeordneten bzw. erstellten Erklärungen zur Verfügung. Weitere Informationen bezüglich der Funktionen in dieser Liste finden Sie im Dokument
Detailinformationen für Steuererklärungen.
In der Steuerübersicht haben Sie die Möglichkeit, einen Ausdruck der erstellten Erklärungen zu erzeugen. Weiters können Sie hier auch die VZ, die Anspruchszinsen und die GSVG-Berechnung mitdrucken.
Mit der Funktion "Alles drucken" besteht die Möglichkeit, einen Sammelausdruck aller Erklärungen, Berechnungsblätter, Beilagen, Notizen und Dokumente zu erstellen. Im Druckdialog entscheiden Sie, was Sie beim Ausdruck dabeihaben möchten.
Folgende Funktionen stehen Ihnen im Punkt "Online" zur Verfügung:
| E-Government-Zentrale | |
| FinanzOnline | |
FinanzOnline-Abgabenkonto | Wenn Sie den BMDGhost verwenden, haben Sie hier die Möglichkeit, das Abgabenkonto in FinanzOnline aufzurufen. |
Jahreszusammenstellung | Wenn Sie den BMDGhost verwenden, können Sie hier die Jahreszusammenstellung aus FinanzOnline abrufen. |
Zahlungsplan FinanzOnline | Wenn Sie den BMDGhost verwenden können Sie hier den Zahlungsplan aus FinanzOnline abrufen. |
Unternehmensserviceportal | |
In diesem Punkt stehen Ihnen diverse Berechnungstools für Ihre Steuererklärung zur Verfügung.
Seit 2022 können sowohl Lohnzettel als auch Sonderausgaben ohne BMDGhost importiert werden. Datails dazu können Sie hier nachlesen:
Import Daten aus FinanzOnline.
Wählen Sie die Funktion
Mehr-/Weniger-Rechnung, wird direkt in die MWR der Finanzbuchhaltung verzweigt. In der MWR ist die Übernahme aus Nebenbuchhaltungen wie AVZ, Personalrückstellungen, langfristigen Rückstellungen und latenten Steuern möglich.
In den Berechnungstools können historische Daten nacherfasst, Rückstellungsberechnungen für das laufende Jahr durchgeführt sowie zukünftig anfallende Zinsen berechnet werden.
| Verlustvorträge | |
| Übergangsverluste | |
Mindest-KöSt aus Vorjahren | |
KöSt-Rückstellung | |
GSVG | |
Vorauszahlung | |
Anspruchszinsen | |
Gastgewerbepauschalierung | |
Im Punkt "Dokumente" stehen folgende Funktionen zur Auswahl:
| Dokumente | Mit der Funktion "Dokumente" können Sie das Archiv aufrufen. |
Belegablage Databox | In der Belegablage Databox finden Sie alle Dokumente, die ihr Klient mittels BMD Com in die Databox hochgeladen hat. |
Standardbrief | Mithilfe dieser Funktion haben Sie die Möglichkeit, aus dem Steuer-Navigator den Standardbrief zu starten. In den Parameter für Steuererklärungen können Sie definieren, ob dabei der Standardbrief für Steuern oder der allgemeine Standardbrief geöffnet werden soll. |
| Chronik | In der Chronik können Sie jahres- und erklärungsübergreifende Angaben eintragen. Je nach Einstellung im Paket BIL → Bilanz Parameter → Steuererklärungen → Erfassung in der Zeile "Verwendung Chronik" wird die Allgemeine Chronik, die Chronik mit Freitext1 oder die Chronik mit Freitext2 aufgerufen.
In den CRM Parametern kann eine eigene Chronikbezeichnung (z.B. "Steuerchronik") für die Chronik "Freitext1" oder "Freitext2" hinterlegt werden. Im Steuernavigator wird dann diese Bezeichnung angezeigt.
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Im Steuer-Navigator wird unter "Druckliste" standardmäßig eine Druckliste angezeigt.
Diese Druckliste kann auch aus dem Startmenü unter BIL → Steuererklärungen → Druckliste gestartet werden.
Diese Druckliste kann in den Vorlagen angepasst werden. Außerdem können individuelle Änderungen je Kunde vorgenommen werden, sofern eine Fibu in den Steuerstammdaten hinterlegt ist. Dort werden diese Änderungen dann gespeichert.
Es gibt weiterhin die Möglichkeit, Drucklisten der Bilanzierung im Steuer-Navigator anzeigen zu lassen. Dazu rufen Sie im Paket BIL → Stammdaten → Vorlagen → Drucklisten die Druckliste auf und bearbeiten (F6) diese. Wird im Feld "Im Steuer-Navigator anzeigen" die Auswahl auf "Ja" gesetzt, dann erfolgt die Anzeige der Druckliste im Steuer-Navigator.
Zunächst ordnen Sie sich im Steuer-Navigator unter Steuererklärungen → Erklärungen zuordnen → die Erklärung und alle Beilagen zu, die für Sie relevant sind.
Dazu stellen Sie sich auf der linken Seite auf die Erklärung und schieben diese mit dem Pfeil nach rechts. Die markierte Erklärung auf der linken Seite kann auch mit Doppelklick zugeordnet werden.
Beim Zuordnen der Erklärung wird die Rechtsform geprüft. Werden auf der linken Seite Erklärungen in grau angezeigt, so sind diese für die im Kundenstamm bzw. im Firmenstamm eingetragene Rechtsform nicht zulässig. Wenn eine Quotenverwaltung existiert, werden die Haupterklärungen von dort übernommen.
Mit Doppelklick auf der rechten Seite öffnen Sie die Erklärung.
Unter dem Menüpunkt "Steuererklärungen" stehen Ihnen wesentliche Funktionen für die Steuererklärung zur Verfügung.
Wenn Sie ein Bilanzprojekt angelegt haben und in diesem die Kennzahlen für die Steuererklärung aufbereitet worden sind, werden diese automatisch in die Steuererklärung übernommen.
In der Steuererklärung haben Sie unter "Auswertung" die Möglichkeit die Auswertungsübersicht aufzurufen.
Im Punkt "Ausdrucke" stehen Ihnen diverse Auswahlmöglichkeiten für den Ausdruck zur Verfügung.
Sie entscheiden, welchen Ausdruck Sie wie detailliert erstellen wollen.
Wählen Sie z. B. das Berechnungsblatt aus, geht ein weiteres Fenster auf, in dem Sie die detaillierten Berechnungsblätter anhaken können.
Wenn die Erklärung vollständig ausgefüllt ist, alle Berechnungen stimmen und Sie einen Ausdruck erstellt haben, ist im letzten Schritt die XML-Datei zu erzeugen.
Die Erstellung der XML-Datei erfolgt aus dem Hauptformular. In den Nebenformularen ist der Aufruf inaktiv.
Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie das Planabgabedatum eingeben können. Das Programm schlägt beim ersten Aufruf das Tagesdatum vor, das Sie jedoch beliebig ändern können. Zusätzlich können Sie auswählen, was das Programm nach der Erstellung der XML-Datei machen soll:
- Zurück zur Erfassung
- Steuerfall schließen
- E-Government öffnen (Steuerfall wird geschlossen)
Die erstellte XML-Datei finden Sie in der E-Government-Zentrale unter dem Reiter "Details".
Die E-Government-Zentrale kann über das Paket BIL → E-Government → E-Government-Zentrale oder über den Steuer-Navigator unter "Online" aufgerufen werden.
Die E-Government-Zentrale bietet eine übersichtliche Oberfläche, in der von der Übermittlung bis zur Rückmeldung alle Informationen verfügbar sind. Die einzelnen Bereiche sind über die Reiter "Details", "Pakete" und "Databox" auswählbar.
Im E-Government-Detail erscheint eine Übersicht aller bereits erstellten, offenen und freigegebenen Erklärungen.
Im linken Fensterbereich wird ein Filterbaum angezeigt, mit dem die Ansicht der unterschiedlichen Erklärungen und Abschlüsse eingeschränkt werden kann. Im mittleren Bereich "Einträge" kann in der Combobox rechts oben jederzeit zur gewünschten Ansicht gewechselt werden. Standardmäßig werden Ihnen alle offenen und freigegebenen Einträge angezeigt.
Im Reiter "Details" werden die gewünschten Erklärungen ausgewählt. Die markierten Erklärungen werden zunächst freigegeben und dann paketiert. Diese Funktionen können mittels rechter Maustaste oder über die Funktionen "Freigeben" und "Paket erstellen" in der Menüzeile ausgeführt werden.
Wird die Funktion "Paket erstellen" ausgeführt, erhalten Sie die Abfrage "Möchten Sie die erstellten Pakete sofort senden oder soll die Paketliste geöffnet werden?".
Die einzelnen elektronischen Erklärungen werden automatisch getrennt nach Steuerberaternummer zu einem Paket zusammengefügt und in den E-Government-Paketen gesammelt. Im Anschluss daran können Sie das Paket sofort an FinanzOnline übermitteln oder in die Paketliste wechseln, von wo aus Sie die Übermittlung manuell zu einem späteren Zeitpunkt starten können.
Die Übermittlung von elektronischen Steuererklärungen kann entweder direkt aus der NTCS via Webservice (also ohne Starten des Webbrowsers) oder mit manuellem Einstieg in FinanzOnline über den Webbrowser und Hochladen des zuvor von der Software generierten und auf der Festplatte gespeicherten Paketes erfolgen.
In diesem Fall kann sofort nach dem Paketieren die Funktion "Pakete senden" gewählt werden.
Soll die Übermittlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, wählen Sie die Funktion "Paketliste öffnen".
Im Fenster "E-Government-Zentrale" im Reiter "Pakete" kann das Paket mit der Funktion "Paket senden" zu jedem beliebigen Zeitpunkt übermittelt werden. Dazu markieren Sie das Paket und wählen "Paket senden".
Um die XML-Datei manuell über die Webseite von FinanzOnline einreichen zu können, muss sie in ein Verzeichnis gespeichert werden. Das erfolgt über die Funktion "Datei erzeugen". Diese finden Sie im Fenster "E-Government-Zentrale" im Reiter "Pakete" unter dem Menüpunkt "Funktionen".
Anschließend können Sie die Seite von FinanzOnline aufrufen und dort die erzeugte Datei hochladen.
Eine ausführliche Beschreibung zur E-Government-Databox sowie zu den möglichen Parametereinstellungen finden Sie unter
E-Government-Databox.
Das Auslesen der Databox erfolgt in zwei Schritten:
1.Schritt: Mit der Funktion "Databox auslesen" wird der gesamte Inhalt von der FinanzOnline-Databox in die E-Government-Databox geladen bzw. werden Rückantworten seitens FinanzOnline, Firmenbuch etc. eingelesen. Über die Combobox rechts oben kann die Auswahl wieder eingeschränkt werden zwischen "Alle", "gelesen" oder "Nicht gelesen".
2.Schritt: Der Databox-Inhalt wird den Paketen zugeordnet und der Databox-Status je nach Einreichungserfolg umgestellt auf:
- Databox Ok
- Databox nicht Ok
- Databox teilweise Ok
Dadurch scheinen diese Pakete im Fenster "E-Government-Pakete" nicht mehr unter nicht gelesenen Paketen auf. Ist mittels Parameter die Archivierung der Steuererklärungen eingestellt worden, so scheint im Archiv das Einreichdatum des XML-Paketes als Dokumentendatum auf.
Hinweis | Wenn Sie die E-Government-Databox nicht verwenden, können Sie in der Paketliste mit rechter Maustaste den Databox-Status manuell setzen (Databox Ok, Databox nicht Ok, Databox teilweise Ok).
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