Inhalt
Ein Workflow ist eine vorgegebene Abfolge von Aktivitäten, bei denen Aufgaben von einem Mitarbeiter zum nächsten zur Bearbeitung weitergegeben werden.
In dieser Dokumentation werden mögliche Einstellungen beschrieben, mit denen Sie die Prozesse, die Ihre Eingangsrechnungen im Programm "Eingangsrechnungskontrolle" durchlaufen sollen, individuell gestalten können.
Achtung!
| Voraussetzung für die Anlage und Verwendung des ER-Kontrolle-Workflows ist die Lizenz CRM Workflow.
Für die Implementierung von ER-Workflows empfehlen wir Ihnen, einen Termin mit unserer Terminkoordination termin@bmd.at zu vereinbaren. |
Bei einem Analysetermin werden zuerst die gewünschten Abläufe und die sich daraus ergebende Prozesse besprochen, die in Folge grafisch mit einem Workflowdiagramm dargestellt werden.
Wichtige Punkte dabei sind:
- Rechnungseingang (Wie kommt die Rechnung in die NTCS? Mail/Post, Verarbeitung über BMD Scan, Stapelverarbeitung, OCR-Verarbeitung ...)
- Rechnungserfassung (Ablauf und Zuständigkeiten für Erfassung, Lieferantenkontenanlage, WE-Zuordnung/WE-Kontrolle, Kontierung, Kostenerfassung, Freigabe, Verbuchung in Fibu)
- Verwendung von Makros (siehe Punkt Diagrammbeispiele: Entscheidungsmakros, Makros zur Mitarbeiterermittlung, Makro Freigabe mit ZV-Sperre ...)
- Berechtigungen (Berechtigung ansehen/bearbeiten für eigene/fremde ER, Datenbesitzer auf ER und Dokument, Berechtigungen für Personengruppen ...)
- Verwendung Aufgabenverwaltung (siehe Onlinehilfe "Aufgaben" in der ER-Kontrolle bzw. Aufgaben im Paket CRM)
- Stellvertreterregelung (siehe Onlinehilfe Stellvertreterregelung in der ER-Kontrolle bzw. Onlinehilfe Abwesenheitsmanager)
- Verwendung BMD Web (Aufgaben aus ER-Kontrolle über BMD WEB ausführen bzw. BMD Web-Funktionen BMD Web - FIBU - Funktionen)
- Weitere Abwicklung Zahlungsvorschlag bzw. Zahlungsplattform (nicht in ER-Workflow integrierbar/abbildbar)
In den FIBU Parametern
→ ER-Kontrolle
→ Allgemeine Einstellungen
→ Allgemein
→ Workflow bei Import autom. starten kann man einstellen, dass bei Importen von Rechnungen in die ER-Kontrolle der Workflow gleich automatisch angestoßen wird, wenn ein Workflow am Lieferanten oder im Parameter
Standardworkflow hinterlegt ist.
Diese Einstellung gilt bei folgenden Anwendungen:
- gleichzeitiges Überleiten mehrerer Rechnungen aus dem BMD Scan
- Import Buchungen (auch bei Stapelfunktion MCS_FIBUERIMPORTBUCHUNGEN)
- Import elektronische Rechnung – bei mehreren Rechnungen (auch bei Stapelfunktion MCS_FIBUERIMPORTEINVOICE)
- Import und automatische Anlage mittels Finmatics-API
- Automatische Anlage durch Übernahme aus Belegablagedatabox (Databox-Mailbox, Belegupload über: BMD Com, BMD Web, App BMD Go, Scanneranbindung
Damit ein Workflow verwendet werden kann, müssen Sie diesen vorher anlegen und grafisch abbilden.
Den genauen Ablauf und weitere Infos dazu finden Sie in den nachfolgenden Punkten.
Einen neuen Workflow können Sie unter FIBU → Stammdaten → Weitere Stammdaten → ER-Workflowdiagramme erstellen.
Nachdem Sie die Firmennummer eingegeben haben, können Sie für diese Firma einen Workflow erstellen und wechseln dazu über die Funktionen in das
Diagrammstudio.
Im Diagrammstudio besteht die Möglichkeit, einen individuellen Workflow zu gestalten.
FIBU → Stammdaten → weitere Stammdaten → ER-Workflowdiagramme → Funktionen (Menüleiste) → Diagrammstudio (Alt + D)
Ein Workflow besteht aus mehreren Elementen, die durch Verbindungen (Pfeile) logisch miteinander verbunden werden. Dadurch wird definiert, wie der Workflow abläuft, welche Aktionen der Reihe nach ausgeführt werden und wem die Aufgaben zugeteilt werden.
Tipps zum Gestalten im Diagrammstudio finden Sie im nachfolgenden Punkt
Designrichtlinien.
Im linken Bereich des Fensters werden Ihnen alle bereits erstellten Workflows zu der im Einstiegsfeld ausgewählten Firma angezeigt.
Im rechten Bereich des Fensters wird der selektierte Workflow grafisch dargestellt.
Hinweis | Besonderheit bei Firmengruppen: Für eine Firmengruppe kann über Parameter eingestellt werden, ob die Workflows unter den einzelnen Firmen oder unter der Hauptfirma gewartet werden sollen. Den Paramter finden Sie unter den FIBU Parametern → ER-Workflow → Allgemein → ER-Workflowerfassung unter Hauptfirma. | Gibt an, ob die Erfassung von ER-Workflows bei einer Firmengruppe immer unter der Hauptfirma erfolgt. Wird der Parameter fibubezogen gesetzt, ist als Firma die Hauptfirma zu verwenden. |
Beachten Sie bitte, dass nach dem Umstellen des Parameters nur noch die Workflows der Hauptfirma sichtbar sind. |
Um ein Gefühl für die Workflowgestaltung zu bekommen, können Sie den von uns bereitgestellten
Musterworkflow als ZIP-Datei downloaden und nach dem Entpacken im Programm ER-Workflowdiagramme unter Funktionen
→ Workflow importieren auf eine neue freie Nummer einspielen.
Wenn Sie den Musterworkflow importiert haben und in der ER-Kontrolle mit einer Testrechnung durchtesten möchten, ist bei der ersten Freigabe die Verwendung eines Workflows anzuhaken und die Workflownummer im Freigabefenster zu hinterlegen. In jedem weiterem Freigabeschritt ist die Eingabe des nächsten Mitarbeiters über das Suchfenster mit F4 erforderlich.
Der Musterworkflow kann natürlich beliebig abgeändert werden. Generell gilt jedoch für Änderungen, dass diese nur möglich sind, wenn sich keine Eingangsrechnung in diesem Workflow befindet. Zum leichteren Testen ohne vorherige Änderungen wurde in jedem Aktionsschritt die Kontrolle mit Mitarbeiterermittlung "Auswahldialog" hinterlegt.
Wenn Sie im Diagrammstudio in den einzelnen Arbeitsschritten einen oder mehrere Mitarbeiter Ihrer Firma fixieren möchten, können Sie dies mit einem Doppelklick auf den jeweiligen Aktionsschritt im anschließenden Fenster mit den Funktionstasten F4 bzw. F8 durchführen. Speichern Sie zum Abschluss Ihre Änderungen im Diagrammstudio.
Um in der ER-Kontrolle nachzuvollziehen, in welchem Workflowschritt sich die Rechnung befindet, blenden Sie sich die Spalte "Workflow" ein. Diese Spalte erhält ein Workflowsymbol

, wenn auf der Rechnung ein Workflow hinterlegt worden ist. Mit Doppelklick auf das Workflowsymbol

können Sie durch farbige Kennzeichnung erkennen, wie weit und in welchem Arbeitschritt sich die Rechnung bereits befindet.
Folgende Funktionen stehen über das Fenstermenü "ER-Workflowdiagramme" zur Verfügung:
Bei der Funktion "Workflow importieren" kann nur ein neuer Workflow angelegt werden.
Soll ein bereits bestehender Workflow überschrieben werden, so ist dies im Diagrammstudio unter Extras → Diagrammdatei importieren möglich.
Achtung!
| Es ist wichtig, dass in der Importfirma die gleichen Mitarbeiter wie in der Exportfirma vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, so sind die Mitarbeiter in der Importfirma anzulegen und im Workflow neu zuzuordnen.
Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir nach einem Import eines ER-Workflows immer, die Mitarbeiterzuordnung zu kontrollieren! |
Wir empfehlen beim Erstellen des Workflows von oben nach unten zu zeichnen, und die Größe der verschiedenen Elemente nicht zu ändern.
Ebenso hat sich das Verwenden von kurzen aussagekräftigen Beschriftungen der Elemente (z. B. bei Kontrollelemente: "KTR-Verantwortlich", Geschäftsführung ...) zur besseren Übersicht bewährt. Diese werden auch im ER-Aktionsprotokoll abgebildet. Genauere bzw. längere Beschreibungen können mittels Kommentare (Textnotiz) ergänzt werden.
Es besteht die Möglichkeit, einen oder mehrere Mitarbeiter direkt im Workflow für bestimmte Aktionen zu hinterlegen.
Mit Hilfe von Personenermittlungsmakros besteht aber auch die Möglichkeit zur Ermittlung nach eingeschränkten Personengruppen. (Makros werden von BMD erstellt und sind kostenpflichtig!) Nähere Informationen zu Makros finden Sie im Punkt
Makro.
Weitere Informationen und eine genaue Beschreibung zu den Workflowaktionen finden Sie in der CRM Onlinehilfe
Diagrammstudio.
Folgende Funktionen stehen im Fenstermenü "Diagrammstudio" zur Verfügung:
Die ER-Aktion "Kontrolle (mehrere Mitarbeiter)" ermöglicht, dass mehrere Mitarbeiter gleichzeitig einer Aktion zugeordnet werden können. Die Zuordnung erfolgt beim Erstellen des Blocks oder während der Workflowlaufzeit über ein Eingabefenster oder über ein Makro.

Folgende Einstellungen sind bei Kontrolle (mehrere Mitarbeiter) möglich:
Achtung! |
Voraussetzung für eine einwandfreie Zuordnung zu einem Mitarbeiter ist, dass bei diesem Mitarbeiter eine User-ID hinterlegt ist. Das ist sowohl für die Weiterleitung im Workflow als auch für die Aufgabenzuteilung notwendig. Die Zuordnung zwischen User-ID und Mitarbeiter erfolgt im Organizer unter Stammdaten → Personen → Mitarbeiter. Wenn Sie auf das blaue Dreieck klicken (oder die F4-Taste betätigen), können Sie nach bereits angelegten Mitarbeitern suchen. Ist ein Mitarbeiter noch nicht angelegt, können Sie ihn unter Mitarbeiter/Neu (F5) anlegen und auch die User-ID hinterlegen. Die User-ID muss aber bereits bestehen (eine Neuanlage der UserID ist nicht möglich).
|
Nachfolgend sind einige Diagrammbeispiele abgebildet und beschrieben.
Um ein Gefühl für die Workflowgestaltung zu bekommen, können Sie auch den von uns bereitgestellten Musterworkflow downloaden und unter Funktionen → Workflow importieren einspielen. Der Musterworkflow kann natürlich beliebig abgeändert werden.
Beispiel | | Start und Ende zählen auch als "Personen" Angenommen, Sie verwenden für eine Eingangsrechnung im BMD Scan den links ersichtlichen Workflow: Hier muss die Person, die die ER einscannt und die Erfassung vornimmt, die Rechnung mit einem bestimmten Workflow bzw. einer bestimmten Person weiterleiten.
|
Beispiel | | Workflow mit gesetzten Aktionen (Betragsprüfung)
In diesem Fall bearbeitet "Mitarbeiter 1" die Eingangsrechnung.
Automatisch wird dann der Eingangsrechnung eine ZV-Sperre hinzugefügt, sobald die Rechnung größer als 1.000 € ist. Dies erfolgt über ein Makro. Nähere Informationen zu Makros finden Sie im Punkt Makro.
Anschließend wird die Eingangsrechnung an "Mitarbeiter 2" weitergereicht, der dann die Rechnung für die Verbuchung in die Fibu genehmigt. Diese Rechnung bleibt dann im Zahlungsvorschlag als gesperrt vorhanden und müsste händisch freigegeben werden.
|
Beispiel | | Workflow mit "Buchungsfreigabe mit ZV-Sperre" und "ZV-Freigabe"
Zuerst wird die Rechnung von Mitarbeiter 1 mit der ER-Aktion "Buchungsfreigabe mit ZV-Sperre" freigegeben.
Wenn die Rechnung fertig kontiert wurde, kann die Rechnung bereits in die FIBU verbucht werden.
Als nächstes gibt Mitarbeiter 2 die Rechnung mit der ER-Aktion ZV-Freigabe" frei. Sowohl in der ER-Kontrolle als auch in der FIBU wird die ZV-Sperre automatisch entfernt und der Workflow ist abgeschlossen.
|
Beispiel | | Workflow Kontrolle (mehrere Mitarbeiter)
Zuerst muss die Rechnung sowohl von Mitarbeiter 1 als auch von Mitarbeiter 2 freigegeben werden.
Erst wenn der letzte Mitarbeiter die Rechnung freigibt, erscheint das Auswahldialogfenster, um den nächsten Mitarbeiter auswählen zu können.
Gibt dieser Mitarbeiter die Rechnung frei, so wird ein Makro ausgeführt (Abteilungsleiter vom Mitarbeiter, der freigibt, wird ermittelt). Nähere Informationen zu Makros finden Sie im Punkt Makro. |
Beispiel | | Workflow Ja/Nein Prüfung
Mitarbeiter 1 kann entscheiden, ob die Rechnung OK ist oder nicht.
Wenn die Rechnung OK ist, so wird sie mit der ER-Aktion Buchungsfreigabe mit ZV-Sperre freigegeben.
Ist die Rechnung nicht in Ordnung, so muss vorher noch der Abteilungsleiter die Rechnung freigeben, bevor diese an Mitarbeiter 2 weitergeleitet wird.
Wenn Mitarbeiter 2 die Rechnung freigibt, so wird automatisch kontrolliert, ob der Betrag kleiner als € 2.000 ist.
Ist diese Bedingung erfüllt, so wird die Rechnung für den ZV freigegeben ( ER-Aktion) und der Workflow ist zu Ende.
Ist die Bedingung nicht erfüllt, so wird diese an den Geschäftsführer zur Durchsicht weitergeleitet. Achtung: Wenn dieser die Rechnung freigibt, so bleibt trotzdem noch die ZV-Sperre erhalten.
|
Beispiel
|
Workflow mit "Entscheidungsmakro"
| Beschreibung |
Makrotext |
Bei diesem Workflow hat "Mitarbeiter 1" die Auswahlmöglichkeit "Rechnung OK?". Wenn "Nein" ausgewählt wird, geht die Rechnung weiter zu "Mitarbeiter 2".
Soll der Text für die Comboboxauswahl geändert werden, kann dies ebenfalls im Makro ergänzt werden. Näheres dazu finden Sie unter Makro. |
Result := BMD_RECHNUNG_IST_OK(); |
Weitere Beispiele für ein Entscheidungsmakro:
Beschreibung |
Makrotext |
Die Rechnung soll zu einem bestimmten Mitarbeiter weitergeleitet werden, wenn der Buchungsbetrag größer als 10.000 € ist. |
Result := MCA_ERB_BUCHBETRAG > 10000; |
Es soll überprüft werden, ob die Kontierung der Rechnung vollständig und fehlerfrei ist. |
Result := BMD_KONTIERUNG_IST_OK(); |
Es soll überprüft werden, ob die WWS-Betragsaufteilung vollständig ist. |
Result := BMD_WWS_AUFTEILUNG_VOLLSTAENDIG(); |
|
Ein Makro ist eine Variante eines Unterprogramms, mit dem ein Vorgang oder eine Folge von Vorgängen in einem einzelnen, einfach zu verwendenden Befehl zusammengefasst, automatisiert und individuell auf Ihre Geschäftsprozesse angepasst werden kann.
Reichen die Programmfunktionen (ER-Aktionen, Entscheidungsblock ...) zur Gestaltung des ER-Workflows nicht aus, kann bei einem Analysetermin besprochen werden, ob und wie die Anforderungen mittels Makros gelöst werden können. Bei Bedarf wenden Sie Sich dazu an unser Terminkoordination
termin@bmd.at.
Hinweis | Makros werden grundsätzlich von BMD erstellt und sind kostenpflichtig! Ergibt sich bei einem Analysetermin der Bedarf für ein Makro, wird dieses im Anschluss individuell programmiert und bei einem Folgetermin im Diagrammstudio im Workflow importiert. Im Zuge dieses Imports, aber auch für Kontrollen, wird empfohlen, im Makroeditor die Funktion "Compilieren" (STRG + F9) auszuführen, um syntaktische Fehler vor der Ausführung zu vermeiden. |
Ein Nachteil bei der Verwendung von Makros ist, dass dies ein gewisses Risiko birgt, insbesondere jenes, dass bei Programmupdates keine Rücksicht auf Makros genommen werden kann und eine eventuell notwendige Anpassung wiederum nur kostenpflichtig erfolgen kann.
Eine allgemeine Gewähr für die Verwendbarkeit mit anderen Programmversionen, Updates usw. kann nicht gegeben werden. Bei der Programmentwicklung kann nicht auf Makros bzw. SQL-Anweisungen Rücksicht genommen werden! Eine Adaptierung, Korrektur beziehungsweise Erweiterung sowie der Supportaufwand sind in allen Fällen kostenpflichtig.
Die Verwendbarkeit mit anderen BMD Oberflächen (BMD Web, BMD Com) ist nicht automatisch gegeben und muss im Bedarfsfall ausdrücklich analysiert und gegebenenfalls separat beauftragt werden.
In den nachfolgenden Punkten sind einige Standardmakros zur Verwendung im ER-Workflow angeführt, die in der Praxis sehr oft Anwendung finden.
Weiters besteht auch die Möglichkeit, Feld- oder Fenstermakros von BMD erstellen zu lassen.
Fenstermakros sind Makros, die entworfen werden, um häufig ausgeführte Vorgänge im jeweiligen Fenster mittels eines Menübefehls oder einer Tastenkombination schneller ausführen zu können.
Feldmakros sind Makros, die Aktionen beim Bearbeiten von Datenfeldern starten. Auch hier wird wieder zwischen manuell startbaren Makros (F4-Taste, F8-Taste) und den automatisch startenden unterschieden. Beispiel: In der ER-Kontrolle wird ein Lieferant in der Erfassung eingegeben, als Buchungstext wird automatisch das Freifeld x vom Lieferantenstamm übernommen.
Es besteht die Möglichkeit, die Standardfunktion "Freigabe mit ZV-Sperre" mit einem Makro zu erweitern. Werden Rechnungen mit ZV-Sperre verbucht, dann kann diese Sperre im Programm "Zahlungsvorschlag" wieder entfernt und die Rechnung für den Zahlungsvorschlag freigegeben werden.
Wird dies nicht gewünscht, kann im Workflow anstelle der Standardfunktion die Makroaktion "Buchungsfreigabe mit ZV-Sperre" mit der Nummer "18" eingefügt und somit eine erweiterte Sperre gesetzt werden:
Die betroffenen Rechnungen erhalten dadurch in den Programmen "ER-Kontrolle" und "Zahlungsvorschlag" im Feld "ZV-Sperre" den Eintrag "ER im Umlauf":
Die ZV Sperre "ER im Umlauf" kann nicht über den Zahlungsvorschlag entfernt werden. Beim Bearbeiten der Sperre im Zahlungsvorschlag erscheint folgende Meldung:
"Es ist die ZV-Sperre "ER im Umlauf" gesetzt. Diese kann über die ER-Kontrolle entfernt werden! Bitte ändern Sie Ihre Auswahl!"
Achtung! |
Die ZV-Sperre "ER im Umlauf" kann bei Verwendung eines Workflows in der ER-Kontrolle über Makro gesetzt werden und muss auch über eine eigene Aktion im Workflow wieder durch ein Makro aufgehoben werden. |
Die Text der Combobox für "ok" und "nicht ok" können nun mittels Makro im Workflow verändert werden.
Über den Decision-Block

kann die Funktion "BMD_RECHNUNG_IST_OK" eingefügt werden.
Die beiden Texte können anschließend geändert werden.
Beispiel:
Bei der Rechnungsfreigabe stehen dann die geänderten Texte zur Verfügung:
Die Texte werden auch im Aktionsprotokoll dargestellt.
Sollen die Rechnungen ab oder bis zu einer fixierten Betragshöhe zu einem bestimmten Mitarbeiter weitergeleitet werden, kann dies mittels Entscheidungsmakro mit dem folgenden Makrotext gelöst werden:
Result := MCA_ERB_BUCHBETRAG > 10000;
Das Zeichen für "größer" bzw. "kleiner" ist entsprechend zu setzen.
Soll überprüft werden, ob die Kontierung der Rechnung vollständig und fehlerfrei ist, kann dies mittels Entscheidungsmakro mit dem folgenden Makrotext gelöst werden:
Result := BMD_KONTIERUNG_IST_OK();
Soll überprüft werden, ob die WWS-Betragsaufteilung vollständig ist, kann dies mittels Entscheidungsmakro mit dem folgenden Makrotext gelöst werden:
Result := BMD_WWS_AUFTEILUNG_VOLLSTAENDIG();
Grundsätzlich sind die Berechtigungen für die ER-Kontrolle mit einem eventuell bestehenden Berechtigungskonzept abzustimmen und einzugliedern. Da es sich bei den Einstellungen zu den Berechtigungen generell um ein umfassendes Thema handelt, empfehlen wir hier einen separaten Analyse- und Einstellungstermin mit einem/einer BMD Mitarbeiter/in.
Grundlegende Informationen zur Administration und entsprechende Lernvideos finden Sie hier:
Administration von Benutzern, Gruppen und RollenEinen Überblick über die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten von Berechtigungen und die Zusammenfassung von Berechtigungen in verschiedene Gruppen (Datenbesitzergruppen, Rollen, Sperrgruppen …) finden Sie in der TOOLS Fensterhilfe
Berechtigungen bzw. detailliert in der TOOLS Themenhilfe
Berechtigungen.
Über Berechtigungsgruppen können bestimmte Pakete, Programmpunkte, Funktionen und Felder gesperrt bzw. erlaubt werden. Die einzelnen Rechte werden dabei addiert.
Eine Datenbesitzergruppe umfasst immer jene Benutzer, welche für das Ansehen oder Bearbeiten berechtigt sein sollen. Am jeweiligen Datensatz, der nicht für alle Benutzer verfügbar sein soll, wird dann die entsprechende Datenbesitzergruppe hinterlegt. Ab diesem Zeitpunkt können nur mehr die User der Datenbesitzergruppe auf diese Firma/diesen Lieferanten/diese Rechnung/dieses Projekt ... zugreifen. Für alle anderen ist der Datensatz nicht sichtbar bzw. nicht bearbeitbar.
Durch die Anlage von Rollen können Berechtigungen zusammengefasst werden.
Einer Rolle können auf der einen Seite Benutzer und auf der anderen Seite Gruppen bzw. Datenbesitzergruppen zugeordnet werden. Die Rolle an sich besitzt keine Berechtigungseinstellungen. Ein Benutzer bekommt durch die Zuordnung zu Rollen mit einem Klick sämtliche Berechtigungen aller dieser zugeordneten Gruppen und Datenbesitzergruppen. Rechte werden dabei addiert.
Firmenberechtigungen ergänzen das Berechtigungssystem, indem sie Berechtigungen nicht nur auf Gruppenebene, sondern zusätzlich auf Firmenebene ermöglichen. Sie können einzelne Menüpunkte, wie z. B. "ER-Kontrolle" oder Unterfunktionen, wie z. B. "Ändern von Konten" nur für eine bestimmte Firma berechtigen.
Generell ist für das Setzen von Berechtigungen Folgendes vorab zu klären:
- Gibt es ein bestehendes Berechtigungskonzept?
- Wer ist im Unternehmen zuständig für die Anlage von neuen Usern und die Wartung der Berechtigungen?
- Welche unterschiedlichen Mitarbeiter gibt es im Unternehmen?
- Wurde für jeden Anwender ein eigener NTCS Benutzer in der NTCS angelegt und ebenso im CRM ein Mitarbeiter, auf dem die User-ID des Benutzers hinterlegt ist?
- Wie streng oder offen sollten die Berechtigungen geregelt werden? Gibt es heikle Daten, welche nur bestimmte Mitarbeiter sehen dürfen?
- Wer darf bestimmte Rechnungsdatensätze/Dokumente/Datenfelder sehen bzw. bearbeiten?
- Wer darf über welche Funktionen in der ER-Kontrolle, im ER-Workflow, in Aufgaben, im Archiv verfügen, bzw. müssen diese eingeschränkt werden?
Beim Setzen von Berechtigungen für die Eingangsrechnungskontrolle müssen alle Schritte im Verarbeitungsablauf einer Rechnung beachtet werden. Je nach Verwendung müssen nicht nur die Berechtigungen für das Programm "ER-Kontrolle", sondern auch für das Programm "Aufgaben" berücksichtigt werden, und unter anderem bei einer papierlosen Buchhaltung auch die Rechnungsdokumente in den diversen Programmen geschützt werden.
Die Möglichkeiten für die Berechtigungseinstellungen sind auch abhängig davon, ob mit einem ER-Workflow gearbeitet wird oder nicht.
Um die Berechtigungsverwaltung zu erleichtern, liefern wir verschiedene Standardberechtigungsgruppen aus. Nähere Informationen zu diesen Gruppen, entnehmen Sie der jeweilig hinterlegten Notiz.
Eine Änderung in diesen Standardgruppen ist nicht möglich. Sie können diese allerdings kopieren und anschließend in der Kopie Änderungen vornehmen. Wir empfehlen, auch in diesem Fall in der Notiz die dementsprechenden Informationen genau festzuhalten.
Standardgruppen für ER-Kontrolle
*F_ER_A | Administrative Rechte für ER-Kontrolle |
*F_ER_K | Keyuserrechte für ER-Kontrolle |
| *F_ER_NEU | Erfassen Rechnungen in ER-Kontrolle |
*F_ER_U | Freigabe von Rechnungen |
*F_ERKONT | Kontierungen von Eingangsrechnungen |
*F_ERKOST | Erfassen von Kostendaten in ER-Kontrolle |
Achtung! | Diese Gruppen beinhalten nur Berechtigungen zur Freigabe der Eingangsrechnungen. Berechtigungen für die Aufgaben und für die Dokumentenverwaltung müssen noch zusätzlich gesetzt werden.
|
Standardgruppen für Aufgaben/Dokumentenverwaltung
Berechtigungen für die Aufgaben und für die Dokumentenverwaltung müssen zusätzlich gesetzt werden.
Mit den folgenden beiden Berechtigungsgruppen haben Sie Zugriff auf die Aufgaben und das DMS bzw. die Dokumente:
| *O_BAS2_U | Verwenden Basisfunktionen mit Unter |
*O_DMS_U | Anwenden DMS |
Alternativ kann zum Beispiel die Berechtigungsgruppe *F_ER_U kopiert und manuell um die Berechtigungen für das DMS und die Aufgaben ergänzt werden. Somit hat man in einer Berechtigungsgruppe alle notwendigen Rechte, um die Dokumente, die Aufgaben und die Eingangsrechnung selbst zu sehen und freizugeben.
Übernahme Datenbesitzer auf Dokumente
Möchte man Dokumente schützen, damit nur bestimmte Mitarbeiter diese Dokumente sehen können, kann mit der Übernahme von Datenbesitzergruppen gearbeitet werden, z. B.:
- Datenbesitzergruppe mittels DMS-Vorschlagswerten auf das Dokument übernehmen.
- Datenbesitzergruppe am FIBU-Stamm wird automatisch auf Belegablage Databox übernommen, wenn Dokumente hier hochgeladen werden.
Mit dem Parameter "DMS Datenbes. Ansehen des Databox-Dokuments übernehmen" kann eingestellt werden, ob diese Datenbesitzergruppe auf die zugeordneten Rechnungsdokumente in die ER-Kontrolle übernommen werden soll.
- Manuelle Erfassung einer Datenbesitzergruppe auf der Eingangsrechnung.
- Bei Verwendung eines ER-Workflows kann mit einem Makro eine Datenbesitzergruppe auf die Rechnung gelegt werden.
- Auf der DMS-Kategorie für Eingangsrechnungen gibt es auch mehrere Möglichkeiten, um einen Datenbesitzer zu hinterlegen:
- Feld "Datenbesitzer für ER-Kontrolle": Hier können Sie eine Datenbesitzergruppe hinterlegen, die zusätzlich zum Feld "Berechtigung ER-Kontrolle" die Berechtigung für die Funktion "Dokument ansehen" innerhalb dieser Dokumentenkategorie steuert.
- Feld "Datenbesitzer für Ansehen": Hier können Sie eine Datenbesitzergruppe hinterlegen. Nur Mitarbeiter, die in dieser Datenbesitzergruppe sind, können diese Kategorie sehen bzw. Dokumente zu dieser Dokumentenkategorie archivieren.
Schützen der Dokumente in den Aufgaben
Nähere Informationen zum Arbeiten mit Aufgaben in der ER-Kontrolle (Aufgaben aus ER-Kontrolle über BMD Com bzw. BMD Web ausführen, Aufgabenbenachrichtigung/E-Mail-Versand, Stellvertreter ...) finden Sie in der FIBU Onlinehilfe "ER-Kontrolle" im Punkt
Aufgaben.
Wurden die nötigen Einstellungen getroffen, muss zusätzlich noch über den Parameter "Aufgabenart" eingestellt werden, ob die aus der ER-Kontrolle erzeugten Aufgaben öffentlich (Standard), privat oder verdeckt sind.
Verdeckte Aufgaben dürfen gesehen werden vom Ersteller, vom Stellvertreter, vom Empfänger der Aufgabe und zusätzlich mit einer weiteren Parametereinstellung von den Führungskräften.
Um verdeckte Aufgaben zusätzlich für Vorgesetzte sichtbar zu machen, ist folgender Parameter einzustellen:
CRM → Stammdaten → Einstellungen → CRM Parameter → Aufgaben → Allgemein: Verdeckte Aufgaben für Vorgesetzte sichtbar?
Über diesen Parameter können Sie festlegen, ob und welcher Vorgesetzte (Geschäftsführung bzw. Abteilungsleitung) die verdeckten Aufgaben eines Mitarbeiters sehen und bearbeiten darf. Voraussetzung dafür ist, dass die beiden Felder "Abteilungsleitung" und "Geschäftsführung" in den Mitarbeiterstammdaten entsprechend befüllt sind.
In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass Datenbesitzer auf der Firma bzw. Fibu beim Arbeiten mit der ER-Kontrolle und der automatischen Aufgabenerstellung bei den zugeteilten Aufgaben nicht geprüft werden. Das bedeutet: Auch wenn auf einer Firma bzw. FIBU ein Datenbesitzer hinterlegt ist und man dieser Gruppe nicht zugeordnet ist, aber man eine Aufgabe für eine Rechnung aus dieser Firma/Fibu zugeordnet bekommt, kann man diese Aufgabe trotzdem ausführen.
Berechtigung auf der DMS-Kategorie
Beachten Sie beim Arbeiten mit Dokumenten die Einstellungsmöglichkeiten auf der Dokumentenkategorie im Feld "Berechtigung ER-Kontrolle".
Mit diesem Feld können Sie die Prüfungsart der Berechtigung für das Öffnen von Dokumenten mit dieser Dokumentenkategorie steuern. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, das Ansehen nur jenen Benutzern zu erlauben, die entweder im ER-Workflow angesprochen werden bzw. welche die entsprechende KORE-Berechtigung besitzen.
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen hier zur Verfügung:
| Keine Prüfung | Alle Benutzer in der NTCS können die archivierten Dokumente aus der ER-Kontrolle bzw. aus der Dokumentenübersicht aufrufen. |
| Prüfung ER-Workflow-Mitarbeiter | Nur jene Benutzer, die im ER-Workflow angesprochen werden, können das archivierte Dokument aus der ER-Kontrolle bzw. in der Dokumentenübersicht aufrufen. |
| Prüfung KORE-Berechtigungen | Nur jene Benutzer, die entsprechende Berechtigungen auf der KORE-Dimension besitzen, können das archivierte Dokument aus der ER-Kontrolle bzw. in der Dokumentenübersicht aufrufen. |
| Beide | Wurde diese Ausprägung gewählt, dürfen jene Benutzer die Dokumente ansehen, die entweder im ER-Workflow angesprochen werden ODER die entsprechenden Berechtigungen auf der KORE-Dimension besitzen. |
Hinweis
| Zusätzlich können Sie im Feld Datenbesitzer ER-Kontrolle eine Datenbesitzergruppe hinterlegen, wo jene Mitarbeiter zugeordnet sind, die ein Dokument unterhalb dieser Kategorie auch ohne Beteiligung am ER-Workflow bzw. der KORE sehen dürfen.
Diese Datenbesitzergruppe wird auch zur Ermittlung der Berechtigung für Ansehen herangezogen, wenn am Dokument keine Informationen über die Herkunft vermerkt sind (Felder Herkunft und Key extern mit Werten aus der FIBU ER-Kontrolle).
|
Achtung! | Wenn Sie auf einer Dokumentenkategorie dieses Feld auf eine Ausprägung ungleich Keine Prüfung setzen, werden die Datenbesitzergruppen für Ansehen auf der Kategorie bzw. auf Dokumente innerhalb dieser Kategorie für das Ansehen bzw. Bearbeiten der Dokumente nicht mehr berücksichtigt. Eine Datenbesitzergruppe direkt am Archivstamm wird aber weiterhin geprüft.
Dadurch wird erreicht, dass ein Mitarbeiter die Dokumente zu Eingangsrechnungen, bei denen er im ER-Workflow beteiligt ist, ansehen kann, alle anderen Dokumente dieser Kategorie aber nicht sehen darf. Konkret wirkt sich die Hinterlegung einer Datenbesitzergruppe für Ansehen in Kombination mit diesem Feld wie folgt aus:
Archiv Ist eine Datenbesitzergruppe für Ansehen, der Sie nicht zugeordnet sind, am Archiv hinterlegt, können Sie zu Dokumenten innerhalb dieses Archivs keine DMS-Funktionen ausführen, auch wenn dieses Feld gesetzt ist. Wenn Sie zum Beispiel bei einer Eingangsrechnung die Funktion "Dokument ansehen" ausführen, erhalten Sie folgende Hinweismeldung: "Sie besitzen keine Berechtigung für Dokumente aus dem Archiv XY!"
Dokumentenkategorie Ist eine Datenbesitzergruppe für Ansehen auf der Dokumentenkategorie hinterlegt, der Sie nicht zugeordnet sind, sind trotzdem folgende Funktionen für eigene Eingangsrechnungen möglich: - Ansehen/Bearbeiten der Dokumente, welche der Eingangsrechnung bzw. Aufgabe zugeordnet sind.
- Dokumente dieser Dokumentenkategorie sind auch im DMS sichtbar.
- Die Metadaten der Dokumente können bearbeitet werden.
Führen Sie diese Funktionen zu einer Eingangsrechnung aus, bei denen Sie nicht im ER-Workflow beteiligt sind, erhalten Sie folgende Hinweismeldung: "Sie besitzen aufgrund des ER-Workflows keine ausreichenden Rechte, dieses Dokument anzusehen"
Dokument Ist eine Datenbesitzergruppe für Ansehen direkt am Dokument hinterlegt, der Sie nicht zugeordnet sind, ist trotzdem das Ansehen/Bearbeiten der Dokumente möglich, welche der Eingangsrechnung bzw. Aufgabe zugeordnet sind. Die Dokumente sind aber weder im DMS sichtbar, noch dürfen Sie die Metadaten dieser Dokumente bearbeiten.
Hinweis | Grundsätzlich erfolgt diese Prüfung – wie oberhalb beschrieben – nur bei Dokumenten, bei denen auch die Felder Herkunft und Key extern mit Werten aus der FIBU ER-Kontrolle versehen sind. Sind diese Felder leer, erfolgt die Vergabe der Berechtigung zum Ansehen dieser Dokumente nur über die im Feld Datenbesitzer ER-Kontrolle zugeordnete Datenbesitzergruppe. Das bedeutet: Dokumente ohne Herkunft dürfen nur von jenen Personen gesehen werden, die dieser Datenbesitzergruppe zugeordnet sind. Alle anderen dürfen diese nicht zum Ansehen öffnen. |
|
Es wird empfohlen mit unseren Standardberechtigungsgruppen zu arbeiten bzw. bei Bedarf auf einer Kopie der Standarberechtigungsgruppe einzelne Berechtigungen zu ergänzen. Möchte man nicht mit Standardberechtigungsgruppen arbeiten, können Berechtigungen in der ER-Kontrolle auch einzeln gesteuert werden.
Einstieg Berechtigungsprogramm
Den allgemeinen Einstieg ins Berechtigungsprogramm finden Sie unter TOOLS → Tools → Berechtigung → Berechtigungen.
Die einzelnen Berechtigungen für die ER-Kontrolle stellen Sie im Berechtigungsprogramm im Bereich "Berechtigung" unter Finanzbuchhaltung → Buchen und Vorerfassungen → ER-Kontrolle ein.
Sperren/Berechtigen von Funktionen
Damit Funktionen leichter gefunden werden können, ist es sinnvoll, die Funktionsnummern oder auch die Funktionsbezeichnungen einzublenden. Dies kann unter TOOLS → Tools → Berechtigung → Berechtigungen und im Menü über "Extras" aktiviert werden.
Sind die Funktionsnummern aktiviert worden, ist in der Statusleiste mittels Mouseover die Funktionsnummer ersichtlich.
Zusätzlich zu den Funktionsnummern kann in den Berechtigungen auch die interne Funktionsbezeichnung (z. B. MCS_FRMKUNDE_CREATE) eingeblendet werden.
Beachten Sie die Möglichkeit, diverse Berechtigungen nur auf eigene Rechnungen einzuschränken.
Sofern gewährleistet ist, dass alle Rechnungen mit einem entsprechenden Datenbesitzer geschützt sind (mittels Makros möglich), kann die Ansicht aller Rechnungen berechtigt werden. Ebenso sollte die Berechtigung zum Delegieren bzw. Abbrechen des Workflows genau durchdacht werden, weil somit unter Umständen der Workflow ausgehebelt werden kann.

- Ansehen alle (nicht nur eigene): Ist dieser Punkt gesperrt, können nur die eigenen Rechnungen angesehen werden. Ein Umschalten auf einen anderen Mitarbeiter ist in der ER-Liste nicht möglich.
- Bearbeiten (allgemein): Mit dieser Berechtigung kann eingestellt werden, ob das Bearbeiten von allen Rechnungen, also auch von jenen, die dem Mitarbeiter nicht zugeordnet sind, erlaubt oder nicht erlaubt ist.
- Bearbeiten (eigene): Mit dieser Berechtigung kann eingestellt werden, ob das Bearbeiten von eigenen Rechnungen erlaubt oder nicht erlaubt ist.
- ER-Delegieren (allgemein): Mit dieser Berechtigung kann gesteuert werden, ob alle Eingangsrechnungen delegiert werden dürfen oder nicht.
- ER-Delegieren (eigene): Damit kann gesteuert werden, ob eigene Eingangsrechnungen delegiert werden dürfen oder nicht.
- ER-Freigabe (allgemein): Ist dieser Punkt gesperrt, dürfen nur die eigenen Rechnungen freigegeben werden. Rechnungen, die anderen Mitarbeitern zugeordnet sind, können nicht freigegeben werden.
- ER-Freigabe (eigene): Damit kann gesteuert werden, ob eigene Eingangsrechnungen freigegeben werden dürfen oder nicht.
- Workflow abbrechen: Bestimmt, ob ein Mitarbeiter einen Workflow abbrechen darf oder nicht.
- Workflow ändern: Bestimmt, ob ein Mitarbeiter eine Workflowhinterlegung ändern darf oder nicht.
Die Berechtigung für die Kontierung sowie für die Kostendatenerfassung und Bestellpositionen wird unabhängig von der Berechtigung für die ER-Buchung gesteuert.
Wurde eine Berechtigung erteilt, die in der Bezeichnung die Ergänzung "Prüfen Datenbesitzer Kostenstamm" enthält (z. B. "Kostendaten - Bearbeiten (Prüfen Datenbesitzer Kostenstamm)"), dann wird zusätzlich zur Berechtigung mit der Ergänzung "eigene" (z. B. "Kostendaten - Bearbeiten (eigene)") noch geprüft, ob der User lt. BUCHEN_DOG der bebuchten Kostenstammdaten zur jeweiligen Aktion berechtigt ist.
Für das Aktionsprotokoll in der ER-Kontrolle steht eine eigene Berechtigung (MCS_MDFIBUERBUCHUNGMGR_SHOWACTIONPROTOCOL) mit der Funktionsnummer 41922 zur Verfügung.
Für die Zuordnung aus der WWS stehen folgende Berechtigungen zur Verfügung:
- WWS-Kontrolle (allgemein): WE-Kontrolle kann für unverbuchte Eingangsrechnungen aufgerufen und verändert werden. Für verbuchte Rechnungen kann sie zwar aufgerufen, aber nicht verändert werden.
- WWS-Kontrolle (verbuchte): WE-Kontrolle kann für unverbuchte und verbuchte Eingangsrechnungen aufgerufen und verändert werden.
- WWS-Vorkontierung: Mit dieser Funktion können Sie eine Vorkontierung für die vorläufige Verbuchung aus der WWS übernehmen.
- WWS-Zuordnung (allgemein): WE-Zuordnung kann für unverbuchte ERs aufgerufen und verändert werden. Für verbuchte Rechnungen kann sie zwar aufgerufen, aber nicht verändert werden.
- WWS-Zuordnung (verbuchte): WE-Zuordnung kann für unverbuchte und verbuchte Eingangsrechnungen aufgerufen und verändert werden.
Für die WWS Auftragsvorerfassung steht unter dem Punkt "ER-Kontrolle" folgende Berechtigung zur Verfügung:
- Workflow abbrechen
- Workflow ändern
- WWS Auftragsvorerfassung
- WWS Bestellkontierung
- WWS Bestellzuordnung
Dieser Parameter wird unter FIBU → Stammdaten → Paketübergreifende Parameter → CRM Allgemein → CRM Allgemein gespiegelt:
Folgende Ausprägungen stehen zur Verfügung:
0 - Nein: Es werden keine Datenbesitzer ermittelt.
1 - Datenbesitzer-Vorschlagswert aus CRM: Bei dieser Ausprägung werden die Datenbesitzer-Vorschlagswerte vom Projekt oder von der Person (Lieferant, div. Person, Mitarbeiter) als "Datenbesitzer Ansehen" auf die Eingangsrechnung übernommen. Der Vorschlagswert wird jedoch erst beim Speichern der Rechnung eingetragen (wenn das Feld "Datenbesitzer Ansehen" leer ist).
Wird der Vorschlagswert "Datenbesitzer Ansehen" am Projekt oder der Person (Lieferant, div. Person, Mitarbeiter) geändert, kommt die Abfrage, ob die Änderung im System verteilt werden soll.
Wenn ja, werden alle Eingangsrechnungen im System, auf denen das Projekt hinterlegt ist, auf den neuen Wert geändert.
2 - Datenbesitzer-Vorschlagswert lt. TOOLS Einstellungen (= Standardeinstellung)
Diese Datenbesitzer-Vorschlagswerte können unter TOOLS → Tools → Berechtigungen → Datenbesitzerzuordnung → Datenbesitzervorschlagswerte hinterlegt werden.
Mit "F5 - Neuanlage" können die jeweiligen Datenbesitzer unter der Funktion "FIBU Eingangsrechnungen" hinterlegt werden.
Wird kein Benutzer eingeben, werden die Datenbesitzer bei allen Benutzern verwendet.
Wenn eine neue Rechnung in der ER-Kontrolle erfasst wird, werden diese hinterlegten Datenbesitzer automatisch in den jeweiligen Feldern vorgeschlagen.
Es gibt bestimmte Firmenkonstellationen, bei denen die Fibu mit einer Datenbesitzergruppe geschützt ist und die Mitarbeiter, die in der ER-Kontrolle in dieser Firma arbeiten sollen, dieser Gruppe nicht zugeordnet werden können.
Wurde eine Fibu mit einem Datenbesitzer für Ansehen gesperrt und ist somit in keinem Programm einsehbar, kann mit einer speziellen Hinterlegung einer eigenen Datenbesitzergruppe im Feld "Datenbesitzer für ER-Kontrolle" am Fibu-Stamm der Aufruf für die hier zugeordneten Benutzer explizit nur für die ER-Kontrolle berechtigt werden. Voraussetzung ist die Zuordnung der User-ID beim Mitarbeiter im CRM in der Mitarbeiterverwaltung. Mit dem Datenbesitzer für ER-Kontrolle können die Funktionen "Kontoblatt", "Gegenkontoblatt", "TR/SR-Übersicht" und "Verbuchen" nicht gestartet werden.
Es wird jedoch empfohlen, mit unseren Standardberechtigungsgruppen zu arbeiten. Bei Bedarf können diese kopiert und auf der Kopie weitere Einzelberechtigungen hinzugefügt werden. Die Hinterlegung des Datenbesitzers für ER-Kontrolle sollte nur im Ausnahmefall erfolgen!
In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass Datenbesitzer auf der Firma bzw. Fibu beim Arbeiten mit der ER-Kontrolle und der automatischen Aufgabenerstellung bei den zugeteilten Aufgaben nicht geprüft wird.
Im Programm "ER-Workflowdiagramme" kann eine Datenbesitzergruppen für Ansehen bzw. für Bearbeiten hinterlegt werden, damit nur User, die diesen Gruppen zugeordnet wurden, den Workflow sehen bzw. bei Bedarf und wenn keine Rechnungen im Umlauf sind, bearbeiten können.
Dies kann z. B. nützlich sein, wenn Workflows innerhalb der Hauptfirma einer Firmengruppe verwaltet werden. So kann jeder Mitarbeiter nur die Workflows der Firmen einsehen, an denen er beteiligt ist.
Sollen nicht alle Felder für jeden User ersichtlich sein, empfiehlt es sich, die Feldauswahl für Layoutgruppen zu speichern.
Mit Layoutgruppen können für bestimmte User (Gruppen) bestimmte Feldauswahlen für verschiedene Fenster vordefiniert und auch schreibgeschützt werden. In der ER-Kontrolle sieht jeder Mitarbeiter somit nur die für ihn notwendigen Felder, die er zur Kontrolle bzw. Freigabe der Rechnung benötigt.
Generell ist die Layoutgruppe empfohlen, damit Buchhalter und Freigeber nicht das gleiche sehen.
Achtung! | In diesem Zusammenhang müssen natürlich die Berechtigungen zum Bearbeiten und Speichern der Feldauswahl gesperrt werden. |
Durch das Arbeiten mit Layoutgruppen kann man die Feldauswahl je nach Funktion des Mitarbeiters im Unternehmen z. B. für den "Freigeber" einschränken und übersichtlicher gestalten. Zusätzlich können bei Bedarf bestimmte Felder dieser Layoutgruppe mit einem Schreibschutz in den Feldeigenschaften versehen werden. Somit kann z. B der "Erfasser" viele bzw. alle Felder ändern, der "Freigeber" darf aber nur gewisse Felder befüllen, alle anderen Felder sind für ihn gesperrt (Alternative: Erfassung einer Notiz im Freigabefenster).
Möchten Sie eine Feldauswahl für eine Layoutgruppe speichern, muss "Speichern unter …" und danach die Speicherart "Layoutgruppe" eingestellt werden. Im Feld "Layoutgruppe/Benutzer" ist zu definieren, welche Benutzergruppe als Layoutgruppe herangezogen werden soll. Meist gibt es schon Gruppen mit entsprechenden User-Zuordnungen, die mit F4 angezeigt und anschließend übernommen werden können.
Soll zusätzlich für diese Feldauswahl ein bereits zuvor global gespeicherter Filter gespeichert werden, kann dieser hier im Feld "Basisfilter" hinterlegt werden. Dies kann z. B. für den Freigeber im Mitarbeitersuchfenster hilfreich sein, wenn die Weitergabe an mehrere Mitarbeiter möglich sein soll, aber nur eine bestimmte fixe Auswahl an Mitarbeitern angezeigt werden soll.
Für die Neuanlage einer Layoutgruppe empfehlen wir den Programmeinstieg über TOOLS → Tools → Berechtigungen → Gruppen:
Im linken Bereich kann eine neue Gruppe mit entsprechender Notiz angelegt werden. Wird eine Gruppe markiert, kann im rechten Bereich im Reiter "Layoutgruppe" mit der Funktion "Benutzer einer Layoutgruppe zuordnen" die Zuordnung der User, für die diese Feldauswahl gelten soll, vorgenommen werden.
Jedem Benutzer können mehrere Layoutgruppen zugeordnet werden. Je Benutzer darf je Fenster jedoch immer nur eine einzige Layoutgruppe existieren.
Sollte eine benutzer- oder firmenbezogene Feldauswahl vorhanden sein, wird diese anstatt der Layoutgruppe geladen.
Die Rückfallebenen lauten wie folgt:
1. Benutzerbezogene und firmenbezogene Feldauswahl
2. Firmenbezogene Feldauswahl mit Layoutgruppe
3. Firmenbezogene Feldauswahl
4. Firmenbezogene und benutzerbezogene Feldauswahl
5. Benutzerbezogene Feldauswahl
6. Feldauswahl mit Layoutgruppe
7. Globale Feldauswahl
Es besteht zwar die Möglichkeit zur Vergabe einer
Zahlsperre bzw. Freigabe innerhalb des ER-Workflows mittels
ER-Aktion, aber eine weitere Verarbeitung der verbuchten Rechnungen für die Zahlung erfolgt nicht mehr in der ER-Kontrolle oder über einen ER-Workflow, sondern über das Programm
Zahlungsvorschlag.
Im Programm "Zahlungsvorschlag" können Sie Zahlungsvorschläge erstellen, bearbeiten und anschließend eine Telebankingdatei dazu erstellen. Nach erfolgreicher Überweisung werden die offenen Posten in der Buchhaltung automatisch ausgebucht.