In diesem Dokument erfahren Sie alles Wissenwerte zum Thema Beschaffungsvorschläge.

FAQ


 Allgemein 

Der Beschaffungsprozess kann ausgelöst werden, wenn ein Bedarf für die zu beschaffende Ware besteht. Bedarf entsteht, wenn die Ware für den Verkauf oder für die Produktion benötigt wird.

Beschaffungsvorschläge dienen als zentrale Informationsquelle für die zu beschaffenden/bestellenden Artikel.

Die Erstellung von Beschaffungsvorschlägen kann manuell oder automatisch aufgrund der Beschaffungskriterien, der Aufträge oder auch der Produktion erfolgen.

 Stammdaten

In diesem Kapitel werden die notwendigen Einstellungen in den Stammdaten beschrieben, welche für Beschaffungsvorschläge relevant sind.

 Artikelstamm

Am Artikelstamm sind für die Beschaffung vorrangig die Felder "Beschaffungsart" und "Beschaffungskennzeichen" relevant.

Mit der Beschaffungsart wird festgelegt, ob ein zu beschaffender Artikel als Beschaffungsvorschlag oder als Bestellung bzw. Produktionsauftrag angelegt werden soll. Das Beschaffungskennzeichen legt fest, wie der Beschaffungsvorschlag ermittelt wird.
 
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Folgende Felder sind für das Ermitteln eines Beschaffungsvorschlags relevant:

Ein Hauptlieferant kann hinterlegt werden, welcher bei der Beschaffung als führender Lieferant vorgeschlagen wird, wenn beim "Ermitteln Beschaffungsvorschlag" das Kriterium für Artikel lt. Lieferantenvorschlag auf "Nur wenn Hauptlieferant" eingestellt ist.
Einkaufspreis des Artikels in Grundwährung und je Grundeinheit.
 
Besonderheiten dieses Feldes in der WWS
Über den F8-Editiermodus gelangt man in die Preiskalkulation des Artikels, in welcher die genaue Kalkulation der Preise vorgenommen werden kann.
 
Der eingegebene Einkaufspreis wird in die Standardpreistabelle für Einkaufspreise in der Preistabellen-Verwaltung gespeichert. (Bereich Warenwirtschaft → Preise/Rabatte → Preistabellen).

Hinweis 
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Wird bei Neuanlage bzw. Bearbeitung eines Artikels ein Lieferant und ein Einkaufspreis gleichzeitig eingetragen und gespeichert, wird eine Lieferantenpreistabelle angelegt und keine Standardpreistabelle für den Einkauf.

Besonderheiten dieses Feldes in der WWS:
Gibt vor, ob ein Artikel lagergeführt ist
 
Folgende Ausprägungen sind möglich:
  • Standard
  • Ohne Lagerführung
  • Mit Lagerführung
Als Rückfallebene gilt die Hinterlegung in den Warengruppen und im folgenden Parameter:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen:

 
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Lagerkennzeichen" am Artikelstamm, ob der Artikel im Lager verwaltet werden soll.

Handelt es sich um einen Setartikel, so muss dieser ohne Lagerführung eingestellt werden. Die Einzelteile sind lagergeführt einzustellen.
Besonderheiten dieses Feldes in der WWS
Vorschlagslager für Zu- und Abbuchung.
 
Als Rückfallebene gilt die Hinterlegung in den Warengruppen im folgenden Parameter: Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen:

Vorgabe Lager-Nr.
manuelle Auswahl möglich
Es kann die Art festgelegt werden, wie der Artikel beschafft werden soll.

Besonderheiten dieses Feldes in der WWS
Es kann zwischen folgenden Ausprägungen ausgewählt werden:
  • Standard lt. Parametereinstellung (Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen)
  • Beschaffungsvorschlag
  • Bestellung/Produktionsvorschlag
Der Beschaffungsvorschlag stellt eine Vorstufe zur Bestellung dar. Die Bestellung wird erst generiert, wenn der Vorschlag freigegeben wurde.
Bei der Bestellung/beim Produktionsvorschlag werden die Bestellung bzw. der Produktionsauftrag direkt generiert.

Als Rückfallebene gilt die Einstellung am Erfassungskennzeichen.
Als weitere Rückfallebene gilt die Hinterlegung in den  Warengruppen und im folgenden Parameter:  

Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen

 
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Beschaffungsart" am Artikelstamm, wie der Artikel beschafft werden soll.

Wenn ein Beschaffungsvorschlag erstellt wird, kann festgelegt werden, nach welchen Kriterien dieser generiert werden soll.
 
Besonderheiten dieses Feldes in der WWS:
Folgende Ausprägungen können ausgewählt werden:
  • 0 - Nach Lagermenge: Beschaffungskriterien, die am Artikelstamm hinterlegt werden können.
  • 1 - Auftragsbezogen volle Auftragsmenge: Es wird die volle Menge der Auftragsposition beschaffen.
  • 3 - Auftragsbezogen Rückstandsmenge: Jene Menge, die nicht geliefert werden kann, wird in Rückstand genommen und beschaffen. 
  • 4 - Auftragsbezogen fehlende Lagermenge: Die Differenz zwischen der Menge der Auftragsposition und der verfügbaren Lagermenge wird beschaffen.
  • 5 - Kein Bestellvorschlag
Ein Unterschied zwischen den Ausprägungen "Auftragsbezogen Rückstandsmenge" und "Auftragsbezogen fehlende Lagermenge" ist nur dann ersichtlich, wenn das Kommissionierungskennzeichen auf "Automatisch" steht.

Beispiel
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Von einem Artikel sind 3 Stk auf Lager verfügbar. Im Auftrag wird eine Menge von 5 Stk eingegeben und das Kommissionierungskennzeichen steht auf "Automatisch". Folgende Mengen ergeben sich bei den beiden Ausprägungen im Beschaffungsvorschlag:

Auftragsbezogen Rückstandsmenge5 Stk
Auftragsbezogen fehlende Lagermenge2 Stk

Wird mit der manuellen Kommissionierung gearbeitet, wird bei der Ausprägung "Auftragsbezogen Rückstandsmenge" die gesamte Auftragsmenge in Rückstand genommen, was dazu führt, dass die tatsächliche Lagermenge nicht verwendet wird und immer die gesamte Auftragsmenge (5 Stk) bestellt wird. Die Einstellung "Auftragsbezogen fehlende Lagermenge" ermittelt die Differenz zwischen Auftragsmenge und verfügbarem Lagerstand (2 Stk) und bestellt nur diese.

Als Rückfallebene gilt die Hinterlegung am Erfassungskennzeichen, in den Warengruppen und im folgenden Parameter:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen:

 
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Beschaffungskennzeichen" am Artikelstamm, welches Kriterium für die "Generierung Beschaffungsvorschlag" gelten soll.

Besonderheiten dieses Feldes in der WWS
Die Packungsmenge gibt an, wie viel Fertigproduktmenge in eine Verpackung gepackt wird. Dieser Wert dient zur Errechnung der Anzahl der Etiketten für die Verpackung in der Produktion. Über die Verpackungsmenge kann auch die Rundung der Beschaffungsvorschläge bei abweichenden Verpackungsmengen und -einheiten geregelt werden.
Verpackungseinheit Verpackungseinheit des Artikels
Rundungslimit (Verpackungsmenge) 
Das Rundungslimit wird herangezogen, wenn im Feld "Rundungsmethode (Verpack.Mg.)" die Ausprägung "aufrunden ab Rundungslimit" eingestellt wird. Dieses Limit definiert, ab welcher Differenz eine Aufrundung erfolgen soll.

Weitere Informationen zu der Rundung laut Verpackungsmenge finden Sie im Themendokument Saisonbeschaffung.
Rundungsmethode (Verpack.Mg.) 
Wird im Feld "Verpackungsmenge" ein Wert hinterlegt, kann über die Rundungsmethode definiert werden, ob und wie der Beschaffungsvorschlag gerundet werden soll.

Folgende Ausprägungen stehen zur Verfügung:
  • Standard (laut Parameter)
  • immer aufrunden
  • immer abrunden
  • kaufmännisch runden
  • aufrunden ab Rundungslimit
  • ohne Rundung
Weitere Informationen zu der Rundung laut Verpackungsmenge finden Sie im Themendokument Saisonbeschaffung.
 
Hinweis 
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Sind bei den zu beschaffenden Artikeln Lieferant und Einkaufspreis bzw. das Lager hinterlegt, werden diese folglich bei der Anlage des Beschaffungsvorschlags aus den Stammdaten ermittelt. Bei Bedarf können die Daten im Beschaffungsvorschlag abgeändert werden. 

Wenn im Artikelstamm kein Lieferant bzw. Einkaufspreis hinterlegt ist, müssen diese im Beschaffungsvorschlag manuell angegeben werden, damit die Bestellung generiert werden kann.

Achtung! 
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Für die Ermittlung von Beschaffungsvorschlägen aufgrund von Beschaffungskriterien muss der Artikel lagergeführt eingestellt werden. Werden Beschaffungskriterien hinterlegt und die Daten werden gespeichert, erscheint die Hinweismeldung "Dieser Artikel wird bei der Funktion "Beschaffungsvorschlag ermitteln" nicht berücksichtigt! Soll der Datensatz trotzdem gespeichert werden?".

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Auch wenn die Beschaffungskriterien gespeichert werden, erfolgt keine Ermittlung von Beschaffungsvorschlägen aufgrund der Beschaffungskriterien.

 Rückfallebenen für den Artikel

Sind gewisse Einstellungen wie Lagerkennzeichen, Beschaffungsart etc. für alle oder mehrere Artikel gleich, können die Einstellungen auch über die üblichen Rückfallebenen vorgenommen werden.

Die Hinterlegung kann über die Warengruppen oder über folgende Parameter erfolgen:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen

Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Lagerkennzeichen" am Artikelstamm, ob der Artikel im Lager verwaltet werden soll.
Definition, des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Lager" am Artikelstamm.

Hinweis
Nur in Kombination mit dem Parameter "Vorgabe Firmen-Nr" verwendbar.
Sind die Parameter "Vorgabe Firmen-Nr. EK", "Vorgabe Lager-Nr. EK" und "Vorgabe Lagerplatz EK" leer, so gilt der eingetragene Wert auch für den Einkauf.
Definition, des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Lager EK" am Artikelstamm.

Hinweis
Nur in Kombination mit dem Parameter "Vorgabe Firmen-Nr EK" verwendbar.
Sind die Parameter "Vorgabe Firmen-Nr. EK", "Vorgabe Lager-Nr. EK" und "Vorgabe Lagerplatz EK" leer, so gilt der eingetragene Wert des normalen Vorgabewertes auch für den Einkauf.
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Beschaffungskennzeichen" am Artikelstamm, welches Kriterium für die "Generierung Beschaffungsvorschlag" gelten soll.
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Beschaffungsart" am Artikelstamm, wie der Artikel beschafft werden soll.

 Lieferantenartikel

Zusätzlich zur Hinterlegung am Artikel können einzelne Einstellungen auch am Lieferantenartikel vorgenommen werden, um so je Lieferant unterschiedliche Werte definieren zu können.

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Folgende Parameter sind für die Verwendung von Lieferantenartikeln bzw. dem Artikelstamm relevant:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Allgemein

Definition, ob die Verpackungsmenge lt. Lieferantenartikel bei der Erfassung geprüft werden soll.

0 - keine Prüfung

1 - Zwingend: Wurde die Verpackungsmenge nicht erreicht, wird lt. Rundungsmethode [Standard = aufrunden] auf die Verpackungsmenge gerundet.

2 - Abfrage: Wurde die Verpackungsmenge nicht erreicht, kommt eine Abfrage ob "nicht gerundet", "abgerundet" oder "aufgerundet" werden soll.

Beispiel zu 2 - Abfrage
Artikel ABC hat Grundeinheit Stk. | Einheitentabelle: 10 Stk. = 1 Karton | Verpackungseinheit: Karton

Positionserfassung mit 13 Stk. -> folgende Hinweismeldung erscheint:
"Soll die eingegebene Menge an die hinterlegte Verpackungsmenge/-einheit/-rundung angepasst werden? Abrunden (10 Stk.) | Aufrunden (20 Stk.) | Nicht runden (13 Stk.)

Hinweise
Am Artikelstamm gibt es die Felder "Rundungsmethode" & "Rundungslimit".

Der Parameter greift in der Bestellerfassung und am Beschaffungsvorschlag.

Damit die Verpackungseinstellungen lt. Artikelstamm im Einkauf geprüft werden, muss der Parameter "Verpackungsmenge/-einheit/-rundung Artikelstamm als Rückfallebene für Lieferantenartikel" aktiviert sein. Dieser Parameter ist zu finden im Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Allgemein.
Definition, ob die Verpackungsmenge, -einheit und -rundung lt. Artikelstamm als Rückfallebene für den Lieferantenartikel gelten soll.

Folgende Felder können am Lieferantenartikel befüllt werden:

Lieferzeit in Tagen
Festlegen der Menge, welche beim Lieferanten mindestens bestellt werden soll.
In der Positionserfassung der Bestellung wird bei Unterschreitung der Mindestmenge darauf hingewiesen.
Es besteht die Möglichkeit die eingegebene Menge zu übernehmen oder die Mengenerfassung abzubrechen.
 
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Rundungsmethode der Verpackungsmenge
Folgende Ausprägungen sind hier möglich:
  • Standard
  • immer aufrunden
  • immer abrunden
  • kaufmännisch runden
  • aufrunden ab Rundungslimit
  • ohne Rundung
Rundungslimit der Verpackungsmenge.
Wird bei der Rundungsmethode (Verpack.Mg.) die Ausprägung "aufrunden ab Rundungslimit" verwendet, so kann hier das dazugehörige Limit eingetragen werden.
Verpackungsmenge Die Verpackungsmenge gibt an, wie viel Fertigproduktmenge in eine Verpackung gepackt wird. Dieser Wert dient zur Errechnung der Anzahl der Etiketten für die Verpackung in der Produktion.
Einheit der Verpackungsmenge Einheit der Verpackungsmenge

 Erfassungskennzeichen

Die Beschaffungsart, der Beschaffungszeitpunkt und das Beschaffungskennzeichen können auch direkt am Erfassungskennzeichen hinterlegt werden.
Ist eine Steuerung über den Artikel oder die Warengruppe nicht gewünscht bzw. nicht möglich, kann die Beschaffung auch über das Erfassungskennzeichen gesteuert werden, um so z. B. für unterschiedliche Geschäftsfälle unterschiedliche Beschaffungsabläufe zu realisieren.

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 Erstellen/Ermitteln von Beschaffungsvorschlägen

Zu finden sind alle Beschaffungsvorschläge im Bereich Warenwirtschaft → Einkauf → Beschaffungsvorschläge.
In diesem Fenster sehen Sie sowohl die manuell als auch automatisch angelegten Beschaffungsvorschläge. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, neue Beschaffungsvorschläge zu ermitteln.

Mit Ausnahme von manuell angelegten und auftragsbezogenen Beschaffungsvorschlägen erhalten Sie neue Beschaffungsvorschläge durch das Ausführen der Funktion "Ermitteln" im Fenster "Beschaffungsvorschläge". Weitere Informationen zur Ermittlung finden Sie in der Fensterhilfe Ermitteln (Beschaffungsvorschlag).

Dieses Kapitel behandelt die unterschiedlichen Arten der Beschaffungsvorschläge, deren Ermittlung und die dafür notwendigen Einstellungen.

 Manueller Beschaffungsvorschlag

Die einfachste Art des Beschaffungsvorschlags ist die manuelle Anlage von Beschaffungsvorschlägen.

Mit Neu (F5) können Sie manuell einen Beschaffungsvorschlag (auch für nicht lagergeführte Artikel) anlegen.
Sind dem Artikel ein Hauptlieferant und Einkaufspreis etc. zugeordnet, werden diese Daten automatisch ermittelt und können bei Bedarf manuell geändert werden.
Gibt es mehrere Lieferantenartikel zu einem Artikel, werden auch diese ermittelt und im Feld "Lieferant" mit <Tabelle> angeführt. Ein Einkaufspreis wird erst dann ermittelt, wenn ein Lieferant ausgewählt worden ist.

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Wird mit manuellen Beschaffungsvorschlägen gearbeitet, welche danach über eine andere Instanz bestellt werden sollen, empfiehlt es sich, die Freigabe der Beschaffungsvorschläge auf "Nein" einzustellen.

Dies wird über folgenden Parameter gesteuert:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag

Definition, ob bei Neuanlage oder manueller Änderung der Beschaffungsvorschlagsposition eine automatische Freigabe erfolgen soll.

0 - Nein: Die Freigabe der Position kann über die Funktion "Freigeben" oder STRG + F manuell erfolgen.

1 - Ja, nur bei manueller BV-Anlage: Die Freigabe der Position erfolgt automatisch, sofern der Beschaffungsvorschlag manuell angelegt wurde.

2 - Ja, immer: Es erfolgt immer eine automatische Freigabe, egal wie der Beschaffungsvorschlag erzeugt wird.

Hinweis: Nur freigegebene Positionen können für das Bestellen/Produzieren herangezogen werden.

Hinweis 
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Für manuelle Beschaffungsvorschläge sind die Hinterlegungen am Artikel nicht relevant. Es werden weder Beschaffungskennzeichen noch Kriterien etc. berücksichtigt. Auch für nicht lagergeführte Artikel kann ein Beschaffungsvorschlag manuell erfasst werden.

Beispiel 
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Für die Instandhaltung und Arbeitsbekleidung erfolgt die Bedarfsanforderung durch die Mitarbeiter der jeweiligen Abteilungen.
Sie erfassen manuell die Beschaffungsvorschläge mit bereits vorhandenen Artikeln bzw. ggf. auch über einen Diversartikel, bei welchem noch nicht klar ist, über welchen Lieferanten dieser künftig bezogen wird.

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Die Mitarbeiter haben nur die Berechtigung, um die Datensätze anzulegen, jedoch nicht für die weitere Verarbeitung (Freigabe bzw. Bestellen/Produzieren).

Der zuständige Mitarbeiter im Einkauf überarbeitet die Beschaffungsvorschläge, ändert bzw. hinterlegt den Lieferanten und den Einkaufspreis und erstellt Anfragen zu den Artikeln bzw. generiert die Bestellung zu den freigegebenen Beschaffungsvorschlägen.

 Beschaffungsvorschlag aufgrund der verfügbaren Lagermenge

Werden bei einem lagergeführten Artikel, welcher als Beschaffungskennzeichen die Ausprägung "nach Lagermenge" hinterlegt hat, keine Beschaffungskriterien hinterlegt, ist es ebenfalls möglich, Beschaffungsvorschläge zu ermitteln.

Im Gegensatz zur Beschaffung aufgrund der Beschaffungskriterien wird hier ein Beschaffungsvorschlag auf Basis des verfügbaren Lagerbestands über die fehlende Menge ermittelt.

Die verfügbare Lagermenge ergibt sich aus der tatsächlichen Lagermenge abzüglich der bereits erstellten Aufträge. Zusätzlich kann über folgenden Parameter gesteuert werden, ob auch offene Bestellungen für die verfügbare Lagermenge berücksichtigt werden und diese somit reduzieren.

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Lagerverwaltung → Dispoliste

Definition, ob offene Bestellungen für die Berechnung des verfügbaren Lagerstands (Feld "verf. Lagermenge") miteingerechnet werden sollen.

0 - Nein: Offene Bestellungen werden für die Berechnung des verfügbaren Lagerstands nicht berücksichtigt.

1 - Ja: Offene Bestellungen werden für die Berechnung des verfügbaren Lagerstands berücksichtigt.

2 - Nur mit Terminbestätigung: Offene Bestellungen werden laut dem Feld "Liefertermin bestätigt" auf der Bestellposition für die Berechnung des verfügbaren Lagerstands berücksichtigt.  

Beispiel 
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Für den Artikel g710 sollen immer dann Beschaffungsvorschläge erzeugt werden, wenn es aufgrund bereits erfasster Aufträge fehlende Lagermengen gibt.

Der Artikel ist als lagergeführt und das Beschaffungskennzeichen auf "Nach Lagermenge" eingestellt.

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Der aktuelle Lagerstand ist 5 Stück.
Nun wird ein Auftrag über 20 Stück erfasst. Die lieferbare Menge über 5 Stück wird kommissioniert, der Rest über 15 Stück wird in Rückstand genommen.

Wird nun die Ermittlung durchgeführt, erhalten Sie folgenden Beschaffungsvorschlag:

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Da am Artikel keine Beschaffungskriterien hinterlegt worden sind, wird der Beschaffungsvorschlag über die fehlende Menge von 15 Stück ermittelt. Dieser kann ggf. angepasst und danach bestellt werden.

Beispiel 
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Für den Artikel g711 sollen immer dann Beschaffungsvorschläge erzeugt werden, wenn es aufgrund bereits erfasster Aufträge fehlende Lagermengen gibt.

Der Artikel ist als lagergeführt und das Beschaffungskennzeichen auf "Nach Lagermenge" eingestellt.

Zusätzlich ist der Parameter für den verfügbaren Lagerstand so eingestellt, dass Bestellungen mit bestätigtem Liefertermin in die verfügbare Lagermenge eingerechnet werden.

Die tatsächliche Lagermenge ist 5 Stück. Es gibt eine Bestellung mit bestätigtem Liefertermin über 10 Stück. Die verfügbare Lagermenge ist zu diesem Zeitpunkt 15 Stück.

Wird nun ein Auftrag über 20 Stück erfasst, ergibt sich eine verfügbare Lagermenge von -5 Stück.

Als Beschaffungsvorschlag werden somit 5 Stück ermittelt.

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 Beschaffungsvorschlag aufgrund der Beschaffungskriterien

Basis für die Ermittlung der zu beschaffenden Menge sind die Beschaffungskriterien. Beim Ermitteln der Beschaffungsvorschläge wird auf Basis des aktuell verfügbaren Lagerstands (aktueller Lagerstand abzüglich der bereits erfassten Reservierungen und ggf. zuzüglich bereits bestätigter Bestellungen) die zu beschaffende Menge ermittelt.

Je nach Einstellung der Beschaffungskriterien ergeben sich daraus unterschiedliche Mengen.

Die unterschiedlichen Konstellationen werden in den folgenden Kapiteln genauer betrachtet.

 Mindestbestand

Wird der in den Beschaffungskriterien hinterlegte Mindestbestand unterschritten, wird ein Beschaffungsvorschlag ermittelt, in welchem die zu beschaffende Menge den Bedarf zur Auffüllung des Lagers bis zum definierten Mindestbestand darstellt.

Beispiel 
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Der Artikel 102030 hat eine aktuell verfügbare Lagermenge von 100 Stück.
In den Beschaffungskriterien ist ein Mindestbestand von 200 Stück hinterlegt.

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Wird nun die Funktion Ermitteln mit der Ermittlungsart "Nach Mindestbestand" durchgeführt, erhalten Sie einen Beschaffungsvorschlag über 100 Stück. Da die verfügbare Lagermenge mit 100 Stück den Mindestbestand von 200 Stück unterschreitet, wird ein Bedarf von 100 Stück (200 Stk. Mindestbestand - 100 Stk. Lagermenge) ermittelt.

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Hinweis 
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Wird die Funktion Ermitteln mit der Ermittlungsart "Nach Maximalbestand" durchgeführt, erhalten Sie das gleiche Ergebnis, da als Rückfallebene für den Maximalbestand in diesem Fall der Mindestbestand berücksichtigt wird.

 Maximalbestand

Auch die reine Hinterlegung eines Maximalbestands ist möglich.
Hier ist jedoch darauf zu achten, dass bei der Funktion "Ermitteln" die Ermittlungsart "Nach Maximalbestand" ausgewählt wird.

Beispiel 
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Der Artikel 102030 hat eine aktuell verfügbare Lagermenge von 100 Stück.
In den Beschaffungskriterien ist ein Maximalbestand von 500 Stück hinterlegt.

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Wird nun die Funktion Ermitteln mit der Ermittlungsart "Nach Maximalbestand" durchgeführt, erhalten Sie einen Beschaffungsvorschlag über 400 Stück.
Da die verfügbare Lagermenge mit 100 Stück den Maximalbestand unterschreitet, wird ein Bedarf von 400 Stück (500 Stk. Maximalbestand - 100 Stk. Lagermenge) ermittelt.

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Hinweis 
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Wird bei der Funktion Ermitteln die Ermittlungsart "Nach Mindestbestand" oder "BV immer anlegen (auch mit Menge 0)" ausgewählt, erhalten Sie in diesem Fall keinen Beschaffungsvorschlag bzw. einen Beschaffungsvorschlag mit Menge 0. Bei diesen Ausprägungen wird immer der Mindestbestand der Beschaffungskriterien, nicht aber der Maximalbestand berücksichtigt.

 Mindest- und Maximalbestand

Wird sowohl ein Mindest- als auch ein Maximalbestand hinterlegt, wird ab Unterschreitung des Mindestbestands ein Beschaffungsvorschlag ermittelt, welcher die Differenz zwischen verfügbarer Lagermenge und Maximalbestand abdeckt.

Beispiel 
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Der Artikel 102030 hat eine aktuell verfügbare Lagermenge von 100 Stück.
In den Beschaffungskriterien ist ein Mindestbestand von 200 Stück und ein Maximalbestand von 500 Stück hinterlegt.

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Wird nun die Funktion Ermitteln mit der Ermittlungsart "Nach Mindestbestand" durchgeführt, erhalten Sie einen Beschaffungsvorschlag über 400 Stück.
Da die verfügbare Lagermenge mit 100 Stück den Mindestbestand unterschreitet, wird ein Bedarf von 400 Stück (500 Stk. Maximalbestand - 100 Stk. Lagermenge) ermittelt.

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Wird beim Ermitteln die Ermittlungsart "Nach Maximalbestand" ausgewählt und die verfügbare Lagermenge unterschreitet den Maximalbestand, jedoch nicht den Mindestbestand, wird trotzdem ein Beschaffungsvorschlag ermittelt, welcher den Bedarf zur Auffüllung des Lagers auf den Maximalbestand darstellt.

Hinweis 
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Die Auswahl der Ermittlungsart "BV immer anlegen (auch mit Menge 0)" würde in diesem Fall das gleiche Ergebnis liefern wie die Ermittlung "Nach Mindestbestand".

 Deckelung auf Maximalbestand

Überschreitet die ermittelte Bestellmenge aufgrund der am Lieferantenartikel hinterlegten Verpackungsmenge den Maximalbestand, gibt es eine Möglichkeit, die Bestellmenge je nach Einstellung des folgenden Parameters laut Verpackungsmenge auf- oder abzurunden.

Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag:
 
Definition, ob die am Lieferantenartikel hinterlegte Rundungsmethode übersteuert werden soll, damit bei einer Überschreitung des Maximalbestand immer abgerundet wird.
 
Beispiel 
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Der Artikel g710 hat einen Mindestbestand von 10 Stück und einen Maximalbestand von 50 Stück hinterlegt. Zusätzlich ist am Lieferantenartikel eine Verpackungsmenge von 20 Stück hinterlegt. Die aktuelle Lagermenge liegt bei 5 Stück.
 
Nein: Für den Beschaffungsvorschlag werden 60 Stk. ermittelt.

Durch die Lagermenge von 5 Stück entsteht ein Bedarf von 45 Stück, um den Maximalbestand abdecken zu können. Da am Lieferantenartikel eine Verpackungsmenge von 20 Stück hinterlegt ist, wird der Bedarf auf die nächstmögliche Verpackungsmenge aufgerundet (= 60 Stück).
 
Ja: Für den Beschaffungsvorschlag werden 40 Stk. ermittelt.

Durch die Lagermenge von 5 Stück entsteht ein Bedarf von 45 Stück, um den Maximalbestand abdecken zu können. Da am Lieferantenartikel eine Verpackungsmenge von 20 Stück hinterlegt ist, wird der Bedarf auf die vorherige Verpackungsmenge abgerundet (= 40 Stück).

 Sicherheitsbestand

Wird in den Beschaffungskriterien ein Sicherheitsbestand hinterlegt, gilt dieser ebenso für die Beschaffungsvorschläge. Auch hier wird der verfügbare Lagerstand mit dem hinterlegten Sicherheitsbestand abgeglichen. Die ermittelte Menge stellt die Differenz zwischen Lagermenge und Sicherheitsbestand dar.

Der Sicherheitsbestand kann auch zusätzlich zum Mindest- und Maximalbestand hinterlegt werden. Wobei hier zu berücksichtigen ist, dass der Sicherheitsbestand eher als "frühzeitiger Beschaffungshinweis" zu sehen ist. Dieser ist üblicherweise etwas höher als der Mindestbestand, um bereits frühzeitig einen Beschaffungsvorschlag zu erhalten.

Dieser Beschaffungsvorschlag kann danach noch abgeändert werden, um so ggf. frühzeitig eine Bestellung auszulösen.

Beispiel 
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Der Artikel 102030 hat eine verfügbare Lagermenge von 100 Stück.

Der Mindestbestand liegt bei 95 Stück, der Maximalbestand bei 150 Stück. Da die Beschaffungsvorschläge zu diesem Artikel nicht sehr häufig ermittelt werden, haben Sie einen Sicherheitsbestand von 105 Stück hinterlegt, um so bereits frühzeitig einen Hinweis zur Beschaffung zu erhalten.

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Wird nun die Ermittlung der Beschaffungsvorschläge durchgeführt, erhalten Sie, unabhängig von der gewählten Ermittlungsart, einen Beschaffungsvorschlag über 5 Stück (105 Stk. Sicherheitsbestand - 100 Stk. Lagermenge). Der Mindest- und auch der Maximalbestand wird in diesem Fall nicht berücksichtigt, da die Lagermenge den Mindestbestand noch nicht unterschreitet.

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Sie können nun entscheiden, ob Sie den Artikel bereits frühzeitig beschaffen möchten oder ob die verfügbare Lagermenge bis zur nächsten Ermittlung noch ausreichend ist.

Hinweis 
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Der Sicherheitsbestand ist prinzipiell mit einem höheren Wert zu hinterlegen als jener des Mindestbestands, da ansonsten vorrangig der Mindestbestand für die Beschaffungsvorschläge berücksichtigt wird.

Hinterlegen Sie zusätzlich zum Sicherheitsbestand auch einen Maximalbestand, spielt die Ermittlungsart wieder eine wichtige Rolle. Unterschreitet die Lagermenge den hinterlegten Sicherheitsbestand, erhalten Sie bei der Ermittlungsart "Nach Mindestbestand" und "BV immer anlegen (auch mit Menge 0)" einen Beschaffungsvorschlag über die fehlende Menge von Lagermenge zu Sicherheitsbestand.

Nur wenn Sie die Ausprägung "Nach Maximalbestand" auswählen, wird ab Unterschreitung des Sicherheitsbestands auch der Maximalbestand berücksichtigt und Sie erhalten einen Beschaffungsvorschlag für die Differenz zwischen Lagermenge und Maximalbestand.

 Berücksichtigung der Verpackungsmenge

Sollen bei der Ermittlung von Beschaffungsvorschlägen Verpackungsmengen berücksichtigt werden, sind Einstellungen am Artikel bzw. Lieferantenartikel notwendig.

Über den Artikel bzw. Lieferantenartikel ist die Verpackungsmenge und -einheit sowie die Rundungsmethode und das Rundungslimit festzulegen.

Dies erfolgt über folgende Felder:

Besonderheiten dieses Feldes in der WWS
Die Packungsmenge gibt an, wie viel Fertigproduktmenge in eine Verpackung gepackt wird. Dieser Wert dient zur Errechnung der Anzahl der Etiketten für die Verpackung in der Produktion. Über die Verpackungsmenge kann auch die Rundung der Beschaffungsvorschläge bei abweichenden Verpackungsmengen und -einheiten geregelt werden.
Verpackungseinheit des Artikels
Das Rundungslimit wird herangezogen, wenn im Feld "Rundungsmethode (Verpack.Mg.)" die Ausprägung "aufrunden ab Rundungslimit" eingestellt wird. Dieses Limit definiert, ab welcher Differenz eine Aufrundung erfolgen soll.

Weitere Informationen zu der Rundung laut Verpackungsmenge finden Sie im Themendokument Saisonbeschaffung.
Wird im Feld "Verpackungsmenge" ein Wert hinterlegt, kann über die Rundungsmethode definiert werden, ob und wie der Beschaffungsvorschlag gerundet werden soll.

Folgende Ausprägungen stehen zur Verfügung:
  • Standard (laut Parameter)
  • immer aufrunden
  • immer abrunden
  • kaufmännisch runden
  • aufrunden ab Rundungslimit
  • ohne Rundung
Weitere Informationen zu der Rundung laut Verpackungsmenge finden Sie im Themendokument Saisonbeschaffung.
 
Beispiel 
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Der Artikel 102030 hat aktuell einen Lagerstand von 0 Stück.
Aufgrund der hinterlegten Beschaffungskriterien (Mindestbestand = 10, Maximalbestand = 23) wird der Artikel beim Ermitteln der Beschaffungsvorschläge berücksichtigt.

Folgende Einstellungen wurden am Artikel selbst hinterlegt:

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Da die Verpackungsmenge mit 5 Stück und als Rundungsmethode "immer aufrunden" hinterlegt worden ist, erhalten wir einen Beschaffungsvorschlag von 25 Stück statt des Maximalbestands von 23 Stück.

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 Berücksichtigung von Mindestbestellmengen

Wird am Lieferantenartikel eine Mindestbestellmenge hinterlegt, kann diese beim Ermitteln der Beschaffungsvorschläge berücksichtigt werden.

Über folgenden Parameter wird gesteuert, ob der Beschaffungsvorschlag auf die Mindestbestellmenge aufgerundet werden soll:

WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag

Definition, ob bei der manuellen BV-Ermittlung die zu beschaffende Menge auf die in den Stammdaten hinterlegte Mindestbestellmenge aufgerundet werden soll.

Hinweis
Bereits vorhandene Beschaffungsvorschläge werden bei der Ausprägung "Ja" nicht berücksichtigt.
Wenn bereits vorhandene Beschaffungsvorschläge miteinbezogen werden sollen, empfiehlt es sich, diesen Parameter auf "Nein" zu setzen und die Funktion "Mindestbestellmenge prüfen" im Bestell-/Produktionsdialog zu verwenden.

Wird der Parameter aktiviert, wird automatisch beim Ermitteln die Menge auf die Mindestbestellmenge erhöht.

Bei der manuellen Neuanlage eines Beschaffungsvorschlags kommt unabhängig von der Parametereinstellung die Abfrage "Die eingegebene Menge unterschreitet die Mindestbestellmenge des Lieferantenartikels! Soll die Menge trotzdem übernommen werden?". Hier können Sie zwischen "Mindestbestellmenge übernehmen", "Menge trotzdem übernehmen" und "Abbrechen" wählen.

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Wird der Parameter nicht aktiviert, kann die Prüfung auf Mindestbestellmenge beim Erstellen einer Bestellung aus dem Beschaffungsvorschlag erfolgen.

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Wird bei einem Beschaffungsvorschlag die Mindestbestellmenge unterschritten, wird bei aktivierter Prüfung ein weiterer Beschaffungsvorschlag mit der fehlenden Menge erstellt und es erscheint die Meldung, dass ein zusätzlicher Beschaffungsvorschlag angelegt wurde. Im Detail wird vermerkt, für welchen Artikel, welchen Lieferanten und welche Menge ein neuer Beschaffungsvorschlag angelegt wurde.

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Wird diese Abfrage mit "Bestellen/Produzieren" bestätigt, wird eine Bestellung für alle Beschaffungsvorschläge erzeugt. Bei "Abbrechen" wird keine Bestellung angelegt und es können die Beschaffungsvorschläge noch einmal bearbeitet werden.

 Anfragen aus Beschaffungsvorschlägen erstellen

 Anfragen erstellen

Aus den Beschaffungsvorschlägen können mit der Funktion "Anfragen erstellen" auch Anfragen erzeugt werden.

Es besteht die Möglichkeit, pro Beschaffungsvorschlag mehrere Lieferanten zuzuordnen. 
Mit der Funktion "Lieferanten für Anfrage zuordnen" können jene Lieferanten ausgewählt werden, für die eine Anfrage erzeugt werden soll.

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Für die zugeordneten Lieferanten wird mit der Funktion Anfragen erstellen in weiterer Folge eine Anfrage erzeugt.

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Nachdem diese erstellt worden sind, erscheint die Hinweismeldung mit der Information, wie viele Anfragen erstellt worden sind. Zusätzlich erfolgt die Abfrage, ob das Fenster "Anfragen" geöffnet werden soll. Wird diese Abfrage mit "Ja" bestätigt, öffnet sich das Fenster mit Filterung auf die zuvor erstellten Anfragen.

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Die Anfragen können weiter bearbeitet und an die Lieferanten gesendet werden.


Hinweis 
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Ob ein Beschaffungsvorschlag nach dem Erstellen von Anfragen weiterhin im Fenster "Beschaffungsvorschläge" ersichtlich ist oder ob dieser gelöscht wird, steuert folgender Parameter:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag

Definition, ob für eine Auftragsposition ein neuer Beschaffungsvorschlag erzeugt werden kann, obwohl für die Angebotsposition bereits eine Anfrageposition (oder ein Beschaffungsvorschlag) existiert.

0 - Nein (Standard): Die Beschaffung erfolgt auf Basis des bereits existierenden angebotsbezogenen Beschaffungsvorschlags bzw. der existierenden Anfrageposition. Im Zuge der Angebotsübernahme (Funktion "Als Auftrag übernehmen") referenzieren Beschaffungsvorschlag und Anfrageposition auf die Auftragsposition und nicht mehr auf die Angebotsposition. Die Auftragsposition erhält das Beschaffungskennzeichen "Volle Auftragsmenge".

1 - Ja: Bestehende angebotsbezogene Beschaffungsvorschläge oder Anfragepositionen haben keine Auswirkung auf die Auftragsposition. Die Beschaffung am Auftrag erfolgt somit unabhängig von den Anfragen bzw. Beschaffungsvorschlägen des Angebots. Im Zuge der Erstellung angebotsbezogener Anfragen werden deren Beschaffungsvorschläge sofort gelöscht.

Hinweis
Wird dieser Parameter aktiviert (Einstellung auf "Ja"), liegt es in der Verantwortung des Benutzers, eine Übernahme der Anfrage als Bestellung zu unterlassen und somit eine doppelte Beschaffung zu vermeiden. Werden Anfragen in Bestellungen übernommen, empfehlen wir, die Standardeinstellung "Nein" beizubehalten.

Achtung
Durch das Löschen des Beschaffungsvorschlags geht auch die Verknüpfung der Anfragepositionen verloren. Dadurch erfolgt bei einer Übernahme der Anfrage als Bestellung keine automatische Fertigmeldung der nicht übernommenen Anfragen.

Wird der Beschaffungsvorschlag nicht gelöscht, ist am Feld "Anf-Kz" ersichtlich, dass Anfragen vorhanden sind.

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Zusätzlich können die Details zu den Anfragen im Detailreiter "Anfrageninfo" geprüft werden.

 Anfrageninfo

Die Anfrageninfo kann über die Layoutgestaltung in Fenstern mit flexiblem Layout als Detailreiter eingeblendet werden.
Weitere Informationen zu diesem Reiter finden Sie in der Themenhilfe Beschaffungsvorschläge Detailreiter.

Wird mit Anfragen zu Beschaffungsvorschlägen gearbeitet, haben Sie hier den Vorteil, dass über den Detailreiter die Daten der Anfragen mit der Funktion "Zuordnen (Daten auf BV übernehmen)" automatisch auf den Beschaffungsvorschlag übernommen werden. Es werden der Lieferant und die Konditionen der Anfrage übernommen und somit auch für die Bestellung berücksichtigt.

Über das Anfragekennzeichen ist ersichtlich, dass eine Anfrage dem Beschaffungsvorschlag zugeordnet ist.

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Beim Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" ist in diesem Fall unbedingt darauf zu achten, dass "Preise/Rabatte von BV übernehmen" aktiviert wird, da ansonsten die Preise und Rabatte beim Erstellen der Bestellung (des Produktionsauftrags) wieder neu ermittelt werden und die Zuordnung der Anfrage somit nicht mehr berücksichtigt wird.

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 Bestellen/Produzieren

Bevor aus einem Beschaffungsvorschlag eine Bestellung erzeugt werden kann, muss dafür die Freigabe erfolgen. Dies kann je nach Parametereinstellung automatisch oder manuell vorgenommen werden.

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag

Definition, ob bei Neuanlage oder manueller Änderung der Beschaffungsvorschlagsposition eine automatische Freigabe erfolgen soll.

0 - Nein: Die Freigabe der Position kann über die Funktion "Freigeben" oder STRG + F manuell erfolgen.

1 - Ja, nur bei manueller BV-Anlage: Die Freigabe der Position erfolgt automatisch, sofern der Beschaffungsvorschlag manuell angelegt wurde.

2 - Ja, immer: Es erfolgt immer eine automatische Freigabe, egal wie der Beschaffungsvorschlag erzeugt wird.

Hinweis: Nur freigegebene Positionen können für das Bestellen/Produzieren herangezogen werden.

Mit der Funktion Bestellen/Produzieren wird der Beschaffungsvorschlag in eine Bestellung bzw. einen Produktionsauftrag umgewandelt.

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Welche Erfassungskennzeichen für die Bestellung, die Produktion bzw. die Fremdproduktion vorgeschlagen werden, wird mittels Parameter definiert. Diese können hier jedoch auch manuell geändert werden.

Grundsätzlich werden sämtliche freigegebenen Beschaffungsvorschläge beim Durchführen der Funktion berücksichtigt.
Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, mehrere Beschaffungsvorschläge zu markieren und danach die Funktion "Bestellen/Produzieren" auszuführen. In diesem Fall wird automatisch das Feld "Nur Markierte" aktiviert und nur für die markierten Beschaffungsvorschläge wird eine Bestellung erzeugt. Wird nur eine Position markiert, ist das Feld "Nur Markierte" manuell zu aktivieren.

Über den Dialog können Sie zusätzlich auswählen, ob die Beschaffungsvorschläge in einer bestehenden Bestellung bzw. einem bestehenden Fremdproduktionsauftrag ergänzt werden sollen. Dazu wählen Sie im Feld "Erfassungs-Nr." die gewünschte Erfassungsnummer aus.

Sind am Beschaffungsvorschlag ein Lager oder auch ein Projekt hinterlegt, haben Sie die Möglichkeit, über die Felder "Je Lager eigene Erf-Nr" und "Je Projekt eigene Erf-Nr" zu definieren, ob Sie eine gesammelte Bestellung je Lieferant oder unterschiedliche je Lager bzw. Projekt erzeugen möchten.

Werden am Beschaffungsvorschlag manuell oder über die Funktion Zuordnen (Daten auf BV übern.) Preise und Rabatte hinterlegt, wird über das Feld "Preise/Rabatte von BV übernehmen" definiert, dass diese auch für die Bestellung herangezogen werden. Wird das Feld nicht aktiviert, erfolgt die Preisfindung bei der Bestellanlage und die Konditionen des Beschaffungsvorschlags werden für die Bestellung nicht berücksichtigt.

Zusätzlich kann hier definiert werden, ob die Mindestbestellmenge bei der Anlage der Bestellung geprüft werden soll.

Sobald Sie Ihre Auswahl mit "Bestellen/Produzieren" bestätigt haben, werden die Bestellungen/Produktionsaufträge zu den Beschaffungsvorschlägen erzeugt.

Es erscheint die Hinweismeldung, wie viele Bestellungen/Produktionsaufträge angelegt wurden und eine Abfrage, ob das Fenster "Bestellungen" bzw. "Produktionsaufträge" geöffnet werden soll.

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Bestätigen Sie diese Abfrage mit "Ja", werden die jeweiligen Fenster mit Einschränkung auf die neu angelegten Bestellungen/Produktionsaufträge geöffnet.

Hinweis 
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Ist im Vorfeld bereits eine Anfrage erzeugt worden, können im Detailreiter "Anfrageninfo" mit der Funktion Zuordnen (Daten auf BV übern.) die Daten der Anfrage (Lieferant, Konditionen) auf den Beschaffungsvorschlag übernommen werden.
Die Anfrage und Bestellung sind miteinander verknüpft, sodass eine spätere Nachvollziehbarkeit gegeben ist. Zusätzlich wird die zugeordnete Anfrage auf "automatisch fertig" und "angenommen" gesetzt.

Sind mehrere Anfragen zu einem Beschaffungsvorschlag vorhanden, werden alle nicht zugeordneten beim Bestellen/Produzieren auf "manuell fertig" und "abgelehnt" gesetzt.

Achtung! 
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Wird aus einem Beschaffungsvorschlag eine Bestellung / ein Produktionsauftrag erzeugt, ist dieser im Fenster Beschaffungsvorschläge nicht mehr ersichtlich.
Ein Zusammenhang zwischen Beschaffungsvorschlag und Bestellung besteht nur bei einer auftragsbezogenen Beschaffung. Wird die Bestellung zu einer auftragsbezogenen Beschaffung gelöscht, werden die Beschaffungsvorschläge wieder automatisch angelegt.

Wird eine Bestellung zu einem Beschaffungsvorschlag ohne Auftragsbezug gelöscht, werden die Beschaffungsvorschläge nicht automatisch neu erstellt, sondern müssen wieder neu ermittelt werden.

 Parameter

Folgende Parameter sind für die Beschaffungsvorschläge relevant.

Weitere Parameter, die ebenso Einfluss auf die Beschaffungsvorschläge haben, finden Sie unter anderem in den Themenhilfen Bestellanlage, Saisonbeschaffung, Automatische Beschaffung und Auftragsbezogene Beschaffung.

Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag
 
Hinterlegung des Erfassungskennzeichens, das für die Funktion "Bestellen/Produzieren" von Bestellungen als Vorschlag herangezogen werden soll.

Hinweis: Ist kein Vorschlagswert hinterlegt, wird das Standard-Erfassungskennzeichen "BES" vorgeschlagen.
Hinterlegung des Erfassungskennzeichens, das für die Funktion "Bestellen/Produzieren" von Produktionsaufträgen als Vorschlag herangezogen werden soll.

Hinweis: Ist kein Vorschlagswert hinterlegt, wird das Standard-Erfassungskennzeichen "PRD" vorgeschlagen.
Hinterlegung des Erfassungskennzeichens, das für die Funktion "Bestellen/Produzieren" von Fremdproduktionsaufträgen als Vorschlag herangezogen werden soll.

Hinweis: Ist kein Vorschlagswert hinterlegt, wird das Standard-Erfassungskennzeichen "FRP" vorgeschlagen.
Hinterlegung des Erfassungskennzeichens, das für die Funktion "Bestellen/Produzieren" von Rücklieferungsbestellungen als Vorschlag herangezogen werden soll.

Hinweis: Ist kein Vorschlagswert hinterlegt, wird das Standard-Erfassungskennzeichen "BER" vorgeschlagen.
Definition, ob nach dem Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" die Übersicht aufgerufen werden soll.

0 - Abfrage: Es erfolgt eine Abfrage, ob die Übersicht gestartet werden soll.

1 - Übersicht starten: Die Übersicht wird sofort nach dem Erstellen gestartet.

2 - Übersicht nicht starten: Die Übersicht wird nie gestartet. Der Aufruf kann über die jeweilige Übersicht erfolgen.

Hinweis: Gilt für Anfragen, Bestellungen, Ankäufe und Produktionsaufträge.
Definition, ob beim Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" bei der Stücklistenauflösung Alternativartikel oder Varianten abgefragt werden sollen.

Hinweis: Steht der Parameter auf "0 - Nein", so werden für die Alternativartikelabfrage immer die Originalartikel und bei Variantenartikeln alle Stücklistenpositionen für den Auftrag/die Bestellung verwendet.
Definition, ob beim Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" Folgeartikel berücksichtigt werden sollen.

0 - Nein: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen nicht berücksichtigt.

1 - Ja, außer bei auftragsbezogenen BVs: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen ohne Auftragsbezug berücksichtigt.

2 - Ja, bei allen BVs: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen immer berücksichtigt.

Hinweise
Am Erfassungskennzeichen muss die Einstellung "Folgeartikel berücksichtigen" ebenfalls aktiv sein.

Die Berücksichtigung der Folgeartikel kann nur beim Erstellen der Bestellung erfolgen. Eine Berücksichtigung der Folgeartikel in Form von Beschaffungsvorschlägen ist nicht vorgesehen.
Hinterlegung des Erfassungskennzeichens, das für die Funktion "Bestellen/Produzieren" von Anfragen als Vorschlag herangezogen werden soll.

Hinweis: Ist kein Vorschlagswert hinterlegt, wird das Standard-Erfassungskennzeichen "ANF" vorgeschlagen.
Definition, ob beim Erstellen einer Anfrage die Einheit des Beschaffungsvorschlags ignoriert werden soll.

0 - Nein (Standard): Es wird die Einheit des Beschaffungsvorschlags in der jeweiligen Menge angefragt.

1 - Ja: Für die Anfrage wird die "Menge in Grundeinheit" herangezogen, die Einheit (inkl. Einheitentabelle) wird laut Lieferantenartikelstamm/Artikelstamm neu ermittelt.

Hinweis
Im Beschaffungsvorschlag können mehrere Anfragen an unterschiedliche Lieferanten für den gleichen Beschaffungsvorschlag erstellt werden. Diese Lieferanten haben die gleiche Einkaufseinheit (z. B. Packung), aber unterschiedliche Packungsgrößen. Um die entsprechend richtige Anzahl an Packungen für den jeweiligen Lieferanten zu bestimmen, kann dieser Parameter eingestellt werden.

Beispiel
Bei Lieferant A ist die Einheitentabelle 1 mit Pkg = 6 Stk hinterlegt.
Bei Lieferant B ist die Einheitentabelle 2 mit Pkg = 12 Stk hinterlegt.
Es existiert ein Beschaffungsvorschlag mit Menge in Grundeinheit 24 Stk.
Lieferant A und B sind im Beschaffungsvorschlag zugeordnet.

Steht der Parameter auf "Nein", so wird für beide Lieferanten eine Anfrageposition mit 24 Stück angelegt.
Steht der Parameter auf "Ja", so wird für Lieferant A eine Anfrageposition mit 4 Pkg angelegt, für Lieferant B wird eine Anfrageposition mit 2 Pkg angelegt.
Definition, ob bei der Anfragenzuordnung der Einkaufspreis (inkl. Warenbeschaffungskosten) von der Anfrage als Einstandspreis (EP) auf das Angebot übernommen werden soll.

0 - Nein (Standard): Der Einstandspreis am Angebot bleibt unverändert.
1 - Ja: Der Einkaufspreis inkl. Warenbeschaffungskosten wird als Einstandspreis auf das Angebot übernommen. Lieferant und Einkaufspreis inkl. Warenbeschaffungskosten werden beim Ausführen der Funktion "Zuordnen (Daten auf BV übern.)" auf den Beschaffungsvorschlag übernommen. Gleichzeitig wird dieser Preis als Einstandspreis auf das zugrunde liegende Angebot übernommen. Somit kann im Angebot der Verkaufspreis auf Basis des tatsächlichen Einstandspreises kalkuliert werden.

Hinweis
Die Anfragenzuordnung kann mit der Funktion "Zuordnen (Daten auf BV übern.)" im Bereich "Anfrageninfo" im Fenster "Beschaffungsvorschläge" durchgeführt werden.
Definition, ob für eine Auftragsposition ein neuer Beschaffungsvorschlag erzeugt werden kann, obwohl für die Angebotsposition bereits eine Anfrageposition (oder ein Beschaffungsvorschlag) existiert.

0 - Nein (Standard): Die Beschaffung erfolgt auf Basis des bereits existierenden angebotsbezogenen Beschaffungsvorschlags bzw. der existierenden Anfrageposition. Im Zuge der Angebotsübernahme (Funktion "Als Auftrag übernehmen") referenzieren Beschaffungsvorschlag und Anfrageposition auf die Auftragsposition und nicht mehr auf die Angebotsposition. Die Auftragsposition erhält das Beschaffungskennzeichen "Volle Auftragsmenge".

1 - Ja: Bestehende angebotsbezogene Beschaffungsvorschläge oder Anfragepositionen haben keine Auswirkung auf die Auftragsposition. Die Beschaffung am Auftrag erfolgt somit unabhängig von den Anfragen bzw. Beschaffungsvorschlägen des Angebots. Im Zuge der Erstellung angebotsbezogener Anfragen werden deren Beschaffungsvorschläge sofort gelöscht.

Hinweis
Wird dieser Parameter aktiviert (Einstellung auf "Ja"), liegt es in der Verantwortung des Benutzers, eine Übernahme der Anfrage als Bestellung zu unterlassen und somit eine doppelte Beschaffung zu vermeiden. Werden Anfragen in Bestellungen übernommen, empfehlen wir, die Standardeinstellung "Nein" beizubehalten.

Achtung
Durch das Löschen des Beschaffungsvorschlags geht auch die Verknüpfung der Anfragepositionen verloren. Dadurch erfolgt bei einer Übernahme der Anfrage als Bestellung keine automatische Fertigmeldung der nicht übernommenen Anfragen.
Definition, nach wie viel Sekunden sich die Anzeige der Beschaffungsvorschläge automatisch aktualisieren soll.

Hinweis
Standardwert ist 60 Sekunden.
Ist kein Wert hinterlegt, so werden die Beschaffungsvorschläge nicht automatisch aktualisiert.
Definition, wie viele Tage (ab Tagesdatum) für den Datumsvorschlag im Ermittlungsbereich der Beschaffungsvorschläge herangezogen werden sollen.

Hinweis
Ist kein Wert hinterlegt, so bleibt das Datumsfeld leer.
Ist auch beim Aufruf der BV-Ermittlung über den Stapel relevant.
Definition, ob das Feld "Reichweite" am Beschaffungsvorschlag berechnet werden soll.

0 - Nein (Standard): Es erfolgt keine Ermittlung.

1 - Ja: Das Feld "Reichweite" wird am Beschaffungsvorschlag berechnet. Dabei erfolgt die Berechnung wie folgt:

Beschaffungsmenge = (Soll-Reichweite - Ist-Reichweite) * Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit

Soll-Reichweite = Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit * Reichweite lt. Beschaffungskriterien
Ist-Reichweite lt. Zeiteinheit = Verfügbarer Lagerstand / Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit
Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit = ((Abgangsmenge lt. Zeitraum geplanter Abgangsmenge) / Zeitraum lt. Zeiteinheit)

Zeitraum lt. Zeiteinheit: siehe Parameter "Zeitraum für Reichweitenermittlung" (Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag)

0 - Kalenderjahr - Beginn: vom Beginn des aktuellen Kalenderjahres bis zum Tagesdatum

1 - Wirtschaftsjahr - Beginn: vom Beginn des aktuellen Wirtschaftsjahres bis zum Tagesdatum

2 - Anzahl Monate: vom Tagesdatum abzüglich der eingegebenen Anzahl der Monate bis zum Tagesdatum

Zeitfaktor: siehe Parameter "Zeiteinheit für Reichweite" (Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag)
- Einheit Tage: Faktor 1
- Einheit Wochen: Faktor 7
- Einheit Monate: Faktor 30

Hinweise
Falls die Bestellmenge anhand der auf den Beschaffungskriterien hinterlegten Mindest- bzw. Maximalreichweite ermittelt werden soll, muss dieser Parameter aktiviert sein.

Wird im Ermittlungsdialog das Feld "Ermitteln lt. Reichweite" verwendet, wird die Einstellung dieses Parameters ignoriert.
Definition des Zeitraums für die Reichweitenermittlung.

0 - Kalenderjahr-Beginn: vom Beginn des aktuellen Kalenderjahres bis zum Tagesdatum

1 - Wirtschaftsjahr-Beginn: vom Beginn des aktuellen Wirtschaftsjahres bis zum Tagesdatum

2 - Anzahl Monate: vom Tagesdatum abzüglich der eingegebenen Anzahl der Monate bis zum Tagesdatum

Hinweis:
Bei der Ausprägung "1 - Wirtschaftsjahr-Beginn" ist der Parameter für die Datenbasis für Abgang-/Zugangswerte auf "Artikelstatistik" einzustellen, da ansonsten eine Reichweitenermittlung auf Basis der Beschaffungskriterien nicht möglich ist.
Definition der Anzahl der Monate, die für die Reichweitenberechnung herangezogen werden sollen.

Hinweis
Nur in Kombination mit dem Parameter "Zeitraum für Reichweitenermittlung" - Ausprägung "2 - Anzahl Monate" verwendbar.
Für die Ermittlung der Lagerwerte wird der aktuelle Monat miteinberechnet.
Definition, welche Zeiteinheit für die Reichweitenberechnung im Beschaffungsvorschlag und für die Reichweite in den Beschaffungskriterien gelten soll.

Hinweise:
  • Bei Einstellung "Monate" wird immer mit 30 Tagen gerechnet (Faktor 30).
  • Bei Einstellung "Wochen" wird immer mit 7 Tagen gerechnet (Faktor 7).
  • Bei Einstellung "Tage" wird mit 1 gerechnet (Faktor 1).
Beispiel mit folgenden Parameterausprägungen:
Zeitraum für Reichweitenermittlung: Anzahl Monate
Anzahl Monate für Reichweitenermittlung: 3
Zeiteinheit für Reichweite: Monate (Faktor = 30 Tage)

Ermittlung am 16.06.
Zeitraum 01.03. bis 16.06. 
Tage: März 31 Tage, April 30 Tage, Mai 31 Tage, Juni 16 Tage = 108

Zeitfaktor = 108 Tage (Anzahl der Tage) / 30 Tage (lt. Einstellung des Parameters "Zeiteinheit für Reichweite" auf "Monate") = 3,6
Definition, ob die am Lieferant hinterlegte Lieferzeit für die Lieferterminberechnung herangezogen werden soll, sofern am Lieferantenartikel keine Lieferzeit hinterlegt ist.
Definition, welche Suchroutine für den Lieferanten im Beschaffungsvorschlag gelten soll.

1 - Abfrage: Es erfolgt eine Abfrage, ob die Lieferantensuche lt. Lieferantenartikelstamm oder nach den Lieferanten lt. Personenstamm erfolgen soll.

2 - Lieferantenartikel: Es wird der Lieferantenartikel-Suchdialog geöffnet. Ist das Artikel-Feld noch leer, so wird auch der Artikel übernommen. Außerdem werden bei der Eingabe nur Lieferanten mit vorhandenem Lieferantenartikel zugelassen.

3 - normale Lieferanten-Suchroutine: Es werden die Lieferanten lt. Personenstamm aufgerufen.

4 - vorrangig Lieferantenartikel, bei Diversartikel Lieferant
Definition, welche Suchroutine für den Artikel im Beschaffungsvorschlag gelten soll.

0 - Abfrage: Es erfolgt eine Abfrage, ob die Artikelsuche lt. Lieferantenartikel/Artikel/Artikel (Hauptlieferant)/Artikel(Lieferantenartikel)-Suchroutine

1 - Artikelstamm (alle Artikel): Es öffnet sich der Artikelstamm ohne Einschränkung.

2 - Lieferantenartikelstamm: Es öffnet sich der Lieferantenartikelstamm. Wurde schon ein Lieferant ausgewählt, werden die Lieferantenartikel auf diesen eingeschränkt angezeigt.

3 - Artikelstamm (Hauptlieferant + Diversartikel): Es öffnet sich der Artikelstamm, eingeschränkt auf jene Artikel mit vorhandenem Hauptlieferantenartikeleintrag. Wurde schon ein Lieferant ausgewählt, werden alle Artikel des Lieferanten gelistet, wo dieser im Lieferantenartikelstamm als Hauptlieferant gekennzeichnet ist. Zusätzlich werden Diversartikel gelistet.

4 - Artikelstamm (Lieferantenartikel + Diversartikel): Es öffnet sich der Artikelstamm, eingeschränkt auf jene Artikel mit vorhandenem Lieferantenartikeleintrag. Wurde schon ein Lieferant ausgewählt, werden alle Artikel des Lieferanten gelistet, wo zum Lieferanten ein Lieferantenartikeleintrag besteht. Zusätzlich werden Diversartikel gelistet.
Definition, ob artikelabhängige Daten wie Lager, Lieferant, Preiskondition bzw. Rahmenbestellzuordnung bei manueller Artikeländerung im Beschaffungsvorschlag neu ermittelt werden sollen.

0 - Nein: Beim Bearbeiten kommt ein Abfragedialog "Ändern Artikel" bei dem alle Optionen (bis auf Rahmenbestellzuordnung) standardmäßig nicht angehakt sind. Bei der Neuanlage erfolgt keine Neuermittlung der artikelabhängigen Daten. Hinweis: Das Lager wird immer neu ermittelt.

1 - Ja: Beim Bearbeiten kommt ein Abfragedialog "Ändern Artikel – neu ermitteln" in denen die artikelabhängigen Daten standardmäßig angehakt sind. Bei Neuanlage werden die Daten ohne Abfrage neu ermittelt.

Beispiel (Neuanlage)
Artikel ABC hat Hauptlieferant MUSTER und Vorgabelager 1
Artikel XYZ hat Hauptlieferant MAX und Vorgabelager 2

Beschaffungsvorschlag:
Artikel ABC | Lieferant MUSTER | Lager 1

Die Beschaffungsvorschlagszeile wird auf den Artikel XYZ geändert.

Ausprägung 0 - Lieferant MUSTER bleibt bestehen, das Lager ändert sich auf 2
Ausprägung 1 - Lieferant ändert sich auf MAX und das Lager auf 2
Definition, ob bei der Lieferterminermittlung automatisch der nächste Werktag ermittelt werden soll.

Hinweis: Nur in Kombination mit dem Parameter unter Warenwirtschaft → Allgemein → "Werktagsprüfung Einkauf", Ausprägung "1 - Ja", verwendbar.
Definition des Kommissionierungszeitraumes in Tagen.

Hinweis
Anzahl der Tage, die mindestens zwischen dem Kommissionstermin des Auftrages und dem Soll-Liefertermin der Bestellung liegen soll.
Ist jener Zeitraum, der für die Warenannahme, Qualitätskontrolle etc. benötigt wird, bevor die Ware im Verkauf kommissioniert werden kann.
Der "Kommissionierungszeitraum in Tagen" ist in erster Linie für die Berechnung des "Liefertermin Soll" bzw. für das "Bestelldatum" relevant,
Der "Liefertermin Soll" berechnet sich aus dem Dispotermin des nächsten geplanten Abgangs minus dem "Kommissionszeitraum in Tagen".
Der Liefertermin wird aus Tagesdatum + Lieferzeit (bzw. Lieferintervall) berechnet. Liegt der berechnete Liefertermin vor dem "Liefertermin Soll", so wird der "Liefertermin Soll" als Liefertermin übernommen.
Das "Bestelldatum" ergibt sich aus "Liefertermin Soll" minus Lieferzeit.

Achtung
Ob Lieferzeit und Kommissionstage in Werk- oder Kalendertagen subtrahiert werden, ist abhängig vom Parameter unter Bestellerfassung → Allgemein → "Berechnungsgrundlage Lieferzeit, Kommissionstage, Eigentransport-Tage".
Definition, ob bei Neuanlage oder manueller Änderung der Beschaffungsvorschlagsposition eine automatische Freigabe erfolgen soll.

0 - Nein: Die Freigabe der Position kann über die Funktion "Freigeben" oder STRG + F manuell erfolgen.

1 - Ja, nur bei manueller BV-Anlage: Die Freigabe der Position erfolgt automatisch, sofern der Beschaffungsvorschlag manuell angelegt wurde.

2 - Ja, immer: Es erfolgt immer eine automatische Freigabe, egal wie der Beschaffungsvorschlag erzeugt wird.

Hinweis: Nur freigegebene Positionen können für das Bestellen/Produzieren herangezogen werden.
Definition, ob der "Bestelllieferant" der Lagerstammdaten bzw. der Lagerart bei der Ermittlung des Lieferanten vorrangig herangezogen werden soll.

0 - Nein (Standard): Keine Berücksichtigung des in den Lagerstammdaten bzw. auf der Lagerart hinterlegten Bestelllieferanten.

1 - Ja, vom Lager: Das Feld "Lager" am Beschaffungsvorschlag ist ausschlaggebend für die Ermittlung des Bestelllieferanten.

2 - Ja, vom Beschaffungslager: Das Feld "Beschaffungslager" am Beschaffungsvorschlag ist ausschlaggebend für die Ermittlung des Bestelllieferanten.

Hinweis: Nur in Kombination mit dem Parameter "Autom. Zuordnung aller Lieferanten lt. Lieferantenartikelstamm" mit der Ausprägung "0 - Nein" verwendbar.
Definition, ob bei der Anlage des Beschaffungsvorschlags alle Lieferanten (für die es einen zugeordneten Lieferantenartikel gibt) als Lieferant zugeordnet werden sollen.

Hinweis
Gilt für alle Anlagearten (manuell, auftragsbezogen und Ermittlung)
Bei Mehrfachzuordnung, wird das Feld Lieferant mit <TABELLE> dargestellt.
Bei der Einstellung "Ja, nur bei Bestellvorschlägen" erfolgt die Zuordnung lt. Lieferantenartikelstamm nur für Beschaffungsvorschläge mit der Vorschlagsart "Bestellvorschlag". Bei Produktions- oder Fremdproduktionsvorschlägen wird der Hauptlieferant als Lieferant übernommen.

Soll bei der Ermittlung das Intervall (Liefer- und Bestellintervall am Lieferanten bzw. die manuelle Hinterlegung eines Intervalls) berücksichtigt werden, empfiehlt es sich, diesen Parameter nicht zu aktivieren. Mit der Ermittlung aller Lieferanten lt. Lieferantenartikelstamm ist die Ermittlung der Beschaffungsmengen aufgeteilt je Intervall nicht möglich.
Definition, wie der Tabsheet "Lagerinfo" angezeigt werden soll.

0 - Lagersummen mit Views: Wird empfohlen, da die Daten schneller geladen werden können.

1 - fix Lagerinfo: Lagerinfo wird mit den Tabsheets (Lagersummen/Dispoliste/Transporteinheiten) angezeigt.

2 - Umschalten Lagerinfo / Lagersummen: Bei Setartikeln wird fix die Lagerinfo (Ausprägung "1"), ansonsten die Lagersummen mit Views (Ausprägung "0") angezeigt.

3 - lt. Lagerparameter: Rückfall auf Parameter unter Lagerverwaltung → Allgemein → "Lagerinfo - Tabsheet"
Definition, ob der Baum-Fokus im Tabsheet "Lagerinfo" auf die eigene Filiale gesetzt werden soll, sofern am Beschaffungsvorschlag kein Lager/Lagerplatz hinterlegt ist.

Hinweis: Eigene Filiale lt. Parameter unter Warenwirtschaft → Allgemein → Eigene Filiale
Definition, ob bei der Ermittlung der Abgang-/Zugangswerte von den Lagerkonto-Monatswerten die Umbuchungs-Abgang-/Zugangswerte dazu addiert werden sollen.

Hinweis
Ist vor allem dann sinnvoll, wenn regelmäßig Umbuchungen auf andere Filialen/Lager erfolgen. 
Ist nur dann relevant, wenn "Datenbasis für Abgang-/Zugangswerte" auf "0 - Lager" oder "2 - Artikelstatistik & Lager" steht.
Definition, der Datenbasis für Abgang-/Zugangswerte

0 - Lager: Die Werte werden aus den Lagerkonto-Monatswerten ermittelt.

1 - Artikelstatistik: Die Werte werden aus der Artikelstatistik ermittelt.

2 - Artikelstatistik & Lager: Für Produktionsartikel werden die Werte aus der Artikelstatistik ermittelt, für alle anderen kommen die Werte aus den Lagerkonto-Monatswerten. Stücklisten-Einzelteile werden nicht in der Artikelstatistik gespeichert und deshalb wird auf die Lagerkonto-Monatswerte zurückgegriffen.
Definition der Datenbasis, falls der Parameter "Datenbasis für Zugangs-/Abgangswerte" auf "Lager" eingestellt ist.
 
0 - Lagerkontomonatswerte

1 - Lagerjournal: Umbuchungen innerhalb desselben Lagers werden von der Ermittlung ausgenommen.

Hinweis: Wenn der Parameter auf "1 - Lagerjournal" eingestellt ist, werden Umbuchungen innerhalb des selben Lagers von der Ermittlung ausgenommen.
Definition, ob bei der Ermittlung des verfügbaren Lagerstands für die Beschaffungsvorschlagsermittlung auf den Dispostatus eingeschränkt werden soll.

0 - Nein: Es gibt keine Einschränkung auf den Dispostatus.

1 - lagerwirksam: Nur Dispos mit dem Status "lagerwirksam" und "freigegeben" werden berücksichtigt ("vorgemerkt" wird nicht berücksichtigt).

2 - freigegeben: Nur Dispos mit dem Status "freigegeben" werden berücksichtigt ("lagerwirksam" und "vorgemerkt" werden nicht berücksichtigt).
Definition, ob die BV-Ermittlung für Artikel, die für die Beschaffung gesperrt wurden, Beschaffungsvorschläge erzeugen soll.

Geprüft wird das Gesperrt-Kz des Artikelstamms (Ausprägung "Auslaufartikel - Gesperrt für Einkauf") und die Artikelbereichswerte (bei Teileart "Handelsware/Rohstoff" der Bereich "Einkauf", bei Produktionsartikel der Bereich "Produktion").

Hinweis: Ist im Artikelstamm die allgemeine Sperre aktiv (Artikel-Gesperrt-Kz auf "gesperrt"), so wird für diesen Artikel niemals ein BV ermittelt.
Definition, welche Funktion das Datumsfeld im Ermittlungsbereich haben soll.

0 - Dispotermin (Standard):  Es werden alle Disposätze (Zu- und Abgänge) mit Dispotermin bis zum eingegebenen Datum berücksichtigt. Lieferzeiten des Lieferanten (Lieferantenartikel), Kommissionierungszeitraum (laut Parameter) und das Lieferintervall des Lieferanten werden in diesem Fall für die Ermittlung der verfügbaren Lagermenge nicht berücksichtigt.

1 - nächstes BV-Ermittlungsdatum: Das hier eingegebene Datum stellt den voraussichtlichen Termin für die nächste Ermittlung von Beschaffungsvorschlägen dar. Damit sämtliche Bedarfe bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt sind, werden nicht nur die Disposätze (Zu- und Abgänge), sondern auch definierte Lieferzeiten (vom Lieferant bzw. Lieferantenartikel), Kommissionierzeiträume (laut Parameter) und das Lieferintervall des Lieferanten berücksichtigt. Für die verfügbare Lagermenge wird der Lagerstand des Vortags berücksichtigt. Zusätzlich werden zum eingegebenen Datum Lieferzeit etc. hinzugerechnet, um so den genauen Bedarf bis zur nächsten Ermittlung zu erhalten.


Beispiel
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Ausgangssituation:
Für den Artikel 102030 wird ein Auftrag über 500 Stück erfasst. Als Dispotermin ist der 6.10. hinterlegt.
Aktuell gibt es eine Lagermenge von 100 Stück.
Zusätzlich gibt es eine offene Bestellung mit dem Dispotermin 10.10. über 200 Stück.
Die Lieferzeit des Artikels beträgt 10 Tage.

0 - Dispotermin:
Mit dieser Ausprägung erhalten Sie folgende Beschaffungsvorschläge für das jeweilige Datum im Ermittlungsdialog:

05.10: Menge des BV = 0 Stk. Da der Dispotermin für den Auftrag und auch für die Bestellung nach dem eingegebenen Datum liegen, werden beide Datensätze nicht berücksichtigt. Die ermittelte verfügbare Lagermenge liegt bei 100 Stk. (bis zum 5.10.).

06.10: Menge des BV = 400 Stk. Der Dispotermin für den Auftrag ist der 6.10. Zu diesem Datum wird eine verfügbare Lagermenge von -400 Stück ermittelt (500 Stück Abgang laut Auftrag, 100 Stück Lagermenge). Die offene Bestellung wird nicht berücksichtigt, da der Dispotermin nach dem 6.10. liegt.

10.10: Menge des BV = 200 Stk. Der Dispotermin für den Auftrag ist der 6.10. Zu diesem Datum wird eine verfügbare Lagermenge von -200 Stück ermittelt (500 Stück Abgang laut Auftrag, 100 Stück Lagermenge, 200 Stück offene Bestellung).

1 - nächstes BV-Ermittlungsdatum:
Mit dieser Ausprägung erhalten Sie folgenden Beschaffungsvorschlag für das folgende Datum im Ermittlungsdialog:

05.10: Menge des BV = 200 Stk. Bei der Ermittlung der verfügbaren Lagermenge wird nicht nur der Dispotermin, sondern auch die Lieferzeit des Lieferantenartikels berücksichtigt. Diese liegt bei 10 Tagen. Es wird nun die verfügbare Lagermenge zum Vortag (4.10.) zuzüglich aller Disposätze (Zu- und Abgänge) bis einschließlich 14.10. berücksichtigt.

Da es in diesem Fall einen geplanten Abgang von 500 Stück per 6.10. und einen geplanten Zugang von 200 Stück per 10.10. gibt, ergibt sich daraus ein Bedarf von 200 Stück bis einschließlich 14.10. 

Hinweis
Hinweis.png 

Wird die Ausprägung 1 verwendet, wird neben der Lieferzeit etc. auch die Werktagsprüfung laut Parametereinstellung berücksichtigt.

Wäre z. B. der 14.10. (wie im oben angeführten Beispiel) ein Samstag, wird die verfügbare Lagermenge bis zum 16.10. ermittelt, da dies der nächste Werktag ist.

Definition, welche Funktion das Datumsfeld im Ermittlungsbereich haben soll.

0 - Dispotermin: Es werden alle Disposätze bis zum eingegebenen Datum berücksichtigt.

1 - nächstes BV-Ermittlungsdatum: Es werden alle Disposätze, deren Dispodatum kleiner folgendem Datum, ist berücksichtigt:
Datum = Eingegebenes Datum + Lieferzeit (vom Lieferanten bzw. Lieferantenartikel) + Kommissionstage + Berücksichtigung des Lieferintervalls des Lieferanten
Definition, ob bei der manuellen BV-Ermittlung die zu beschaffende Menge auf die in den Stammdaten hinterlegte Mindestbestellmenge aufgerundet werden soll.

Hinweis
Bereits vorhandene Beschaffungsvorschläge werden bei der Ausprägung "Ja" nicht berücksichtigt.
Wenn bereits vorhandene Beschaffungsvorschläge miteinbezogen werden sollen, empfiehlt es sich, diesen Parameter auf "Nein" zu setzen und die Funktion "Mindestbestellmenge prüfen" im Bestell-/Produktionsdialog zu verwenden.
Definition, welche Person als Bearbeiter des Beschaffungsvorschlags bei der Beschaffungsvorschlagsermittlung ermittelt werden soll.

0 - lt. aktuellem Benutzer: Der aktuelle Benutzer wird als Bearbeiter des Beschaffungsvorschlags eingetragen.

1 - lt. Stammdaten: Die Suchreihenfolge ist folgende: "Bearbeiter" von Lieferantenstamm - "Bearbeiter EK" von "Artikel" bzw. "Warengruppe" - Aktueller Benutzer

Hinweis: Bei der auftragsbezogenen Beschaffung erfolgt die Ermittlung immer aus den Stammdaten.
Definition, ob die am Lieferantenartikel hinterlegte Rundungsmethode übersteuert werden soll, damit bei einer Überschreitung des Maximalbestand immer abgerundet wird.
Definition, ob bei der Funktion "Bestellen/Produzieren" vorhandene Aktionsmakros für die Neuanlage (Anfrage-/Bestell-/Ankauf-/Produktionskopf) ausgeführt werden sollen.
Definition, ob bei der Funktion "Bestellen/Produzieren" vorhandene Aktionsmakros für die Neuanlage (Anfrage-/Bestell-/Ankauf-/Produktionsposition) ausgeführt werden sollen.
Definition, ob eine Freigabe des Beschaffungsvorschlag nur dann möglich sein soll, wenn die Produktionsfreigabe des Produktionsloses schon erfolgt ist.
Definition, welches Feld für die farbliche Comboboxdarstellung verwendet werden soll.

Vorschlagsart = BVO_VORSCHLAGSART
Erstell-Kz = BVO_ERSTELLKZ
Rahmenbestell-Kz = BVO_RAHMENBESTELLKZ
Anfrage-Kz = BVO_ANFRAGEKZ
EK-Preisberechnungs-Kz = BVO_EKPREISBERECHKZ
Definition, welche Comboboxausprägung farblich dargestellt werden soll.

Hinweis
Den jeweiligen Index mit Semikolon als Trennzeichen eingeben. Beispiel: 1;2;3;4
Nur in Verbindung mit dem Parameter "Combobox-Feld für Farbeinstellung" verwendbar.
Definition, der Farbe für die Darstellung der "dazugehörigen Combobox-Ausprägungen".

Hinweis
Den jeweiligen Farbcode mit Semikolon als Trennzeichen eingeben. Beispiel: 5;9;4;2
Nur in Verbindung mit dem Parameter "Combobox-Feld für Farbeinstellung" und "dazugehörige Combobox-Ausprägung" verwendbar
Definition, ob beim Erstellen eines Beschaffungsvorschlags über die Online-MDE die Einkaufseinheit vom Artikel vorgeschlagen wird.

0 - Nein (Standard)
1 - Ja

Hinweis: Die Einkaufseinheit vom Lieferantenartikel wird nicht berücksichtigt, da in der Mobilen Datenerfassung (MDE) keine Lieferantenermittlung erfolgt.

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 Spezialthemen

Im folgenden Kapitel wird auf einige Spezialthemen im Bereich der Beschaffungsvorschläge näher eingegangen.

 Reichweiten

Der Beschaffungsvorschlag kann auf Basis der Reichweite ermittelt werden.
Die Reichweite gibt die Zeitspanne vor, für welche die Menge laut aktuellem durchschnittlichen Verbrauch reichen würde. Anhand des Verbrauchs in den Vormonaten wird der Durchschnittsverbrauch je Monat ermittelt.

In den Beschaffungskriterien können die gewünschte Mindestreichweite und Maximalreichweite (lt. Zeiteinheit) angegeben werden. Wird die Mindestreichweite unterschritten, wird beim Beschaffungsvorschlag jene Menge vorgeschlagen, welche für die definierte Mindestreichweite, abzüglich der lagernden sowie bereits bestellten Mengen, benötigt wird. Ist zusätzlich eine Maximalreichweite hinterlegt, wird bei Unterschreitung der Mindestreichweite auf jene Menge, die sich durch die Maximalreichweite ergibt, aufgefüllt. Wird außerdem ein Sicherheitsbestand angegeben, wird dieser zusätzlich berücksichtigt.

Wenn sowohl Mindestreichweite als auch Mindestbestand angegeben sind, wird zumindest auf den Mindestbestand aufgefüllt. Ist die Menge, die sich durch die Mindestreichweite ergibt, größer als der Mindestbestand, wird die Menge laut Mindestreichweite für den Beschaffungsvorschlag herangezogen.

Wird zusätzlich ein Maximalbestand hinterlegt, wird der Beschaffungsvorschlag, unabhängig von der Reichweitenermittlung, maximal auf diese Menge aufgefüllt.

Folgende Parameter sind für die Reichweitenermittlung relevant:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag
 
Definition, der Datenbasis für Abgang-/Zugangswerte

0 - Lager: Die Werte werden aus den Lagerkonto-Monatswerten ermittelt.

1 - Artikelstatistik: Die Werte werden aus der Artikelstatistik ermittelt.

2 - Artikelstatistik & Lager: Für Produktionsartikel werden die Werte aus der Artikelstatistik ermittelt, für alle anderen kommen die Werte aus den Lagerkonto-Monatswerten. Stücklisten-Einzelteile werden nicht in der Artikelstatistik gespeichert und deshalb wird auf die Lagerkonto-Monatswerte zurückgegriffen.
Definition, ob das Feld "Reichweite" am Beschaffungsvorschlag berechnet werden soll.

0 - Nein (Standard): Es erfolgt keine Ermittlung.

1 - Ja: Das Feld "Reichweite" wird am Beschaffungsvorschlag berechnet. Dabei erfolgt die Berechnung wie folgt:

Beschaffungsmenge = (Soll-Reichweite - Ist-Reichweite) * Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit

Soll-Reichweite = Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit * Reichweite lt. Beschaffungskriterien
Ist-Reichweite lt. Zeiteinheit = Verfügbarer Lagerstand / Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit
Durchschnittlicher Verbrauch lt. Zeiteinheit = ((Abgangsmenge lt. Zeitraum geplanter Abgangsmenge) / Zeitraum lt. Zeiteinheit)

Zeitraum lt. Zeiteinheit: siehe Parameter "Zeitraum für Reichweitenermittlung" (Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag)

0 - Kalenderjahr - Beginn: vom Beginn des aktuellen Kalenderjahres bis zum Tagesdatum

1 - Wirtschaftsjahr - Beginn: vom Beginn des aktuellen Wirtschaftsjahres bis zum Tagesdatum

2 - Anzahl Monate: vom Tagesdatum abzüglich der eingegebenen Anzahl der Monate bis zum Tagesdatum

Zeitfaktor: siehe Parameter "Zeiteinheit für Reichweite" (Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag)
- Einheit Tage: Faktor 1
- Einheit Wochen: Faktor 7
- Einheit Monate: Faktor 30

Hinweise
Falls die Bestellmenge anhand der auf den Beschaffungskriterien hinterlegten Mindest- bzw. Maximalreichweite ermittelt werden soll, muss dieser Parameter aktiviert sein.

Wird im Ermittlungsdialog das Feld "Ermitteln lt. Reichweite" verwendet, wird die Einstellung dieses Parameters ignoriert.
Definition des Zeitraums für die Reichweitenermittlung.

0 - Kalenderjahr-Beginn: vom Beginn des aktuellen Kalenderjahres bis zum Tagesdatum

1 - Wirtschaftsjahr-Beginn: vom Beginn des aktuellen Wirtschaftsjahres bis zum Tagesdatum

2 - Anzahl Monate: vom Tagesdatum abzüglich der eingegebenen Anzahl der Monate bis zum Tagesdatum

Hinweis:
Bei der Ausprägung "1 - Wirtschaftsjahr-Beginn" ist der Parameter für die Datenbasis für Abgang-/Zugangswerte auf "Artikelstatistik" einzustellen, da ansonsten eine Reichweitenermittlung auf Basis der Beschaffungskriterien nicht möglich ist.
Definition der Anzahl der Monate, die für die Reichweitenberechnung herangezogen werden sollen.

Hinweis
Nur in Kombination mit dem Parameter "Zeitraum für Reichweitenermittlung" - Ausprägung "2 - Anzahl Monate" verwendbar.
Für die Ermittlung der Lagerwerte wird der aktuelle Monat miteinberechnet.
Definition, welche Zeiteinheit für die Reichweitenberechnung im Beschaffungsvorschlag und für die Reichweite in den Beschaffungskriterien gelten soll.

Hinweise:
  • Bei Einstellung "Monate" wird immer mit 30 Tagen gerechnet (Faktor 30).
  • Bei Einstellung "Wochen" wird immer mit 7 Tagen gerechnet (Faktor 7).
  • Bei Einstellung "Tage" wird mit 1 gerechnet (Faktor 1).
Beispiel mit folgenden Parameterausprägungen:
Zeitraum für Reichweitenermittlung: Anzahl Monate
Anzahl Monate für Reichweitenermittlung: 3
Zeiteinheit für Reichweite: Monate (Faktor = 30 Tage)

Ermittlung am 16.06.
Zeitraum 01.03. bis 16.06. 
Tage: März 31 Tage, April 30 Tage, Mai 31 Tage, Juni 16 Tage = 108

Zeitfaktor = 108 Tage (Anzahl der Tage) / 30 Tage (lt. Einstellung des Parameters "Zeiteinheit für Reichweite" auf "Monate") = 3,6

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 Berechnungen für die Reichweitenermittlung

Für die Reichweitenermittlung gibt es einige Berechnungen, die hier angeführt werden.

Reichweite:
Die Reichweite wird generell über die unten angeführte Formel berechnet:

1123414898000002900_2.png

Durchschnittlicher Verbrauch:
Der durchschnittliche Verbrauch berechnet sich folgendermaßen:

1123414898000002900_3.png

Zeitfaktor:
Wie sich der Zeitfaktor berechnet, ist abhängig davon, welche Ausprägung beim Parameter "Zeitraum für Reichweitenermittlung" und "Zeiteinheit für Reichweite" definiert worden ist.

1499515540000002410_1.png

Als Zeiteinheit werden prinzipiell folgende Werte verwendet:
  • Monat = 30
  • Woche = 7
  • Tag = 1

Beispiel 
Beispiel.png
Für die Berechnungsbeispiele des Zeitfaktors wird davon ausgegangen, dass die Ermittlung der Beschaffungsvorschläge am 30.10. erfolgt.

Beispiel 1:
Hier wird als Zeitraum für die Reichweitenermittlung "Kalenderjahr-Beginn" im Parameter definiert. Dadurch ergibt sich eine aktuelle Tagesanzahl von 303 Tagen.

Monat
Tage
Januar
31 
Februar 
28 
März 
31 
April 
30 
Mai 
31 
Juni 
30 
Juli 
31 
August 
31 
September 
30 
Oktober (30.10.) 
30 
aktuelle Tagesanzahl
303

Zeitfaktor in Monaten: 303 (akt. Tagesnummer) / 30 (Zeiteinheit "Monat") = 10,1

Zeitfaktor in Wochen: 303 (akt. Tagesnummer) / 7 (Zeiteinheit "Woche") = 43,29

Zeitfaktor in Tagen = 303 (akt. Tagesnummer) / 1 (Zeiteinheit "Tage") = 303

Beispiel 2:
Hier wird als Zeitraum für die Reichweitenermittlung "Wirtschaftsjahr-Beginn" im Parameter definiert. Das Wirtschaftsjahr beginnt mit 1.4. Dadurch ergibt sich eine aktuelle Tagesanzahl von 213.

MonatTage 
April30 
Mai 31 
Juni 30 
Juli 31 
August 31 
September 30 
Oktober (30.10.) 30 
aktuelle Tagesanzahl 
213

Zeitfaktor in Monaten: 213 (akt. Tagesnummer) / 30 (Zeiteinheit "Monat") = 7,1

Zeitfaktor in Wochen: 213 (akt. Tagesnummer) / 7 (Zeiteinheit "Woche") = 30,43

Zeitfaktor in Tagen = 213 (akt. Tagesnummer) / 1 (Zeiteinheit "Tage") = 213

Beispiel 3:
Hier wird als Zeitraum für die Reichweitenermittlung "Anzahl Monate" und die Anzahl der Monate für die Reichweitenermittlung mit "3" definiert.
Es wird bei der Ermittlung der Beschaffungsvorschläge der Zeitraum der letzten 3 Monate einschließlich des akutellen Monats berücksichtigt.

Für den Zeitraum wird somit Juli bis einschließlich 30.10. definiert. Es ergibt sich eine aktuelle Tagesanzahl von 122 Tagen.

Zeitfaktor in Monaten: 122 (akt. Tagesnummer) / 30 (Zeiteinheit "Monat") = 4,066

Zeitfaktor in Wochen: 122 (akt. Tagesnummer) / 7 (Zeiteinheit "Woche") = 17,43

Zeitfaktor in Tagen = 122 (akt. Tagesnummer) / 1 (Zeiteinheit "Tage") = 122

Hinweis 
Hinweis.png
Wie die Berechnung erfolgt und wodurch sich die ermittelten Beschaffungsvorschläge ergeben, wird in der Ermittlungs-Info genau beschrieben.

1499526518000002410.png

Diese kann über das Feld "Ermittlungs-Infotext" am Beschaffungsvorschlag geöffnet werden.

1499526518000002410_0.png

Der Ermittlungs-Infotext wird jedoch nur dann erzeugt, wenn das Feld vor dem Ermitteln der Beschaffungsvorschläge in der Feldauswahl eingeblendet worden ist.

 Beispiele für die Reichweitenermittlung

Es werden nun einige Beispiele für die Reichweitenermittlung angeführt, um so die Berechnungen im Detail zu beschreiben.

Ausgangsbasis:
Die Ermittlung der Beschaffungsvorschläge erfolgt per 30.10.
Der aktuell verfügbare Lagerstand des Artikels liegt bei 100 Stück.

Folgende Abgangsmengen gab es in den letzen Monaten:

1499518988000002410.png

Es gibt weder geplante Zugangs- noch Abgangsmengen.

Beispiel 
Beispiel.png

Basis für die folgenden Beispiele ist die Reichweitenermittlung laut Kalenderjahr-Beginn und monatlich.
Beim Artikel 102031 gab es im Zeitraum 1.1. - 30.10. eine Abgangsmenge von 1720 Stück.

Beispiel 1:
Als Mindestreichweite ist in den Beschaffungskriterien 2 Monate hinterlegt.

Der Zeitfaktor liegt bei 10,1 (303 Tage / 30), wodurch sich ein durchschnittlicher Bedarf von 170,297 Stück pro Monat ergibt (1720 Stück / 10,1).
Aufgrund der verfügbaren Lagermenge von 100 Stück ergibt sich daraus eine Reichweite von 0,587 Monaten (100/170,297).

Aufgrund der Mindestreichweite von 2 Monaten besteht ein Bedarf von 340,59 Stück (170,297 * 2). Es fehlt somit eine Menge von 240,59 Stück (340,59 - 100).

Somit wird ein Beschaffungsvorschlag über 241 Stück ermittelt.

Beispiel 2:
Wird neben der Mindestreichweite von 2 Monaten ein Mindestbestand von 500 Stück in den Beschaffungskriterien hinterlegt, erhalten Sie einen Beschaffungsvorschlag von 400 Stück.
Dieser ergibt sich daraus, dass zwar die fehlende Menge wie in Beispiel 1 bei 241 Stück liegt, der Mindestbestand jedoch bei 500 Stück. Da der Bedarf für den Mindestbestand höher ist als der Bedarf laut Mindestreichweite, wird für den Beschaffungsvorschlag der Mindestbestand herangezogen (500 - 100 = 400 Stück).

Wäre ein Mindestbestand von 300 Stück hinterlegt, würde für den Beschaffungsvorschlag der Bedarf laut Mindestreichweite ermittelt werden (241 Stück), da dadurch der Bestand mit 341 (100 Stück verf. Lagermenge + Beschaffungsvorschlag) höher als der Mindestbestand wäre.

Beispiel 3:
Neben der Mindestreichweite von 2 Monaten wird ein Sicherheitsbestand von 200 Stück hinterlegt. Sie erhalten nun einen Beschaffungsvorschlag über 441 Stück. Dieser ergibt sich aus den 241 Stück laut Mindestreichweite und dem benötigten Sicherheitsbestand von 200 Stück.

Beispiel 4:
Zusätzlich zur Mindestreichweite wird eine Maximalreichweite von 3 Monaten hinterlegt. Sie erhalten nun einen Beschaffungsvorschlag über 411 Stück. Die benötigte Menge für die Maximalreichweite von 3 Monaten liegt bei 510,89 Stück (170,297 * 3). Durch die verfügbare Lagermenge von 100 Stück wird ein Beschaffungsvorschlag über die fehlende Menge von 411 Stück ermittelt.

Beispiel 5:
Neben der Mindest- und Maximalreichweite wie in Beispiel 4 angeführt, wird zusätzlich ein Maximalbestand von 500 Stück hinterlegt. Da die benötigte Menge für die Maximalreichweite bei 411 Stück liegt, würde dadurch der Maximalbestand von 500 Stück überschritten werden. Somit wird ein Beschaffungsvorschlag über 400 Stück ermittelt (500 Maximalbestand - 100 verf. Lagermenge).
Beispiel 
Beispiel.png
Basis für die folgenden Beispiele ist die Reichweitenermittlung laut der Anzahl an Monaten, welche über den Parameter definiert worden ist. Hinterlegt ist die Anzahl von 3 Monaten. Es wird somit für die Reichweitenermittlung der Bedarf der letzten 3 Monate + des aktuellen Monats berücksichtigt. Dadurch ergibt sich eine Abgangsmenge von 910 Stück im Zeitraum von 1.7. bis 30.10.

Beispiel 1:
Als Mindestreichweite ist in den Beschaffungskriterien 2 Monate hinterlegt.

Der Zeitfaktor liegt bei 4,0666 (122 Tage / 30), wodurch sich ein durchschnittlicher Bedarf von 223,77 Stück pro Monat ergibt (910 Stück / 4,066).
Aufgrund der verfügbaren Lagermenge von 100 Stück ergibt sich daraus eine Reichweite von 0,4468 Monaten (100/223,77).

Aufgrund der Mindestreichweite von 2 Monaten besteht ein Bedarf von 447,54 (223,77 * 2). Es fehlt somit eine Menge von 347,54 Stück (447,54 - 100).

Somit wird ein Beschaffungsvorschlag über 348 Stück ermittelt.

Beispiel 2:
Wird neben der Mindestreichweite von 2 Monaten ein Mindestbestand von 500 Stück in den Beschaffungskriterien hinterlegt, erhalten Sie einen Beschaffungsvorschlag von 400 Stück.
Dieser ergibt sich daraus, dass zwar die fehlende Menge wie in Beispiel 1 bei 348 Stück liegt, der Mindestbestand jedoch bei 500 Stück. Da der Bedarf für den Mindestbestand höher ist als der Bedarf laut Mindestreichweite, wird für den Beschaffungsvorschlag der Mindestbestand herangezogen (500 - 100 = 400 Stück).

Wäre ein Mindestbestand von 300 Stück hinterlegt, würde für den Beschaffungsvorschlag der Bedarf laut Mindestreichweite ermittelt werden (348 Stück), da dadurch der Bestand mit 448 (100 Stück verf. Lagermenge + Beschaffungsvorschlag) höher als der Mindestbestand wäre.

Beispiel 3:
Neben der Mindestreichweite von 2 Monaten wird ein Sicherheitsbestand von 200 Stück hinterlegt. Sie erhalten nun einen Beschaffungsvorschlag über 548 Stück. Dieser ergibt sich aus den 348 Stück laut Mindestreichweite und dem benötigten Sicherheitsbestand von 200 Stück.

Beispiel 4:
Zusätzlich zur Mindestreichweite wird eine Maximalreichweite von 3 Monaten hinterlegt. Sie erhalten nun einen Beschaffungsvorschlag über 572 Stück. Die benötigte Menge für die Maximalreichweite von 3 Monaten liegt bei 671,31 Stück (223,77 * 3). Durch die verfügbare Lagermenge von 100 Stück wird ein Beschaffungsvorschlag über die fehlende Menge von 572 Stück ermittelt.

Beispiel 5:
Neben der Mindest- und Maximalreichweite wie in Beispiel 4 angeführt, wird zusätzlich ein Maximalbestand von 500 Stück hinterlegt. Da die benötigte Menge für die Maximalreichweite bei 572 Stück liegt, würde dadurch der Maximalbestand von 500 Stück überschritten werden. Somit wird ein Beschaffungsvorschlag über 400 Stück ermittelt (500 Maximalbestand - 100 verf. Lagermenge).

 Manuelle Ermittlung laut Reichweite

Neben der automatischen Ermittlung der Reichweite auf Basis der Beschaffungskriterien haben Sie auch die Möglichkeit, die Funktion Ermitteln lt. Reichweite direkt im Ermittlungsdialog der Beschaffungsvorschläge (Ermitteln (Beschaffungsvorschlag)) durchzuführen.

1205590608000003590.png

Mit dieser Funktion haben Sie die Möglichkeit, Beschaffungsvorschläge auf Basis der Reichweite zu ermitteln - unabhängig davon, ob Sie die Reichweitenermittlung über Parameter und Beschaffungskriterien aktiviert haben oder nicht.

Hinweis 
Hinweis.png
Wird bei der manuellen Ermittlung als Basis für die Zielreichweite die Ausprägung "aus Beschaffungskriterien" ausgewählt, werden im Gegensatz zur automatischen Ermittlung Mindest- und Maximalbestand nicht berücksichtigt. Es werden nur die Mindest- und Maximalreichweite für die Ermittlung des Beschaffungsvorschlags berücksichtigt.
Die Berücksichtigung des Sicherheitsbestandes kann über das Feld "Sicherheitsbestand berücksichtigen" aktiviert werden.

Beispiel 
Beispiel.png
Die Abgangsmengen des Artikels 102031 können Sie der oben angeführten Grafik entnehmen.

Als Beschaffungskriterien sind eine Mindestreichweite von 2 und eine Maximalreichweite von 3 Monaten hinterlegt. Zusätzlich ist ein Maximalbestand von 500 Stück hinterlegt.

Wird nun die Ermittlung der Reichweite manuell durchgeführt, ergeben sich aufgrund der Eingaben unterschiedliche Ergebnisse, welche in den folgenden Beispielen angeführt sind.

Beispiel 1:
In diesem Beispiel soll der Durchschnittsverbrauch auf Basis der letzten beiden Monate und die Zielreichweite auf Basis der Beschaffungskriterien ermittelt werden.

1217262668000003650.png

Im Zeitraum 1.8. bis 30.9. (letzte beiden Monate) gab es eine Abgangsmenge von 500 Stück.
Der Zeitfaktor beträgt 2,033 (61 Tage / 30). Es ergibt sich dadurch eine durchschnittliche Abgangsmenge von 245,9 Stück je Monat (500 / 2,033).
Für die Maximalreichweite von 3 Monaten ergibt sich ein Bedarf von 737,7 Stück (245,9 * 3). Durch die verfügbare Lagermenge von 100 Stück wird ein Beschaffungsvorschlag über 638 Stück ermittelt.

Bei der Ermittlung des Durchschnittsverbrauchs wird der aktuelle Monat in diesem Beispiel nicht berücksichtigt. Soll auch dieser berücksichtigt werden, ist hier die Ausprägung "Ermittlung der letzten X Monate + aktueller Monat" zu wählen.

Eine weitere Variante der Ermittlung des Durchschnittsverbrauchs ist die Hinterlegung eines Zeitraums.

Beispiel 2:
Als Basis für die Zielreichweite wird die Ausprägung "Berechnung aus Lieferzeit" ausgewählt.
Am Lieferantenartikel ist eine Lieferzeit von 60 Tagen hinterlegt.

1217262668000003650_1.png

Durch die Lieferzeit von 60 Tagen ergibt sich eine Mindestreichweite von 2 Monaten.
Der Durchschnittsverbrauch liegt wie bei Beispiel 1 bei 245,9 Stück. Dadurch ergibt sich ein Gesamtbedarf von 491,8 Stück. Durch die verfügbare Lagermenge von 100 Stück wird ein Beschaffungsvorschlag über 392 Stück ermittelt.

Hinweis 
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Ist in den Beschaffungskriterien eine Mindest- oder Maximalreichweite hinterlegt, zieht diese vorrangig vor der Lieferzeit. Übersteuert werden können die Beschaffungskriterien nur mit der Eingabe einer Zielreichweite.

Beispiel 3:
Die Zielreichweite wird manuell auf 5 Monate definiert. Der Durchschnittsverbrauch soll auf Basis der letzten beiden Monate ermittelt werden.

1217262668000003650_2.png

Der Durchschnittsbedarf pro Monat liegt wie bereits in den ersten beiden Beispielen bei 245,9 Stück. Durch die definierte Zielreichweite von 5 Monaten ergibt sich ein Bedarf von 1229,5 Stück (245,9 * 5). Durch die verfügbare Lagermenge von 100 Stück wird somit ein Beschaffungsvorschlag von 1130 Stück ermittelt.

 Auftragsbezogene Beschaffung

Die auftragsbezogene Beschaffung ermöglicht, im Zuge der Auftragserfassung einen Beschaffungsprozess (Beschaffungsvorschlag oder Bestellung) auszulösen.
 
Weitere Informationen finden Sie in der Themenhilfe Auftragsbezogene Beschaffung.
 

 Automatische Beschaffung

Direkt im Zuge der Auftragserfassung kann eine Beschaffung ausgelöst werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der Themenhilfe Automatische Beschaffung.

 Folgeartikel beim Bestellen eines Beschaffungsvorschlags berücksichtigen 

Soll beim Generieren einer Bestellung aus dem Beschaffungsvorschlag ein Folgeartikel berücksichtigt werden, kann dies mit folgendem Parameter definiert werden:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Beschaffungsvorschlag:

 
Definition, ob beim Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" Folgeartikel berücksichtigt werden sollen.

0 - Nein: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen nicht berücksichtigt.

1 - Ja, außer bei auftragsbezogenen BVs: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen ohne Auftragsbezug berücksichtigt.

2 - Ja, bei allen BVs: Folgeartikel werden beim Erstellen von Bestellungen immer berücksichtigt.

Hinweise
Am Erfassungskennzeichen muss die Einstellung "Folgeartikel berücksichtigen" ebenfalls aktiv sein.

Die Berücksichtigung der Folgeartikel kann nur beim Erstellen der Bestellung erfolgen. Eine Berücksichtigung der Folgeartikel in Form von Beschaffungsvorschlägen ist nicht vorgesehen.

Beispiel 
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Über Parameter ist definiert, dass die Folgeartikel bei allen Beschaffungsvorschlägen berücksichtigt werden.
Zusätzlich ist beim Erfassungskennzeichen "BES" die Berücksichtigung des Folgeartikels aktiviert.

Der Artikel 700 "Kiste Mineral" hat als Folgeartikel den Flaschen- und Kistenpfand sowie die Entsorgung hinterlegt. Alle Folgeartikel sind auch im Einkauf gültig, was am Folgeartikel über das Feld "Gültig EK" definiert wird.

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Wird nun der Beschaffungsvorschlag dazu in eine Bestellung umgewandelt, werden bei der Anlage auch die Folgeartikel als eigene Position in der Bestellung übernommen.

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 Saisonbeschaffung

Gerade bei saisonal bedingten Schwankungen ist es schwierig, mit konkreten Beschaffungskriterien zu arbeiten.
Um auch diese Schwankungen berücksichtigen zu können, gibt es die Möglichkeit der Saisonbeschaffung.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der Themenhilfe Saisonbeschaffung.

 Beschaffungsvorschläge mit Stücklisten

Auch für Produktions- und Setstücklisten ist es möglich, mit Beschaffungsvorschlägen zu arbeiten.
Informationen zum Thema Produktion finden Sie unter anderem in der Themenhilfe Themen PPS.
Alle Informationen zur Unterscheidung zwischen Produktions- und Setstücklisten finden Sie in der Themenhilfe Unterschied Produktions- und Setstückliste.

Für Setartikel werden Setstücklisten verwendet. Da Setartikel nicht lagergeführt sind, sondern lediglich die Einzelteile dazu, ist es nicht möglich, Beschaffungsvorschläge über die Funktion Ermitteln für den Setartikel anlegen zu lassen.

Dies bedeutet in weiterer Folge, dass die Hinterlegung von Beschaffungskriterien für die Einzelteile erfolgen muss.
Auch die Ermittlung der Beschaffungsvorschläge ist für die Einzelteile durchzuführen.

Soll direkt das Set für den Beschaffungsvorschlag ermittelt werden, ist dies bei der auftragsbezogenen Beschaffung möglich.

Dafür sind folgende Felder am Artikelstamm relevant:

Wenn ein Beschaffungsvorschlag erstellt wird, kann festgelegt werden, nach welchen Kriterien dieser generiert werden soll.
 
Besonderheiten dieses Feldes in der WWS:
Folgende Ausprägungen können ausgewählt werden:
  • 0 - Nach Lagermenge: Beschaffungskriterien, die am Artikelstamm hinterlegt werden können.
  • 1 - Auftragsbezogen volle Auftragsmenge: Es wird die volle Menge der Auftragsposition beschaffen.
  • 3 - Auftragsbezogen Rückstandsmenge: Jene Menge, die nicht geliefert werden kann, wird in Rückstand genommen und beschaffen. 
  • 4 - Auftragsbezogen fehlende Lagermenge: Die Differenz zwischen der Menge der Auftragsposition und der verfügbaren Lagermenge wird beschaffen.
  • 5 - Kein Bestellvorschlag
Ein Unterschied zwischen den Ausprägungen "Auftragsbezogen Rückstandsmenge" und "Auftragsbezogen fehlende Lagermenge" ist nur dann ersichtlich, wenn das Kommissionierungskennzeichen auf "Automatisch" steht.

Beispiel
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Von einem Artikel sind 3 Stk auf Lager verfügbar. Im Auftrag wird eine Menge von 5 Stk eingegeben und das Kommissionierungskennzeichen steht auf "Automatisch". Folgende Mengen ergeben sich bei den beiden Ausprägungen im Beschaffungsvorschlag:

Auftragsbezogen Rückstandsmenge5 Stk
Auftragsbezogen fehlende Lagermenge2 Stk

Wird mit der manuellen Kommissionierung gearbeitet, wird bei der Ausprägung "Auftragsbezogen Rückstandsmenge" die gesamte Auftragsmenge in Rückstand genommen, was dazu führt, dass die tatsächliche Lagermenge nicht verwendet wird und immer die gesamte Auftragsmenge (5 Stk) bestellt wird. Die Einstellung "Auftragsbezogen fehlende Lagermenge" ermittelt die Differenz zwischen Auftragsmenge und verfügbarem Lagerstand (2 Stk) und bestellt nur diese.

Als Rückfallebene gilt die Hinterlegung am Erfassungskennzeichen, in den Warengruppen und im folgenden Parameter:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen:

 
Definition des Standard-/Rückfallwertes für das Feld "Beschaffungskennzeichen" am Artikelstamm, welches Kriterium für die "Generierung Beschaffungsvorschlag" gelten soll.

Definition, ob bei der Ermittlung des Beschaffungsvorschlages der Setartikel oder dessen Einzelteile ermittelt werden sollen.

Beim Feld "Beschaffungskennzeichen" ist eine der "auftragsbezogenen" Ausprägungen zu wählen. Zusätzlich ist über das Feld "Set-/Einzelteilbeschaffung" die Set-Beschaffung zu wählen.

Wird ein auftragsbezogener Beschaffungsvorschlag erzeugt, wird mit dieser Ausprägung der Setartikel und nicht die Einzelteile für diesen ermittelt.

Wird beim Feld "Set-/Einzelteilbeschaffung" die Einzelteilbeschaffung gewählt, werden auch bei auftragsbezogenen Beschaffungsvorschlägen die Einzelteile der Setstückliste ermittelt.

Für die Bestellung des Sets ist in weiterer Folge folgender Parameter relevant:

Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Bestellerfassung → Positionserfassung

Definition, ob Setartikel auf der Bestellung aufgelöst werden sollen.

0 - Nein: Bei der Eingabe erfolgt eine Warnung, die Einzelteile werden nicht aufgelöst. Ein Setartikel verhält sich somit wie ein nicht lagergeführter Artikel.

1 - Ja: Die Einzelteile werden in der Stückliste aufgelöst.

 Beschaffungsvorschläge mit Intervall

Für die Ermittlung von Beschaffungsvorschlägen kann auch ein Intervall berücksichtigt werden.
Unterschieden wird hier zwischen Liefer- und Bestellintervall.
Die Hinterlegung von Liefer- bzw. Bestellintervall erfolgt am Lieferanten.

Zusätzlich kann die Ermittlung des Beschaffungsvorschlags mittels Intervall auch direkt im Ermittlungsdialog definiert werden.
Mit dem Hinterlegen eines Intervalls ist es möglich, die notwendige Bestellmenge je Bestelltermin anstatt als Gesamtsumme zu ermitteln.

Hinweis 
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Das Lieferintervall hat Einfluss auf die Lieferterminberechnung: Es wird die Lieferzeit addiert und der nächstmögliche Liefertermin laut Lieferintervall herangezogen.
Der Lieferant liefert z. B. jeden 2. Montag.

Das Bestellintervall wird am Lieferantenstamm oder im Ermittlungsdialog des Beschaffungsvorschlags im Feld "Intervall" eingetragen.
Wird z. B. jeden 1. Dienstag im Monat beim Lieferanten bestellt, so werden bei der Ermittlung mehrere Beschaffungsvorschläge angelegt - für jeden Monat ein eigener Beschaffungsvorschlag. Das Bestelldatum gibt an, um welchen Zeitraum es sich handelt. Es werden nur jene Dispos berücksichtigt, die in den jeweiligen Zeitraum fallen, inkl. Berücksichtigung der Lieferzeit.
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Folgende Einstellungen sind für die Ermittlung mit Intervall notwendig:

Lieferant:
Pro Lieferant kann ein Bestellintervall hinterlegt werden. Das hier hinterlegte Intervall übersteuert auch jenes Intervall, das bei der Ermittlung des Beschaffungsvorschlags eingetragen werden kann.

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Beschaffungsvorschlag:
Bei der Ermittlung des Beschaffungsvorschlags wird das beim Lieferanten hinterlegte Bestellintervall automatisch vorgeschlagen.

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Erfolgt die Ermittlung ohne Einschränkung auf einen Lieferanten bzw. über mehrere Lieferanten, ist das Feld "Intervall" manuell zu aktivieren.

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Die ermittelten Beschaffungsvorschläge werden je nach Bestellintervall bzw. Lieferintervall unter Berücksichtigung der Lieferzeit des Lieferanten erstellt.

Hinweis 
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Werden die Beschaffungsvorschläge laut Intervall ermittelt, ist beim Feld "Lieferantenvorschlag" im Ermittlungsdialog nur die Ausprägung "Hauptlieferant" oder "Laut Eingabe" möglich.

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Beispiel 
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Beim Lieferanten gibt es ein Bestellintervall und ein Lieferintervall. Bestellt wird wöchentlich am Montag, geliefert wird am 15. jeden Monats.

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Beim Artikel 102030 gibt es einen aktuellen Lagerstand von 100 Stück. Diese sind bereits für einen Auftrag reserviert. Zusätzlich gibt es 2 weitere Disposätze von 600 Stück mit Dispotermin 20.11. und 700 Stück für den 28.12.

Die Ermittlung der Beschaffungsvorschläge findet am 3.11. (Freitag) statt. Durch die oben angeführten Einstellungen am Lieferanten sowie die vorhandenen Disposätze werden 2 Beschaffungsvorschläge ermittelt:

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Der erste Beschaffungsvorschlag ist für das Bestelldatum 6.11. (der nächste Montag nach der Ermittlung) und den Liefertermin 15.11. (nächste Lieferung nach dem 3.11.). Dieser betrifft die 600 Stück laut Disposatz mit Dispotermin 20.11.

Der zweite Beschaffungsvorschlag ist für die nächste Bestellmöglichkeit nach dem 6.11., also der 13.11., da dies der darauffolgende Montag ist. Hier werden die 700 Stück für den Disposatz mit Dispotermin 28.12. vorgeschlagen. Als Liefertermin wird aufgrund des Lieferintervalls der 15.12. vorgeschlagen.

Gibt es keine Hinterlegung des Bestellintervalls beim Lieferanten, kann dieses auch direkt am Ermittlungsdialog ausgewählt werden.

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Auch mit dieser Hinterlegung wird die Bestellmenge danach je Bestelldatum ermittelt und es werden in diesem Beispiel die beiden Beschaffungsvorschläge laut der Disposätze für das Bestelldatum 6.11. und 13.11. erstellt.

 Beschaffungsvorschläge über MDE

Der manuelle Beschaffungsvorschlag kann entweder direkt im Fenster Beschaffungsvorschläge oder auch über die Mobile Datenerfassung (MDE) erstellt werden.

Dafür wird eine MDE-Art mit der Verarbeitungsart "Beschaffungsvorschlag" benötigt. Mittels dieser können so direkt über das MDE-Gerät Beschaffungsvorschläge angelegt und danach im Fenster "Beschaffungsvorschläge" weiter verarbeitet werden.

Beispiel 
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Für den Artikel 102030 wird über das Online-MDE-Gerät ein Beschaffungsvorschlag erfasst.

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Sobald die Eingabe am MDE-Gerät bestätigt worden ist, wird der Beschaffungsvorschlag gespeichert und kann im Fenster Beschaffungsvorschläge weiter bearbeitet und in eine Bestellung umgewandelt werden.

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 FAQ

In diesem Kapitel werden Fragen angeführt, die regelmäßig in Bezug auf Beschaffungsvorschläge gestellt werden.

Stammdaten
Wie kann die Beschaffung für einen Artikel definiert werden?
Wie kann definiert werden, wodurch ein Beschaffungsvorschlag ermittelt wird?
Wie können Beschaffungskriterien hinterlegt werden?
Können Beschaffungskriterien in abweichenden Einheiten angelegt werden?
Können Beschaffungskriterien für diverse Farben und Größen eines Artikels separat eingestellt werden?
Kann ein Artikel ab einer gewissen Lagermenge automatisch bestellt werden?
Muss die Einstellung für die Beschaffung je Artikel vorgenommen werden oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten?
Müssen für jeden Artikel Beschaffungskriterien hinterlegt werden oder kann ein Bedarf auch anders ermittelt werden?
Können die Beschaffungskriterien zu allen Artikeln angelegt werden, ohne dass diese einzeln je Artikel im Artikelstamm erfasst werden?
Kann die Buchungsfirma auf bereits vorhandene Beschaffungskriterien automatisch gesetzt werden?

Erstellen / Ermitteln von Beschaffungsvorschlägen
Kann ein Beschaffungsvorschlag manuell erfasst werden?
Wie ermittelt sich das Bestelldatum am Beschaffungsvorschlag?
Warum werden die bereits erfassten Bestellungen nicht bei der verfügbaren Lagermenge berücksichtigt?
Warum wird der Einkaufspreis nicht beim Beschaffungsvorschlag ermittelt?
Kann auch ein Sicherheitsbestand definiert werden?
Können Beschaffungsvorschläge bei der Menge immer auf ganze Zahlen gerundet werden?
Wird beim Ermitteln auch die Verpackungsmenge berücksichtigt?
Wird beim Ermitteln auch eine Mindestbestellmenge berücksichtigt?
Gibt es eine Möglichkeit, zu überprüfen, wie sich die Menge eines Beschaffungsvorschlags ermittelt?
Wird bei der Ermittlung des Beschaffungsvorschlags, wenn Reichweite und Maximalbestand hinterlegt sind, auf den Maximalbestand aufgefüllt?

Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Beschaffungsvorschlägen
Kann die Freigabe des Beschaffungsvorschlags automatisch erfolgen?
Wie kann ein Beschaffungsvorschlag in eine Bestellung umgewandelt werden?
Warum wird ein Beschaffungsvorschlag nicht in eine Bestellung umgewandelt?
Können zu einem Beschaffungsvorschlag Anfragen zu unterschiedlichen Lieferanten erzeugt werden?
Können Daten einer Anfrage auf den Beschaffungsvorschlag übernommen werden?
Bleiben Beschaffungsvorschläge nach der Anlage von Anfragen im Fenster "Beschaffungsvorschläge" verfügbar?
Was passiert, wenn eine Bestellung zu einem Beschaffungsvorschlag gelöscht oder manuell fertiggemeldet wird?
Was passiert mit einem Beschaffungsvorschlag, wenn in der Zwischenzeit manuell eine Bestellung erfasst worden ist?

Spezialthemen
Wozu dient das Feld "Reichweite" in den Beschaffungskriterien?
Können Beschaffungsvorschläge auch auf Basis der bisherigen Verbräuche ermittelt werden?
Warum wird beim Bestellen eines Beschaffungsvorschlags der Folgeartikel nicht berücksichtigt?
Ist es möglich, auch Setartikel statt der Einzelteile in den Beschaffungsvorschlägen zu ermitteln?
Können definierte Bestell- und Liefertage eines Lieferanten beim Ermitteln der Beschaffungsvorschläge berücksichtigt werden?
Ist es möglich, Beschaffungsvorschläge direkt im Lager zu erfassen, ohne dass der Lagermitarbeiter Zugriff auf die BMD NTCS hat?


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