In dieser Themenhilfe wird beschrieben, wie Sie Kunden anlegen und bearbeiten können. In den Spezialthemen finden Sie Informationen zu Personennummern, Empfängern, Adressen sowie weiterführende Themen, die mit dem Thema "Kunden" in Zusammenhang stehen.
Kunden werden in der Warenwirtschaft für die Anlage von Angeboten und Aufträgen benötigt. Bei jedem Kunden sind bestimmte Informationen wie z. B. Kundennummer, Name, Adresse, UID-Nummer, Sprache hinterlegt.
Die Anlage von Kunden kann über das Paket CRM oder das Paket WWS durchgeführt werden:
- Paket CRM → Stammdaten → Personen → Kunden
- Paket WWS → Stammdaten → Kunden und Lieferanten → Kunden
Beim Aufruf des Fensters "Kunden" über die WWS sind gewisse Felder vorhanden, die nur für die WWS benötigt werden. Diese Felder sind nicht verfügbar, wenn das Fenster "Kunden" über das Paket CRM geöffnet wird.
Im Folgenden wird kurz auf das Fenster "Kunden" eingegangen. Die wichtigsten Funktionen für das tägliche Arbeiten und die Spezialthemen finden Sie im Anschluss.
Eine Übersicht aller bereits angelegten Kunden bietet das Fenster
Kunden. Hier können die Kunden angelegt bzw. verwaltet werden.
Informationen zum Aufbau und mögliche Einstellungen des Fensters finden Sie in der Fensterhilfe
Kunden des Pakets CRM.
Eine der wichtigsten Funktionen ist die Neuanlage von Kunden. Das Kopieren von Kunden ist nicht vorgesehen.
Im Folgenden wird das Anlegen, Bearbeiten und Löschen von Kunden Schritt für Schritt erklärt.
Neue Kunden können im Fenster
Kunden mit der F5-Funktion angelegt werden.
Die F5-Funktion kann entweder über die Schaltfläche mit dem Plus oder mit der F5-Taste auf Ihrer Tastatur ausgeführt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist der Aufruf über die rechte Maustaste. Dort finden Sie die Funktion "Neu".
Mit dem Ausführen der F5-Funktion (Neu) öffnet sich die Neuanlage des Kunden. Dabei wird zunächst die Personennummer abgefragt. Bei der Anlage von Kunden ist die Personennummer die Kundennummer.
Hinweise | Beim Feld "Personennummer" muss ein Wert eingegeben werden. Erst wenn dieses Feld befüllt ist, sind die weiteren Felder des neuen Kunden bearbeitbar.
Informationen zur Personennummer des Kunden finden Sie auch in den Spezialthemen unter Punkt Kundennummer.
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Nach der Vergabe der Kundennummer (Feld "Personennummer") können weitere Felder befüllt werden, z. B. Name des Kunden, Adresse, UID-Nummer.
Das Feld "Land" muss auf jeden Fall befüllt werden. Wenn für den Kunden eine UID-Nummer vorliegt, ist auch diese einzugeben. Diese Felder werden für die
Erlöskontenfindung benötigt, d. h., dass die Erlöskonten bei der Anlage von Angeboten und Aufträgen nur dann korrekt gefunden werden, wenn diese Felder richtig gewartet sind. Die Erlöskonten sind bei der Erfassung von Aufträgen entscheidend, denn über diese wird z. B. ermittelt, mit welchem Umsatzsteuersatz eine Rechnung ausgestellt wird. Weiters sind die Felder "Unternehmens-ID Schweiz" und das Feld "Kundenart" für die Erlöskontenfindung wichtig. Die Unternehmens-ID Schweiz ist bei Schweizer Geschäftskunden relevant. Dabei handelt es sich um die Steuernummer des Unternehmens. Die Kundenart wird im Standard nur für Drittlandskunden benötigt, da sonst davon ausgegangen wird, dass es sich um einen Geschäftskunden handelt.
Weitere Informationen zu UID-Nummer bzw. Unternehmens-ID Schweiz finden Sie im Punkt UID-Nummer bzw. Unternehmens-ID Schweiz.
Das Feld "Sprache" ist auszuwählen, wenn die Ausdrucke für den Kunden in einer abweichenden Sprache erfolgen sollen. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Themenhilfe
Fremdsprache.
Das Feld "Währung" ist zu befüllen, wenn der Kunde seine Belege in einer abweichenden Währung erhalten soll. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Themenhilfe
Fremdwährung.
Welche weiteren Felder Ihnen bei der Neuanlage bzw. Bearbeitung des Kundenstamms zur Verfügung stehen, finden Sie in der Fensterhilfe
Kunden unter Punkt
Kunden.
Sobald alle gewünschten Felder eingegeben worden sind, kann der neue Kunde mit der Funktion "Speichern und Schließen" gespeichert werden.
Der neue Kunde ist nun als Datensatz im Fenster
Kunden zu sehen und kann in der Warenwirtschaft verwendet werden.
Mit dem Speichern wird der Kunde automatisch als Personenkonto in der aktuellen Fibu angelegt. Auch bei Firmengruppen wird bei zentraler Personenwartung das Personenkonto im Personenkonto-Standardkontenrahmen angelegt. Nähere Informationen dazu finden Sie im Punkt
Die gemeinsame Personenwartung in der FIBU Themenhilfe
Firmengruppe und Personenwartung.
Möchten Sie einen Kunden bearbeiten, suchen Sie diesen zunächst im Fenster
Kunden.
Nachdem Sie den gewünschten Kunden markiert haben, kann die F6-Funktion entweder mit der Schaltfläche mit dem Stift oder mit der F6-Taste auf Ihrer Tastatur ausgeführt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist der Aufruf über die rechte Maustaste. Dort finden Sie die Funktion "Bearbeiten".
Mit dem Ausführen der F6-Funktion (Bearbeiten) öffnet sich die Bearbeitung des ausgewählten Kunden.
Änderungen können vorgenommen und mit der Funktion "Speichern und Schließen" gespeichert werden.
Ist die Bearbeitung versehentlich geöffnet worden oder sollen die Änderungen doch nicht gespeichert werden, kann die Bearbeitung mit der Funktion "Verwerfen und Schließen" ohne zu speichern geschlossen werden.
Sind zu dem Kunden schon Bewegungsdaten (z. B. Aufträge) vorhanden, ist dabei zu beachten, dass sich die Änderungen nicht direkt auf vorhandene Aufträge auswirken. Problematisch können Änderungen bei der UID-Nummer oder der Landnummer sein. Sollen nach der Änderung des Kunden z. B. andere Erlöskonten auf offenen Aufträgen verwendet werden, ist es ratsam, die Funktion
Neu ermitteln für die Konten im Fenster
Aufträge zu starten, bevor die Rechnung erstellt wird.
Änderungen von Adressdaten werden beim Ausdruck sofort schlagend. Dies gilt auch beim Nachdruck von Belegen, wenn diese nicht aus dem Archiv kommen.
Möchten Sie einen Kunden löschen, suchen Sie diesen zunächst im Fenster
Kunden.
Nachdem Sie den gewünschten Kunden markiert haben, kann die F7-Funktion entweder mit der Schaltfläche mit dem Papierkorb oder mit der F7-Taste auf Ihrer Tastatur ausgeführt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist der Aufruf über die rechte Maustaste. Dort finden Sie die Funktion "Löschen".
Mit dem Ausführen der F7-Funktion (Löschen) erscheint die Meldung: "Sind Sie sicher, dass Sie den markierten Datensatz endgültig löschen wollen?".
Wenn Sie die Abfrage mit "Löschen" bestätigen, wird der Kunde tatsächlich gelöscht.
Ist der Kunde schon verwendet worden, z. B. in einem Auftrag, kann dieser nicht mehr gelöscht werden. Beim Löschen erscheint in einem solchen Fall das Fenster
Kunde/Lieferant löschen. Dort wird angezeigt, dass der Kunde nicht gelöscht werden kann. Weiters ist dort eine Auflistung jener Programme zu sehen, in denen der Kunde verwendet worden ist.
Es besteht bei bereits verwendeten Kunden die Möglichkeit, diese inaktiv zu setzen. Dazu kann das Feld "Aktiv" am
Kunden auf "Nein" gestellt werden.
Inaktive Kunden können nicht mehr verwendet werden, beispielsweise können inaktive Kunden nicht bei der Anlage eines Auftrags ausgewählt werden.
Weiters kann mit dem Austrittsdatum des Kunden gearbeitet werden. Sobald beim Kunden ein Austrittsdatum in der Vergangenheit hinterlegt ist, wird automatisch das Kennzeichen "Aktiv" auf "Nein" gestellt.
Hinweis | Ist der Kunde tatsächlich gelöscht worden (d. h., nicht nur auf inaktiv gesetzt), kann der Kunde nicht wiederhergestellt werden. |
Im Folgenden werden spezielle Themen erklärt, die im Zusammenhang mit der Kundenanlage bzw. Bearbeitung stehen.
Wie beim Punkt
Kunden anlegen bereits erwähnt, muss die Personennummer (Kundennummer) bei der Neuanlage zuerst vergeben werden, damit danach alle weiteren Felder des neuen Kunden bearbeitet werden können.
In Firmengruppen kann die Eindeutigkeit von Kundennummern über folgenden Parameter gesetzt werden.
Paket CRM → Stammdaten → Einstellungen → CRM Parameter → Kunden → Allgemein
| Bei einer Neuanlage wird geprüft, ob die Nummer der Person (Kunde, Lieferant ...) innerhalb einer Firmengruppe eindeutig ist. Dieser Parameter ist nur bei Firmengruppen relevant! Wird der Parameter firmenbezogen gesetzt, ist als Firma die Nummer der Firmengruppe zu verwenden. Die Einstellung dieses Parameters kann nur dann manuell geändert werden, wenn der Parameter Personenwartung in der Firmengruppe auf "4 - Expertenmodus" eingestellt ist.
Hinweis | Diese Einstellung wirkt sich NICHT auf Mitarbeiter aus! Für Mitarbeiter wird folgender Parameter verwendet: Stammdaten → Einstellungen → CRM Parameter → Mitarbeiter → Allgemein → Eindeutige Mitarbeiternummern. Motiv: In manchen Fällen sind eindeutige Personennummern aufgrund von externen führenden Systemen bei Kundennummern nicht umsetzbar. Bei nicht eindeutigen Personennummern kann es in NTCS, vor allem im Lohn, zu Problemen mit der Personenerkennung kommen. Mitarbeiter können daher unabhängig von anderen Personenarten eingestellt werden. |
0 - Nein (Standard): Innerhalb der Firmengruppe kann eine Personennummer mehrmals, d. h. für verschiedene Personen, vergeben werden. Beispiel: Kunde 200000 ist in Firma 1 Max Mustermann und in Firma 2 Mia Maier.
1 - Ja: Innerhalb der Firmengruppe gibt es eindeutige Personennummern - d. h., bei der Neuanlage einer Person wird geprüft, ob die Nummer der Person innerhalb der Firmengruppe bereits existiert. Beispiel: Kunde 200000 ist in Firma 1 Max Mustermann. In Firma 2 kann kein Kunde mehr mit dieser Nummer angelegt werden, da die Nummer bereits in Firma 1 verwendet wird.
BMD empfiehlt, diesen Parameter mit der Einstellung "1 - Ja" zu verwenden. Es kann ansonsten in manchen Programmbereichen zu Problemen mit der Personenerkennung kommen. Die Einstellung "0 - Nein" sollte in jedem Fall mit einem BMD Berater abgesprochen werden, da sie nur in wenigen Ausnahmefällen verwendet werden kann. Sofern der Parameter "Personenerfassung unter Hauptfirma" auf "JA" eingestellt ist, hat die Einstellung in diesem Parameter allerdings keine Auswirkung.
Besonderheit Paket FIBU Umstellen des Parameters nur nach Absprache mit dem Support! Wenn FIBUs für Firmen innerhalb von Firmengruppen importiert werden sollen, dann muss bei Einstellung "1 - ja" darauf geachtet werden, dass die Kunden und Lieferanten der zu importierenden FIBUs zum Zeitpunkt des Imports "eindeutige" Nummern aufweisen. (z. B. der Kunde 200000 ist in allen Fibus - sofern vorhanden - Max Mustermann). In so einem Fall müssen also VOR dem Import der FIBUs die Personennummern angepasst werden, soweit sie nicht eindeutig sind. Ist das nicht möglich (etwa weil die Firmengruppe gerade eingerichtet wurde und die FIBUs, die bisher der STB gebucht hat, zügig weitergeführt werden sollen), dann muss der Parameter auf "2 - Nein" gestellt sein. Falls mittelfristig eindeutige Nummern von Kunden und Lieferanten angestrebt werden, müssen diese dann innerhalb der Firmengruppe nach und nach umgestellt bzw. bereinigt werden (Termin im Support).
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Die Nummernkreise für Kundennummern werden im Paket CRM im Fenster
Nummernkreise festgelegt. Im Standardfall werden die Kundennummern innerhalb eines
Kontenkreises geführt.
Nähere Informationen zu den Nummernkreisen und dem Auslieferungsstandard finden Sie in der Hilfe
Nummernkreise.
Sollen die Nummern von ausgeschiedenen Kunden wiederverwendet werden, kann dies im folgenden Parameter aktiviert werden.
Paket CRM → Stammdaten → Einstellungen → CRM Parameter → Kunden → Allgemein
| Mit diesem Parameter kann eingestellt werden, ob die Nummern ausgeschiedener Personen wiederverwendbar sind. Diese Einstellung gilt immer für Kunden UND Lieferanten.
Hinweis bei Firmengruppe |
Wird der Parameter firmenbezogen gesetzt, ist als Firma die Nummer der Firmengruppen zu verwenden. |
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Die F8-Funktion beim Feld "Personennummer" bei der Neuanlage eines Kunden vergibt die nächste Kundennummer lt. Nummernkreis.
Ist allerdings nicht nur ein Nummernkreis für Kunden in den CRM Stammdaten vorhanden, wird mit der F8-Funktion zunächst der Nummernkreis abgefragt. Erst wenn dieser ausgewählt worden ist, wird eine Kundennummer vorgeschlagen.
Beispiel | In einer Firma gibt es drei Nummernkreise für Kunden. Im Fenster Nummernkreise gibt es daher drei Einträge.
Wird bei der Neuanlage eines Kunden nun die F8-Funktion beim Feld "Personennummer" aufgerufen, wird nicht sofort die nächste Kundennummer vergeben, sondern es öffnet sich zunächst das Fenster "Nummernkreis suchen".
In diesem Fenster muss nun der gewünschte Nummernkreis gewählt werden und mit "Übernehmen" wird die nächste Kundennummer innerhalb des gewählten Nummernkreises vergeben.
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In Firmengruppen werden die Kunden bzw. Lieferanten entweder zentral (in der Hauptfirma) oder dezentral (in allen Firmen einzeln) gewartet. Dies ist abhängig von den
Parametereinstellungen im Paket CRM. Die Ausprägung "WWS Einzelfirma" hat darauf keinen Einfluss.
Am Kunden können abweichende Empfänger und abweichende Adressen hinterlegt werden. Im Folgenden werden diese kurz beschrieben.
Am
Kunden kann im Feld "Lieferempfänger" ein abweichender Empfänger der Lieferung hinterlegt werden. Wenn kein abweichender Lieferempfänger eingetragen wird, ist der Kunde zugleich der Lieferempfänger. Dieser Lieferempfänger wird als Vorschlag auf den Auftragskopf übernommen und kann dort gegebenenfalls noch geändert werden.
Der Lieferempfänger ist entscheidend für die Erlöskontenfindung, da je nach Land und UID des Lieferempfängers das entsprechende Erlöskonto verwendet wird. Als Lieferempfänger können Kunden, Lieferanten und diverse Personen verwendet werden.
Eine andere Möglichkeit ist die Eingabe einer abweichenden Lieferadresse. Grundsätzlich wird als Lieferadresse die Adresse des Lieferempfängers vorgeschlagen. Jedoch kann auch eine abweichende Adresse angelegt und im Kundenstamm hinterlegt werden.
Am
Kunden sind die Lieferadressen im Feld "Lieferadresse" bzw. im Feld "Weitere Adressen" zu finden.
Die Adresse, die im Feld "Lieferadresse" gespeichert ist, wird als Lieferadresse auf den Auftrags- bzw. Angebotskopf übernommen.
Der Vorschlag kann am Auftrag oder Angebot bearbeitet werden, wenn eine andere Lieferadresse für den einzelnen Auftrag oder das einzelne Angebot verwendet werden soll.
Adressen, die nicht die Standardlieferadresse darstellen, sondern sporadisch für Aufträge oder Angebote des Kunden verwendet werden, können in den weiteren Adressen gewartet werden. Im Feld "Weitere Adressen" am
Kunden können diese mit der F8-Funktion angelegt bzw. bearbeitet werden. Wichtig ist die Eingabe der Adressart-Nummer "2" für Lieferadressen. Diese zusätzlichen Lieferadressen können bei Bedarf am Auftrags- bzw. Angebotskopf ausgewählt werden.
Hinweis | Ist das Feld "Lieferadresse" am Kundenstamm leer, wird die Adresse des Lieferempfängers als Lieferadresse auf den Auftrag bzw. das Angebot übernommen. Ist auch kein abweichender Lieferempfänger hinterlegt, wird die Adresse des Kunden als Lieferadresse verwendet. |
Am
Kunden kann im Feld "Rechnungsempfänger (WWS)" ein abweichender Empfänger der Rechnung (und gegebenenfalls der Mahnung) hinterlegt werden. Wenn kein abweichender Rechnungsempfänger eingetragen wird, ist der Kunde zugleich der Rechnungsempfänger. Dieser Rechnungsempfänger wird als Vorschlag auf den Auftragskopf übernommen und kann dort bei Bedarf noch bearbeitet werden.
Als Rechnungsempfänger können nur bestehende Kunden ausgewählt werden, da die Rechnung auf die Kundennummer des Rechnungsempfängers verbucht wird.
Eine andere Möglichkeit ist die Eingabe einer abweichenden Rechnungsadresse. Grundsätzlich wird als Rechnungsadresse die Adresse des Rechnungsempfängers vorgeschlagen. Jedoch kann auch eine abweichende Adresse angelegt und im Kundenstamm hinterlegt werden.
Am
Kunden sind die Rechnungsadressen im Feld "Rechnungsadresse" bzw. im Feld "Weitere Adressen" zu finden.
Die Adresse, die im Feld "Rechnungsadresse" gespeichert ist, wird als Rechnungsadresse auf den Auftrags- bzw. Angebotskopf übernommen.
Der Vorschlag kann am Auftrag oder Angebot bearbeitet werden, wenn eine andere Rechnungsadresse für den einzelnen Auftrag oder das einzelne Angebot verwendet werden soll.
Adressen, die nicht die Standardrechnungsadresse darstellen, sondern sporadisch für Aufträge oder Angebote des Kunden verwendet werden, können in den weiteren Adressen gewartet werden. Im Feld "Weitere Adressen" am
Kunden können diese mit der F8-Funktion angelegt bzw. bearbeitet werden. Wichtig ist die Eingabe der Adressart-Nummer "3" für Rechnungsadressen. Diese zusätzlichen Rechnungsadressen können bei Bedarf am Auftrags- bzw. Angebotskopf ausgewählt werden.
Hinweis | Ist das Feld "Rechnungsadresse" am Kundenstamm leer, wird die Adresse des Rechnungsempfängers als Rechnungsadresse auf den Auftrag bzw. das Angebot übernommen. Ist auch kein abweichender Rechnungsempfänger hinterlegt, wird die Adresse des Kunden als Rechnungsadresse verwendet.
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Am
Kunden kann im Feld "Zentraler Rechnungsempfänger" ein Kunde, Lieferant oder eine diverse Person als postalischer Empfänger der Rechnung hinterlegt werden. Auf den zentralen Rechnungsempfänger wird nicht die Rechnung in der FIBU verbucht, sondern dieser dient nur als Postadresse, wenn die Rechnung an eine bestimmte Adresse versendet werden soll, aber nicht die Rechnungsadresse genutzt wird, sondern ein Kunde etc.
Beispiel | Verrechnet und ev. gemahnt wird eine Filiale eines Kunden. Die Rechnung wird aber mit der Post an die Zentrale gesendet.
In diesem Fall wird als Rechnungsempfänger die Filiale eingetragen und als zentraler Rechnungsempfänger die Zentrale.
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Wird zu einem zentralen Rechnungsempfänger eine abweichende Adresse benötigt, kann das Feld "Zentrale Rechnungsadresse" am
Kunden verwendet werden. Grundsätzlich wird als zentrale Rechnungsadresse die Adresse des zentralen Rechnungsempfängers vorgeschlagen. Jedoch kann auch eine abweichende Adresse angelegt und im Kundenstamm hinterlegt werden.
Die Adresse, die im Feld "Zentrale Rechnungsadresse" gespeichert ist, wird als zentrale Rechnungsadresse auf den Auftrags- bzw. Angebotskopf übernommen. Der Vorschlag kann am Auftrag oder Angebot bearbeitet werden, wenn eine andere zentrale Rechnungsadresse für den einzelnen Auftrag oder das einzelne Angebot verwendet werden soll.
Interessenten können bei der
Angebotserstellung anstatt Kunden verwendet werden. Der Vorteil dabei ist, dass bei der Neuanlage eines Interessenten noch kein Kunde angelegt wird und dieser Interessent noch nicht in der FIBU als Kundenkonto aufscheint. Erst wenn der Interessent tatsächlich etwas beauftragt, kann der Interessent zu einem Kunden umgewandelt werden. Eingegebene Stammdaten des Interessenten gehen damit nicht verloren.
Interessenten werden in einem eigenen Nummernkreis geführt. Sie werden mit dem Feld "Ist Interessent" gekennzeichnet. Dies ist dann interessant, wenn Interessenten importiert werden sollen.
Interessenten können im Fenster
Kunden angelegt werden. Dazu muss die Combobox rechts oben auf "Interessenten" umgestellt werden.
Sobald dies umgestellt ist, kann die Neuanlage mit der F5-Funktion begonnen werden.
Die angelegten Interessenten können dann bei der
Angebotserstellung anstatt Kunden verwendet werden. Soll ein Angebot zu einem Auftrag werden, muss der Interessent auf einen Kunden umgestellt werden.
Interessenten können nicht in Aufträgen verwendet werden.
Interessenten können über nachfolgende Möglichkeiten in einen Kunden umgewandelt werden. Dabei ändert sich ihre Personennummer auf eine aus dem Kundennummernkreis und es wird ein Personenkonto in der Fibu erstellt.
Für die Umstellung eines Interessenten in einen Kunden gibt es drei Möglichkeiten:
- Manuelle Umstellung im Kundenstamm
- Automatische Umstellung bei der Übernahme eines Angebots in einen Auftrag
- Hilfsprogramm im Paket CRM
Bei der
manuellen Umstellung wird im Fenster
Kunden der Interessent markiert und die Funktion "Interessent auf Kunde umstellen" (Fenstermenü
→ Extras) ausgeführt. Im sich öffnenden Fenster kann nun die Personennummer ausgewählt werden, die als Kundennummer verwendet werden soll. Diese Variante ist zu verwenden, wenn Sie die Personennummer selbst vergeben möchten.
Die
automatische Umstellung erfolgt bei der Übernahme eines Angebots in einen Auftrag (Funktion "Als Auftrag übernehmen" im Fenster
Angebote), wenn der folgende Parameter aktiviert ist.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Definition, ob mit dem Ausführen der Funktion "Als Auftrag übernehmen" automatisch der Interessent als Kunde umgestellt werden soll.
0 - Nein 1 - Ja (Standard)
Hinweis: Ist dieser Parameter und somit das automatische Umwandeln inaktiv, so kommt beim Ausführen der Funktion "Als Auftrag übernehmen" eine Hinweismeldung. Die Personenumstellung muss manuell über das Paket CRM → Stammdaten → Hilfsprogramme → Umstellen → "Kunden/Lieferanten/Diverse Personen umstellen" erfolgen. |
Die Umstellung über das
Hilfsprogramm im Paket CRM kann wie folgt aufgerufen werden: Paket CRM
→ Stammdaten
→ Hilfsprogramme
→ Umstellen
→ Kunden/Lieferanten/Diverse Personen umstellen. Informationen dazu sind in folgendem Lernvideo zu finden:
Es gibt die Möglichkeit einer Gruppierung über Kundengruppen (Kundenhaupt- und Kundenuntergruppen). Diese werden fix am Kunden zugeordnet.
Über die Felder "Kundenhauptgruppe" und "Kundenuntergruppe" am
Kunden kann die Kundengruppe zum Kunden hinterlegt werden.
Die Anlage von Kundenhaupt- und Kundenuntergruppen kann entweder direkt im Kundenstamm (über die Felder "Kundenhauptgruppe" und "Kundenuntergruppe") erfolgen oder über das eigene Fenster "Kunden- und Lieferantengruppen" (Paket WWS
→ Stammdaten
→ Kunden und Lieferanten
→ Kunden- und Lieferantengruppen).
In den Kundengruppen können Rückfall- und Vorschlagswerte für die Anlage von
Kunden hinterlegt werden. Der Wert der Kundenuntergruppe zieht vor der Kundenhauptgruppe und vor den Standardkundenkennzeichen in den Parametereinstellungen (Paket WWS
→ Stammdaten
→ Einstellungen
→ WWS Parameter
→ Stammdatenverwaltung
→ Standardkunden-/-lieferantenkennzeichen).
Weiters können zu den Kundengruppen z. B. Ausdrucksmodelle, Preistabellen zugeordnet werden. Nach den Kundengruppen kann auch ausgewertet werden.
Die Kundengruppen werden im Standard zweistufig geführt (Kundenhauptgruppe und Kundenuntergruppe). Wird nur eine Stufe benötigt, kann die Kundenhauptgruppe ohne Kundenuntergruppe verwendet werden. Ist eine mehrstufige Struktur gewünscht, kann dies nur über Personengruppen abgebildet werden. Nähere Informationen zu Personengruppen finden Sie in der Fensterhilfe
Kunden (Paket CRM) unter Punkt
Gruppen.
Die Kundenart wird im Standard nur für Drittlandskunden (z. B. Schweiz, USA) benötigt, da sonst davon ausgegangen wird, dass es sich um einen Geschäftskunden handelt. Dies beeinflusst die Erlöskontenfindung.
Beim Feld "Kundenart" kann zwischen den Ausprägungen "Privatkunde" und "Gewerblicher Käufer" ausgewählt werden.
Damit die Kontenfindung das Feld "Kundenart" berücksichtigt, muss in der
Reihenfolge Kontofindung die Option "Kundenart" aktiviert sein.
Beispiel | Der Schweizer Kunde 200164 ist ein Privatkunde. Daher soll nicht auf das Auslandskonto gebucht werden, das im Standard bei Schweizer Kunden gefunden wird, sondern es soll der Erlös auf das Inlandskonto verbucht werden.
Beim Kunden ist dafür das Feld "Kundenart" auf "Privatkunde" zu stellen.
Da in der Kontentabelle kein eigener Eintrag für Privatkunden vorhanden ist, wird der Umsatz auf das Standardkonto für Inlandskunden gebucht.
Auf der Auftragsposition ist dies im Feld "Erl.-Kto-Nr." (Erlöskontonummer) ersichtlich.
|
Falls unterschiedliche Konten je Kundenart gefunden werden sollen, können diese in eigenen Kontentabellenpositionen in den
Kontentabellen hinterlegt werden.
Beispiel | Der Schweizer Kunde 200164 ist ein Privatkunde. Der Erlös soll nun auf ein eigenes Inlandskonto (im Bespiel 4001) verbucht werden.
Beim Kunden ist das Feld "Kundenart" auf "Privatkunde" eingestellt.
Damit der Umsatz auf ein eigenes Konto (4001) verbucht wird, muss in der Kontentabelle ein eigener Eintrag mit der Kundenart "Privatkunde" vorhanden sein.
Auf der Auftragsposition ist dies im Feld "Erl.-Kto-Nr." ersichtlich.
|
Im Inland und in EU-Ländern wird dies im Standard nicht benötigt, da die Erlöskontenfindung über die UID-Nummer geregelt ist. Wenn ein Kunde eine UID-Nummer hat, ist dieser ein gewerblicher Käufer. Wenn der Kunde keine UID-Nummer hinterlegt hat, dann wird der Kunde als Privatperson behandelt.
Die
Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID-Nummer) kennzeichnet Unternehmen innerhalb der EU und stellt eine spezielle Registrierungsnummer dar, die der Identifikation gegenüber anderen Unternehmen dient. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Themenhilfe
Prüfmöglichkeiten für UID-Nummern.
Die Unternehmens-ID Schweiz ist bei Schweizer Geschäftskunden relevant. Dabei handelt es sich um die Steuernummer des Unternehmens. Die Unternehmens-ID Schweiz besteht aus dem Länderkürzel "CHE" und neun Ziffern. Sie wird zufällig zugeteilt und enthält keine Informationen über das Unternehmen. Sowohl die durchgängige Schreibweise (CHE123456789) als auch eine Schreibweise mit Bindestrich und Punkten (CHE-123.456.789) ist gültig.
Erlöskennzeichen können in den
Kontentabellen hinterlegt werden. So besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Erlöskonten für unterschiedliche Geschäftsfälle zu hinterlegen.
Damit in der Auftragserfassung das Erlöskennzeichen wie gewünscht ermittelt wird, ist die Einstellung der Reihenfolge der Ermittlung des Erlöskennzeichens im folgenden Parameter festzulegen.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Definition, ob bei der Angebots-/Auftragserfassung die Ermittlung des Erlöskennzeichens bzw. wie die Reihenfolge der Findung erfolgen soll. Über den blauen Pfeil im Parameter kann die Parameter-Reihenfolge aufgerufen und definiert werden.
Beispiel Das Erlöskennzeichen soll vom Projekt ermittelt werden. Wird kein Erlöskennzeichen gefunden, so soll die Ermittlung vom Erfassungskennzeichen erfolgen. In diesem Fall ist das Projekt und das Erfassungskennzeichen in der Parameter-Reihenfolge zu definieren, wobei das Projekt an oberster Stelle zu stehen hat.
Hinweis Definition "Rechnungsempfänger/Kunde/Erfassungskennzeichen": Hätte in diesem Fall nur der Lieferempfänger ein Erlöskennzeichen hinterlegt, wird für den Auftrag "kein" Erlöskennzeichen ermittelt.
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Im Parameter kann die Reihenfolge über das folgende Fenster festgelegt werden.
Wird nun das Erlöskennzeichen vom Kunden ermittelt und am Auftragskopf vorgeschlagen, werden bei der Erfassung der Auftragspositionen die entsprechenden Konten lt. Hinterlegung der Kontentabelle gefunden.
Im Bereich "FIBU-Konto" am Kunden kann im Feld "Buchungssperre" auf die Ausprägung "Ja" oder "Nein" eingestellt werden. Diese Einstellung ist für den Rechnungsempfänger relevant.
Mit der Buchungssperre kann verhindert werden, dass Aufträge oder Angebote für Rechungsempfänger mit gesetzer Buchungssperre erfasst werden.
Das Speichern des Auftragskopfes oder Angebotskopfes ist mit einem Rechnungsempfänger mit Buchungssperre nicht möglich.
Ist der Rechnungsempfänger mit gesetzter Buchungssperre beim Kunden (Auftraggeber) hinterlegt, kommt die Meldung der Buchungssperre, sobald der Kunde erfasst wird.
Wird der Rechnungsempfänger mit Buchungssperre manuell bei der Erfassung hinterlegt, dann kommt folgende Meldung nach der Eingabe des Rechnungsempfängers: "Für diesen Rechnungsempfänger ist die Buchungssperre aktiviert, der Rechnungsempfänger darf nicht verwendet werden!"
Um die Buchungssperre zu berücksichtigen, ist folgende Parametereinstellung notwendig:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten:
| Ist am Kundenkonto im Reiter "FIBU-Konto" das Feld "Buchungssperre" gesetzt, kann gesteuert werden, ob dieses Feld bei Angebots-/Auftragserfassung geprüft werden soll. Bei aktivierter Prüfung, wird eine Meldung ausgegeben bzw. ist eine Erfassung nicht möglich. |
Hinweis | Folgender Parameter ist ausschlaggebend dafür, ob das Feld "Buchungssperre" der NTCS oder der BMD 5.5 Fibu berücksichtigt wird.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter→ Warenwirtschaft allgemein → Allgemein
| Definition, ob die FIBU-Werte aus der BMD 5.5 FIBU oder aus der BMD NTCS FIBU ermittelt werden sollen. |
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Am Kundenstamm ist das Feld "Liefersperre" (Lf.-Sperre) vorhanden. Über die Liefersperre kann definiert werden, ob eine Hinweismeldung kommt oder die Auftragsanlage sowie Angebotserfassung gesperrt wird. Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
Die Liefersperre kann beim Kunden, Rechnungsempfänger und Lieferempfänger gesetzt werden. Es kommt eine Hinweismeldung bei der Auftragsanlage oder Angebotsanlage, die den gesperrten Kunde, Rechnungsempfänger oder Lieferempfänger entsprechend anführt (z. B. "Für diesen Kunden ist die Liefersperre aktiviert, der Kunde sollte nicht verwendet werden!"). Ein Auftrag oder Angebot kann dennoch angelegt werden.
Ist die Liefersperre bei allen drei Personen hinterlegt, kommt die Meldung nur einmalig für den Kunden. Ist für den hinterlegten Kunden die Liefersperre nicht gesetzt, für den abweichenden Rechnungsempfänger oder Lieferempfänger jedoch schon, kommt die Meldung mit Hinweis auf den Rechnungs- und/oder Lieferempfänger.
Eine Auftragserfassung sowie Angebotserfassung mit Kunden, Rechnungsempfänger oder Lieferempfänger mit Liefersperre ist nicht möglich. Somit empfiehlt sich diese Einstellung, wenn Sie die Erfassung unterbinden möchten.
Zusätzlich wird eine entsprechende Meldung ausgegeben, welche die betroffene Personennummer mit aktiver Liefersperre anführt: "Unzulässige Eingabe! Für diesen Kunden ist die Liefersperre aktiviert, der Kunde darf nicht verwendet werden!"
Diese Einstellung hat keine Auswirkung auf die Erfassung von Angebot oder Auftrag, sondern wird erst beim Ausdruck des Lieferscheins (auch Kontrollausdruck) relevant. Es erfolgt ein Hinweis mit der Möglichkeit, den Lieferschein dennoch zu erstellen: "Für diesen Kunden ist die Liefersperre aktiviert, der Kunde sollte nicht verwendet werden! Verarbeitung trotzdem fortsetzen?"
Diese Einstellung hat keine Auswirkung auf die Erfassung von Angebot oder Auftrag, sondern wird erst beim Ausdruck des Lieferscheins (auch Kontrollausdruck) relevant. Der Lieferscheindruck wird mit entsprechender Meldung abgebrochen: "Für diesen Kunden ist die Liefersperre aktiviert, der Kunde darf nicht verwendet werden!"
In Firmengruppen mit zentraler Personenverwaltung können manche Felder (z. B. Erlöskennzeichen, Lieferbedingung) nicht direkt am Kunden gewartet werden, wenn diese je Firma unterschiedlich sein sollen. In solchen Fällen kann über firmenbezogene Adresszusätze gearbeitet werden. Dies finden Sie im Fenster
Kunden → Fenstermenü
→ Extras
→ Firmenbez. Adresszusatz oder über die rechte Maustaste auf den gewünschten Kunden
→ Firmenbez. Adresszusatz.
Folgende Felder können beim firmenbezogenen Adresszusatz je Firma gewartet werden:
Zum Kunden können Kontaktpersonen verwaltet werden. Dies ist z. B. am
Kunden über das Feld "Ansprechpartner" mit der F8-Funktion möglich.
Hier können die Kontaktpersonen zum Kunden angelegt und verwaltet werden.
Gibt es für den Kunden einen Hauptansprechpartner, so kann dieser beim Feld "Ansprechpartner" ausgewählt werden. Zur Verfügung stehen Ihnen die angelegten Kontaktpersonen des Kunden.
Wird hier aus der Liste eine Kontaktperson als Hauptansprechpartner hinterlegt, wird dieser bei der Erstellung von Angeboten bzw. Aufträgen als Kontaktperson des Kunden verwendet. Je nachdem, ob der Kunde als Kunde, Lieferempfänger bzw. Rechnungsempfänger verwendet wird, wird der Hauptansprechpartner in das Feld "Kunden-Kontaktperson", "Lieferempfänger-Kontaktperson" bzw. "Rechnungsempfänger-Kontaktperson" übernommen. Falls keine Kontaktperson am Angebot bzw. Auftrag vorgeschlagen werden soll, ist die Ausprägung "Kein Ansprechpartner" zu wählen.
Beispiel | Martin Müller wird als Hauptansprechpartner am Kunden 200018 ausgewählt.
Wird nun ein neuer Auftrag für den Kunden erstellt, wird Martin Müller automatisch als Kunden-Kontaktperson übernommen.
Da es keinen abweichenden Lieferempfänger oder Rechnungsempfänger gibt, wird Martin Müller auch als Lieferempfänger-Kontaktperson und Rechnungsempfänger-Kontaktperson auf den Auftrag übernommen.
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Am Kunden stehen Textbausteine für Kopftext, Fußtext und E-Mail-Text zur Verfügung.
Für Kopf- und Fußtext sind am Kunden folgende Textbausteine vorhanden:
- Kopftext
- Kopftext (Lieferschein)
- Kopftext (Rechnung)
- Fußtext
- Fußtext (Lieferschein)
- Fußtext (Rechnung)
Diese können schon am Kunden hinterlegt werden und werden dann auf Angebot bzw. Auftrag übernommen. Gelten Texte für Kundengruppen, können diese auch bei den Kundenuntergruppen bzw. Kundenhauptgruppen hinterlegt werden. Eine allgemeine Hinterlegung ist in den WWS Parametern möglich (Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standardkunden-/-lieferantenkennzeichen).
Kopf- und Fußtext werden auf den Ausdrucken verwendet. Beim Lieferscheindruck werden Kopftext (Lieferschein) und Fußtext (Lieferschein) verwendet. Sind diese nicht befüllt, werden die Texte der Felder "Kopftext" und "Fußtext" verwendet, wenn die folgenden Parameter aktiviert sind.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Lieferscheine
| Definition, ob der Kopftext vom Auftrag verwendet werden soll, sofern kein Lieferscheinkopftext existiert. |
| Definition, ob der Fußtext vom Auftrag verwendet werden soll, sofern kein Lieferscheinfußtext existiert. |
Gleiches gilt für den Rechnungsdruck. Gibt es für die Rechnung einen abweichenden Kopf- bzw. Fußtext, können diese in den Feldern "Kopftext (Rechnung)" bzw. "Fußtext (Rechnung)" hinterlegt werden. Sind diese nicht befüllt, werden die Texte der Felder "Kopftext" und "Fußtext" für den Ausdruck der Rechnung herangezogen, wenn die folgenden Parameter aktiviert sind.
| Definition, ob der Kopftext vom Auftrag verwendet werden soll, sofern kein Rechnungskopftext existiert. |
| Definition, ob der Fußtext vom Auftrag verwendet werden soll, sofern kein Rechnungsfußtext existiert. |
Am Kunden kann ein E-Mail-Text hinterlegt werden.
Dieser wird bei der Angebots- bzw. Auftragserfassung auf die Kopfdaten übernommen und kann dort noch geändert werden. Der E-Mail-Text wird beim E-Mail-Versand als Text in der E-Mail verwendet.
Alle in der Warenwirtschaft zu verwendenden Textbausteine können im Paket WWS
→ Stammdaten
→ Artikel
→ Textbausteine angelegt, geändert oder auch importiert werden.
Im Kundenstamm können E-Mail-Adressen hinterlegt werden. Dabei wird die Haupt-E-Mail-Adresse direkt ins Feld "E-Mail" geschrieben.
Mit der F4-Funktion erfolgt die Prüfung der E-Mail-Adresse mit der Robinsonliste. Mit der F8-Funktion können weitere E-Mail-Adressen zum Kunden angelegt werden. Zu diesen Funktionen finden Sie Informationen in der Themenhilfe
Rechnung per E-Mail unter Punkt
Feld "E-Mail" am Kundenstamm.
Informationen zum Thema "Kundenartikel" finden Sie in der Themenhilfe
Artikel unter dem Punkt
Kundenartikel.
Möchten Sie nur für einzelne Artikel einen kundenspezifischen Preis hinterlegen, kann dies auch über die
Kundenartikel erfolgen. Sobald ein Kundenartikel mit einem Preis angelegt wird, wird automatisch eine kundenspezifische Preistabelle mit dem Preis des Artikels angelegt und diese Preistabelle wird auch automatisch im Preismanagement dem Kunden zugeordnet.
Nähere Informationen zum Thema "Kundenartikel" finden Sie in der Themenhilfe
Artikel unter dem Punkt
Kundenartikel.
Sollen für bestimmte Kunden andere Formulare oder andere Einstellungen für die Ausdrucke gelten, kann dies mittels eigener
Ausdrucksmodelle erfolgen. Diese können über das
Ausdrucksmodellmanagement entweder einzelnen Kunden oder Kundengruppen zugeordnet werden. Bei der Findung des Ausdrucksmodells gilt, dass die Ausdrucksmodelle vom Kunden vor den Ausdrucksmodellen der Kundengruppen gefunden werden. Rückfallebene sind die Ausdrucksmodelle, die im Standard gelten (im Ausdrucksmodellmanagement ohne Zuordnung zu Kunden oder Kundengruppen).
Nähere Informationen zum Thema "Ausdrucksmodelle" finden Sie in der Themenhilfe
Ausdrucksmodelle.
Die Kundenstatistik kann sowohl im Kunden- als auch im Artikelstamm geöffnet werden.
Führen Sie die Funktion "Statistik" im Kundenstamm (Fenster
Kunden → Fenstermenü
→ Extras
→ Statistik) aus, öffnet sich das Fenster
Auswertungen und Sie können die gewünschte Auswertung starten.
Führen Sie im Artikelstamm die Funktion aus (Fenster
Artikel → Fenstermenü
→ Extras
→ Kundenstatistik), öffnet sich automatisch das Showprogramm zu der in folgendem Parameter hinterlegten Auswertung.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auswertungen → Allgemein
| Das hier hinterlegte Smart-Interface wird für den Kundenstatistik-Aufruf aus dem Artikelstamm verwendet.
Hinweis Ist dieser Parameter leer, wird die Standardauswertung mit dem Auswertungstyp "Statistik" mit der SmI-ID (Smart-Interface-ID) "515753150818418" und der Bezeichnung "VK-Artikelstatistik Reiter Menge/Umsatz (KJ)" verwendet. |
Am Kunden kann über das Fenstermenü
→ Funktionen
→ Weitere Stammdaten die Funktion
Fremdschlüssel aufgerufen werden. Diese ist z. B. notwendig, wenn eine BBG-Partnernummer zu hinterlegen ist. Auch die Leitweg-ID kann für die XRechnung Deutschland als Fremdschlüssel angelegt werden.
Soll eine Person stellvertretend für mehrere Kunden verwendet werden, ist diese Person als Diverser Kunde zu kennzeichnen.
Einzelne Kunden werden dabei nicht als eigene Kunden im Kundenstamm erfasst, sondern über den Diversen Kunden verrechnet.
U. a. gibt es folgende Nachteile von Diversen Kunden gegenüber Kunden, die im Kundenstamm verfügbar sind:
- Eine getrennte Auswertung der Umsätze der tatsächlichen Kunden ist bei der Verwendung von Diversen Kunden nicht möglich, da die Aufträge mit der identischen Kundennummer (Kundennummer des Diversen Kunden) vorhanden sind.
- Auf die automatische Findung der Adressdaten vom Kundenstamm muss verzichtet werden. Werden Adressdaten zu Diversen Kunden trotzdem einmalig am Auftrag benötigt, kann dies eingestellt werden.
- Keine kundenspezifische Preisfindung für einzelne Kunden
- Keine Ausdrucksmodellfindung
Gekennzeichnet wird ein Diverser Kunde mit dem Kennzeichen "Diverser Kunde/Lieferant" am Kundenstamm. Mit diesem Kennzeichen wird ein besonderes Verhalten im Programm gesteuert.
Besonderheiten
Bei der Anlage eines Diversen Kunden sollen keine genauen Adressdaten im Kundenstamm hinterlegt werden. Die Ausnahme bildet dabei das Land, da dieses für die spätere Kontenfindung relevant ist.
Wenn bei den Angeboten und Aufträgen zusätzlich Adressdaten zum Diversen Kunden benötigt werden, können diese mithilfe einer Parametereinstellung im Angebot oder Auftrag erfasst werden.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Definition, ob bei Divers-Kunden die Adresseingabe geöffnet werden soll.
0 - Nein 1 - Ja, Eingabe abweichender Liefer-/Rechnungsadresse möglich: Nach Eingabe eines Divers-Kunden im Feld "Kunde" öffnet sich Fenster zur Eingabe der Adresse. Die eingegebene Adresse wird als Kunden-, Liefer- und Rechnungsadresse übernommen. Weitere Änderungen der Liefer- oder Rechnungsadresse (mittels F8-Funktion bei den Feldern "Lieferadresse" oder "Rechnungsadresse") wirken sich nur auf die jeweiligen Felder der Lieferadresse oder Rechnungsadresse aus, nicht aber auf das Feld "Kunde".
2 - Ja, Kundenadresse = Liefer-/Rechnungsadresse: Nach Eingabe eines Divers-Kunden im Feld "Kunde" öffnet sich Fenster zur Eingabe der Adresse. Die eingegebene Adresse wird als Kunden-, Liefer- und Rechnungsadresse übernommen. Die Adresse kann anschließend mittels der F8-Funktion beim Feld "Kunde" bearbeitet werden.
Weitere Änderungen der Kundenadresse wirken sich auf alle drei Adressfelder (Kundenadresse, Lieferadresse und Rechnungsadresse) aus, sofern in den Feldern "Lieferadresse" oder "Rechnungsadresse" nichts Abweichendes mittels F8 hinterlegt worden ist.
Hinweis Erfolgt die Auftragsanlage durch Import, wird bei der Ausprägung 2 die Kundenadresse als Rechnungsadresse und Lieferadresse übergeben, sofern nichts Abweichendes hinterlegt ist. Ist eine abweichende Rechnungsadresse oder Lieferadresse hinterlegt, wird diese auch in die Auftragskopfdaten in die Felder "Rechnungsadresse" und "Lieferadresse" übergeben und kann in den Auftragskopfdaten bei Bedarf geändert werden.
Achtung
Der CRM Parameter CRM → Allgemein → "Erfassen Adressen" muss dafür auf "Je Adressart mehrere Adressen" stehen.
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Wird dieser Parameter aktiviert, wird im Angebots- oder Auftragskopf die Adresse abgefragt, sobald ein Diverser Kunde ausgewählt wird.
Im Hintergrund wird dabei eine weitere Adresse im Diversen Kunden abgespeichert. Die weiteren Adressen können über das Feld "Weitere Adressen" im Kundenstamm aufgerufen werden. Das Feld "Weitere Adressen" ist nicht nur für Diverse Kunden im Einsatz.
Wenn bei Diversen Kunden die Adresse eingegeben und in die FIBU mitgegeben wird, können diese gemahnt werden.
Bei Auswertungen kann nur der gesamte Diverse Kunde ausgewertet werden, aber nicht die einzelnen Adressen zu einem Diversen Kunden.
Für die Kassenerfassung gibt es auch die Einstellungsmöglichkeit zur Eingabe der Adresse bei Diversen Kunden.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Kasse → Allgemein
| Definition, ob bei Diverskunden die Adresseingabe geöffnet werden soll.
0 - Nein 1 - Ja: Es kommt nach Eingabe des Diverskunden ein Adresseingabefenster. Die eingegebene Adresse wird auf die Liefer- und Rechnungsempfängeradresse übernommen.
Achtung: Der CRM Parameter "Allgemein / Erfassen Adressen" muss dafür auf "Je Adressart mehrere Adressen" stehen. |
Um doppelte Anlagen von Personen zu vermeiden, gibt es die Möglichkeit, Kunden und Lieferanten in einer Person zu vereinen – sogenannte KuLi.
Aufruf über WWS
Paket WWS
→ Stammdaten
→ Kunden und Lieferanten
→ KundenPaket WWS
→ Stammdaten
→ Kunden und Lieferanten
→ Lieferanten
Aufruf über CRM
Paket CRM
→ Stammdaten
→ Personen
→ Kunden
Um einen Kunden oder Lieferanten auf einen "KuLi" zu ändern, müssen bei der Person die Felder "Ist Kunde" bzw. "Ist Lieferant" eingeblendet und aktiviert werden. Sobald beide Felder aktiviert sind, kann die Person als Kunde und als Lieferant verwendet werden.
Die originale Personennummer verändert sich durch die zusätzliche Kennzeichnung nicht. Kundennummern können dadurch auch im Fenster
Lieferanten sein und umgekehrt.
Beispiel | Kunde 200000 wird zusätzlich als Lieferant gekennzeichnet. Da der Kunde 200000 nun auch ein Lieferant ist, findet sich der Lieferant 200000 auch im Fenster Lieferanten, obwohl dort sonst nur Lieferanten im Nummernkreis 300000 bis 399999 zu sehen sind.
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Hinweis | Wenn ein Lieferant zum KuLi wird, ist darauf zu achten, dass folgende Einstellungen im Paket zu treffen sind, da es sonst zu Problemen bei der Verbuchung der Rechnung kommt: - Im Paket FIBU müssen beim Buchungssymbol "AR" die Lieferantenkonten erlaubt sein.

- Feld "Kunde und Lieferant" muss am Personenkonto (im Paket FIBU) oder im Reiter "Personenkonto" aktiviert werden. Dies erfolgt nicht automatisch.
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Allgemeines
Abweichende Empfänger und Adressen
Diverses