In der vorliegenden Themendokumentation erhalten Sie einen kurzen Überblick über den Einsatzzweck der Kostenfaktoren für Zeilenverrechnung. Im Anschluss daran finden Sie noch Tipps und Hintergrundinformationen, die Ihnen bei der Definition und Anlage der Kostenfaktoren helfen.
Im Fenster "Kostenfaktoren für Zeilenverrechnung" werden die Kostenfaktoren für die
Zeilenverrechnung angelegt.
Der Begriff der
Zeilenverrechnung bezeichnet jene Schnittstelle, die Informationen über verrechenbare Leistungen aus Ermittlungsquellen außerhalb der LEA ermittelt, mit Verrechnungspreisen (und gegebenenfalls Selbstkostenpreisen) bewertet und als verrechenbare Barauslagen in der Leistungserfassung anlegt.
Konkret handelt es sich dabei um folgende Ermittlungsquellen und Daten/Informationen, die im Rahmen der Zeilenverrechnung ermittelt werden:
- Fibu - Anzahl an durchgeführten Buchungen
Ermittlungsquelle ist das Rechnungswesenprogramm der Fibu (Anzahl der Buchungszeilen). Nähere Informationen zu diesem Ablauf finden Sie in der Themendokumentation Buchungszeilen über LEA weiterverrechnen.
- Lohn - Anzahl an durchgeführten Lohnabrechnungen
Ermittlungsquelle ist das Rechnungswesenprogramm des Lohns (Anzahl der Lohnabrechnungen). Nähere Informationen zu diesem Ablauf finden Sie in der Themendokumentation Lohnabrechnungen über LEA weiterverrechnen.
- BMD Com-Lizenzen - Lizenzgebühren
Ermittlungsquelle ist die Verwaltung der BMD Com-Benutzer (Anzahl der BMD Com-Lizenzen). Nähere Informationen zu diesem Ablauf finden Sie in der Themendokumentation BMD Com-Lizenzen über LEA weiterverrechnen.
- SVS-Cockpit - Abfragekosten
Ermittlungsquelle ist das DMS (archivierte SVS-Dokumente). Nähere Informationen zu diesem Ablauf finden Sie in der Themendokumentation SVS-Abfragen über LEA weiterverrechnen.
Die Anlage des Kostenfaktors ist eine der Grundvoraussetzungen, damit für die Zeilen vom Programm automatisch vollständige Barauslagen angelegt und weiterverrechnet werden können.
Die Zeilenverrechnung funktioniert somit nur, wenn über den Kostenfaktor die Verbindung zwischen der Ermittlungsquelle und den nötigen Informationen (Kunde, Artikel, Tätigkeitsgruppe, Artikelpreis) hergestellt wird.
Pro Ermittlungsquelle ist die Anlage von Kostenfaktoren je Firma oder je Kunde möglich. Wird ein Kostenfaktor für eine bestimmte Firma angelegt, so gilt dieser Kostenfaktor für alle Kunden, die unter dieser Firma geführt werden und keinen eigens angelegten, kundenbezogenen Kostenfaktor besitzen.
Mit dem für den jeweiligen Kunden / für die jeweilige Firma gültigen Kostenfaktor wird eine Zeile bewertet und verrechnet.

Im Bereich
Zeilentypen sehen Sie alle Ermittlungsquellen und deren Zeilentypen gelistet. Unter jedem der Zeilentypen ist die Anlage von Kostenfaktoren möglich. Der Aufbau des Baumes entspricht der Systematik, in welcher Hierarchie und mit welchen Rückfallebenen die Kostenfaktoren im Zuge der Zeilenübernahme berücksichtigt werden (genauere Informationen dazu finden Sie bei den Erläuterungen zu der
Struktur des Baumes).
Die Kostenfaktoren selbst werden im Bereich
Kostenfaktoren aufgelistet. Die Einschränkung der Ansicht der Ermittlungsquellen können Sie nach der Programmherkunft einstellen, indem Sie mit der Combobox rechts oben arbeiten.
Sollen die Zeilen aus einer Ermittlungsquelle bezogen werden, ist die Anlage von zumindest einem Standard-Kostenfaktor je eigener Firma (Befüllung Feld "Firma") nötig. Durch die Anlage eines Kostenfaktors mit Befüllung des Feldes "Kunde" wird vom Programm erkannt, dass dieser spezielle, vom Standard abweichende Kostenfaktor nur für diesen Kunden verwendet werden soll. Da der Kunde aus dem Import der Buchungszeilen/Lohnabrechnungen usw. bekannt ist, SUCHT das Programm zuerst den Kostenfaktor für diesen Kunden. Wird keiner gefunden, verwendet das Programm den Standard-Kostenfaktor.
Über die Kostenfaktoren wird die Verbindung zwischen der Ermittlungsquelle und dem Zeilentyp sowie den nötigen Informationen zur Anlage von Zeilen als Barauslage (Artikel, Tätigkeitsgruppe, Artikelpreise, Mitarbeiter, falls gewünscht Projekt) hergestellt.
In manchen Fällen ist für die Ermittlung eines Bestandteils der entstehenden Barauslage nur die Hinterlegung im Kostenfaktor ausschlaggebend: Die Barauslage wird genau mit jenem Artikel und jener Tätigkeitsgruppe erstellt, die im Kostenfaktor hinterlegt sind.
In anderen Fällen ist die Hinterlegung im Kostenfaktor nur eine der Ermittlungsebenen des Bestandteils der entstehenden Barauslage. Dies gilt im Besonderen für den Mitarbeiter, unter welchem die Barauslage angelegt wird. Nähere Informationen dazu erhalten Sie im Kapitel
Mitarbeiter für Zeilen ermitteln.
Das Projekt hat bei den Kostenfaktoren eine besondere Bedeutung, falls Sie die Barauslage mit einem Projektbezug anlegen lassen wollen (nähere Informationen im Kapitel
Projekte für Zeilen ermitteln): Es ist nicht das Projekt, für das der Kostenfaktor gilt, sondern das Projekt, welches auf die Leistung, die aus der Zeilenübernahme entsteht, gesetzt wird.
Durch die Hinterlegung des Artikels, für den die Zeilen in der Leistungserfassung als Barauslagen angelegt werden sollen, findet das Programm die passenden
Artikelpreise und zeigt diese im Bereich
Firmenbezogene/Kundenbezogene Artikelpreise an. Beachten Sie, dass in diesem Bereich nur die Verrechungspreise des Artikels gelistet sind, jedoch nicht die Selbstkostenpreise.
Der Kostenfaktor stellt eine Zuordnung unterschiedlichster Stammdaten dar. Damit diese also angelegt werden können, müssen zuerst folgende Stammdaten in Ihrer Programmumgebung vorhanden sein:
Für die Neuanlage eines Kostenfaktors muss der Kostentyp, für den der Kostenfaktor angelegt werden soll, im Baum markiert werden.
Folgende Felder stehen für die Anlage zur Verfügung:
| Firma (Programm) |
| Der Kostenfaktor kann entweder firmenbezogen oder kundenbezogen angelegt werden. Tragen Sie hier einen Kunden ein, so gilt der Kostenfaktor nur mehr für diesen Kunden. Jener Kostenfaktor, der für jene Firma, unter welcher der Kunde geführt wird, angelegt ist, wird somit für diesen Kunden nicht mehr herangezogen.
Sobald Sie in diesem Feld einen Kunden eintragen, wird sichergestellt, dass das Feld Firma dieses Kostenfaktors leer bleibt - ein etwaiger Eintrag wird geleert. Umgekehrt muss - bei Anlage eines firmenbezogenen Kostenfaktors - dieses Feld "Kunde" leer bleiben. |
| In diesem Feld kann ein Projekt eingetragen werden, das auf die Barauslage übernommen wird.
Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, ein Projekt für die aus den übernommenen Zeilen entstehenden Barauslagen ermitteln zu lassen. Hier muss unterschieden werden, ob das Projekt immer ermittelt werden soll und zudem, ob es ein Pflichtbestandteil der entstehenden Barauslage sein soll oder nicht. Dies regelt der LEA Parameter Ermittlung Projekt. Nur mit dem Einsatz des Parameters können kundenspezifisch unterschiedliche Projekte ermittelt werden, auch wenn keine kundenspezifischen Kostenfaktoren angelegt sind.
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| Der Projekt-Zeilenverrechnungstyp spielt eine Rolle beim Ermitteln des Projekts für jene Leistungen, die aufgrund der ermittelten Anzahl an BMD Com-Lizenzen oder SVS-Dokumenten angelegt werden. Der Projekt-Zeilenverrechnungstyp wird jedoch nur berücksichtigt, wenn aufgrund des LEA Parameters Ermittlung Projekt alle Ermittlungsebenen zur Anwendung kommen.
Vorrangig wird dann immer jenes Projekt ermittelt, das im Kostenfaktor unter dem Feld Projekt angeführt ist. Ist dem Kostenfaktor kein Projekt zugewiesen, wird jenes Projekt herangezogen, das im Feld Zeilenverrechnungstyp dieselbe Option wie hier in diesem Feld "Projekt-Zeilenverrechnungstyp" eingetragen hat.
Das Feld und somit diese Rückfallebene kann nur bei Kostenfaktoren, die unter einem der Zeilentypen BMD Com-Lizenzen oder SVS-Cockpit angelegt sind, gesetzt werden und besitzt folgende Ausprägungen: Die Ausprägungen wurden gewählt, da die BMD Com-Lizenzgebühren bzw. die Abfragekosten für SVS-Dokumente in der Praxis nicht unter einem eigenen Projekt, sondern meistens bei einem Fibu- oder Lohnprojekt abgerechnet werden, je nachdem was passender ist. So wird z. B. die Lizenz für Benutzer der "Fibu-Vorerfassung" unter der Option "Fibu" und die Lizenz für einen Benutzer der Reisekosten unter der Option "Lohn" geführt.
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| Hier wird eingetragen, mit welchem Artikel die ermittelten Zeilen als Barauslagen angelegt werden sollen.
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| Hier wird eingetragen, mit welcher Tätigkeitsgruppe die ermittelten Zeilen als Barauslagen angelegt werden.
Achtung: Die Tätigkeitsgruppe wird dabei nicht automatisch vom Artikel übernommen. Daher ist darauf zu achten, dass die Hinterlegung hier mit der Hinterlegung in den Stammdaten des Artikels übereinstimmt (falls im Artikel eine zugeordnete Tätigkeitsgruppe angegeben ist). |
| Der Kostenfaktor ergibt sich automatisch aufgrund des ermittelten Verrechnungspreises, der zur Kombination Artikel und Kunde/Verrechnungsfirma angelegt worden und aktuell gültig ist.
Bei Anlage eines Kostenfaktors unter der Ermittlungsquelle Postkosten ist dieses Feld inaktiv. Die Höhe der Kosten, welche dem verrechenbaren Honorar entspricht, wird in diesen Fällen direkt bei der Anlage eines Poststückes im jeweiligen Feld eingetragen. Da die Höhe der Kosten von Gebühren, Porto und Barauslagen von Poststück zu Poststück unterschiedlich ist, werden die Kosten direkt aus den gleichnamigen Feldern Barauslagen, Gebühr und Porto vom Poststück ermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Themendokumentation Postkosten über LEA weiterverrechnen. |
| Hier muss ein Mitarbeiter hinterlegt werden, für den die Zeilen als Barauslagen - zumeist nur als Rückfallebene - angelegt werden sollen. Eine Hinterlegung muss zwingend erfolgen.
Beachten Sie dabei aber bitte folgende Motive, je nachdem unter welcher Ermittlungsquelle Sie den Kostenfaktor anlegen: - Sobald es möglich ist und Sinn macht, die Zeilen einem konkreten (echten) Mitarbeiter zuzuweisen, ist der hier hinterlegte Mitarbeiter nur als Rückfallebene bei der Ermittlung des Mitarbeiters zu sehen (z. B. kann das Programm ermitteln, welche Mitarbeiter tatsächlich die Buchungen bzw. Lohnabrechnungen durchgeführt haben). Bei der Übernahme selbst wird - falls die User-ID korrekt beim Mitarbeiter hinterlegt ist - der "korrekte" Mitarbeiter identifiziert.
- In anderen Fällen wiederum macht es keinen Sinn, die Zeilen einem Mitarbeiter, der in Ihrem Unternehmen Leistungen erbringt, zuzuweisen (z. B. können Postkosten, Lizenzgebühren oder Abfragekosten nicht eindeutig einem (echten) Mitarbeiter als Honorarerlöse zugeordnet werden). Folglich ist der hier hinterlegte Mitarbeiter tatsächlich als Mitarbeiter zu sehen, unter dem die Leistungen angelegt werden.
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Hinweis Fehlende Baumstruktur | Falls in Ihrer Programmumgebung noch keine Baumstruktur (Ermittlungsquellen plus Kostentypen) zu sehen ist, müssen Sie zuerst die Funktion Standardzeilentypen importieren ausführen. Im Normalfall ist die Baumstruktur aber bereits vorhanden, sodass Sie diese Funktion nicht einsetzen müssen - siehe Hinweis. (Zusätzlich benötigte Zeilentypen müssten mit der Funktion Neu angelegt werden - dies ist allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig.)
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Sind die Leistungen in der Leistungserfassung angelegt, ist die weitere Vorgangsweise in derselben Art und Weise vorzunehmen wie bei manuell erfassten Leistungen. Beachten Sie bitte, dass die Leistungen, die über die Zeilenverrechnung angelegt sind, bereits
autorisiert sind.
Je Kostenfaktor muss zwingend ein Mitarbeiter im Feld
Mitarbeiter hinterlegt werden (das hat historische Gründe, siehe
Hinweis). Dieser wird aber aus folgenden Gründen häufig ein
fiktiver Mitarbeiter sein:
- Führt ein Mitarbeiter Lohnabrechnungen durch oder erstellt Buchungen, kann dieser Mitarbeiter eindeutig identifiziert werden (User-ID des Erstellers). Hier ist es auch sinnvoll, den Mitarbeiter, unter dem die Zeilen als Leistungen in die Leistungserfassung übernommen werden, 1:1 von diesem Mitarbeiter ermitteln zu lassen. Dies passiert automatisch, da der LEA Parameter Mitarbeiter aus User-ID ermitteln im Standard aktiviert ist. Da die Hinterlegung eines Mitarbeiters im Kostenfaktor trotzdem nicht unterlassen werden darf, wird im Kostenfaktor zumeist ein fiktiver Mitarbeiter hinterlegt. Umgekehrt bedeutet das: Wird der LEA Parameter Mitarbeiter aus User-ID ermitteln deaktiviert, findet die Anlage der Leistungen unter dem Mitarbeiter aus dem Kostenfaktor statt.
Buchungen, die der Mandant via Cloud selbst bucht, werden jedoch vom Programm automatisch als Leistung unter dem Mitarbeiter, der im jeweiligen Kostenfaktor für Zeilenverrechnung im Feld Mitarbeiter hinterlegt ist, angelegt. Beachten Sie für nähere Informationen dazu das Kapitel Mandant bucht in der Datenbank des Steuerberaters der Themendokumentation Buchungszeilen über LEA weiterverrechnen.
Dasselbe gilt auch für Buchungen, die automatisch entstehen, wenn der Mandant/Kunde selbst in der BMD Com-Faktura Ausgangsrechnungen erstellt und diese folglich auch automatisch in die Mandantenbuchhaltung gelangen.
- Bei Postkosten, Lizenzgebühren (BMD Com-Lizenzen), Abfragekosten (SVS-Cockpit) und Firmenbuchgebühren ist eine eindeutige Identifizierung zwar möglich (wer hat den Datensatz erstellt), allerdings ist es für die Abrechnung der Leistungen nicht sinnvoll, diesen Mitarbeiter heranzuziehen. Da aber auch eine andere fixe Zuordnung zu einem "echten" Mitarbeiter in den meisten Fällen nicht richtig ist, wird auch hier im Kostenfaktor zumeist ein fiktiver Mitarbeiter hinterlegt. Im Unterschied zum ersten Fall wird dieser dann auch tatsächlich herangezogen und die Zeilen werden unter diesem Mitarbeiter als Leistungen in der Leistungserfassung angelegt (unabhängig davon, wie der LEA Parameter Mitarbeiter aus User-ID ermitteln gesetzt ist).
Der LEA Parameter
Mitarbeiter aus Leistungsumfang ermitteln spielt hier ebenfalls eine (untergeordnete) Rolle. Dieser steuert, dass die Zeilen nicht unter dem Mitarbeiter aus dem Kostenfaktor angelegt werden, sondern stattdessen der Mitarbeiter aus dem
Leistungsumfang ermittelt wird.
Hinweis Mitarbeiter für Zeilen ermitteln (BMD 5.5) | In erster Linie - wenn keine sonstigen Einstellungen diesbezüglich vorliegen - werden Zeilen, welche aus BMD 5.5 übernommen werden, für den Mitarbeiter als Barauslagen angelegt, welcher direkt im Kostenfaktor hinterlegt ist. Wenn Sie die Zeilen aber nicht nur auf diesen einen (oft fiktiven) Mitarbeiter übernehmen wollen, gibt es auch hier die Möglichkeit, den dem Leistungsumfang zugeordneten Mitarbeiter heranzuziehen (LEA Parameter Mitarbeiter aus Leistungsumfang ermitteln). Stimmen die (weiteren) User-IDs in der NTCS und in BMD 5.5 je User überein, kann zudem auch der LEA Parameter Mitarbeiter aus User-ID ermitteln gesetzt werden. In diesem Fall wird die Übernahme der Zeilen mitarbeiterbezogen abgehandelt, indem die Zeilen jenen Mitarbeitern als Barauslagen zugeordnet werden, die tatsächlich die Buchungen bzw. die Lohnabrechnungen durchgeführt haben.
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Je Kostenfaktor kann ein Projekt im Feld
Projekt hinterlegt werden. Bei dieser Hinterlegung ist je Ermittlungsquelle Folgendes zu beachten: Wenn Leistungen generell auf Projekte erfasst werden und daher auch der Projektbezug auf Leistungen, die durch die Zeilenübernahme entstehen, nötig ist, dann müssen organisatorische Überlegungen getroffen werden, wie das Projekt ermittelt werden soll. Hier sind folgende Vorgaben je nach Ermittlungsquelle zu beachten:
Im Zusammenhang mit Übernahme von Lohn- und Fibuzeilen könnte es nötig sein, je Kunde einen eigenen Kostenfaktor zu führen und dementsprechend die jeweils korrekten Buchhaltungs- bzw. Lohnverrechnungsprojekte einzutragen. Die Tätigkeitsgruppe und der Artikel bleiben üblicherweise für alle Kunden gleich.
Über den LEA Parameter
Projekte ermitteln ist einzustellen, ob die Zeilenübernahme verhindert werden soll, wenn kein Projekt ermittelt werden konnte. Weiters wird über diesen LEA Parameter geregelt, ob die
Ermittlungssystematik des Projekts eine Rückfallebene berücksichtigen soll: Wird am Kostenfaktor kein Projekt gefunden, ermöglicht das Projektfeld Zeilenverrechnungstyp die Kennzeichnung, ob es sich beim Projekt um jenes Projekt handelt, das für Fibuzeilen (Einstellung "Fibu") oder für Lohnzeilen (Einstellung "Lohn") herangezogen werden soll.
Nur für Übernahmen von Fibuzeilen existiert zudem noch ein in der Priorität erstgereihtes Projekt - es ist jenes, das im Feld ProjektNr der Mandantenfibu hinterlegt ist.Im Zusammenhang mit Lizenzgebühren (BMD Com-Lizenzen) und Abfragekosten (SVS-Cockpit) könnte es nötig sein, je Kunde einen eigenen Kostenfaktor zu führen und dementsprechend die jeweils korrekten Projekte einzutragen. Hier ist die Rückfallebene allerdings etwas anders, wenn am Kostenfaktor kein Projekt gefunden wird und der LEA Parameter
Projekte ermitteln nicht die Option "Nein" aufweist: Sie können in diesem Fall über das Feld
Projekt-Zeilenverrechnungstyp des Kostenfaktors und das Feld
Zeilenverrechnungstyp des Projekts eine Verknüpfung zwischen Kostenfaktor und gewünschtem Projekt vornehmen. Stimmt die gewählte Option in beiden Feldern überein, wird das Projekt identifiziert und herangezogen.
Bei Postkosten könnte es nötig sein, ein fiktives Projekt am Kostenfaktor einzutragen. Ist kein Projekt am Kostenfaktor hinterlegt, wird jenes Projekt verwendet, das direkt am Poststück hinterlegt worden ist. Die Möglichkeit, Projekte als für die Postkosten relevante Projekte zu kennzeichen, gibt es nicht.
Beachten Sie bitte auch in diesem Zusammenhang die Parameterhilfe Projekte ermitteln, die weitere Informationen dazu beinhaltet.
Da besonders bei den Artikeln, die (auch) als Kostenfaktoren verwendet werden, die
Artikelumlage eingestellt ist, ist eine Überprüfung der Artikelumlage vor Verrechnung der Leistungen sinnvoll.
Lohnarten können im NTCS LOHN nach
Lohnartengruppen gegliedert werden. Die Zuteilung wird im
Lohnartenstamm anhand des Feldes
LEA-Gruppe getroffen. Im Programmteil
Abrechnungsstatistik ansehen kann nach erfolgter Zuteilung (und Abrechnung) nicht nur kontrolliert werden, welche Dienstnehmer (nach Personenarten) und Aufrollungen abgerechnet worden sind, sondern auch, welche nach Lohnartengruppen unterteilte Lohnarten dabei angesprochen worden sind.
Werden für Lohnartengruppen eigene Kostenfaktoren angelegt, werden diese immer zusätzlich zu den Kostenfaktoren der Dienstnehmer berücksichtigt. Dies ist auch in der
Struktur des Baumes abgebildet.
Hinweis Zuteilung LOHN 5.5 | Die Zuteilung wird im LOHN 5.5 im Lohnartenstamm (LV019 → 1 Anlegen/Ändern Global → Auswahl Lohnart → Schirm 8 Divers) anhand des Feldes 1 "ILV-Gruppe" getroffen. Der Programmteil "Lohnartenstatistik LV070" dient hier der Kontrolle.
Achtung: Die Lohnartengruppe weist im LOHN 5.5 eine andere Nummer als die gleichwertige Lohnartengruppe in den Kostenfaktoren und des NTCS LOHNS auf (z. B. 5.5-Lohnartengruppe 0 wird zu NTCS Lohnartengruppe 1, 5.5-Lohnartengruppe 1 wird zu NTCS Lohnartengruppe 2 usw.).
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Die Zeilen aus dem NTCS LOHN können je nach
Personenart unterschieden werden. Daher sind je Personenart eigene Kostentypen im
Baum gelistet, unter denen die jeweiligen Kostenfaktoren angelegt werden können.
Hinweis Unterscheidung im LOHN 5.5 | Für die Unterscheidung der Personenarten sind folgende Informationen aus dem Dienstnehmerstamm (LV038 → 1 Auswahl Klient → Auswahl Dienstnehmer → Schirm 1 Name, Eintritt, DV) relevant:
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Wird im LOHN nach Lohnartengruppen unterschieden und bei den Kostenfaktoren nicht, tritt bei der Übernahme folgende Situation auf, die sich programmtechnisch nicht verhindern lässt: Die Zeilen werden nicht in einem einzigen Leistungsdatensatz je Kunde und Bezugszeitraum übernommen, sondern zusätzlich aufgeteilt in je einen Leistungsdatensatz pro Lohnartengruppe.